Lebensversicherung(en) - was tun?

Hallo zusammen,

ich bin 29 Jahre alt und ledig, mein Beruf ist Beamter. Bis vor ca.2 Jahren beschäftigte ich mich nicht groß mit dem Thema Finanzen, Altersvorsorge usw. Dann begann jedoch mein Interesse zu wachsen und ich beschäftigte mich mit verschiedenen Dingen wie Aktien, Fonds etc. und habe mein Wissen wesentlich vermehrt. Da ich zuvor jedoch sehr wenig Ahnung von finanziellen Dingen hatte und es mich auch nicht sonderlich interessierte, überließ ich meine Finanzplanung hauptsächlich meinen Eltern, was sich, denke ich, als großer Fehler rausstellte. Ich würde mich selbst als stark überversichert (Kapitalbildende LVs) bezeichnen.

Das war die Ausgangssituation:
Ich hatte und habe teilweise noch am Monatsende etwas Geld übrig, quasi zum sparen. Meine Eltern schlossen deshalb für mich Lebensversicherungsverträge ab,
was dann noch übrig war sparte ich auf ein Tagegeldkonto.

Da ich nun jedoch zum einen monatlich gerne wieder etwas mehr Geld übrig haben möchte und zum anderen absolut nicht überzeugt bin von dem Modell der KLV (möchte mein Geld nur noch in Aktien anlegen und in einen Riester-Vertrag, den ich schon habe) möchte ich raus aus meinen Lebensversicherungen. Es ist so, dass ich das bisher eingezahlte Geld nicht unbedingt sofort brauchen würde, ich möchte mir lediglich die künftigen monatlichen Zahlungen sparen.

Nun habe ich mich etwas informiert und es scheint das Beste zu sein, die Versicherung nicht zu kündigen sondern beitragsfrei zu stellen bzw. stillzulegen.
Aber auch bei so einer Stilllegung gibt es ja einiges zu beachten und ich weiß nun nicht mehr so recht weiter. Ich denke jeder meiner Versicherungsverträge muss einzeln für sich unter die Lupe genommen werden und dann muss entschieden werden.

Ich kann ja mal aufzählen was ich einbezahle in die LV und seit wann die Verträge laufen:

  • seit Ende 1998 50 DM bzw. mittlerweile um die 40 € (dank Dynamik) monatlich in eine KLV

  • seit Ende 199875 DM bzw. mittlerweile um die 60 € (dank Dynamik) monatlich in eine KLV (Laufzeit bis zum 40 Lj.)

  • seit Mitte 1999  12€ bzw. mittlerweile ca. 23€ (dank Dynamik) monatlich in eine KLV

  • seit Mitte 2003 75€ bzw. mittlerweile ca.90€ (dank Dynamik) monatlich in eine KLV

  • seit Ende 2004 200€ monatlich in eine Rentenversicherung (ohne Dynamik)

So, also dies sind sage und schreibe 5 Versicherungsverträge (Laufzeit aller Verträge außer dem zweiten ist bis zum 60 Lebensjahr. Insgesamt etwas mehr als 400 Euro monatliche Kosten, dank Dynamisierung mit steigender Tendenz. Ich hoffe Ihr könnt schon mal mit den oberen Daten und Zahlen was anfangen.

Was meint Ihr, wie soll ich weiter vorgehen?
Soll ich nun einfach all die Versicherungen stilllegen lassen?
Soll ich die ein oder andere doch weiter besparen, weil es sich lohnen würde ( wenn es sich lohnen würde könnte ich insgesamt schon noch so 200€ monatlich besparen).
Oder soll ich mich von einem unabhängigen Verbraucherberater oder so was Ähnlichem beraten lassen (falls ja, kennt ihr da Adressen und deren Kosten?)?
Liege ich damit richtig, dass ich mind. 5 Jahre eingezahlt haben muss, damit am Ende die Erträge steuerfrei sind?

Entschuldigung für den langen Text aber ist halt etwas komplizierter zu erklären.

Danke im Voraus für Eure Mühen

Grüße

wahnsinn, was machen deine Eltern beruflich?
Können eigentlich nur Versicherungsmakler sein, denn anders macht das keinen Sinn.
Ausserdem bist du Beamter und dadurch ein besserer Mensch.

