Wie kommen Ältere und mit den üblichen Verschleißkrankheiten behaftete Reihenhausbewohner in ihrem Heim zurecht? Den Tag verfluchen, an dem sie eingezogen sind? Man hat sich irgendwie arrangiert? Erfahrungen mit Treppenliften?
Warum ich frage? Ich bin Anfang 60 und habe durch besondere Umstände die Möglichkeit, zu annehmbaren Kosten ein schnuckeliges in 1a Lage gelegenes Reihenhaus zu kaufen. Bauch und 2/3 des Gehirns sagen: Sofort kaufen und einziehen! Aber irgendwo im Hintergrund warnt eine Stimme: Vorsicht - Treppen! Die Warnung ist nicht unbegründet. Vom Eingang über das Wohnzimmer, Eßzimmer und Küche bis zum Schlafzimmer unter dem Dach sind es 4 versetzte Wohnebenen mit insgesamt 3 dazwischenliegenden (allerdings bequemen) Treppen mit jeweils 4 bis 6 Stufen. Zur Zeit kein Problem - aber man wird ja nicht jünger. Daher wäre ich sehr interessiert an Erfahrungsberichten von Senioren-Reihenhausbewohnern. Vielen Dank.
nicht meine persönliche Erfahrung, aber diejenige meines verstorbenen Vaters, welcher im Alter von 56 Jahren ein Häuslein von der Stange bauen ließ und den Architekten mit seinen Spezialwünschen ziemlich geärgert hat. Er glaubte an alles gedacht zu haben, war aber bloß ein Teil.
Treppen: Man weiß vorher nicht, welche Seite zuerst nachlässt, aber oft genug ists bloß eine. Es muss alles technisch symmetrisch sein, keine Wendeltreppen, auf beiden Seiten Handlauf ohne Unterbrechung, keine Kordeln oder dergleichen. An Anfang und Ende des Handlaufs muß vermieden werden, daß man gleichzeitig mit Betreten/Verlassen der Treppe etwas anderes mit einer Hand tun muß (Tür öffnen/schließen, Erreichbarkeit von Schaltern). Licht: Beim Abwärtsgehen ist viel Unsicherheit/Schwindelgefühl subjektiv. Kein Licht von der Seite, von schräg unten etc (wie manchmal in Treppenhäusern). Material: Es muß mit kleiner Mühe und ohne jedes Provisorium möglich sein, rutschfeste Oberflächen herzustellen.
Mit einer der beiden Treppen in seinem Haus, die diese Kriterien erfüllt, hat der Mann (Beinprothese links ab kürzestem möglichem Stumpf, rechte Hand ohne Feinmotorik) bis zwei Wochen vor seinem Tod gut leben können. Die andere, bei der er nicht an alles gedacht hatte, war bereits ein Jahr vorher unüberwindliches Hindernis.
Daher wäre ich sehr interessiert an
Erfahrungsberichten von Senioren-Reihenhausbewohnern. Vielen
Dank.
Gehbehinderte, Invaliden und Menschen mit eingegipsten Beinen/Armen haben ja ähnliche Probleme. Vielleicht gibt es ja in ihrem Bekanntenkreis Menschen die dadurch behindert sind/waren und im EInfamilienhaus leben.
Wenn Sie mir eine Mail schicken, würde ich mich auch mal bei meinen Bekannten umhören und ggf. Kontakt herstellen,
Wohnzimmer, Eßzimmer und Küche bis zum Schlafzimmer unter dem
Dach sind es 4 versetzte Wohnebenen mit insgesamt 3
dazwischenliegenden (allerdings bequemen) Treppen mit jeweils
4 bis 6 Stufen.
Hallo Wolfgang,
ich arbeite öfter in einer Sozialstation mit und kann Dir daher vom Kauf dieses Hauses nur abraten. Falls Du wirklich eine Gehstörung bekommen solltest wirst Du zum Gefangenen in Deinem eigenen Haus. Ich habe beobachtet, dass die Bewohner aus Angst vor Stürzen ihren Aktivitätsradius im Haus immer weiter einschränken.
Räume die nicht gut zugänglich sind werden dann überhaupt nicht mehr genützt.
Häufig war es schon so, dass Patienten von uns nach einem Krankenhausaufenthalt aus Wohngründen in ein Heim übersiedelten!
Wenn Du Dir eine Wohnung/Haus als „Altersitz“ aussuchen kannst dann nur eines auf dem möglichst alles auf einer Ebene ist. Ebenfalls wichtig sind ein großes Bad, breite Türstöcke ohne Schwellen und eine funktionale Küche in der alles gut zugänglich ist.
Ich kann mich den „Vorschreibern“ nur anschließen - lass Dich beraten. Man sieht vieles mit ganz anderen Augen…
da ich den Eindruck habe, Du würdest das Haus schon gern nehmen: Schau, ob die Treppen von der Breite und der Bauart für Treppenlifte geeignet sind; da gibt’s heutzutage auch schon gute Möglichkeiten. Falls nein, würde ich auch eher abraten.
Aber egal, zu welchem Häuslein Du Dich entscheidest: Eine „beliebte“ Falle ist auch das Badezimmer. Direkt oder bei der nächsten Renovierung würde ich auf jeden Fall eine Dusche mit ebenerdigem Einstieg bevorzugen; gerade im Naßzellenbereich sind auch Einstiege von ca. 20 cm für Menschen, die aus Alters- oder Krankheitsgründen gehbehindert sind, tückische Stolperfallen!
Aua, 3 Treppen und eventuell brauchen Sie dann 3 Treppenlifte?!
Können Sie das ggf. bezahlen (je Lifter um 5000 - 10.000 €) oder bezahlt die Krankenkasse Ihnen soviele Lifte ?
Treppenlifte sind auch nicht von Natur aus störungsfrei.
Mögliche Alternativlösung Außenaufzug und viel Spaß mit dem Bauamt!
Das müssen Sie bedenken!
So,oder so - alles Gute!
qilo-bit
Wie kommen Ältere und mit den üblichen Verschleißkrankheiten
behaftete Reihenhausbewohner in ihrem Heim zurecht? Den Tag
verfluchen, an dem sie eingezogen sind? Man hat sich irgendwie
arrangiert? Erfahrungen mit Treppenliften?
Warum ich frage? Ich bin Anfang 60 und habe durch besondere
Umstände die Möglichkeit, zu annehmbaren Kosten ein
schnuckeliges in 1a Lage gelegenes Reihenhaus zu kaufen. Bauch
und 2/3 des Gehirns sagen: Sofort kaufen und einziehen! Aber
irgendwo im Hintergrund warnt eine Stimme: Vorsicht - Treppen!
Die Warnung ist nicht unbegründet. Vom Eingang über das
Wohnzimmer, Eßzimmer und Küche bis zum Schlafzimmer unter dem
Dach sind es 4 versetzte Wohnebenen mit insgesamt 3
dazwischenliegenden (allerdings bequemen) Treppen mit jeweils
4 bis 6 Stufen. Zur Zeit kein Problem - aber man wird ja nicht
jünger. Daher wäre ich sehr interessiert an
Erfahrungsberichten von Senioren-Reihenhausbewohnern. Vielen
Dank.