Wie bescheuert kann eine Regierung eigentlich sein??? Nun wird über eine weitere Aufweichung der Ladenschlusszeiten beraten. Warum??? Jeder hat genug Zeit, in den ca. 11 Stunden, die Geschäfte in Deutschland täglich in der Woche geöffnet haben, einzukaufen. Da müssen ganz bestimmt nicht längere Öffnungszeiten am Samstag dazu kommen. Was für einen Sinn soll das haben, am Wochenende bis 20 Uhr einkaufen zu können? Die Deutschen haben eh kaum noch Kohle in der Tasche. Durch eine Änderung der Ladenöffnungszeiten wird nicht mehr Geld eingenommen. Im Gegenteil: Das Personal müsste aufgestockt werden, Beleuchtungen, Kassen, Maschinen, Computer … müssten länger laufen usw. was alles zusammen zu einer erhöhten finanziellen Belastung der Firmen führt. Da aber die Einnahmen nicht durch erhöhte Nachfrage steigen werden, werden wir als Kunden mit weiteren Preisaufschlägen zu rechnen haben.
Nebenbei denke ich, dass Kinder auch das Recht haben, wenigstens am Wochenende mal ihre Mütter zu sehen. Die meisten Angestellten im Einzelhandel sind weiblich und können, aufgrund der meist recht schlechten Bezahlung, auch häufig nicht die Alleinverdiener in einer Familie sein. Nun gut. Jeder weiß, dass Kinder in diesem Land eh nichts wert sind - zumindest solange sie noch nicht in die Sozialkassen einbezahlen, aber nach PISA sollte doch auch der letzte Politiker gemerkt haben, dass es durchaus positiv wäre, wenn sich Eltern mal wieder etwas mehr Zeit für die Belange ihrer Kinder nehmen würden. Nach dem Willen unserer tollen Sozi-Regierung sollen wir aber wohl bald alte DDR Verhältnisse hier bekommen: Die Eltern sind den lieben langen Tag auf Achse und der Staat erzieht die Kinder (von der Krippe über den Kindergarten, in die verlässliche Grundschule mit anschließender Kindertagesstätte und dann zur Gesamtschule). Nur was ist am Wochenende??? Wohin mit den Kindern, wenn beide Eltern arbeiten müssen und keine Oma, Tante … oder wer auch immer da ist, aufzupassen? Ich hab da ´ne Idee! Wir bringen alle unsere Kinder zu unserem hochgeschätzten Bundeskanzler. Der passt bestimmt so lange auf sie auf.
Moin Fralli,
alles was unter 168-Stunden in der Woche erlaubte Öffnungszeiten ist, stösst bei mir auf Unverständnis.
Du sprichst von 11 Stunden Öffnungszeiten an Werktagen. Da kann doch jeder einkaufen. Nein. Es gibt heutzutage eine Reihe von Menschen, die haben 1 Stunde Anfahrtsweg zur Arbeit (und Abfahrt). Wenn die 9 Stunden arbeiten, dann sind das schon 11 Stunden. Und selbst bei 8 Stunden. Dann heisst es nach Hause kommen, ins Auto springen und einkaufen. Nur Stress.
Oder eben ALLE Einkäufe auf den Samstag verschieben. Wenn man dann aber mal am Samstag etwas anderes machen will, dann kann man 14 Tage nicht einkaufen. Das ist nur noch grotesk.
Und zu den Müttern: das Problem haben Frauen in anderen Arbeitsbereichen auch. Und wenn sie Samstags arbeiten, dann haben sie in der Woche frei. Oder es werden halt für Samstag Leute eingestellt, die da arbeiten wollen. Die Leute gibt es. Und wenn es sie nicht gibt, dann muss für Samstag abend halt mehr bezahlt werden. Und wenn das dann für den Arbeitgeber zu teuer ist, dann öffnet er halt nicht. Das ist dann aber seine Entscheidung und nicht die des Gesetzgebers.
Ciao
Ralf
Hallo Fralli,
das ist doch alles ausgemachter Unsinn.
Ich persönlich würde das Ladenschlussgesetz ganz abschaffen. Wir brauchen hierfür keine Regulierung.
Soll doch jeder aufmachen wann er will.
Du tuts gerade so als müsste man mit einer Änderung zwingend rund um die Uhr offen haben! Man muss nicht!
Du wirst schon sehen, dass die Läden keine 24 Stunden am Stück offen haben werden, sondern nur dann aufmachen, wann die meisten Kunden kommen.
Die erweiterten Ladenschlusszeiten von der letzten Änderung nimmt nach anfänglicher Euphorie auch kaum noch einer wahr.
