Hi! (das ist ein Gruß)
Tja, danke für die Erklärung, aber ich wüsste jetzt auch
nicht, als was ich es sonst hätte deuten sollen.
Ich wollte Dich nur darauf aufmerksam machen, dass es so etwas gibt…
Sorry, aber ich denke, da überschätzt Du Dich!
Freut mich, dass du versuchst zu denken. Ich kann scheinbar
nicht nur logischere Schlüsse ziehen als viele Poster hier,
ich habe (Gott sei Dank) auch noch die Fähigkeit, nicht nur
meine eigenen Interessen nach Bequemlichkeit zu sehen, sondern
VOR ALLEM die Interessen der Leute, die für meine Faulheit
länger arbeiten sollen. Sowas nennt man, glaube ich Moral.
Ich finde es ja echt klasse, dass Du Deine Weisheiten als die wahre Erleuchtung erkennst - aber Wirtschaft funktioniert nun mal so nicht!
Bringe mir Fakten, die Deine Thesen untermauern!
Blödsinn! Ich kenne etliche Tankstellen, die nicht 24 Std
geöffnet haben!
Tankstellen finde ich im Übrigen nicht das gelungenste
Beispiel. Hier arbeiten bzw. jobben eher Aushilfskräfte (z. B.
sehr viele Studenten) - d. h. der Job auf der „Tanke“ ist
häufig eher als Übergangslösung zu sehen. Für einen
überschaubareren Zeitraum kann man auch schon mal ungünstige
Arbeitszeiten verkraften. In den Tankstellen, die ich kenne
und die nicht in Familienbesitz sind, arbeiten übrigens fast
ausschließlich Singles.
Schön - die DU kennst! An meiner Stamm-DEA arbeiten seit 4 Jahren die gleichen drei weiblichen Personen…
Mir fallen vor allem Versicherungsmakler ein, die erheblich
mehr Geld verdienen, als beispielsweise Verkäufer und die in
der Regel mehr oder weniger selbständig sind.
Wirfst Du den Maklern jetzt vor, dass sie mal irgendwann die „bessere“ Wahl getroffen haben?
Achso. Ich war jetzt noch gar nicht von Nachtdienst im
Einzelhandel ausgegangen - sondern „nur“ von Dienst bis 20
Uhr. Meine Frau war ja damals echt bescheuert, als sie auch in
der häuslichen Krankenpflege gearbeitet hat. Die ist doch
tatsächlich morgens, mittags und abends zu den Patienten
gefahren. Nur am Wochenende konnte sie die Leute dann in der
Scheiße liegen lassen. ABER SIE WAR SICH DIESER ARBEITSZEIT
VON ANFANG AN BEWUSST!!! DAS IST IM GROß- UND EINZELHANDEL
NICHT DER FALL!!! Haben wir es jetzt?!?
Nein! Dinge ändern sich! Und was zum Teufel ist so furchtbar daran, wenn man statt Sonntags-frei eine rollende Woche hätte?
Ganz nebenbei: Lass dir doch mal von deinen Bekannten
erzählen, wie lange eine Krankenschwester heute noch
durchschnittlich in ihrem Beruf arbeitet. Du wirst hören
zwischen 2 und 3 Jahren. Dann sind sie von ihrem Dienst
ausgebrannt (und das, abwohl sie vorher wussten, was auf sie
zu kommt).
Och bitte! Die drei, mit denen ich häufig zu tun habe, machen ihren Job jetzt seit mindestens 8 (max 18) Jahren - mit Unterbrechung für Erziehungsurlaub! Und wenn sie nach drei Jahren ausgebrannt sind, dann haben sie - sorry - einfach den falschen Job gewählt!
Nö, da hast du recht. Die Arbeitsplätze werden einem heute ja
wirklich schon fast aufgedrängt. Da kann man es sich als
allein erziehende Mutter schon mal leisten,
Och ja - die ARMEN Arbeitslosen (by the way - ich gehöre ich knapp drei Wochen auch wieder dazu - für einen Monat). Meine Güte - eine Anstellung muss passen, und nicht nur dem Arbeitgeber!
