KV Vergleich für Absolventen

Hallo!

Ich bin in der nächsten Zeit mit meinem Magisterstudium fertig und werde mich dann zwangsläufig selbst versichern müssen. Kennt jemand von euch evtl. eine Site, auf der man die angebotenwen Krankenversicherungen vergleichen könnte oder hat jemand den Tip zur idealen KV?

Vielen Dank!

VLG

Hallo Jana,
es gibt keinen Tipp!
Im Gegensatz zur Kasse, bei der man sagen kann: 95 % ist identisch, also fast gleichgültig in welche man geht, ist jeder einzelne Tarif bei den privaten anders.
Selbstvergleiche gibt es schon, ist aber davon abzuraten.
Suche Dir einen makler, lass Dir mit einem guten Vergleichsprogramm (KVpro, Morgen & Morgen, Softfair) einen Vergleich nach Deinen speziellen Wünschen machen. Dazu soll er Dir 3 Angebote mit den Leistungen ausdrucken. Dann setz Dich hin und vergleiche die drei Punkt für Punkt. Wenn du Fragen zu den einzelnen Leistungen hast, frage den Makler oder poste hier im www.
Ein Vergleich sollte folgende Kriterien haben:
keine Verschlüsselun, also voller Name der Gesellschaft, des Tarifes und des Beitrages.
Auflistung aller im Progamm enthaltenen Versicherungen
Auflistung aller Gesellschaften, die zum Vergleich herangezogen werden
Auflistung welche Tarife den Voreinstellungen entsprechen
Eine Gesamtliste aller dieser Tarife mit Namen, der Gesellschaft, des Tarifes und des Beitrages
Der Makler, der so arbeitet ist nicht auf Betrug aus.
Bei Selbstarbeit sparst Du keinen Cent und bist voll im Risiko.
Lass das den Fachmann machen. Du Lässt ja auch nicht Deine Herz-OP vom Nachbarn rausmachen, oder?
Grüße
Babalou

hallo,

bei erster beschäftigungsaufnahme nach dem studium kannst du dich auch bei einer GKV freiwillig versichern :smile:

… auch an später denken, wenn die gesundheit nicht mehr so gut ist wie heute. dann wird die PKV nämlich teuer. teurer als die GKV.

Laura

Hallo Laura,

… auch an später denken, wenn die gesundheit nicht mehr so
gut ist wie heute. dann wird die PKV nämlich teuer. teurer als
die GKV.

Das sollte bei einer guten PKV nicht passieren. Dafür werden ja Rückstellungen angelegt.

Gruß,
Andreas

Hallo Jana,

schau nach einem Einsteigertarif, den Du später, wenn Du mehr Geld verdienst, problemlos auf bessere Tarife umstellen kannst. Und achte darauf, dass die PKV eine gute Rücklagenquote hat.

Gruß,
Andreas

gänzlich falsch!
hall Laura, immer wieder geistert der Blödsinn durch die Medien.

Es ist schlichtweg falsch.
Es ist nocnh keine Versicherung seit 40 Jahren für jemand teurer geworden, weil er Kosten verursachte.
Wenn du so etwas behaiptest, dann bringe Beweise dafür. Das wird Dir aber sehr schwer fallen.
Der Sinn einer Versicherung ist nicht, dass der VN den Aktionären sein Geld gibt, sonders dass er sich gegen solche Unvorhersehbarkeiten absichert.
also bitte nicht so was falsches in die Welt posaunen. G
Grüße
Babalou

hallo Andreas,
das kommt nicht bei guten aber auch nicht bei schlechten vor.
Das ist in jedem Fall falsch.
Grüße
Babalou

Hallo!

Ich bin in der nächsten Zeit mit meinem Magisterstudium fertig
und werde mich dann zwangsläufig selbst versichern müssen.

warum?

Kennt jemand von euch evtl. eine Site, auf der man die
angebotenwen Krankenversicherungen vergleichen könnte

Die gibts nicht die Seite!

oder hat
jemand den Tip zur idealen KV?

Tu dir nen großen Gefallen und rechne nicht wild im Internet rum, das kann nur und wird definitiv schief gehen. Krankenversicherung ist ein hochsensibles Thema.
Das ist in etwa so, als wenn du bei gesundheitlichen Beschwerden selber deine Medikamente im Internet aussuchst und hoffst, daß du davon gesund wirst. Nein, das macht der Arzt und so soll es auch sein.

Bring genug Zeit mit und lass dich eingehend von einem oder wegen mir auch zwei vernünftigen Maklern beraten.