Ich glaube zwar nicht, dass durch längere Öffnungszeiten wesentlich mehr umgesetzt wird, aber warum brauchen wir den für alles 396 gesetzliche Vorschriften in Deutschland? Ich bin für den Abbau der Bürokrate, also fände ich eine Abschaffung jedes unnützen Gesetzes für gut.
Nur:
Die Änderung wird gar nichts verändern. Weder Mehrkonsum noch an den Öffnungszeiten von 99% der Geschäfte.
Gruß Ivo
Die Schlußfolgerungen, die Du ziehst, gehen von der - falschen - Annahme aus, daß alle Geschäfte die maximale Öffnungszeit ausschöpfen. Das ist aber auch schon heute nicht der Fall.
Auch in den Ländern, die vermeintlich verbraucherfreundliche Regelungen haben, sind die Geschäfte nicht rund um die Uhr geöffnet.
Ich bin definitiv dafür, daß die Ladenöffnugszeiten komplett freigegeben werden. Dann wird der Markt entscheiden, wer wie lange aufhat. Es ist dann nicht zu erwarten, daß Karstadt nachts geöffnet hat, aber der kleine Laden an der Ecke wird u.U. davon profititeren (übrigens gibt es durchaus Geschäfte, die sich schon heute nicht an die erlaubten Öffnungszeiten halten und sich nachts eine goldene Nase verdienen). Bei denen wird sich das dann rechnen, weil a) der Inhaber hinter der Theke steht, der seine Lohnkosten ganz anders kalkuliert, als die von Angestellten. Und b) sind diese Geschäfte auch heute schon teurer.
Was für einen Sinn soll
das haben, am Wochenende bis 20 Uhr einkaufen zu können?
Was soll das für einen Sinn haben, die Ladenöffnungszeiten einzuschränken?
Die
Deutschen haben eh kaum noch Kohle in der Tasche. Durch eine
Änderung der Ladenöffnungszeiten wird nicht mehr Geld
eingenommen.
Bist Du da sicher? Die Leidtragenden wären die Tankstellen, die Gaststätten, die Onlineanbieter und die Lieferdienste, aber ich denke schon, daß es zu Umsatzzuwächse im Einzelhandel geben wird.
Im Gegenteil: Das Personal müsste aufgestockt
werden, Beleuchtungen, Kassen, Maschinen, Computer … müssten
länger laufen usw. was alles zusammen zu einer erhöhten
finanziellen Belastung der Firmen führt. Da aber die Einnahmen
nicht durch erhöhte Nachfrage steigen werden, werden wir als
Kunden mit weiteren Preisaufschlägen zu rechnen haben.
Der Einzelhandel bemerkt schon jetzt deutliche Umsatzeinbußen, nicht zuletzt, weil einige versuchten, sich zum Jahres-/Währungswechsel die Taschen vollzumachen. Weitere Preiserhöhungen sind da ganz sicher nicht drin. Wer öffnen will, muß kalkulieren, ob sich das für ihn lohnt. In den USA, die ja immer wieder als des Verbracuhers Paradies dargestellt werden, gibt es nur wenige Geschäfte, die tatsächlich 24/7 geöffnet haben. Und wenn sind das riesige Warenlager, praktisch ohne Personal und mit einem armen Kassierer an der Kasse, der täglich damit rechnen muß, überfallen zu werden. Dort kauft man normalerweise nicht gerne ein, sondern nur, wenn man keine andere Gelegenheit hat, einzukaufen.
Nebenbei denke ich, dass Kinder auch das Recht haben,
wenigstens am Wochenende mal ihre Mütter zu sehen.
Nur weil die Öffnungszeiten sich verlängern, heißt das doch nicht, daß sich die Arbeitszeiten der einzelnen Mitarbeiter verlängern. Im Gegenteil: Die Möglichkeiten, den Mitarbeitern die Arbeitszeiten anzubieten, die er haben möchte, würden sich verbessern. Ich fände es Klasse, jeden zweiten Samstag zu arbeiten und dafür z.B. montags frei zu haben. Was habe ich schon von einem freien Samstag? Man schläft etwas länger und wenn man aufsteht, ist die Stadt voll mit all den Menschen, die samstags frei haben…
Gruß
Christian
Hi Fralli,
Wie bescheuert kann eine Regierung eigentlich sein???
In diesem Fall zum Glück nicht annähernd so „bescheuert“, wie manche Ignoranten, die alles geregelt wissen wollen!
Nun wird
über eine weitere Aufweichung der Ladenschlusszeiten beraten.
Warum???
Weil das Ladenschlussgesetz aus einer Zeit stammt, in der es pro Familie nur einen Ernährer gab und Mutti schön am Tage einkaufen gehen konnte. Das ist ziemlich lange her!