Ich bin auch 29, aus der Kaste der Malocher und bin dir schon einen Schritt voraus. Ich habe das meiste, was ich nicht selbst wollte, quasi aufgezwungen wurde dank beredter Vermittler, wieder gekündigt. Kann mir gut vorstellen, dass du dass auch bald tun wirst.

Dank deiner Rechenkünste kannst du dir ja ausrechnen wann dir die Dynamiken den Geldhahn zudrehen werden. Wolltest du nicht auch auf eine Immobilie sparen? Viel Spaß. Ich kommentiere dazwischen weiter

Hallo zusammen,

ich bin 29 Jahre alt und ledig, mein Beruf ist Beamter. Bis
vor ca.2 Jahren beschäftigte ich mich nicht groß mit dem Thema
Finanzen, Altersvorsorge usw. Dann begann jedoch mein
Interesse zu wachsen und ich beschäftigte mich mit
verschiedenen Dingen wie Aktien, Fonds etc. und habe mein
Wissen wesentlich vermehrt.

Sehr gut. Der erste Schritt ist gemacht.

Da ich zuvor jedoch sehr wenig

Ahnung von finanziellen Dingen hatte und es mich auch nicht
sonderlich interessierte, überließ ich meine Finanzplanung
hauptsächlich meinen Eltern, was sich, denke ich, als großer
Fehler rausstellte. Ich würde mich selbst als stark
überversichert (Kapitalbildende LVs) bezeichnen.

Hoppla, diese Erkenntnis ist ja der Erste :wink: nix für ungut

Das war die Ausgangssituation:
Ich hatte und habe teilweise noch am Monatsende etwas Geld
übrig, quasi zum sparen. Meine Eltern schlossen deshalb für
mich Lebensversicherungsverträge ab,
was dann noch übrig war sparte ich auf ein Tagegeldkonto.

so 2-3 Nettomonatsgehälter sollst du als Liquiditätsreserve täglich verfügbar haben. Tagesgeldkonto eignet sich gut. Auf Zinssatz und (wenns mehr wird) auf Einlagensicherung achten. Aber das weißt du vermutlich eh schon alles.

Da ich nun jedoch zum einen monatlich gerne wieder etwas mehr
Geld übrig haben möchte und zum anderen absolut nicht
überzeugt bin von dem Modell der KLV (möchte mein Geld nur
noch in Aktien anlegen und in einen Riester-Vertrag, den ich
schon habe) möchte ich raus aus meinen Lebensversicherungen.
Es ist so, dass ich das bisher eingezahlte Geld nicht
unbedingt sofort brauchen würde, ich möchte mir lediglich die
künftigen monatlichen Zahlungen sparen.

Nun habe ich mich etwas informiert und es scheint das Beste zu
sein, die Versicherung nicht zu kündigen sondern beitragsfrei
zu stellen bzw. stillzulegen.
Aber auch bei so einer Stilllegung gibt es ja einiges zu
beachten und ich weiß nun nicht mehr so recht weiter. Ich
denke jeder meiner Versicherungsverträge muss einzeln für sich
unter die Lupe genommen werden und dann muss entschieden
werden.

Ich kann ja mal aufzählen was ich einbezahle in die LV und
seit wann die Verträge laufen:

  • seit Ende 1998 50 DM bzw. mittlerweile um die 40 €
    (dank Dynamik) monatlich in eine KLV

  • seit Ende 199875 DM bzw. mittlerweile um die 60 €
    (dank Dynamik) monatlich in eine KLV (Laufzeit bis zum 40 Lj.)

  • seit Mitte 1999  12€ bzw. mittlerweile ca. 23€ (dank
    Dynamik) monatlich in eine KLV

  • seit Mitte 2003 75€ bzw. mittlerweile ca.90€ (dank
    Dynamik) monatlich in eine KLV

  • seit Ende 2004 200€ monatlich in eine
    Rentenversicherung (ohne Dynamik)

So, also dies sind sage und schreibe 5 Versicherungsverträge
(Laufzeit aller Verträge außer dem zweiten ist bis zum 60
Lebensjahr. Insgesamt etwas mehr als 400 Euro monatliche
Kosten, dank Dynamisierung mit steigender Tendenz. Ich hoffe
Ihr könnt schon mal mit den oberen Daten und Zahlen was
anfangen.

