Nochmal zu dem Multivan „Atlantis“ das Fahrzeug welches schon Schimmel unter der Motorhaube angesetzt hat.
Wir sind leider absolute Kfz Laien, und würden gerne wissen ob es dem Fahrzeug schaden kann wenn es seit 1,5Jahren nicht mehr bewegt oder gestartet wurde!?
hallo Sandra,
bin zwar kein Ing und kein KFZ-Mechaniker doch sehe ich kein Risiko. Einige Verschleissteile müssen getauscht werden: Batterie, Reifen (unbedingt), Öl, Aber sonst dürfte nichts kaputt sein.
Reifen desshalb, weil das Auto 1,5 Jahre immer auf der gleichen Stelle des Reifens stand. Das kostet ihm oft das Leben. (Test: sehr schnelle Autobahnfahrt: platzt der Reifen und Du überschlägst dich, dann war er nicht mehr i.O.)
Grüße
Raimund
Nochmal zu dem Multivan „Atlantis“ das Fahrzeug welches schon
Schimmel unter der Motorhaube angesetzt hat.
Also wenn er so feucht stand, daß Schimmel an den Matten der Motorhaube enstand, dann kann da auch gerne mehr kaputtgehen.
Wir sind leider absolute Kfz Laien, und würden gerne wissen ob
es dem Fahrzeug schaden kann wenn es seit 1,5Jahren nicht mehr
bewegt oder gestartet wurde!?
Also die Bremsen nehmen dauerhafte Feuchtigkeit auch Übel. Festgegammelte Kolben können sein, klatschnasse Bremsflüssigkeit die gewechselt werden muß (da sie hygroskopisch ist) und zu guter Letzt: Wie sehen die Bremsscheiben aus ?? Rostkruste wie die eines Schrottplatz-Pkw ??
Nimm Dir einen Gutachter mit, zahle ihm den Aufwand und Du hast ein sicheres Ergebnis. Wenn Ihr keine Ahnung habt, dann laßt leute ran, die es wissen. Auch wenn es mal 100€ kostet. Ihr müßt sowieso noch einen Betrag reinstecken. Einiges wurde ja schon gesagt: Reifen können Standplatten haben, Betriebsflüssigkeiten sind zu wechseln (Kühler, Öl) etc.
ist das Fahrzeug denn auf das lange stehen vorbereitet worden, oder blieb es einfach mal stehen. Im zweiten Fall musst du wohl mit Ärger bei der Bremsflüssigkeit, Rost, Versulzung der Schmierung beweglicher Teile, plattgestandenen Reifen, tiefentladene Batterie, etc. rechnen. Ich würde das Ding mal von einer Werkstatt deines Vertrauens per Transporter abholen und gründlich überholen lassen.
Gruß vom Wiz
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Hallo Sandra,
ein sehr wichtiger Punkt, was das „Herz“ nämlich den Motor betrifft,
wird oft ausser Acht gelassen.
Wenn der Motor abgestellt wird, so ist für einen Zylinder immer eine
Stellung vorhanden, wo eines der beiden Ventile offen ist, und der Kolben nahe dem unteren Totpunkt steht.
Dies heisst konkret, wenn der Motor so lange nicht bewegt wurde, und
in feuchtem Klima steht, dass die Zylinderlaufbahnen angerostet sind.
Würde mann nun den Motor in diesem Zustand starten, wäre eine Beschädigung der Zylinderlaufbahn, oder der Kolbenringe fast sicher.
Fachgerecht konserviert man einen Motor, von dem mann weiss, dass er
nun lange nicht bewegt wird indem man beim „Benziner“ die Zündkerzen
herausschraubt und die Zylinder mit Öl füllt.
Will ich diesen Motor wieder starten, so saugt man das Öl wieder heraus, dreht den Motor ohne Zündkerzen einige male mit dem Anlasser
durch, bis alles „inkompressible Öl“ aus dem Brennraum ist, Zündkerzen
rein, dann Startversuch.
