Das hab ich nicht geschrieben! Nur keine staatlichen
Kommissionen oder Kultusministerkulturen (oder wie das heißt)
oder Ministerialratssitzungen (wie das bei uns ist), in denen
hochoffiziell und amtlich jedes i-tüpfelchen geregelt wird.
Soweit ich weiß, gab es dort auch Rechtschreibreformen, die letzte wird von einigen (weiß nicht, von wie vielen) auch boykottiert.
da der Arzt in vielen
Fällen auch juristisch eindeutige Tatbestände dokumentieren
muß. Es ist eben ein Unterschied, ob der Patient mit einem
frischen Herzinfarkt gleichbleibende oder gleich bleibende
Rhythmusstörungen hat.
Wenn ein Mediziner in einem solchen Fall keine eindeutige Formulierung findet, wozu hat er denn dann Abi gemacht und studiert? Oder geht es nur um einige wenige Tastenanschläge?
„gleichbleibend“ sagt aus, dass sich die Art der Störung nicht mehr verändern wird.
„gleich bleibend“ ist m. E. synonym mit „sofort bleibend“, „nach dem ersten Auftreten manifestiert“
Dieser Vergleich ist wohl an den Haaren herbeigezogen.
schon wieder ein Nebenkriegsschauplatz, den Du da eröffnest. Es geht nicht darum, ob das Abitur oder das Studium für einen Mediziner hinausgeworfenes Geld bedeutet, und er eine andere, vielleicht treffendere Formulierung finden können müßte, wir reden hier nicht über PISA sondern über die NDR. (Und eigentlich: warum müßte er das tun, sich eine bessere Formulierung ausdenken? Weil andere meinten, an der Schreibung herumhunzen zu dürfen?).
Es geht um deutsch, etwas um die deutsche Sprache und vor allem und hauptsächlich um die deutsche RECHTSCHREIBUNG.
Mit Goethe: Wenn ihr´s nicht fühlt, ihr werdet´s nie erjagen.
Und ein Tip: In der gestrigen Montagsausgabe ein ganzseitiger Artikel von einem Autor Munske „Lob der Rechtschreibung“. So klar, präzise und im Zusammenhang dargestellt, habe ich darüber schon lange nicht mehr gelesen.
Der ist so gut, daß ich ihn eben ausgeschnitten und gescannt habe. Wer mag und mir das sagt, dem maile ich ihn. Kann ja nix schaden ))
Es ist eben ein Unterschied, ob der Patient mit einem
frischen Herzinfarkt gleichbleibende oder gleich bleibende
Rhythmusstörungen hat. Auch wegen mangelnder juristischer
Klarheit hatte im medizinischen Bereich die neue deutsche
Rechtschreibung kaum Eingang gefunden.
Tut mir leid, aber so einen Unsinn wie diese Zeilen habe ich lange nicht gelesen! Medizin und Jura nutzen wie alle anderen Wissenschaften spezielle Fachbegriffe, um Unterschiede auszudrücken, die für die Alltagssprache nicht von belang sind. Ein ganz einfaches Beispiel: Mord ist für einen Juristen etwas ganz anderes als für einen durchschnittlichen Fernsehzuschauer. Oder: Der Begriff „pragmatisch“ hat in der Linguistik einen ganz bestimmten, eng definierten Sinn. Wissenschaften schaffen sich also ihre speziellen Fachwörter mit eindeutiger Definition. Und natürlich schreiben sie sie auch genau so, wie sie es für sinnvoll halten! Weder die alte noch die neue Rechtschreibung schränkt sie dabei in irgend einer Weise ein! Wenn also die betreffende Klinik meint, wegen der neuen Regeln zur Getrenntschreibung nicht mehr operieren zu können, kann man nur leise stöhnend mit dem Kopf schütteln!
Christian
schon wieder ein Nebenkriegsschauplatz, den Du da eröffnest.
Es geht nicht darum, ob das Abitur oder das Studium für einen
Mediziner hinausgeworfenes Geld bedeutet,
Wo habe ich denn das behauptet?
und er eine andere,
vielleicht treffendere Formulierung finden können
müßte,
Sollte er mit seinem Bildungsstand.
wir
reden hier nicht über PISA sondern über die NDR. (Und
eigentlich: warum müßte er das tun, sich eine bessere
Formulierung ausdenken? Weil andere meinten, an der Schreibung
herumhunzen zu dürfen?).
Es geht um deutsch, etwas um die deutsche Sprache und vor
allem und hauptsächlich um die deutsche RECHTSCHREIBUNG.
