Kuren

Hallo,

einem Patienten wird eine Kur (=stationäre Rehamaßnahmen) abgelehnt, dafür genehmigt die Kasse ambulante Vorsorgemaßnahmen (Therapie zahlt Kasse, Hotelaufenthalt der Patient). Erhält im zweite Fall in der Regel
der Patient eine vergleichbare Therapie wie bei einer Kur, oder nur eine Kur light mit ein bisschen Schwimmen und Fango. Nachdem sich eine Kur meistens in speziellen Rehakliniken abspielt, die ambulanten Vorsorgemaßnahmen aber im Kurhotel, scheint hier mehr der Urlaub als
Reha im Vordergrund zu stehen.

Was habt ihr für Erfahrungen gemacht?

Wolfgang D.

Hi Wolfgang

Was habt ihr für Erfahrungen gemacht?

Ich kann jetzt nur für Österreich sprechen, aber ich befinde mich gerade auf einer Kur (nicht Reha) wegen meiner Rückenprobleme, die von der Krankenkasse bewilligt wurde.
Ich mache diese Kur in einem Gesundheits- und Kurhotel. Ich habe zu dem Kassentarif und Selbstbehalt eine Aufzahlung geleistet und bin im Hoteltrakt untergebracht. Das bedeutet eine variantenreichere Verpflegung, nicht so strenge Essenszeiten, ein etwas besser gelegenes Zimmer und die Benutzung des gesamten Wellnessbereich des Hotels ohne Aufzahlung

Die Therapien sind allerdings die gleichen wie bei einer normalen Kur und finden auch in den Kurtherapieräumlichkeiten statt

Da man in Ö nur alle zwei oder drei Jahre eine Kur bewilligt bekommt, lasse ich mir in den Jahren dazwischen ambulante Therapien verschreiben und mache diese Therapien dann in einem Gesundheitshotel, das mit der Krankenkasse einen Vertrag als Kurhotel hat und daher mehr als ein reines Wellnesshotel bietet.

Die Therapien werden dort von ausgebildeten Therapeuten durchgeführt und sind genauso intensiv als wenn man in das Kurhotel zur Kur fährt. Nur genießt man einiges mehr an Luxus als wenn man sich als Kassenpatient dort aufhält. Man kann sich z.B. die Zeiten zu denen man die Therapien machen will ziemlich frei aussuchen und bekommt keine Termine aufs Auge gedrückt.

Gruß
Edith

Hallo Wolfgang,

eine ambulante Vorsorge-/Rehamaßnahme ist auf keinen Fall eine „Kur light“. Bei einer stationären Reha-Maßnahme (die auch einige Kurhotels anbieten) bekommt die Kurklinik einen festen Betrag, mit dem sie rechnen muss. Bei einer ambulangen Vorsorge-/Rehamaßnahme werden alle geleisteten Anwendungen einzeln abgerechnet (ok - die Sätze sind nicht soooo hoch) - die Klinik/Hotel bekommt also für viele Therapien mehr Geld als für weniger Therapien …

Ein Bekannter ist gerade in einem reinen Rentenversicherungs-Haus, da musst du für das Telefon auf dem Zimmer extra bezahlen, Zimmer relativ klein und spartanisch, pünktlich zu den Essenszeiten kommen, Rezeption nur Vormittags besetzt, Samstag Mittag gibt es immer Eintopf und die Portionen sind nicht sehr üppig - einfach kein „Hotelkomfort“ - aber die Therapien sind sehr umfangreich.

Beim Kurhotel musst (darfst!) du dir halt eines Aussuchen nach Angebot, Kurart und Gegend, aber auch da kann dir die Krankenkasse helfen.

Liebe Grüße und viel Gesundheit!

Karin