Grüße

Michael

Hallo,

hätte vielleicht erstmal weiter lesen sollen, bevor ich oben selber schreibe…

Grüße

Michael

also bitte nicht so was falsches in die Welt posaunen.

machst du das evtl. schon? ich kann nur das erzählen, was mir jemand von der PKV selbst erzählt hat. also kann es so falsch nicht sein. der beitrag an die PKV steigt ab 40. lebensjahr und später nochmal mit zunehmendem alter. (können auch andere altersgrenzen sein. die kenn ich grad nicht so gut, denn ich spiele ja bei dem andern verein) :wink:

ABER wie heißt es doch so schön:

Weß´Brot ich eß, dess´ Lied ich sing , gell :wink:

Laura

Noch einmal: es ist falsch!
hallo Laura,
um es noch einmal zu erklären:
eine Sozialgemeinschaft ist eine Gruppe, die für die Schwachen der Gemeinschaft gemeinsam einstehen.
Genau dies ist hier der Fall: Du versicherst Dich gegen Krankheitskosten. Was wäre eine Versicherung wert, wenn ich meine Kosten selbst bezahlen müsste?
Was Du verwechselst, ist, dass die Kosten der Gruppe, in der der VN sich befindet umgelegt werden auf alle , also nicht auf den einzelnen.
Nehmen wir mal an, dass der VN in einer Altergruppe (in der er zeitlebens bleibt) aus lauter Idioten besteht, die zum Arzt gehehn und großkotzig angeben, dass sie Privatpatienten wären. Und dass der Arzt verlangen kann, was er will, die Verwicherung würde es zahlen. bei der Gruppe kann ich vorraussagen, dass die nächste Beitragsanpassung nach oben garantiert ist. Das hat aber mit dem Einzelnen nichts zu tun. Ob der krank oder gesund ist, ob er 100.000 € im Monat kostet oder gar nichts, sein Beitrag bleibt immer so, wie der in der Gruppe.
Nehmen wir jetzt an, der VN ist in einer Gruppe, die die Rechnungen der Ärzte genau kontrollieren und sofort reklamieren, wenn etwas drin steht, das er nicht gemacht hat. Dann kann es sehr gut möglich sein, dass der Beitrag sinkt. Das kommt bei allen Beitragaanpassungen in einzelnen Gruppen des gleiche Tarifes vor. Ich kann Dir gerne Beispiele aus der Praxis geben.
Es wird niemand mehr Beitrag zahlen, weil er krank wurde. Oder alt wurde.

  1. Alt werden und Beitrag. der Beitrag im Alter steigt nicht, weil der VN alt wird, sondern weil die Gruppe mehr Kosten verursacht als die Gruppe der 23 - jährigen. Damit aber der Beitrag im Alter nicht extrem steigt (was ja eigentlich nötig wäre von den Kosten her) greifen 3 Vorkehrungen:
    a.) der 23-jährige (als Beispiel) zahlt mehr, als er eigentlich zahlen müsste. Er sponsert seinen zukünftigen Alterbeitrag.
    b.) von seinem Beitrag wird (wie schon seit vielen, vielen Jahren) ein kleiner Teil abgezogen und als Alterrückstellung investiert.
    c.) seit 2002 (da hat die Regierung mal was gutes gemacht) gibt es ein Gesetz, das den Versicherer zwingt 10 % der Kostentarife (amb/stat/ dent) als zusätzliche Altersrückstellung zu verlangen.
    alle drei zusammen bewirken, dass einer der in jungen Jahren sich privat versichert hat im Alter so gut wie keine Beitragsanpassungen mehr hat. Und wenn es nach dem Gesetz geht, dann zahlt er ab 80 Jahren fast gar nichts mehr. Ob das tatsächlich möglich ist, will ich gar nicht diskutieren. Wir können alle nicht in die Zukunft sehen.
    Dass einer, der mit 55 oder 60 zur Privaten kommt, nicht diese Alterrückstellungen anhäufen kann wie ein 23-jähriger ist wohl selbsterklärend. Deswegen sage ich grundsätzlich zu jedem meiner Kunden, die über 40 Jahre sind, dass sie bitte etwas nebenher ansparen, um die fehlenden Alterrückstellungen auszugleichen.
    Das ist übrigens der Haken an den Kassen: sie sind deswegen auch im Alter so teuer, weil sie von der Hand in den Mund leben, sprich: sie berechnen den Beitrag nach dem Einkommen des VN. Nun wirst Du sagen: meine Oma zahlt nur 250 Euro für Ihre AOK. Richtig: denn sie hat ja auch nur eine kleine Rente. Doch der gutverdienende (und das sind einige derjenigen, die sich privat versichern) wird sich nicht auf die Staatrente verlassen, er wird noch zusätzlich was ansparen fürs Alter: Rentenversicherung, Immobilien, Kapitalanlagen, Betriebsrenten,…
    alles wird nun von den Kassen addiert und danach der Beitrag berechnet: gehen wir von einem Bruttoeinkommen des Rentners (Pensionärs) von 4000 € aus. Dann zahlt er durchschnittlich 15,7 % Beiträge (Kassenbeitrag(ohne Tagegeld) + Pflegepfichtversicherung von 1,7 %) daraus. Das sind also über 600 € im Alter. Was bekommt er dafür? Von Jahr zu Jahr immer schlechtere Leistungen und dazu auch noch Selbstbeteiligung. Du meinst es gibt bei den Kassen keine Selbstbeteiligung? Aber doch! Medikamentenzuzahlungen, Krankenhauszusahlung, Transportzuzahlung, Hilfmittelzuzahlung, Heilmittelzuzahlung, Brille, Zahnersatz… Ein kluger Mann hat mal errechnet, dass das locker 300 Euro und mehr im Jahr betragen kann. Besonders im Alter.
    Wie sieht es bei den Privaten aus? Ein 65-järiger mit 1- oder 2 Bettzimmer und auch sonst noch tollen Leistungen zahlt, wenn er es geschickt macht (oder einen guten Makler hat) ca 380 € monatlich. Ist das viel? Ich behaupte, dass das Nasenwasser ist.
    Das kann ich beweisen.
    Dazu kommt, dass jede Versicherung für Ihre Mitglieder ab 55 jahren einen Standarttarif bereitstellen muss (gesetzlich). Jeder VN hat das Recht, in diesen Tarif ohne rRisikoprüfung zu wechseln. dioeser Tarif darf nicht mehr kosten, als die Kassen.
    Wo, bitte schön, liegt nun das Problem? Ich sehe keines.

