Lebenslange Rente?

Angenommen jemand hat 500.000 Euro, möchte diese fest anlegen und dann von den Zinsen leben. Bei einer Bankeinlage kommt man dann je nach Zinssatz auf 1.600 bis 2.000 Euro monatlich. Wenn der Staat dann seine Steuern abkassiert, dann ist es aber nicht mehr genug zum leben.

Gibt es bessere, aber ebenfalls sichere Möglichkeiten vielleicht in Gibraltar oder so? Wenn man den Gedanken so durchspielt, dann möchte man nicht mit 80 plötzlich pleite sein weil sich irgendein Fond falsch entwickelt oder ein Zinssatz ändert. Und der Staat nimmt sich eh schon genug, da muß er nicht auch noch auf das Ersparte zugreifen. Auch möchte man sich nicht um Entwicklungen kümmern, sondern einfach auch als 100jähriger Tattergreis noch regelmäßig seine Überweiungen erhalten. Sicher muß es sein …

Danke für Eure Ideen und Hinweise
Kai

Gibt es bessere, aber ebenfalls sichere Möglichkeiten

Wahrscheinlich werde ich jetzt für diese Aussage verprügelt, aber schon mal an eine private Rentenversicherung mit Einmalbeitrag gedacht ?

Vorteil: Lebenslage Versorgung, Versteuerung nur zum Ertragsanteil von 18 % (?) wenn Du mit 65 in Rente gehst. Die Höhe der Versorgung müßtest Du Dir ausrechnen lassen.

Gibt es bessere, aber ebenfalls sichere Möglichkeiten

Wahrscheinlich werde ich jetzt für diese Aussage verprügelt,
aber schon mal an eine private Rentenversicherung mit
Einmalbeitrag gedacht ?

hoffentlich nicht, dort besteht auch die reelle aussicht
überhaupt keine überschussanteile zu erhalten. ausserdem kommt
man nie mehr aus dem vertrag raus…

Vorteil: Lebenslage Versorgung, Versteuerung nur zum
Ertragsanteil von 18 % (?) wenn Du mit 65 in Rente gehst. Die
Höhe der Versorgung müßtest Du Dir ausrechnen lassen.

kann aber jederzeit von der Versicherung geändert werden und
du kannst nix dagegen machen

jedenfalls in D

LG
Mikesch

Angenommen jemand hat 500.000 Euro, möchte diese fest anlegen
und dann von den Zinsen leben. Bei einer Bankeinlage kommt man
dann je nach Zinssatz auf 1.600 bis 2.000 Euro monatlich. Wenn
der Staat dann seine Steuern abkassiert, dann ist es aber
nicht mehr genug zum leben.

Wie wäre es mit einem (Fonds-)Auszahlplan mit Kapitalverzehr? Wenn du dir von den 500000 Euro 2500 Euro monatlich auszahlen lässt und das ganze zu konservativen 5% nach Steuern angelegt hast (ich denke, dass das selbst mit einer sehr konservativen Fondsanlage ganz gut hinhauen könnte), hast du nach 35 Jahren, also mit 100, noch 26000 Euro übrig. Das Risiko extremer Langlebigkeit bliebe offen, könnte man vl. kostengünstig absichern.

Vorteil: das Restkapital bleibt zugreif- und vererbbar, man könnte anfangs einen gewissen Anteil des Vermögens auch in nicht ganz konservative Anlageformen packen (35 Jahre sind ein derartig langer Zeitraum, dass die Verlustwahrscheinlichkeit bei einer fairen Beimischung von Aktienfonds und/oder Fonds mit höher verzinsten Unternehmensanleihen etc. sehr niedrig wird). Der Auszahlplan läuft dann einfach von alleine.

Vererbbarkeit hat man bei einer Rentenversicherung mit Rentengarantiezeit auch in beschränktem Umfang, wäre also eine gewisse Alternative. Ohne das würde ich eine private RV in der Form nie abschließen, wär doch zu blöd um das Geld, wenn ich dann doch nicht alt werde :smile:.

Grüße,
Sebastian

Angenommen jemand hat 500.000 Euro, möchte diese fest anlegen
und dann von den Zinsen leben. Bei einer Bankeinlage kommt man
dann je nach Zinssatz auf 1.600 bis 2.000 Euro monatlich. Wenn
der Staat dann seine Steuern abkassiert, dann ist es aber
nicht mehr genug zum leben.

Du rechnest falsch, das ist keine lebenslange Rente sondern ein
dauerhaftes Leben von Zinsen. Und wenn du nicht mehr bist, leben die
Kinder weiter von den Zinsen. Soll heißen du hast deren Rente auch
mitfinanziert.