…deren „Reform“ mir nicht weit genug geht! Eine Abschaffung der „Grossschreibung“ wäre eine wirkliche Reform gewesen.
Mit Goethe: Wenn ihr´s nicht fühlt, ihr werdet´s nie erjagen.
sic
Und ein Tip: In der gestrigen Montagsausgabe ein ganzseitiger
Artikel von einem Autor Munske „Lob der Rechtschreibung“. So
klar, präzise und im Zusammenhang dargestellt, habe ich
darüber schon lange nicht mehr gelesen.
Der ist so gut, daß ich ihn eben ausgeschnitten und gescannt
habe. Wer mag und mir das sagt, dem maile ich ihn. Kann ja nix
schaden ))
denn ich kann
endlich wieder Zeitung lesen, Bücher etc. und auch die
Software aktualisieren.
Und das konntest du bis jetzt nicht? Du bist nicht in der Lage, Texte in neuer Rechtschreibung zu lesen? Ich glaube, wenn jemand ein dermaßen schlechtes Verhältnis zur Sprache hat, dann dürfte er eigentlich gar nicht das Empfinden dafür haben, ob ein gelesener Text nun nach neuen oder alten Regeln verfasst wird.
schon wieder ein Nebenkriegsschauplatz, den Du da eröffnest.
Ein Nebenkriegsschauplatz ist es auch, so einen Leserbrief zu zitieren und die Frage der Rechtschreibung (zumindest auch, und sei es beispielhaft) an einem Arzt festzumachen, der auf den Unterschied zwischen „gleichbleibend“ und „gleich bleibend“ aufmerksam macht…
Es ist hauptsächlich das „ß“, welches beim daß jetz mit „eses“
geschrieben wird, und das tut wirklich mehr als weh.
Das stimmt überhaupt nicht. Und der Beitrag, auf den du geantwortet hast, wird in Sachen ss und ß in beiden Variianten gleich geschrieben. Also, mit dem Argument, das ß wäre abgeschafft, kann man sich eigentlich nur blamieren.
Diese Zeilen sind jetzt „NEUE“, weil nach der alten heißt es
nicht „das mit…“, sondern „welches mit …“
Ich sehe im obigen Text kein „daß“ oder „dass“. Woran siehst
du also, dass es alte Rechtschreibung ist?
ganz einfach, ich konnte es lesen, ohne übersetzen zumüssen.
Eben! Weil die neue Rechtschreibung überhaupt nicht schwer zu lesen ist, und das gibst du jetzt ja selbst zu. Du hast den Text ohne weiteres lesen können, obschon er nach neuen Regeln verfasst war. Und es hat dir keine Schwierigkeiten bereitet
Mir fällt auf, dass du weder nach alter, noch nach neuer Rechtschreibung und Interpunktion fehlerfrei schreibst. Wozu also die Aufregung? Für dich ändert sich doch gar nichts.
ja, das Ganze ist ziemlich beispielhaft für das heutige
Deutschland. Fortschritt bedeutet hier leider Rückschritt.
Polemik.
Auch wenn Österreich und die Schweiz weitergehen, wir
Deutschen gehen den Weg rückwärts und feiern uns auch noch
selbst dafür, als wären wir die Hüter des heiligen Grals.
Jo, in Österreich war die Aufregung um die Rechtschreibung nur noch um einiges absurder. Gib mal das Stichwort „Austrokoffer“ in Google ein.
amtlich oder nicht - irgendeine Stelle „entscheidet“ ja doch. Bisher hat vor allem die DUDEN-Redaktion entschieden, nun eine Kultusministerkonferenz. Warum die Lösung mit der DUDEN-Redaktion besser sein solle, weiß ich nicht. Und verbindlicher wird eine Regel auch nicht, wenn es die Kulturminister sind, die beschließen: Privat darf jeder schreiben, wie er lustig ist.
Und was ich gar nicht möchte, ist,
daß (ich schreibe dieses hier noch mal mit ß, obwohl mir das
gleich wäre mit ss) sich „Ministeriale, Beamte, Apparatschiks“
(Entschuldigung, ich sag das mal so pauschalierend, wohl
wissend (sic, hier schreibt man´s mal auseinander!!), daß ich
damit dem einen oder anderen unrecht tue) über so etwas
Heikles entscheiden.
Na ja, die faktische Arbeit haben ja Experten geleitet, keine Politiker. Dein Vergleich ist so, als würde man sagen: Ein Richter entscheidet über die Schuldfähigkeit eines Straftäters, der potenziell geistig behindert ist. Ja, das Urteil fällt nur der Richter, aber die faktische Entscheidung kommt auf Grund eines psychiatrischen Gutachtens zustande.