Abgesehen von den Berufen, in denen man auf eine durchgehende
24 Stunden Arbeitszeit nicht verzichten kann (Polizei,
Feuerwehr, Krankenhauspersonal, Personal in Alten- Kinder-
Behindertenheimen…) sollten die Wochenenden auch generell
für die Familien da sein.
WARUM die Wochenenden? Weil es so in der Bibel steht, oder was? Warum ist ein freier Dienstag schlechter als ein Sonntag?
Auch hier gilt, wie schon oben bei den Tankstellen: in diesem
Bereich arbeiten bzw. jobben vor allem Aushilfskräfte,
Studenten… für einen überschaubaren Zeitraum. Wie oft
wechselt das Personal in Videotheken!?! Den Beruf
„Videoverleiher“ kenne ich nicht, wohl aber die Berufe
VerkäuferIn, Groß- und Einzelhandelskaufmann/frau … Auch in
Videotheken - zumindest in denen, die ich kenne, arbeiten
viele Studenten, Schüler und Singels.
Das Berufsbild Groß- und Einzelhandelskaufmann ist mir jetzt nicht bekannt - bekannt ist mir jedoch, dass in den drei Videotheken meiner Wahl sehr wohl Einzalhandelskaufleute und Verkäufer ihern Dienst tun (nicht nur - aber auch)
Das heißt also, dass du kurz davor sein musst, zu verhungern,
weil du Ärmster jetzt, mit diesen Öffnungszeiten, nun beim
besten Willen an 6 Tagen keine halbe Stunde zum Einkaufen
abzwacken kannst.
Gnade, ist das billig!
Ich sagte lediglich, dass mir in der Woche diese Möglichkeit genommen ist!
Und du hast Ahnung von Volkswirtschaft??? Damit ist keine
Kneipe fürs Volk gemeint, Mister Superschlau.
Dann klär mich auf: Was ist VWL?
Vielleicht hast
du ja noch in Erinnerung, wie die Bewertungen des Handels auf
die letzte Verlängerung der Öffnungszeiten waren. Es wurde
festgestellt, dass es KEINEN Umsatzzuwachs gab, sondern
Mehrkosten.
Bei der DM (Drogeriemarkt) Kette stieg der Umsatz in diesem Jahr um knappe 18 %! Das machte an Mehrpersonal knappe 2000 Stellen! Dies ist nur ein Beispiel - aber 2000 Stellen sind ein Beispiel, was mir gut gefällt!
In einer wirtschaftlich rosigen Zeit mag dein
Argument ja noch hinkommen - aber wir leben in einer Zeit, in
der viele nicht mehr so wahnsinnig Geld auf der Bank haben.
Und Du möchtest mir etwas von Wirtschaft erzählen? Das Gegenteil ist der Fall - deshalb geht es der Wirtschaft nicht gut! Die Leute konsumieren weniger und sparen mehr! Schau mal auf die Seite des Wirtschaftsministeriums…
Häh?!? Sag ich doch! Man kann Arbeitszeit NICHT so einfach
hochsetzen!
WIE kurzsichtig bist Du? Wenn man die Arbeitszeiten der vorhandenen Mitarbeiter nicht hochsetzen kann, muss man notgedrungen neue einstellen.
Und ich finde es unglaublich, dass wir heute schon wieder so
weit sind, dass wir uns gegen solche Erpressungsmethoden von
Arbeitgebern nicht mehr zu Wehr setzen, sondern sie auch noch
fördern.
Nicht die Arbeitgeber machen die Regeln! Der Markt bestimmt, was geschieht! Und wenn ich den Beruf im Verkauf wähle, dann sollte ich vorher wissen, dass dieser Beruf von gewissen Faktoren bestimmt wird…
Grüße (auch hier wollte ich nur anmerken, dass es sowas gibt)
Guido