Wenn man das Kapital abgibt, dann kannst du ganz, ganz grob von
1.000 Rente pro 200.000 ausgehen, das Geld ist dann allerdings nach
Ableben weg.

Gruß
Stefan

Wie wäre es mit einem (Fonds-)Auszahlplan mit Kapitalverzehr?

Denk an die böse Steuer. Kapitalerträge werden in voller Höhe versteuert, eine private Rente zur zum Ertragsanteil.

Vererbbarkeit hat man bei einer Rentenversicherung mit
Rentengarantiezeit auch in beschränktem Umfang,

Zumindestens die Beiträge kann man sich erhalten, evt. auch mehr.

gewisse Alternative. Ohne das würde ich eine private RV in der
Form nie abschließen, wär doch zu blöd um das Geld, wenn ich
dann doch nicht alt werde :smile:.

Ganz Deiner Meinung.

Hallo,
eigentlich habe ich es gar nicht als Rente gesehen. Eher als sicheres Einkommen ohne dafür arbeiten zu müssen. Ich fürchte das mit der rente klappt nicht wenn der Einzahler erst um die 40 ist…

Hallo Stefan,
ich dachte auch eher an Leben von der Zinsen und hab das mit der Rente in der Umerschrift falsch ausgedrückt.

Bei einem Zinsrechner im Internet habe ich das durchgerechnet mit einer Laufzeit von 60 Jahren. Der Unterschied des monatlichen Betrages lag nur bei knapp über 200.- Euro - dafür wäre dann das Geld komplett aufgebraucht. Da würde ich den Betrag lieber stehen lassen und tasächlich weitervererben.

liebe Grüße
Kai

… hast du nach 35 Jahren,

also mit 100, noch 26000 Euro übrig. Das Risiko extremer
Langlebigkeit bliebe offen, könnte man vl. kostengünstig
absichern.

Aber: angenommen man ist noch keine 65 sondern hofft darauf noch 50 oder 60 Jahre lang zu leben? Und angenommen man möchte auch den Lebensstandard nicht ständig senken, nur weil die Inflation schon 3% ausmacht …

Ich freu mich über weitere Ideen
Danke
Kai

Hallo,

Wahrscheinlich werde ich jetzt für diese Aussage verprügelt,
aber schon mal an eine private Rentenversicherung mit
Einmalbeitrag gedacht ?

hoffentlich nicht, dort besteht auch die reelle aussicht
überhaupt keine überschussanteile zu erhalten.

Bei Auswahl der richtigen Gesellschaft äußerst unwahrscheinlich. Die
Garantiewerte bleiben in jedem Fall!

ausserdem kommt
man nie mehr aus dem vertrag raus…

Das stimmt so nicht, es kommt auf die Vertragsgestaltung an.

Vorteil: Lebenslage Versorgung, Versteuerung nur zum
Ertragsanteil von 18 % (?) wenn Du mit 65 in Rente gehst. Die
Höhe der Versorgung müßtest Du Dir ausrechnen lassen.

kann aber jederzeit von der Versicherung geändert werden und
du kannst nix dagegen machen

Der Ertragsanteil hat was mit der Steuergesetzgebung, nicht mit der Versicherung zu tun. Künftige Gesetzesänderungen betreffen u.U. jedwede Anlageform…

jedenfalls in D

nicht nur in D

LG
Mikesch

LG Joerg Koenig

das mit der rente klappt nicht wenn der Einzahler erst um die 40 ist…

Na klar klappt das, Du kannst heute einzahlen uns ab nächstem Monat eine laufende Versorgung erhalten, bis an Dein Lebensende. Es ist eine private Rente.

Hallo Destillatio,

Angenommen jemand hat 500.000 Euro, möchte diese fest anlegen
und dann von den Zinsen leben.

Glückwunsch! Dieser Jemand muss nie wieder arbeiten :smile:

Gibt es bessere, aber ebenfalls sichere Möglichkeiten
vielleicht in Gibraltar oder so?

Es gibt Möglichkeiten, Steuern zu sparen, z.B. durch Containerfonds oder geschlossene Immobilienfonds. Als „absolut sicher“ würde ich das aber nicht bezeichnen. Anschauen kannst du es dir ja mal. Diese Fonds haben meist Mindestanlagesummen von EUR 10.000,- oder 15.000,- und könnten evtl. als Beimischung interessant sein. Aber „sicher“ ist was anderes. Es gibt sogar Fonds, wo man mehr als das eingesetzte Kapital verlieren kann.