Was meint Ihr, wie soll ich weiter vorgehen?

da wird dir wohl nichts anderes überbleiben, als mal mit deinen Eltern ein ernstes Wort zu reden. Ich tippe, ja immer noch das die in die Versicherungsbranche tätig sind.

Soll ich nun einfach all die Versicherungen stilllegen lassen?

macht durchaus Sinn, sich von der einen oder anderen oder allen zu trennen oder zu verkaufen. von welchen Gesellschaften sind die denn?
Hintergedanke deiner Eltern waren vermutliche endfällige Darlehenzahlungen auf eine etwaige Immobilie

Soll ich die ein oder andere doch weiter besparen, weil es
sich lohnen würde ( wenn es sich lohnen würde könnte ich
insgesamt schon noch so 200€ monatlich besparen).

pass auf das deine Eltern das nicht lesen :wink:

Oder soll ich mich von einem unabhängigen Verbraucherberater
oder so was Ähnlichem beraten lassen (falls ja, kennt ihr da
Adressen und deren Kosten?)?

schau mal auf den Seiten der Verbraucherzentrale und der Finanztest. Die machen dass und kennen auch welche die das machen können. Aber ich denke das sich deine NEU-Erkenntnis in Grenzen halten wird. Sie werden dir sagen, was du jetzt schon weisst. Du bist überversichert!

Liege ich damit richtig, dass ich mind. 5 Jahre eingezahlt
haben muss, damit am Ende die Erträge steuerfrei sind?

Entschuldigung für den langen Text aber ist halt etwas
komplizierter zu erklären.

Ist ja auch eine ernste Angelegenheit.

Danke im Voraus für Eure Mühen

Grüße

Grüße auch
Wolfi

Hallo zusammen,

ich bin 29 Jahre alt und ledig, mein Beruf ist Beamter. Bis
vor ca.2 Jahren beschäftigte ich mich nicht groß mit dem Thema
Finanzen, Altersvorsorge usw. Dann begann jedoch mein
Interesse zu wachsen und ich beschäftigte mich mit
verschiedenen Dingen wie Aktien, Fonds etc. und habe mein
Wissen wesentlich vermehrt. Da ich zuvor jedoch sehr wenig
Ahnung von finanziellen Dingen hatte und es mich auch nicht
sonderlich interessierte, überließ ich meine Finanzplanung
hauptsächlich meinen Eltern, was sich, denke ich, als großer
Fehler rausstellte. Ich würde mich selbst als stark
überversichert (Kapitalbildende LVs) bezeichnen.

Das war die Ausgangssituation:
Ich hatte und habe teilweise noch am Monatsende etwas Geld
übrig, quasi zum sparen. Meine Eltern schlossen deshalb für
mich Lebensversicherungsverträge ab,

Hallo, deine Eltern setzten auf das sichere Pferd und haben es Recht getan! Über die Höhe muss man natürlich diskutieren!

Da ich nun jedoch zum einen monatlich gerne wieder etwas mehr
Geld übrig haben möchte und zum anderen absolut nicht
überzeugt bin von dem Modell der KLV

Wie meinst du das?

(möchte mein Geld nur

noch in Aktien anlegen und in einen Riester-Vertrag, den ich
schon habe) möchte ich raus aus meinen Lebensversicherungen.

Hier geht es nicht darum, von was du überzeugt bist, sondern was dir die meiste Kohle bei höchstmöglicher Sicherheit bringt! Sei mir nicht böse, bevor jemand solche Thesen aufstellt wie du, sollte man sich auskennen!
Du kannst einfach Lebensversicherungen aus 1998 (steuerfrei, Kosten bezahlt, usw.) durch Aktien/Aktienfonds (Abgeltungssteuer 2009) nicht kompensieren! Du kannst im Archiv nachlesen, warum das so ist - es war hier tausendfach das Thema!

