Hey
„Irgendwelche unterbezahlten Servicekräfte“??? Was hast denn
du für ein Problem? Nur weil du aus Faulheit und purem
Egoismus heraus zu bequem bist, deine Zeit so einzuteilen,
dass du in den „normalen“ Öffnungszeiten einkaufen gehen
kannst, sollen die „Sklaven“ für dich springen.
Nun mal nicht aggressiv werden, Herr Fralli,
was ich beschreibe ist nicht meine Wunschvorstellung sondern die Realität. Und du brauchst nicht zu glauben, ich sei irgendwo abgehoben, arrogant oder faul.
Daß die Situation im Einzelhandel so ist, weiß ich durch das Beispiel der eigenen Mutter. Als ausgebildete Fachverkäuferin mit einiger Berufserfahrung legte sie nach meiner Geburt und der meines Bruders eine mehrjährige Berufspause ein. Als sie dann wieder anfangen wollte zu arbeiten (und du gibst wohl zu, daß sich der Beruf des Verkäufers in ein paar jahren nicht grundlegend verändert hat), waren fast ausschließlich Stellen als sog. „Service-Kraft“ zu haben (okay, sie wollte auch nur eine bestimmte Wochenstundenzahl, um nicht aus der krankenkasse meines Vaters (Beamter, beihilfeberechtigt) herauszufallen). Diese Stellen SIND de facto gnadenlos unterbezahlt. Für das Geld, das meine Mutter in der Zeit, in der sie diese Arbeit getan hat (inzwischen hat sie etwas in einem ganz anderen Bereich gefunden), geschafft hat, würde ich als Student nur im äußersten Notfall arbeiten. D.h. nicht, daß ich faul auf der haut liege, nein, ich gehe auch jobben, aber dabei lasse ich mich nicht ausbeuten.
Aber du glaubst doch nicht allen ernstes, daß sich dieser Trend grundlegend ändern wird, oder. Es wird Geschäfte geben, in denen qualifiziertes Personal auch qualifizierte Beratung bietet und Geschäfte, in denen das nicht nötig ist und die deshalb weiterhin versuchen werden, ihre Kosten weiter zu senken.
Gruß
L.