Ich würde das Kapital aufteilen, z.B. EUR 400.000,- in Anlagen, wo wirklich nichts passieren kann, z.B. Sparbuch, Sparvertrag, Bundesanleihen und sowas. Dabei würde ich einen Teil des Geldes in Anlagen mit längerer Laufzeit und einen Teil in Anlagen mit kürzerer Laufzeit (auch Tagesgeld) stecken. Der Grund ist, dass man nicht weiß, wie sich die Zinsen entwickeln. Wenn sie fallen, ist man froh über die Anlagen mit längerer Laufzeit zum heutigen Zinssatz. Wenn sie steigen, beisst man sich in den …

Ja, und die EUR 100.000,- die „noch übrig“ sind, würde ich in Aktien anlegen, aber alles mit Vorsicht und wenn sich gerade nichts zum Kauf anbietet, dann halt nicht. Es gibt bei Aktien ja ganz unterschiedliche Anlagestrategien. Daytrader kontrollieren mehrmals am Tag die Kurse, aber man kann Aktien auch kaufen, S/L setzen und halt immer am Wochenende nachschauen, was sie machen.

Man kann Aktien, wenn der Einstiegszeitpunkt günstig ist, auch kaufen und einfach ein paar Jahre liegen lassen. Das musste ich mit meinen Mitarbeiteraktien von Siemens so machen, denn ich durfte erst nach fünf Jahren verkaufen. Ich hatte die also im Depot und habe mich dann überhaupt nicht mehr darum gekümmert, weil ich ja eh nichts hätte machen können. Erst jetzt vor einigen Wochen habe ich mir dann mal den Kursverlauf der letzten fünf Jahre angesehen. Die Aktien hatten zwischenzeitlich etwa ein Drittel an Wert verloren, aber wiedergewonnen, und ich hatte insgesamt eine Rendite von 9% p.a. Das ist ok, damit bin ich zufrieden.

Fünf Jahre nicht nach den Aktien schauen, das ist wirklich eine lange Zeit. Dafür braucht es einen Grund. Aber ich denke, einmal im Monat nachsehen reicht, wenn man vernünftige Stop-Loss-Kurse gesetzt hat und sich mit der Auswahl Zeit gelassen hat.

Schöne Grüße

Petra

Hallo,

Zinssatz ändert. Und der Staat nimmt sich eh schon genug, da

muß er nicht auch noch auf das Ersparte zugreifen. Auch möchte
man sich nicht um Entwicklungen kümmern, sondern einfach auch
als 100jähriger Tattergreis noch regelmäßig seine Überweiungen
erhalten. Sicher muß es sein …

ich möchte an der Stelle an das Thema Inflation erinnern. Nach 35 Jahren sind 2000 Euro Zinsen schnell mal nur noch 800 Euro wert.

Gruß
Christian

Hallo Kai,
nun weiß ich nicht, ob Du in Spanien steuerpflichtig bist oder hierzulande. Spanische Steuern kenn ich nicht. Aber egal wie, an einer individuellen Beratung wirst Du sinnvollerweise nicht umhinkommen.
Das Fonds automatisch Risiko bedeuten, da erliegst Du einem Irrtum. Im Gegenteil. Im Fonds bekommst Du Sicherheit und die Bequemlichkeit, indem Du Dich selbst nur noch wenig bemühen mußt. Selbst bei einer Pleite Deiner Depotbank bleibt Dir Dein Fondsvermögen erhalten. Und nach deutschem Steuerrecht heuer noch die Zusage, daß die Fondserträge dauerhaft steuerfrei/steuerbegünstigt sind. Und dieser Vorzug ist sogar noch vererbbar.

Gruß
Boris

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Hallo Kai,

Ich halte nochmal fest: du bist etwa 40 Jahre alt und hast EUR 500.000 cash. Du moechtest daraus ein Einkommen erzielen, aber das Kapital nicht verbrauchen. Die Anlage des Geldes soll sicher und wartungsfrei sein. Die Ertraege sollen nicht versteuert werden.

Mal angenommen, du moechtest in Deutschland leben. Dann wuerde ich mir erstmal eine moeglichst billige aber doch reizvolle Gegend aussuchen (z.B. das Umland von Berlin oder den Westerwald) und mir dort ein kleines Haeuschen kaufen. Das darf nicht viel kosten, sollte von der Substanz gut sein, aber ansonsten renovierungsbeduerftig. Sowas bekommst du locker fuer EUR 60.000, dann steckst du noch EUR 20.000 rein, erledigst alles in Heimwerkerarbeit, und fertig. So ersparst du dir schonmal die Miete. Dasselbe Szenario laesst sich natuerlich auch im Ausland durchspielen. Alternative: Wohnmobil kaufen!