Es ist so, dass ich das bisher eingezahlte Geld nicht
unbedingt sofort brauchen würde, ich möchte mir lediglich die
künftigen monatlichen Zahlungen sparen.

Das ist wieder ein ganz anderes Thema - ich hab das so verstanden, dass du jetzt diesen Betrag in andere Invests legen willst - und das würde nicht mal ansatzweise funktionieren!

Nun habe ich mich etwas informiert und es scheint das Beste zu
sein, die Versicherung nicht zu kündigen sondern beitragsfrei
zu stellen bzw. stillzulegen.
Aber auch bei so einer Stilllegung gibt es ja einiges zu
beachten und ich weiß nun nicht mehr so recht weiter. Ich
denke jeder meiner Versicherungsverträge muss einzeln für sich
unter die Lupe genommen werden und dann muss entschieden
werden.

Ich kann ja mal aufzählen was ich einbezahle in die LV und
seit wann die Verträge laufen:

  • seit Ende 1998 50 DM bzw. mittlerweile um die 40 €
    (dank Dynamik) monatlich in eine KLV

  • seit Ende 199875 DM bzw. mittlerweile um die 60 €
    (dank Dynamik) monatlich in eine KLV (Laufzeit bis zum 40 Lj.)

  • seit Mitte 1999  12€ bzw. mittlerweile ca. 23€ (dank
    Dynamik) monatlich in eine KLV

  • seit Mitte 2003 75€ bzw. mittlerweile ca.90€ (dank
    Dynamik) monatlich in eine KLV

  • seit Ende 2004 200€ monatlich in eine
    Rentenversicherung (ohne Dynamik)

So, also dies sind sage und schreibe 5 Versicherungsverträge
(Laufzeit aller Verträge außer dem zweiten ist bis zum 60
Lebensjahr. Insgesamt etwas mehr als 400 Euro monatliche
Kosten, dank Dynamisierung mit steigender Tendenz. Ich hoffe
Ihr könnt schon mal mit den oberen Daten und Zahlen was
anfangen.

Was meint Ihr, wie soll ich weiter vorgehen?
Soll ich nun einfach all die Versicherungen stilllegen lassen?
Soll ich die ein oder andere doch weiter besparen, weil es
sich lohnen würde ( wenn es sich lohnen würde könnte ich
insgesamt schon noch so 200€ monatlich besparen).

Dynamik stoppen und auf jeden Fall soviel besparen wie machbar ist!

Oder soll ich mich von einem unabhängigen Verbraucherberater
oder so was Ähnlichem beraten lassen (falls ja, kennt ihr da
Adressen und deren Kosten?)?

Selbst der Verbraucherschutz würde dir nie raten, ein LV aus 1998 zugunsten einer NEUEN Anlage zu eliminieren - welcher Schwachsinn auch. Das bedeutet nur neue Provisionen/Ausgabeaufschläge für den NEUEN Berater und Produkte, die von Steuerfreiheit zu Steuerpflicht übergehen!

Liege ich damit richtig, dass ich mind. 5 Jahre eingezahlt
haben muss, damit am Ende die Erträge steuerfrei sind?

!12 Jahre Laufzeit!

Entschuldigung für den langen Text aber ist halt etwas
komplizierter zu erklären.

Danke im Voraus für Eure Mühen

Kein Problem… nur…Altersversorgung ist keine Spassveranstaltung! Natürlich ist eine alte KLV eine langweilige Veranstaltung - aber es geht um dein Geld! Und Aktien, wenn du etwas zocken willst, kannst du immer noch zeichnen, wenn du Spielgeld übrig hast!

Grüße

Gruß cooler

P.S. Dass wir uns richtig verstehen, ich bin kein Fan einer NEUEN LV aber hier handelt es sich um LVn aus 1998, und die haben Voraussetzungen, die du NIE MEHR BEKOMMST! Nochmals ein Kompliment an deine Eltern!

Hallo cooler,

vielen Dank für deine Antwort.

Da ich nun jedoch zum einen monatlich gerne wieder etwas mehr
Geld übrig haben möchte und zum anderen absolut nicht
überzeugt bin von dem Modell der KLV

Wie meinst du das?

