Hallo Destillatio,
Angenommen jemand hat 500.000 Euro, möchte diese fest anlegen
und dann von den Zinsen leben.
Glückwunsch! Dieser Jemand muss nie wieder arbeiten 
Gibt es bessere, aber ebenfalls sichere Möglichkeiten
vielleicht in Gibraltar oder so?
Es gibt Möglichkeiten, Steuern zu sparen, z.B. durch Containerfonds oder geschlossene Immobilienfonds. Als „absolut sicher“ würde ich das aber nicht bezeichnen. Anschauen kannst du es dir ja mal. Diese Fonds haben meist Mindestanlagesummen von EUR 10.000,- oder 15.000,- und könnten evtl. als Beimischung interessant sein. Aber „sicher“ ist was anderes. Es gibt sogar Fonds, wo man mehr als das eingesetzte Kapital verlieren kann.
Ich würde das Kapital aufteilen, z.B. EUR 400.000,- in Anlagen, wo wirklich nichts passieren kann, z.B. Sparbuch, Sparvertrag, Bundesanleihen und sowas. Dabei würde ich einen Teil des Geldes in Anlagen mit längerer Laufzeit und einen Teil in Anlagen mit kürzerer Laufzeit (auch Tagesgeld) stecken. Der Grund ist, dass man nicht weiß, wie sich die Zinsen entwickeln. Wenn sie fallen, ist man froh über die Anlagen mit längerer Laufzeit zum heutigen Zinssatz. Wenn sie steigen, beisst man sich in den …
Ja, und die EUR 100.000,- die „noch übrig“ sind, würde ich in Aktien anlegen, aber alles mit Vorsicht und wenn sich gerade nichts zum Kauf anbietet, dann halt nicht. Es gibt bei Aktien ja ganz unterschiedliche Anlagestrategien. Daytrader kontrollieren mehrmals am Tag die Kurse, aber man kann Aktien auch kaufen, S/L setzen und halt immer am Wochenende nachschauen, was sie machen.
Man kann Aktien, wenn der Einstiegszeitpunkt günstig ist, auch kaufen und einfach ein paar Jahre liegen lassen. Das musste ich mit meinen Mitarbeiteraktien von Siemens so machen, denn ich durfte erst nach fünf Jahren verkaufen. Ich hatte die also im Depot und habe mich dann überhaupt nicht mehr darum gekümmert, weil ich ja eh nichts hätte machen können. Erst jetzt vor einigen Wochen habe ich mir dann mal den Kursverlauf der letzten fünf Jahre angesehen. Die Aktien hatten zwischenzeitlich etwa ein Drittel an Wert verloren, aber wiedergewonnen, und ich hatte insgesamt eine Rendite von 9% p.a. Das ist ok, damit bin ich zufrieden.
Fünf Jahre nicht nach den Aktien schauen, das ist wirklich eine lange Zeit. Dafür braucht es einen Grund. Aber ich denke, einmal im Monat nachsehen reicht, wenn man vernünftige Stop-Loss-Kurse gesetzt hat und sich mit der Auswahl Zeit gelassen hat.
Schöne Grüße
Petra