Von dem Rest legst du EUR 250.000 auf ein Tagesgeldkonto. Ueber die Jahre kriegst du da vielleicht 3,5 % Zinsen, also etwa EUR 9.000. Steuern fallen nicht an, da das Einkommen den Grundfreibetrag nicht erreicht (ausser du hast noch anderes wesentliches Einkommen). Monatlich verdienst du also EUR 750. Das ist wahrlich nicht ueppig, vor allem wenn du davon noch Krankenkasse zahlen musst, aber es geht.

Ausserdem hast du ja noch EUR 170.000 uebrig. Die bringst du zu deiner Bank und laesst sie dort verwalten. Mit langfristigeren Anlagen, die dir deine Bank empfehlen wird, gibt es wahrscheinlich auch mehr Zinsen, und du erhaelst ab und zu eine extra Finanzspritze. Mit etwas Glueck kannst du so dein Monatseinkommen im Schnitt verdoppeln.

Alternativ kannst du natuerlich auch den Teuro-Raum verlassen und dir in einem Billigland was suchen, wo du schon mit EUR 500,- im Monat der Fuerst bist! (zumindest so lange, bis du dich in einem deutschen Altersheim und bei deutschen Aerzten dann doch besser aufgehoben fuehlst).

Der Schluessel liegt meines Erachtens nicht darin, bei der oder jenen Anlage ein oder zwei Prozent mehr rauszuholen, sondern deine globale Flexibilitaet voll auszunutzen!

Viel Glueck
Christoph

Hallo,

Zinssatz ändert. Und der Staat nimmt sich eh schon genug, da

muß er nicht auch noch auf das Ersparte zugreifen. Auch möchte
man sich nicht um Entwicklungen kümmern, sondern einfach auch
als 100jähriger Tattergreis noch regelmäßig seine Überweiungen
erhalten. Sicher muß es sein …

ich möchte an der Stelle an das Thema Inflation erinnern. Nach
35 Jahren sind 2000 Euro Zinsen schnell mal nur noch 800 Euro
wert.

Da in 35 Jahren ein Brötchen sicher statt 30ct 1,50€ kosten wird, sollte man schon darauf achten, dass die Anlage mindestens 10%p.A.bringt

Gruß
Christian

LG
Mikesch

Hallo und danke für den Tipp,
ich habs überprüft und tasächlich könnte man sofort um die 1400 Euro monatlich bekommen. Würfde man aber nur die Zinsen ausgeben und den Betrag stehen lassen wären das 1200.- Euro und das Geld würde auf ewig stehen bleiben.

alles Gute
Kai

Hallo,
das mit der Inflation ist ein Problem, man könnte aber einen Teil der Zinsen stehen lassen und so würde das Kapital mit der Inflation ansteigen. Allerdings haben wir 3% Inflation und da wird es dann doch dünn …Selbst wenn man 2% stehen lassen würde, müsste man im Alter den Lebensstandard nach und nach etwas senken …

Hallo Christoph,
hier geht es um ein „was wäre wenn“, aber tatsächlich habe ich gerade ein verlockendes Angebot für meine Firma bekommen und spiele mit dem Gedanken zu verkaufen. Nach Abzug der Steuern und Gebühren könnten 500.000 bleiben. Die letzte Rate für mein Haus habe ich letzten November bezahlt, da ich aber insgesamt 7 Kinder habe werde ich nicht nach Paragauay auswandern sondern in Spanien bleiben (auch wenn die Lebenshaltungskosten hier mittlerweile teurer sind als in Deutschland).

Ich bin nicht besonders anspruchsvoll und hab kein Bedürfnis danach aus Imagegründen teure Dinge zu besitzen. Kurz gesagt, mir wäre Zeit lieber als Geld. Trotzdem habe ich Verantwortung und möchte auch nicht als alter Mann aufs Sozialamt rennen. Irgendetwas um die 1500.- Euro müsste ich schon haben - ich hätte aber eine Menge Zeit und könnte noch etwas anderes machen …

Angst habe ich dass plötzlich alles weg sein könnte, weil irgendwas passiert was man nicht voraussehen kann. Eine Katastophe, Krieg, Inflation, Bankenpleite, Gesetzesänderungen u.s.w. wer weiß schon was die nächsten 50 Jahre so bringen werden. Es würde mich sehr ärgern, wenn ich meine einzigartige Firma hergebe und dann in 10 Jahren am Hungertuch nagen muß …

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Hallo

In 35 Jahren wirst du feststellen, dass bei vielen Artikeln die Inflation bei weit über 350% liegt. Die Inflation bei den Dingen des täglichen Lebens liegt bei weitem höher als die uns suggerierten 3%.Allein durch die € Umstellung hat es uns schon auf viele Artikel mindesten 100% beschert

Der Kater

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