Ich bin nicht überzeugt von dem Modell der KLV weil ich gelesen habe,
dass es wissenschaftlich erwiesen sei, dass man mit Aktien langfristig
mehr Rendite macht (mit Aktien so etwa 7% p.a) als mit KLV. Zudem habe ich gelesen, dass durch hohe Betriebskosten, Gebühren etc. viel von der Rendite einer KLV verloren geht. Aber lass uns hierüber nicht diskutieren, man kann sicher verschiedener Meinung sein über die Anlage in Aktien. Ich denke persönlich, Deutschland ist hierbei noch immer Entwicklungsland.

Es ist so, dass ich das bisher eingezahlte Geld nicht
unbedingt sofort brauchen würde, ich möchte mir lediglich die
künftigen monatlichen Zahlungen sparen.

Das ist wieder ein ganz anderes Thema - ich hab das so
verstanden, dass du jetzt diesen Betrag in andere Invests
legen willst - und das würde nicht mal ansatzweise
funktionieren!

Nun ja, ich habe schon vor, sollte ich meine Versicherungen beitragsfrei stellen, dieses dann monatlich freie Geld in Aktienfonds, Immobilienfonds etc. zu stecken. Ich brauche das Geld nicht für meine Haushalt oder ähnliches. Würde ich die Versicherung gar kündigen und mir den Rückkaufswert auszahlen lassen (was ich aber wirklich nicht vorhabe), dann würde ich dieses Geld bestimmt auch reinvestieren in eine andere Anlageform.

Dynamik stoppen und auf jeden Fall soviel besparen wie machbar
ist!

Dynamik stoppen, ja das werde ich auf jeden Fall machen, wenn ich weiter einbezahle. Allerdings, ist das doch so, das aufgrund der Inflation dann mein einbezahltes Geld immer weniger Wert wird, oder? Macht es dann überhaupt Sinn, ohne Dynamik einzuzahlen?

Selbst der Verbraucherschutz würde dir nie raten, ein LV aus
1998 zugunsten einer NEUEN Anlage zu eliminieren - welcher
Schwachsinn auch. Das bedeutet nur neue
Provisionen/Ausgabeaufschläge für den NEUEN Berater und
Produkte, die von Steuerfreiheit zu Steuerpflicht übergehen!

Okay, es sind drei Verträge aus 98 und 1999, aber was ist mit denen aus 2003 und 2004?

Liege ich damit richtig, dass ich mind. 5 Jahre eingezahlt
haben muss, damit am Ende die Erträge steuerfrei sind?

!12 Jahre Laufzeit!

Habe folgendes in Wikipedia gelesen:

Einmalzahlung bei Vertragsablauf
Die Auszahlung bei Vertragsablauf von Kapital-Lebensversicherungen und die Auszahlung nach Ausübung des Kapitalwahlrechtes bei Rentenversicherungen sind für vor dem 1. Januar 2005 abgeschlossene Verträge steuerfrei, sofern:
• Der Vertrag mindestens 12 Jahre lief.
• Die Beitragszahlung mindestens 5 Jahre betrug und
• ein Mindesttodesfallschutz von 60 % besteht.

Also dann lag ich richtig, ich muss 5 Jahre eingezahlt haben und dann muss der Vertrag wie du gesagt hast mind. 12 Jahre laufen.

Ergo könnte es doch damit für mich sinnvoll sein, meine Verträge aus 2003 und 2004 noch so lange zu besparen bis die 5 Jahre Einzahlung voll sind und dann könnte ich sie beitragsfrei stellen.

Grüße leflic

Großes Kompliment an Cooler… :smile:
Ich kann seinem Beitrag nur ausdrücklich zustimmen.
Auf keinen Fall die bestehenden „steuerfreien“ Versicherungen kündigen, jedoch der Dynamik widersprechen (lässt sich nach 2 Jahren wieder aktivieren, wenn gewünscht).
Deine Eltern haben Dir eine solide private Altersvorsorge organisiert.

Beste Grüße
Frank

Hallo Wolfgang,

Vielen Dank für deine Antwort, ich habe viel gelacht bei deinem Artikel (ist wirklich nicht böse gemeint, aber fand ihn witzig zu lesen, wegen meinen Eltern und so).