Gruss Wolfgang
hallo Wolfgang,
genau die gleiche Idee hatte ich. Ich habe gestern einen KFZ-Mechaniker gefragt. Er meinte, dass hier kein Rost ansetzen kann. Grund: die Wände der Kolben wie der Zylinder sind mit einer nicht rostenden Legierung überzogen. Das einzige, was Reibung verursacht, sind die trockenen Zylinderwände.
Grüße
Raimund
Hi Sandra,
einiges wurde ja schon geschrieben. Ich hatte vor einigen Jahren mal einen Audi 100 Bj. 1972 gekauft. Der Vorbesitzer hatte ihn tatsächlich nur ca.55.000km gefahren, allerdings in den letzten beiden Jahren überhaupt nicht mehr. Innen und aussen sah der Wagen ordentlich aus. Was mich allerdings erschütterte, war das, was mich beim Abnehmen der hinteren Bremstrommeln erwartete. Die Bremsen waren hoffnungslos verrostet. Auch der Auspuff überstand den ersten Startversuch nicht mehr. Alle Betriebsflüssigkeiten mussten gewechselt werden. Die Kupplung klebte, der Magnetschalter vom Anlasser hakte usw.
Wäre es nicht ein richtiges Liebhaberauto gewesen, ich hätte mir die Arbeit erspart.
Gruss Sebastian
Veto!
Nicht bei allen Motoren ist das so: Habe dieses Jahr einen Golf2 zerlegt, der eine Woche mit Kopfdichtungsschaden stand. Dioe Zylinder waren voller Wasser. Als dieses abgesaugt war, kamen braune Zylinderwandungen zum Vorschein. Es hat mich 2 Stunden gekostet, bis die Zylinder wieder blank waren.
MFG Peter
Ihr habt beide Recht. Einen Golf II mit einem modernen (hat er zwar nicht geschrieben) Fahrzeug zu vergleichen ist schon ein Quantensprungan Technik.
Die meisten modernen Motoren werden mittlerweile aus Aluminiumlegierungen gefertigt, sowohl der Kopf als auch der Block. D.h.: Ein neuer rostet dann gar nicht innen, ein alter mit Gußblock schon.
Wichtig ist auch beim langfristigen abstellen eines Fahrzeugs: Motor in heißem Zustand abstellen und zwischendurch keine Kurzstarts (Batterie noch gut ??) durchführen, da im Kaltlauf das Verbrennungsgemisch extrem fett und naß ist. Stellt man dann den Motor ab, rostet er extrem schnell von innen und ein Kolbenringbruch kann beim nächsten Start dann mäglich sein.
Ich selbst stelle meinen Starlet immer heiß ab, und mache ihn zwischendurch nie an. Im nächsten Jahr: Schlüssel rum, etwas orgeln und läuft.
Die meisten modernen Motoren werden mittlerweile aus
Aluminiumlegierungen gefertigt, sowohl der Kopf als auch
der Block. D.h.: Ein neuer rostet dann gar nicht innen,
ein alter mit Gußblock schon.
Ging es aber hier nicht um die Zylinderlaufbahn?
Gruss Sebastian
Die meisten modernen Motoren werden mittlerweile aus
Aluminiumlegierungen gefertigt, sowohl der Kopf als auch
der Block. D.h.: Ein neuer rostet dann gar nicht innen,
ein alter mit Gußblock schon.
Ging es aber hier nicht um die Zylinderlaufbahn?
Ja und ?? Wenn der Block, der ja die Zylinderlaufbahn bildet, aus einer dieser neuen Aluminiummagnesiumlegierungen ist, wird er ja wohl kaum so schnell rosten wie ein alter Graugußblock, den man ja nur anhauchen braucht.
hallo Dennis,
bei Bootsmotoren gibt es ein spezielles Öl, das man ins Gemisch reinkippt (recht fett). Ein paar Minuten (bis er Warm ist) damit im Hafen rumfahren und abstellen. Wasser ablaufen lassen und der Motor bleibt eingefettet ohne Rost für lange zeit erhalten.