Jeder hat genug Zeit, in den ca. 11 Stunden, die
Geschäfte in Deutschland täglich in der Woche geöffnet haben,
einzukaufen.
Wer ist denn - bitteschön - jeder?? Ich habe eine durchschnittliche 50-Stunden-Woche (genauso wie mein Mann). Es stinkt mich tierisch an, samstags im mega-vollen Einkaufscenter einkaufen gehen zu müssen, weil es in der Woche nur mit unendlicher Hetzerei verbunden ist. Wäre schön, wenn ich abends noch mal um die Ecke hüpfen und einkaufen gehen könnte, wenn ich von der Arbeit, dem Haushalt und Kind versorgen zur Ruhe gekommen bin.
Da müssen ganz bestimmt nicht längere
Öffnungszeiten am Samstag dazu kommen.
Doch. Was spricht denn dagegen, diese Möglichkeit zu eröffnen? Ist doch kein Zwang oder so!
Was für einen Sinn soll
das haben, am Wochenende bis 20 Uhr einkaufen zu können? Die
Deutschen haben eh kaum noch Kohle in der Tasche.
Das ist doch Unsinn. Neulich habe ich gelesen, dass ein Deutscher im Schnitt 100 € für Weihnachtsgeschenke ausgibt. Das ist genug Kohle, denke ich. Und der Sommerschlussverkauf (zumindest in Berlin) hat mit einem Rekordumsatz abgeschlossen. Die Deutschen sind durch fette Jahre verwöhnt und müssen jetzt den Gürtel um die dicke Taille etwas enger schnallen. Aber wirklich kein Geld - das ist purer Unsinn. Jedenfalls nicht im Durchschnitt (Ausnahmen bestätigen die Regel).
Durch eine
Änderung der Ladenöffnungszeiten wird nicht mehr Geld
eingenommen. Im Gegenteil: Das Personal müsste aufgestockt
werden, Beleuchtungen, Kassen, Maschinen, Computer … müssten
länger laufen usw. was alles zusammen zu einer erhöhten
finanziellen Belastung der Firmen führt.
Das steht doch jedem Laden frei, ob er das machen will. Es gibt ja auch die Möglichkeit, meinetwegen erst abends zu öffnen oder so… Bisschen mehr Flexibilität musst Du den Leuten schon zutrauen!
Da aber die Einnahmen
nicht durch erhöhte Nachfrage steigen werden, werden wir als
Kunden mit weiteren Preisaufschlägen zu rechnen haben.
Du meinst, die Preisaufschläge, die beispielsweise Tankstellen verlangen, die aber dennoch zähneknirschend hingenommen werden, und das Geschäft am Feierabend boomt?
Nebenbei denke ich, dass Kinder auch das Recht haben,
wenigstens am Wochenende mal ihre Mütter zu sehen.
Na toll. Willst Du jetzt auch noch Gesetze haben, wie und wann und wie oft jeder seine Kinder zu betreuen hat?
Die meisten
Angestellten im Einzelhandel sind weiblich und können,
aufgrund der meist recht schlechten Bezahlung, auch häufig
nicht die Alleinverdiener in einer Familie sein.
Die meisten Angestellten arbeiteten jetzt schon auch in den frühen Abendstunden. Wo bringen sie ihre Kinder da denn unter? Und bringt eine Teilzeitarbeit nicht unter Umständen auch positive Nebenwirkungen, dass diese zum Beispiel ihre Kinder von der Schule abholen könnten, weil sie tagsüber frei haben??
Nun gut.
Jeder weiß, dass Kinder in diesem Land eh nichts wert sind -
Wieviel Kinder hast Du denn?
zumindest solange sie noch nicht in die Sozialkassen
einbezahlen,
Kinder zahlen nie in irgendwelche Kassen ein. Ergo sind alle Kinder wertlos?
aber nach PISA sollte doch auch der letzte
Politiker gemerkt haben, dass es durchaus positiv wäre, wenn
sich Eltern mal wieder etwas mehr Zeit für die Belange ihrer
Kinder nehmen würden.
Lies Dir erst einmal die PISA-Studie besser durch, bevor Du hier stockkonservative BILD-Schlagzeilen in den Raum stellst.
Nach dem Willen unserer tollen
Sozi-Regierung sollen wir aber wohl bald alte DDR Verhältnisse
hier bekommen: Die Eltern sind den lieben langen Tag auf Achse
und der Staat erzieht die Kinder (von der Krippe über den
Kindergarten, in die verlässliche Grundschule mit
anschließender Kindertagesstätte und dann zur Gesamtschule).