Und ganz unrecht hast du auch nicht, mein Vater hat im weiteren Sinne oder in seinem erweiterten beruflichen Umfeld tatsächlich mit Versicherungen zu tun. Allerdings würde ja gerade dieses sehr für Versicherungen sprechen, wenn jemand der die Branche etwas kennt auch noch sogar den eigenen Kindern Produkte empfiehlt.

Ausserdem bist du Beamter und dadurch ein besserer Mensch.

Kapier ich nicht, erklär mal.

Ich bin auch 29, aus der Kaste der Malocher und bin dir schon
einen Schritt voraus. Ich habe das meiste, was ich nicht
selbst wollte, quasi aufgezwungen wurde dank beredter
Vermittler, wieder gekündigt. Kann mir gut vorstellen, dass du
dass auch bald tun wirst.

Ich tendiere nicht zum kündigen sondern zum stilllegen.

Dank deiner Rechenkünste kannst du dir ja ausrechnen wann dir
die Dynamiken den Geldhahn zudrehen werden. Wolltest du nicht
auch auf eine Immobilie sparen? Viel Spaß. Ich kommentiere
dazwischen weiter

das mit der Dynamik hab ich mittlerweile kapiert, die muss raus, sonst zahl ich mich dumm und dämlich

macht durchaus Sinn, sich von der einen oder anderen oder
allen zu trennen oder zu verkaufen. von welchen Gesellschaften
sind die denn?

Zwei sind von der Karlsruher, eine von Signal, eine Cosmos Direkt und eine R+V.

schau mal auf den Seiten der Verbraucherzentrale und der
Finanztest. Die machen dass und kennen auch welche die das
machen können. Aber ich denke das sich deine NEU-Erkenntnis in
Grenzen halten wird. Sie werden dir sagen, was du jetzt schon
weisst. Du bist überversichert!

Werde mal nachschauen.

pass auf das deine Eltern das nicht lesen :wink:

wie gesagt, witziger Beitrag, danke noch mal

Grüße

wenn du einige Versicherungen beitragsfrei stellst, wirst du leider mit Verlust aus der Sache rausgehen. Ein „Geschäft“ machst su bei vorzeitiger Beendigung erst dann, wenn du deinen Einsatz und einen Inflationsausgleich aus dem Vertrag herausgewirtschaftet haben. Und das ist leider erst in den letzten Jahren vor Vertragsende der Fall.
Deine Verträge haben dank der Dynamik auch unverhältnismäßige Rückkaufswerte. Jede Anpassung durch Dynamisierung des Vertrags wird als Neuabschluss bewertet. Und für die Neuberechnung Ihres Vertrags (die der Computer automatisch macht …) wird eine neue Vertragsprovision fällig! Aber da von den Provisionen und Kosten kriegst du eh nichts mit :smile: Ob das gängige Praxis ist, weiß ich allerdings nicht…

Wenn du dich von Versicherungen trennen willst, empfehle ich dir die alten Versicherungen bzw die mit dem höchsten Garantiezins weiterlaufen zu lassen.

Du bist echt in einer Zwickmühle. Du bist überversichert und bist dazu verurteilt früher oder später Verträge zu kündigen oder beitragsfrei zu stellen, weil du dir die Prämien nicht mehr leisten kannst.
Das ist v.a. wegen den Steuervorteilen alter Verträge schade.

Viele Grüße
Wolfi

Hallo cooler,

vielen Dank für deine Antwort.

Da ich nun jedoch zum einen monatlich gerne wieder etwas mehr
Geld übrig haben möchte und zum anderen absolut nicht
überzeugt bin von dem Modell der KLV

Wie meinst du das?

Ich bin nicht überzeugt von dem Modell der KLV weil ich
gelesen habe,
dass es wissenschaftlich erwiesen sei, dass man mit Aktien
langfristig
mehr Rendite macht (mit Aktien so etwa 7% p.a) als mit KLV.