Sowas muss es bestimmt auch für Straßenfahrzeuge geben.
Grüße Raimund
bei Bootsmotoren gibt es ein spezielles Öl, das man ins
Gemisch reinkippt (recht fett).
Sowas muss es bestimmt auch für Straßenfahrzeuge geben.
Grüße Raimund
So was gibt es sicherlich. Doch wer außer einem Oldtimerfreak macht so was noch ?? Selbst mein „Herr Doktor“, wo ich meinen Starlet 4 Jahre stehen hatte, hat bei seinen RR, Jaguar, SL, Ferrari NIE so was gemacht. Die Halle war unbeheizt, aber immer trocken.
Komisch, oder ?? Ein billiger Japan-Starlet gut behütet damals zwischen lauter Edelkarossen… )
bisher nahm ich an, daß bei einem Leichtmetall-Motorblock
Laufbuchsen aus Stahl in den Zylindern stecken…?
Nicht mehr. Die Zeiten sind rum.
zB.: Die Blöcke werden aufs Zehntel Grad Umgebungstemperatur genau gefräst, sonst stoppt der Bearbeitungsvorgang wegen Ungenauigkeit.
Selbst die 6,4l Omnibusmotoren der Baureihe OM906 von MB haben aus der Renntechnik die „induktiv gehärteten Laufbahnen im OT-Bereich“ übernommen, sind aus einem Stück, haben auch wieder einen kompletten Zylinderkopf und nicht die Einzelköpfe wie die 12l großen OM457. So richtig kleine Giftzwerge wie bei den Pkw die Common-Rail-Motoren.
Hi Dennis,
nur bildet der Block noch lange nicht die Zylinderlaufbahn bei jedem Motor. Mal abgesehen von den Motoren mit Alu-Block und nasser Grauguss-Laufbuchse, Edelstahl und Nikasilbeschichtungen, hat der Alu-Motor diverse Beschichtungen auf der Laufbuchse. Der „Rostbefall“ einer Grauguss-Buchse ist ausserdem vernachlässigbar, da Grauguss nur oberflächlich rostet. Kritisch wirds bei den hartverchromten Varianten, da hier schnell mal ein Stück der Beschichtung rausreisst.
Bisher hatte ich allerdings erst einmal das Problem, beim Moped einen Kolben, der durch Standzeit fest war, zu lösen. Aber auch das ging mit viel Geduld und viel Kriechöl. Im Keller habe ich seit ewigen Zeiten einen Zylinder einer Yamaha DT-360 (Alu mit Gussbuchse). Da der Keller bei starkem Regen mehrmals „absoff“, zeigten sich natürlich Rostspuren an der Laufbuchse, die aber schon mit Chrompolitur wieder verschwanden. Richtig haarig wirds nur dann, wenn der Motor lange mit beschädigter Zylinderkopfdichtung stand und das Wasser zusammen mit Verbrennungsrückständen eine äusserst agressive Verbindung einging. Aber auch dann sind es meist die Kolbenringe, die sich fest mit der Laufbuchse verbinden.
Gruss zurück aus dem warmen, luftigen Norden
Sebastian
ich denke, das kann man nicht pauschalisieren. Ich habe, seit ich 1997 meinen alten Starlet nicht mehr als Alltagsauto fahre, nie Probleme damit gehabt ihn abzustellen und Monate später wieder anzulassen, trotz altem Gußblock und Alukopf. Sonst ist aber auch der Motor dicht und iO. Ich stelle den Motor immer heiß ab und sonst mache ich nichts, auch keine Reifenpflege oder so.
Missverständniss?
Hi Dennis,
genau das wollte ich damit sagen. Ein Intakter Motor vorrausgesetzt, rostet auch ein Motor mit Gusszylinder/Laufbuchse nicht von innen.
Und mein Wasseranhänger (für die Pferde) steht fast das ganze Jahr. Und das mit den Original-Reifen von 1963 !!!
Nun muss ich aber endlich in den Keller, das Kinderzimmer fertig ausbauen ;-(
Gruss Sebastian