ABER wie heißt es doch so schön:

Weß´Brot ich eß, dess´ Lied ich sing , gell :wink:

Kann wohl nicht ganz stimmen Dein schöner Satz, gell?
Grüße
Babalou

Gibt hier verschiedene Sachen, wo drauf zu achten ist. Um das Problem der Kostenexplosion im Alter zu nennen, so ist dies nicht darauf zurüc zu führen, das jemand alleine mehr Kosten verursacht und daher mehr Beitrag zu zahlen hätte. Das ist schlichtweg falsch.
Das Problem liegt vielmehr darin, das immer wieder von den Gesellschaften für 4-5 Jahre neue Tarife raus gebracht werden, welche sehr sehr günstig für die gewünschte junge Zielgruppe sind. Diese Tarife werden nach z.B. 5 Jahren dicht gemacht - heißt alle die drin sind dürfen bleiben, keine neuen können rein. Bedeutet als Folge, das der Tarif „vergreißt“ - also das Durchschnittsalter wird immer immer Älter, da keine jungen Versicherten hinzu kommen. Dadurch werden die Kosten für den jeweiligen Tarif immer Höher und die älteren Versicherten haben mit Beitragserhöhungen zu rechnen.

Gibt allerdings auch Möglichkeiten dem zu entkommen. Zum einen gibt es Gesellschaften, welche nur 1en Tarif haben ( jedoch mit unterschiedlichen SB Varianten ) und der ist dann einfach offen für jung und alt. Gibt ein gesundes Mischverhältniss in der Prämie und es kommen auch junge Risiken nach, also Kostenexplosion im Griff.

Die nächste Möglichkeit ist, schon heute Beiträge zur Beitragsentlastung im Alter zu bezahlen und das über die gesetzlich vorgeschriebenen 10% hinaus. Das geht sogar soweit, dass der Beitrag ab z.B. 60 Jahren 0 € beträgt. Ist aber sehr mit Vorsicht zu genießen weil - Wechsel der Gesellschaft oder Rückfall zur GKV und der gezahlte Mehrbeitrag ist futsch!

Ansonsten kann ich mich nur anschließen, zum Makler gehen, ungefähren Versicherungsschutz fixieren, 2 Varianten rechnen lassen und dann entscheiden.

Kleiner Tip: offener Hilfsmittelkatalog + Gebührenerstattung über die Höchstsätze hinaus können Gold wert sein. Klar für den Anfänger ne Option auf Höherversicherung.

Gruß

Martin

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kein Problem…
…doppelt genäht hält besser!

