Hallo Rasta,
von 1982-1998 hies es von der bundesregierung, deutschland ist
kein einwanderungsland.
Wars auch nicht, denn das bezieht sich ja nur auf die offizielle Auffassung, ob man etwas (die Einwanderung) regeln müsse oder nicht. Nachdem man die Einwanderung nicht regelte, wars eben auch kein Einwanderungsland:wink:
ab 1998 heisst es wieder, deutschland ist ein
einwanderungsland.
Weil endlich mal angefangen wurde, die sich aus der Migration ergebenden Probleme anzudiskutieren (mehr war ja leider kaum möglich bisher)
ABER: ist das wirklich so richtig?
zur aufrechterhaltung unseres sozialsystems wird versucht,
ausländische mitmenschen in deutschland zu integrieren.
Nicht nur zur Aufrechterhaltung unseres Sozialsystems. Ebenso notwendig ist z.B. ein Zuzug von Wissensträgern…
nur- wir haben mehr als 5 millionen arbeitslose – und nachdem
im allgemeinen zuwanderer/flüchtlinge einen niedrigeren
ausbildungsstand haben, werden diese in deutschland ebenso
arbeitslos.
Darum soll ja gerade die Einwanderung erstmals geregelt werden über Quoten, damit eben nicht der zugegebenermaßen hier im Moment etwas „überflüssige“ Kameltreiber aus der Sahara aufschlägt, sondern eher der gutausgebildete Ingenieur aus der ehem. Sowjetunion.
deutschland ist meiner meinung nach überfremdet.(wenn ich
abends nach hause durch den park gehe, könnte man dies bild
ebenso dem balkan oder iran zuordnen)
Ich weiß ja nicht, in welchem Viertel von meiner alten Heimat München Du wohnst (Neuperlach, Bahnhofsviertel?!?), als ich das letzte Mal in München war, sind mir nicht gerade überproportional oder ungewöhnlich viele Ausländer aufgefallen. Die treffe ich eigentlich nur in den genannten Vierteln, am Marienplatz (Japaner:wink:) oder zur Wiesn-Zeit. Alles Orte und Zeiten, die ich normalerweise erfolgreich meide…
und ich will keine sprüche hören, von wegen
ausländerfeindlichkeit -bin ich nämlich überhaupts ned-
Na ja, wer mit lächerlichen, IMHO unreflektierten Überfremdungsängsten kommt, hats nicht besser verdient:wink:
und so lieb kinder egal welcher herkunft auch sind, ich hätte
gerne im alter, das meine/unsere kinder unser land nutzen und
darin leben.
Unser Land? Ehrlich gesagt ist mir ein netter Türke als Nachbar 100x lieber als jedes deutsche Proletenpack. Und mir sind 100 unternehmerische Ausländer lieber als 100 treudeutsche, bequeme Anspruchsbürger…
[Rentenkonto]
ob die regierung das geld nutzen kann/darf, ist eine andere
frage- aber so bekommt auch jeder wieder das heraus, was er
auch einbezahlt hat.
Oder eben auch nichts, wenns schiefläuft (Inflation o.ä.) Genau aus diesem Grund wurde u.a. der Generationenvertrag geschaffen
um das aussterben der deutschen zu verhindern, müssen eben
maßnahmen gefunden werden, um den pillenknick zu umgehen,
beispielsweise mit massiver förderung/bezuschussung zum
kindermachen.
Wie wärs mit dem Mutterkreuz? War doch schon mal erfolgreich:wink:
Zu guter letzt meine Meinung:
Ja, wir haben vor allem in Ballungszentren massive Probleme mit der Integration von Ausländern, die wir lösen müssen, da die Probleme auf die Dauer unerträglich sind. Diese Probleme wegzudiskutieren ist albern.
Ja, wir haben es zugelassen, dass kulturell überforderte, schlecht (bzw. nicht) ausgebildete Menschen als Arbeits-„Tiere“ zu uns kamen. Wir meinten, wir würden sie in wenigen Jahren wieder los, was aber im nachhinein furchtbar naiv war.
Ja, wir können uns definitiv keinen weiteren Zuzug solcher Menschen leisten, da wir schlicht keine Arbeit für diese Menschen haben (bzw. unser fein austariertes Lohnsystem in frühkapitalistische Zeiten abzudriften droht)
Aber: Natürlich ist der konrollierte Zuzug von Fremden sinnvoll. Er bereichert seit Jahrhunderten unser System, bringt neue Ressourcen, Ideen etc. mit sich, die auch uns voranbringen.
Ich finde es super, wenn ich in internationalen Teams zusammenarbeite mit Türken, Franzosen, Amerikanern… Ich finde es super, wenn ich in einer Stadt Essen aus vermutlich 50 Nationen probieren kann. Ich finde es super, wenn Ausländer hier in Dtl. investieren und Arbeitsplätze schaffen.
Ich finde, viel Gerede über die Bedrohung durch Ausländer entstammt einer ängstliche Haltung gegenüber dem Neuen, anderen, was weitgehend unnötig ist. Natürlich haben wir hier das Recht, die Regeln aufzustellen und Regelverletzungen zu ahnden. Jedem Ausländer, der hierher kommt, muss klar sein, dass wir u.U. viele Dinge, die er vielleicht gewohnt ist, nicht dulden. Und es ist an uns, diese Regeln, koste es was es wolle, durchzusetzen.
Und ebenso natürlich haben wir das Recht zu entscheiden, wer zu uns kommt und wen wir abweisen.
Und deswegen mache ich mich immer stark für ein offenes, der Zuwanderung aufgeschlossenes Deutschland, halte es aber natürlich für wichtig, endlich vernünftige, nachvollziehbare Zuwanderungsregeln zu schaffen, die fair für Deutschland und(!) fair für interessierte Ausländer sind.
Grüße
Jürgen