ich hätte gerne Eure Meinung zu der folgenden Frage:
Sollten Veröffentlichungen, Vorträge auf Kongressen und Patente (auch wenn nur angemeldet und noch lange nicht erteilt) in einem Lebenslauf erwähnt werden, wenn man sich, fort vom Elfenbeinturm der Wissenschaft, in die harte Welt der Industrie bewerben will (explizit vielleicht auch gar keine Stelle in der Forschung sonder als einfacher Teammitarbeiter).
Einerseits zeigt man ja was man alles gemacht hat, andererseits welcher Personaler wälzt ein Publikationsverzeichnis? Kommt das evtl. nicht gut an, das gesagt wird so ein Angeber?
Ich bin gespannt auf eure Antworten, noch ist es nicht so weit aber recht bald dann doch…
Sollten Veröffentlichungen, Vorträge auf Kongressen und
Patente (auch wenn nur angemeldet und noch lange nicht
erteilt) in einem Lebenslauf erwähnt werden, wenn man sich,
fort vom Elfenbeinturm der Wissenschaft, in die harte Welt der
Industrie bewerben will (explizit vielleicht auch gar keine
Stelle in der Forschung sonder als einfacher Teammitarbeiter).
Einerseits zeigt man ja was man alles gemacht hat,
andererseits welcher Personaler wälzt ein
Publikationsverzeichnis? Kommt das evtl. nicht gut an, das
gesagt wird so ein Angeber?
Wenn man die Massstäbe für normalsterbliche AN ansetzt gilt auch hier, dass weniger mehr sein kann. Zu deutsch: man soll nur erwähnen was für die jeweilige Position am günstigsten scheint.
Sollten Veröffentlichungen, :Vorträge auf Kongressen und
Patente (auch wenn nur :angemeldet und noch lange :nicht erteilt) in einem :Lebenslauf erwähnt werden…
andererseits welcher ersonaler wälzt ein
Publikationsverzeichnis?
Ich gehe davon aus, Du bewirbst Dich auf eine Deinem Beruf entsprechende Stelle, also nicht etwa als promovierter Ingenieur auf eine Stellung als Taxifahrer, sondern in einem Team z. B. in der Entwicklung oder im Vertrieb. In diesem Fall gehört von Patenten, Vorträgen, Veröffentlichungen und Gremienarbeit selbstverständlich alles in die Bewerbung, am besten als separate Seite neben dem Lebenslauf und dem beruflichen Werdegang.
Die Entscheidung über die Einstellung trifft in solchen Fällen kein Personalmensch, zumindest nicht alleine. Entscheidend ist der Verantwortliche im Team, in der Abteilung oder Gruppe, in der die Tätigkeit stattfinden soll. Und das ist dann ein Mensch vom Fach, der sich i. d. R. dafür interessiert, was der zukünftige Mitarbeiter zuvor gemacht hat. Außerdem gehören Vorträge, Veröffentlichungen und Patente in vielen Industriepositionen zum täglichen Brot und hin und wieder eine Veröffentlichung oder ein Patent kann den Marktwert während einer Industrielaufbahn ungemein steigern.
Kommt das evtl. nicht gut an, :das gesagt wird so ein :Angeber?
natürlich. Das zeigt, dass Du Deine Aufgabe ernst nimmst und etwas zuwege bringst. Patente sind so etwa das geilste, was Du in einer Bewerbung nennen kannst.
Hallo Brombär,
ich habe mich bei drei verschiedenen Firmen mit der gleichen Veröffentlichungsliste beworben (konkret: als Journalist bei Lokalzeitungen und Zeitschriften - mit einer absolut „fachfremden“ Liste, auf der literaturwissenschaftliche Titel standen). Bei einer Firma saß ich im Vorstellungsgespräch zwei ultracoolen Mittzwanzigern gegenüber, die mich ziemlich arrogant fragten, was ich damit eigentlich aussagen wolle? Bei den anderen beiden hatte ich Gesprächspartner, die selbst ein Studium abgeschlossen hatten und schon ein paar Jahrzehnte Berufserfahrung, die waren beide ganz angetan.
Mein persönliches Fazit: Meine Veröfftlichungsliste ist Teil meiner Biographie. Wer die nicht achtet, achtet mich auch als Person nicht. Das kann auch keine vertrauensvolle Zusammenarbeit werden. (Zumal ich damit wenigstens belegen kann, dass ich in meinem ziemlich langen Studium nicht Däumchen gedreht habe.)
Eine Einschränkung: Ich würde nicht alles auflisten, sondern nur die wichtigsten Titel. Mehr als eine Seite sollte es nicht werden, das wirkt sonst wirklich oberprotzig.
Viel Erfolg
Petra
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Bei einer Firma saß ich im :Vorstellungsgespräch zwei
ultracoolen Mittzwanzigern :gegenüber, die mich ziemlich
arrogant fragten, was ich :damit eigentlich aussagen :wolle?
Solche Schnösel pflege ich auf meine persönliche Liste der ab sofort zu ignorierenden Arschlöcher zu setzen. Ich kann es leider nicht vornehmer ausdrücken, aber Leuten, für die man Perlen vor die Säue werfen müßte, darf man sich nicht anpassen. Dann müssen die ihren Job/Auftrag eben anderweitig vergeben; glücklich werden kann man dort nicht.