In der DDR gab es keine Grundschule oder Gesamtschule oder so etwas, sondern nur eine allgemeinbildende polytechnische Oberschule (Klassen 1 bis 10), und danach, wenn man sehr-sehr gut war und möglichst noch Beziehungen hatte, durfte man die erweiterte Oberschule besuchen und sein Abitur machen. In den Kindergärten waren keine Hobby-Erzieherinnen, sondern Pädagogen. Übrigens ist das Bildungsniveau in der DDR nachgewiesenermaßen sehr hoch gewesen. Und nicht alle, die in der DDR waren, laufen heute als ausgemachte Psychopathen durch die Weltgeschichte!
Wenn man keine Ahnung hatte, sollte man besser den Mund halten. Da kommt mir echt die Gülle hoch, wenn ich derlei Allgemeinplätze wieder einmal höre. Und das, wenn ich Deine ViKa lese - es ist unglaublich!!!
Nur was ist am Wochenende??? Wohin mit den Kindern, wenn beide
Eltern arbeiten müssen und keine Oma, Tante … oder wer auch
immer da ist, aufzupassen? Ich hab da ´ne Idee! Wir bringen
alle unsere Kinder zu unserem hochgeschätzten Bundeskanzler.
Der passt bestimmt so lange auf sie auf.
Wie machst Du das denn mit Deinen Kindern? Sind aus dem Heim, wenn ich das richtig gelesen habe? Da bekommt man bestimmt schöne Zuschüsse, habe ich mal gehört…
Ziemlich maulige Grüße
Jana
Bist Du Gewerkschaftler?
Hi!
Ich weiß nicht, wo genau Dein Problem liegt? Warum darf der Einzelhandel nicht das tun, was in der Restwirtschft üblich ist?
Warum darf beispielsweise ein Versicherungsmakler abends (auch am Wochenende) um 22 Uhr noch Kundenbesuche tätigen, Tanksellen rund um die Uhr Bier verkaufen, nur REAL, Tengelmann, ALDI usw. nicht?
Die REWE-Kette wollte mal in Dortmund den Versuch starten, die wöchentliche Arbeitszeit von 38,5 Std. auf 30 Std. zurückzufahren. Bei vollem Entgeltausgleich! Nur: Die Öffnungszeiten sollten komplett freigegeben werden…
Alle waren dafür: Der Betriebsrat, die Angestellten (!!!) und das Unternehmen sowieso (kalkuliertes Umsatzplus von ca. 5 %).
Nur: Das Gesetz verbietet das - warum?
Die Tatsache, dass es einem Unternehmen gestattet ist, 24/7 zu öffnen, heißt doch nicht, dass ein Unternehmen dies auch macht! Oder: Wieviele Geschäfte kennst Du, die jeden Tag den gesetzlichen Rahmen voll ausnutzen? Bei uns in der City haben nur sehr wenig Läden bis 20 Uhr geöffnet!
Deine Idee, dass die Deutschen eh kein Geld haben, teile ich mal so nicht! Es kommt bei mir nicht selten vor, dass ich abends (nach meiner Schule) so gegen 20:30 Uhr schon noch Lust hätte, mir etwas leckeres zu kochen und dabei dann mit einem Bier den Abend ausklingen zu lassen. Die Tatsache, dass ich zwar mein Bier, jedoch keine Lebensmittel mehr bekomme, zwingt mich dann aber doch, das Ganze zu lassen!
Außerdem: Wenn ein Unternehmen tatsächlich dazu bereit ist, 24/7 zu öffnen, dann hat das zur Folge, das völlig selbstverständlich neue Arbeitsplätze geschaffen würden, da es in diesem Lande so etwas wie ein Arbeitszeitgesetz gibt, von den ganzen Tarifverträgen mal abgesehen!
Ich bin dafür, den Ladenschluss komplett abzuschaffen! Schließlich gehe ich am Wochenende auch ins Kino, in Restaurants, in einen Freizeitpark oder auf Konzerte. Da arbeiten auch am Wochenende Leute - und die sind nicht selten froh darüber, dass sie überhaupt einen Job haben!
Grüße
Guido
P.S. Selbst die Gewerkschaften haben angekündigt, dass sie eine Neuregelung zwar nicht befürworten, aber dennoch billigen!
Hallo,
die Frage ist nicht, ob eine Änderung der Ladenöffnungszeiten mehr Umsatz bringt; auch nicht, wer davon profitiert. Die Frage ist, wozu es überhaupt eines Gesetzes bedarf, das regelt, wann ein Geschäft geöffnet sein darf und wann nicht.
