Als die Queen neulich mitteilte, daß die PUBS demnächst keine
geregelten Öffnungszeiten mehr haben werden, kamen genau diese
deine Argumente von den Wirten.
Das sind nicht „meine“ Argumente, sondern wiedergegebene Untersuchungen - für jeden nachlesbar in einer gutsortierten wirtschaftswissenschaftlichen und betriebswirtschaftlichen Universitätsbibliothek.
Was will uns das sagen:
Durch längere Öffnungszeiten entzerrt sich natürlich der
Kundenandrang. Somit müssen nicht 5 Kassen besetzt sein
sondern nur noch 2. (Dein Arbeitsplatzargument bzw. Dein
Argument der Umsatzverschiebung)
Stimmt, daß genau das passiert ist, sieht man ja an den von mir zitierten Zahlen. Mal ehrlich: wozu recherchiert man eigentlich einen Diskussionsbeitrag, wenn so was drauf zurückkommt? Hast Du Belege für Deine Behauptung?
Der Deutsche kommt aber mit einem Phänomen nun überhaupt nicht
zurecht: Verbesserter Service.
Verbessert sich denn der Service am Kunden durch verlängerte Öffnungszeiten? Lies noch einmal meinen Beitrag genau durch.
Man kann entspannter einkaufen, man muß nicht hetzen, man
bekommt auch noch was, wenn man mal was vergessen hat etc.
Da stimme ich Dir vollständig zu.
Der Deutsche will keinen Service, weder ihn geboten bekommen
(Der Verkäufer schwatzt mir was auf) noch ihn genießen (Muß
ich alles bezahlen).
Ein Beleg für diese ziemlich grobe Generalisierung würde mich schon interessieren.
Es gab mal Zeiten, da waren am Mittwochnachmittag in ganz
Deutschland die Geschäfte geschlossen, als Ausgleich für den
Sammstagvormittag. Deiner Argumentation zufolge könnte man zur
Optimierung die Geschäfte nur eine Stunde am Tag öffnen, da
der Umsatz ja eh der gleiche bliebe, da die Leute ja nicht
weniger kaufen würden.
Dann hast Du „meine“ Argumentation nicht verstanden. Daß es da Grenzwerte nach oben und unten gibt, sollte man nicht aus dem engen Blickfeld verlieren - aber ich dachte, daß wäre jedem klar.
gruss
winkel
Gruss, Joachim