Grüße
Babalou

hallo Michael,
so eine Seite gibt es doch. Nur will ich die hier nicht posten weil es sonst Eigenwerbung ist.
Ich habe auf meiner Homepage so einen Vergleich. Für die Unbelehrbaren, die immer meinen, die Vermittler würden sie betrügen und nur wenn sie sich selbst betrü…, wenn sie alles selbst machen, würde was anständiges daraus.
spätere Reklamationen werden abgelehnt!!!
Grüße
Babalou

hallo Martin,
dagegen soll ja das Gesetz schützen. Denn das besagt, dass jeder VN innerhalb der Versicherung in einen vergleichbaren Tarif ohne Risikoprüfung wechseln kann. Und dagegen prozessiert die Hallesche. Und die DKV wartet still in der Ecke und lässt die Halles
che sich eine blutige Nase holen.
Die meisten Gesellschaften erfüllen dieses Gestz. Mache sagen sogar: bei gleichen Schutz (also 2-Bett in 2-Bett usw.) wird ein Wechsel nicht verwehrt!
U.a, die Universa sagt das. Die Gotaer ebenfalls.
Ich lasse z.Zt. die Finger von der Halleschen.
Denn irgend wann müssen die dieses Gesetz befolgen. Und was passiert dann mit dem Beitrag der günstigen Tarife?
Die Hallesche sagt zwar, das würde sich nicht auswirken. Na, ja, wer´s glaubt wird seelig.
Ich will mir keine Vorwürfe von meinen Kunden einheimsen, wenn dann doch Beitragsnapassungen von 20 und 30 % kommen.
Grüße
Babalou

Hallo,

ich wundere mich gerade ein bisschen, dass hier fast alle davon ausgehen, du wolltest dich privat versichern. Willst du das?

Ich war selbst eine zeitlang freiwillig in einer GKV und hab ca. 130 Euro monatlich bezahlt (incl. Pflegeversicherung). Ich hatte nicht viel nach privaten Krankenversicherung geschaut, aber die Tarife, die ich gesehen hab, lagen für mich über der gesetzlichen.

Gruß,
foo

Hallo Babalou,

stimme ich Dir zu mit der Kundenproblematik. Beitragsstabilität ist sehr wichtig für den Kunden und man muß echt aufpassen wohin man vermittelt. Und die EU Vermittlerrichtlinie wird diese Brisanz sicherlich noch verschärfen. Weiß nach 20 Jahren erst mal nach, warum Du Gesellschaft XY genommen hast und nicht XYZ welche jetzt viel besser da steht . . .

Aber dennoch halt ich das System der PKV für besser als das der GKV.
Klar hat die GKV unter den schlechten Risiken zu leiden, welche nicht in eine PKV kommen, aber schlechte Risiken werden früher oder später ja eh alle :smile:

Schönen Gruß

Martin

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Babalou,

also Vergleichsrechnerseiten gibts, ist klar.
Eine Seite, die einen ordentlichen Berater ersetzt, gibts nicht.
Und da das immer im Ärger endet, Finger weg vom Selbermachen.

Aber du hast recht, die Sorte Kunden die du ansprichst gibts…

Grüße

Michael

Erstmal Danke für die viele Antworten!
Ich muss mich selbst versichern, da ich über 23 und als Nichtstudentin aus meiner Familienversicherung rausfliege. Ob privat oder gestzlich, da habe ich mich nicht wirklich entschieden.
Ich habe durchaus vor, mich noch mit nem Makler in verbindung zu setzen, wollte mich nur im Vorhinein über die Leistungen und Kosten der einzelnen Versicherungen informieren, so dass ich dann im Beratungsgespräch nicht wie die Kuh vorm Scheunentor dasitze… :wink:

Hallo Jana,

die ganzen Versicherungsmakler hier werden mich dafür steinigen und als inkompetent abtun wollen, aber ich würde zum nicht unbedingt die PKV wählen, solange es nicht nötig ist. Im Prinzip geht es schlichtweg darum, ob du absehbar und dauerhaft (also auf) sehr gut verdienen wirst und/oder sehr vermögend bzw. finanziell abgesichert bist.

Solltest du dich wirklich für PKV interessieren, schadet es nicht, dich VORHER selbst so kompetent wie möglich zu machen hinsichtlich der Bewertung von Leistungen und Leistungseinschränkungen in den verschiedenen Tarifen - die sind in der Tat sehr unterschiedlich. Außerdem solltest du dir sehr genau die gesetzlichen Bedingungen für eine eventuelle Rückkehr in die GKV ansehen und abwägen. Besorg dir nicht-verkäuferische Literatur bzw. scheue nicht davor zurück, eine Beratung bei der Verbraucherzentrale in Anspruch zu nehmen. (Makler - oder gar: Versicherungsvertreter (würg!) - werden natürlich auch Verbraucherzentrale und Teste als inkompetent und irreführend etc. hinstellen wollen).

Ach ja, es gibt von Finanztest ein Sonderhefte zum Thema Versicherungen und einen Vergleich der GKV. Die sind in der Verbraucherzentrale erhältlich.

So, jetzt lasse ich mich wohl besser nicht mehr hier blicken, bei der geballten Maklermacht hier :smile:

Gruß,
Kucker