Wir haben es hier mit einem entbehrlichen Gesetz zu tun, das Ausnahmetatbestände kennt, zahllose Ausführungsbestimmungen und zur Kontrolle des Ganzen auch noch bundesweit Personal benötigt. Es ist das Paradebeispiel überflüssiger Bürokratie und Reglementierung. Paradebeispiele verlogener und haltloser Argumente sind auch das, was Gewerkschaften, Kirchen und manche Verbände hier zu bieten haben: Es geht nicht um die Verlängerung der Arbeitszeiten von Verkaufspersonal. Im übrigen sind Nacht- und Wochenendstunden für Millionen anderer Beschäftigter völlige Normalität. Auch eine Benachteiligung kleiner Händler ist an den Haaren herbei gezogen. Die Inhaber besitzen nämlich die Flexibilität, sich auch selbst an den Tresen stellen zu können, wenn sie meinen, so Geld zu verdienen. Es geht auch nicht darum, alle Geschäfte an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr geöffnet zu halten. Jeder Inhaber entscheidet einfach selbst, wann er seinen Laden öffnet und wann nicht. Man darf getrost davon ausgehen, daß der einzelne Ladeninhaber diese Entscheidung kompetenter treffen kann, als eine Regierung oder Verbandsfunktionäre. Wozu brauchen wir ein Gesetz, das einem Ladeninhaber verbietet, z. B. das Anglergeschäft nur zu öffnen, wenn seine Kundschaft Feierabend und Zeit zum Einkaufen hat? Warum muß man verbieten, daß dieses Geschäft nur von 17 bis 24 Uhr und am Wochenende durchgehend geöffnet hat? Es ist nicht die Frage, ob es die Kunden auch irgendwie schaffen können, zu anderen Zeiten einzukaufen. Die Frage ist einfach, was die Reglementierung soll.
Wir müssen in allen Lebensbereichen die Fragestellungen überdenken. Wir haben uns daran gewöhnt, danach zu schauen, wie man alles Erdenkliche reglementieren und einer für alle gültigen Ordnung unterwerfen kann. Das wurde denn ja auch weitgehend geschafft. Die Folge sind zahllose Gesetze und Regelungen als Ersatz für Eigenverantwortlichkeit. Die Bürger werden so entmündigt. Eine weitere Folge ist ein Millionenheer öffentlich Bediensteter, die aufpassen, daß die Bevormundung durchgesetzt wird.
Es wäre sehr deutsch, die Reglementierung zu ändern, an diesem Tag ein Viertelstündchen mehr, für andere Tage erarbeitet eine Kommission nach Rücksprache mit Kirchen und Verbänden eine Liste von Ausnahmetatbeständen, für die dann im Laufe der Jahre zahllose Gerichtsurteile…
Streicht den ganzen Mist! Ersatzlos!
Gruß
Wolfgang
Hi Fralli,
mich nervt es sehr, nur samstags einkaufen zu können. Und erschwerend kommt hinzu, dass man nur bis 16:00 Uhr seine Einkäufe erledigt haben muss. Es ist aber gerade samstags Morgens, Mittags so dermaßen voll beim Lebensmittelhändler, dass es keine Freude mehr macht. Also würde ich liebend gern ab 16:00 Uhr einkaufen gehen. Dann sind alle Rentner beim Kaffeetrinken und ich kann mich mal entspannen beim Einkaufen. Was für ein Luxus.
)))
Geisha
ein Trugschluss
Also würde ich liebend gern
ab 16:00 Uhr einkaufen gehen. Dann sind alle Rentner beim
Kaffeetrinken und ich kann mich mal entspannen beim Einkaufen.
Hallo,
die Rentner sind um 16 Uhr nicht beim Kaffetrinken.
Die kommen um 15.55h in die Bank die um 16.00h zumacht und wohlen eine 1 Stündige Beratung.
Renter sind die Menschen die immer im Stress sind und keinezeit für gar nichts haben.
Gruß ivo
Hi Ivo,
welche Bank hat samstags um 15:55 Uhr noch offen? Aber egal.
Man hat so seine Freude mit älteren Leuten, nee war?
Geisha
Hallo,
die Frage ist nicht, ob eine Änderung der Ladenöffnungszeiten
mehr Umsatz bringt; auch nicht, wer davon profitiert. Die
Frage ist, wozu es überhaupt eines Gesetzes bedarf, das
regelt, wann ein Geschäft geöffnet sein darf und wann nicht.
Wenn es keinen Umsatz bringt, und niemand davon profitiert, wozu brauchen wir dann eine Änderung des Gesetzes?
Du schreibst, „es geht nicht um …“ und „auch nicht um …“ und erst recht „nicht um …“. Worum geht es denn dann. Fühlst du dich vielleicht in deiner Freiheit beschnitten, wenn du nicht einkaufen kannst, wann du willst? Dann gibt es in diesem Land sicher eine Menge an anderen Dingen, die die Freiheit der Bürger weitaus mehr einschränken, als die Frage, ob ich mir am Samstag um 19.59 Uhr noch ein Brötchen kaufen kann.
Es wäre sehr deutsch, die Reglementierung zu ändern, an diesem
Tag ein Viertelstündchen mehr, für andere Tage erarbeitet eine
Kommission nach Rücksprache mit Kirchen und Verbänden eine
Liste von Ausnahmetatbeständen, für die dann im Laufe der
Jahre zahllose Gerichtsurteile…
Und es wäre sehr sozialdemokratisch, zu einer Zeit, da die Bürger immer weniger Geld in der Tasche haben und der Mittelstand im Boden versinkt, alles zu tun, um Preise weiter anziehen zu lassen (und das WIRD die Konsequenz aus einer Lockerung der Öffnungszeiten sein) und kleine Geschäfte, die nicht so flexibel öffnen können, wie große Ketten (und vor allem dabei noch weniger Preisstabilität bieten werden) weiter zu vernichten.
Um Gottes Willen NEIN …
… ich kann nur logisch denken und entsprechende Zusammenhänge erkennen.
Warum darf beispielsweise ein Versicherungsmakler abends (auch
am Wochenende) um 22 Uhr noch Kundenbesuche tätigen,
Tanksellen rund um die Uhr Bier verkaufen, nur REAL,
Tengelmann, ALDI usw. nicht?
Wenn ich als Versicherungsmakler arbeite (oder in einer Tankstelle, als Krankenschwester …), weiß ich von Anfang an, dass solche Arbeitszeiten auf mich zukommen. Hier ist es auch gar nicht anders möglich. Man muss Tankstellen rund um die Uhr geöffnet haben, Krankenhäuser müssen 24 Std. am Tag für Notfälle gewappnet sein, Versicherungen müssen in Notfällen schnell und unbürokratisch helfen können … aber wann ich in den 11 Stunden, die Geschäfte in Deutschland in der Regel auf haben, einkaufen gehe, kann ich selber planen.
Die Tatsache, dass es einem Unternehmen gestattet ist, 24/7 zu
öffnen, heißt doch nicht, dass ein Unternehmen dies auch
macht! Oder: Wieviele Geschäfte kennst Du, die jeden Tag den
gesetzlichen Rahmen voll ausnutzen? Bei uns in der City haben
nur sehr wenig Läden bis 20 Uhr geöffnet!
Eben! Wer hat geöffnet? Die großen Ketten. Wer nicht? Kleine und mittelständische Betriebe, die sich das nicht leisten können. Wer macht immer mehr pleite? Letztere, weil sie eben nicht so günstig und flexibel sein KÖNNEN, wie die großen Geschäfte.
Deine Idee, dass die Deutschen eh kein Geld haben, teile ich
mal so nicht! Es kommt bei mir nicht selten vor, dass ich
abends (nach meiner Schule) so gegen 20:30 Uhr schon noch Lust
hätte, mir etwas leckeres zu kochen und dabei dann mit einem
Bier den Abend ausklingen zu lassen. Die Tatsache, dass ich
zwar mein Bier, jedoch keine Lebensmittel mehr bekomme, zwingt
mich dann aber doch, das Ganze zu lassen!
Und du hast in der Zeit von 9 - 20 Uhr keine halbe Stunde, in der du einkaufen könntest? In was für ´nem Stressjob arbeitest du denn?
Außerdem: Wenn ein Unternehmen tatsächlich dazu bereit ist,
24/7 zu öffnen, dann hat das zur Folge, das völlig
selbstverständlich neue Arbeitsplätze geschaffen würden, da es
in diesem Lande so etwas wie ein Arbeitszeitgesetz gibt, von
den ganzen Tarifverträgen mal abgesehen!
Ja doch! Aber wenn die Nachfrage nicht steigt, wie sollen denn dann diese neuen Arbeitskräfte finanziert werden? Das geht dann nur noch durch Preiserhöhungen. Da das aber schlecht für den Wettbewerb ist, werden viele Geschäfte davor zurückschrecken - ergo weniger Gewinn machen - was zwangsläufig zu noch mehr Pleiten führen wird - was wiederum eben Arbeitsplätze VERNICHTET, statt welche zu schaffen.
Ich bin dafür, den Ladenschluss komplett abzuschaffen!
Schließlich gehe ich am Wochenende auch ins Kino, in
Restaurants, in einen Freizeitpark oder auf Konzerte. Da
arbeiten auch am Wochenende Leute - und die sind nicht selten
froh darüber, dass sie überhaupt einen Job haben!
Noch einmal: Die von dir angesprochnen Arbeitsbereiche sind ausnahmslos Berufe, bei denen man von Anfang an auch weiß, was arbeitszeittechnisch auf einen zu kommt. Im Einzelhandel ist das aber nicht so! Hier bekommen die Angestellten, per Dekret, auferlegt, wie sie ab sofort zu arbeiten haben. Ob das eine alleinerziehende Mutter mit 3 Kindern leisten kann, oder nicht, wird häufig in der Praxis egal sein. Wenn ihr die Arbeitszeit nicht passt, kann sie sich ja eine andere suchen - und wir wissen alle, wie einfach das heute ist.
Hallo Fralli,
das ist lächerlich! In Italien ist es selbstverständlich, dass die Läden am Samstag bis abend auf haben, im Dezember auch sonntags , in sehr vielen Ortschaften im Sommer dürfen sie abends bis 23-24 Uhr offen halten.
In den USA kann man oft rund um die Uhr einkaufen gehen.
Service ist in Deutschland einfach kleingeschrieben.
Ciao
Camilla
Moin Geisha,
welche Bank hat samstags um 15:55 Uhr noch offen?
Eben. Meines Wissens gibt es aber keine gesetzliche Regelung, dass Banken nicht samstags um 15:55 Uhr offen haben dürfen. Dennoch macht dort keine Bank auf.
Es zeigt also, dass bestimmte Branchen, wenn sie der Ansicht sind, dass es sich nicht rentiert, die gesetzlichen Öffnungszeiten nicht ausschöpfen.
Die kurzen Öffnungszeiten der Banken sind mir sowieso ein ständiges Ärgernis. Das liegt aber nicht am Gesetzgeber.
Ciao
Ralf
Was für einen Sinn soll
das haben, am Wochenende bis 20 Uhr einkaufen zu können?
du stellst den sinn der wirtschaft in frage.
unfaßbar daß in vielen städten deutschlands und österreichs um 19:00 (!) tote hose in den einkaufsstraßen ist. nach 24 uhr gibt es auch nichts warmes mehr zu essen außer würstel und macdoof. schade. auch die touristen würden sicher mehr kaufen wenn sie dürften. auch am sonntag.
Nebenbei denke ich, dass Kinder auch das Recht haben,
wenigstens am Wochenende mal ihre Mütter zu sehen.
kein argument. was ist mit krankenschwestern, kellnerinnen … ? die arbeiten auch zu den unmögichsten zeiten.
grüße
lehitraot (einkaufen bis 24 uhr - hier kein problem)
Moin Fralli,
… ich kann nur logisch denken und entsprechende
Zusammenhänge erkennen.
Hm, das kommt nie gut, wenn man das von sich selbst behauptet. Dann muss man nämlich auch den Nachweis liefern…
Wenn ich als Versicherungsmakler arbeite (oder in einer
Tankstelle, als Krankenschwester …), weiß ich von Anfang an,
dass solche Arbeitszeiten auf mich zukommen. Hier ist es auch
gar nicht anders möglich. Man muss Tankstellen rund um die Uhr
geöffnet haben, Krankenhäuser müssen 24 Std. am Tag für
Notfälle gewappnet sein, Versicherungen müssen in Notfällen
schnell und unbürokratisch helfen können … aber wann ich in
den 11 Stunden, die Geschäfte in Deutschland in der Regel auf
haben, einkaufen gehe, kann ich selber planen.
Dass die 11 Stunden oft nicht ausreichen, habe Dir hier schon einige erläutert. Deine Entgegnung war nur „Ich was für einen Stressjob arbeitest du denn, dass du nicht mal eine halbe Stunde einschieben kannst?“ Möglich dass das viele können. Aber viele wollen halt nicht so planen, dass sie zum Einkaufen hetzen. Sie wollen auch über die Woche in Ruhe einkaufen.
Eben! Wer hat geöffnet? Die großen Ketten. Wer nicht? Kleine
und mittelständische Betriebe, die sich das nicht leisten
können. Wer macht immer mehr pleite? Letztere, weil sie eben
nicht so günstig und flexibel sein KÖNNEN, wie die großen
Geschäfte.
Das Gegenteil ist der Fall. Gerade die kleinen Betriebe können flexibel sein. Als ich noch in Oldenburg wohnte, liebte ich die (allerdings teuren) Einkaufsbuden, wo die Besitzerin eben in den Abendzeiten und am Sonntag hinter dem Büdchen stand.
Ja doch! Aber wenn die Nachfrage nicht steigt, wie sollen denn
dann diese neuen Arbeitskräfte finanziert werden?
Wer sagt denn, dass die Nachfrage nicht steigt? Jemand schrieb hier, dass er gerne abends oft noch etwas einkaufen möchte, aber dann haben die Geschäfte zu. Dieses Abendbrot kauft er logischerweise nicht am Wochenende ein.
Ok, irgendetwas wird er mit dem Geld, das dadurch am Ende des Monats übrig bleibt, machen. Sparen? Mehr im Urlaub fahren? Ein größeres Auto kaufen? Weiss natürlich niemand. Aber sein Supermarkt würde offensichtlich mehr einnehmen, wenn er abends noch einkaufen könnte.
Das geht
dann nur noch durch Preiserhöhungen. Da das aber schlecht für
den Wettbewerb ist, werden viele Geschäfte davor
zurückschrecken - ergo weniger Gewinn machen - was
zwangsläufig zu noch mehr Pleiten führen wird - was wiederum
eben Arbeitsplätze VERNICHTET, statt welche zu schaffen.
Das ist schlicht unlogisch. Wenn das passiert, dann werden die Geschäfte eben nicht länger aufmachen. Sie müssen ja nicht. Sie können dann aber, wenn es sich rechnet.
Noch einmal: Die von dir angesprochnen Arbeitsbereiche sind
ausnahmslos Berufe, bei denen man von Anfang an auch weiß, was
arbeitszeittechnisch auf einen zu kommt.
Auch in anderen Berufen haben sich die Arbeitszeiten verändert. Früher waren z.B. alle Frisörgeschäfte am Montag geschlossen. Heute ist das bei den wenigsten noch so.
Im Einzelhandel ist
das aber nicht so! Hier bekommen die Angestellten, per Dekret,
auferlegt, wie sie ab sofort zu arbeiten haben. Ob das eine
alleinerziehende Mutter mit 3 Kindern leisten kann, oder
nicht, wird häufig in der Praxis egal sein. Wenn ihr die
Arbeitszeit nicht passt, kann sie sich ja eine andere suchen -
und wir wissen alle, wie einfach das heute ist.
Ich stimme Dir hier zu. Die ein oder andere Verkäuferin wird dann Probleme bekommen. Aber vielen anderen werden dann Möglichkeiten eröffnet. Wenn eine Verkäuferin wegen Unflexibiltät gekündigt und zwei andere bislang arbeitslose Personen eingestellt werden, empfinde ich das schon als Vorteil.
Ciao
Ralf
an alle pro-Aufhebung…
ich habe mehrere Jahre im Einzel- und Großhandel gearbeitet. Als die Ladenschlusszeiten am Samstag geändert wurden, hatten wir keinen Pfennig mehr in der Kasse, morgends gähnende Leere.
Es hat sich nur alles verschoben. Die Kosten stiegen (Strom…).
Die Verkäufer hatten eine noch miesere Schicht.
Vorhersage: es wird keine Mehreinnahmen geben, es werden die Kosten steigen, es wird nur noch „Schrott“-Verkäufer gegen. Der Verkäufer, der was kann, der geht entweder in einen Laden, der um spätestens 19:00 zumacht, oder er sucht sich eine andere Arbeit.
Diejenigen, die für eine Aufhebung sind, sind nur deswegen dafür, weil sic nur bis zu ihrem eigenen Bauchnabel kucken. „Was interessiert mich der Verkäufer? Wenn er das nicht aushält, hätte er kein Verkäufer werden sollen!“
Die Lockerung ist nur eine Bequemlichkeitsforderung.
Grüße
Raimund
hallo Geisha,
hier täuscht Du Dich gewaltig: Wenn bis 20 Uhr offen ist, dann kommen die meisten ab 16:00 Uhr. Und was hast Du dann? Volle Läden!
Das hat sich in der Vergangenheit gezeigt, als die Ladenschlusszeiten geändert wurden (-> 19:00 Uhr, bzw. am Samstag bis 16:00 Uhr)
grüße
Raimund
Moin Raimund,
Die Lockerung ist nur eine Bequemlichkeitsforderung.
Yepp! Und? Was ist dagegen einzuwenden, wenn ich es als Käufer bequem haben will?
Ciao
Ralf
Hallo Raimund,
Es geht nicht darum, dass die Verkäufer es bequem haben. Wie Lehi schon schrieb: Krankenschwester, Kellner, Busfahrer haben es auch nicht.
Es geht darum, dass die Käufer die Möglichkeit haben, da einkaufen zu gehen, wenn sie Zeit und Lust haben. Es ist unverschämt, dass samstags nach 16:00 Uhr alles schon dicht ist.
Ciao
Camilla