Dumme Statistik, die bei deiner persönlicher Anlage völlig anders aussehen kann. Und jetzt kommen wir zum Kern: Wir könnten darüber diskutieren, wenn du JETZT die Entscheidung fällen müsstest, LV oder Aktien, aber in deinem Falle übersiehst du ganz entscheidende Zusatzpunkte, wie Steuerfreiheit hier und Steuerpflicht da, neue Kosten, usw… Dies zu berücksichtigen, dürfte doch einem intelligenten Beamten nicht so schwerfallen!Damit ist doch der Nonsens mit deiner Statistik förmlich atomisiert!

Zudem habe ich gelesen, dass durch hohe Betriebskosten,
Gebühren etc. viel von der Rendite einer KLV verloren geht.

Nächster Kardinalfehler von dir! Zumindestens die 1998er sind voll bezahlt, bei einer neuen Anlage kommt ein neuer Kostenberg!
Die Betriebskosten sind ansonsten wesentlich geringer als bei Aktienfonds! (von den in Deutschland nicht zu veröffentlichenden Umschichtungskosten, usw. will ich dir gar nichts erzählen, du würdest in Depressionen verfallen, was alles deine Rendite wegschlägt)

Aber lass uns hierüber nicht diskutieren, man kann sicher
verschiedener Meinung sein über die Anlage in Aktien. Ich
denke persönlich, Deutschland ist hierbei noch immer
Entwicklungsland.

Man kann zweifellos verschiedener Meinung sein, aber man sollte sich genau (GENAU) auskennen.

Es ist so, dass ich das bisher eingezahlte Geld nicht
unbedingt sofort brauchen würde, ich möchte mir lediglich die
künftigen monatlichen Zahlungen sparen.

Das ist wieder ein ganz anderes Thema - ich hab das so
verstanden, dass du jetzt diesen Betrag in andere Invests
legen willst - und das würde nicht mal ansatzweise
funktionieren!

Nun ja, ich habe schon vor, sollte ich meine Versicherungen
beitragsfrei stellen, dieses dann monatlich freie Geld in
Aktienfonds, Immobilienfonds etc. zu stecken. Ich brauche das
Geld nicht für meine Haushalt oder ähnliches. Würde ich die
Versicherung gar kündigen und mir den Rückkaufswert auszahlen
lassen (was ich aber wirklich nicht vorhabe), dann würde ich
dieses Geld bestimmt auch reinvestieren in eine andere
Anlageform.

Super! Du wirst jetzt erst einmal deinem Geld verzweifelt hinterherheulen (so intensiv scheinst du dich mit dem Aktienmarkt nicht auszukennen). Aber unabhängig davon, eine Frage: wieviel müsste deiner Meinung ein abzuschließender AFs erbringen, um nur
eine durchschnittliche LV von 1998 zu schlagen! 7% reichen nicht mal ansatzweise, soviel kann ich dir erzählen!

Dynamik stoppen und auf jeden Fall soviel besparen wie machbar
ist!

Dynamik stoppen, ja das werde ich auf jeden Fall machen, wenn
ich weiter einbezahle. Allerdings, ist das doch so, das
aufgrund der Inflation dann mein einbezahltes Geld immer
weniger Wert wird, oder?

Ja, Ja, Ja, Ja, und nochmals ja - aber das ist bei jeder Anlage so. Das Geld was du dann abgibst wird auch weniger!Und 50.000 EUR aus einem AFs sind später genausoviel wert, wie 50.000 EUR aus einemr LV!

Macht es dann überhaupt Sinn, ohne

Dynamik einzuzahlen?

Steuer die Dynamik!

Selbst der Verbraucherschutz würde dir nie raten, ein LV aus
1998 zugunsten einer NEUEN Anlage zu eliminieren - welcher
Schwachsinn auch. Das bedeutet nur neue
Provisionen/Ausgabeaufschläge für den NEUEN Berater und
Produkte, die von Steuerfreiheit zu Steuerpflicht übergehen!

Okay, es sind drei Verträge aus 98 und 1999, aber was ist mit
denen aus 2003 und 2004?

Sind normalerweise auch schon bezahlt!

Liege ich damit richtig, dass ich mind. 5 Jahre eingezahlt
haben muss, damit am Ende die Erträge steuerfrei sind?

!12 Jahre Laufzeit!

Habe folgendes in Wikipedia gelesen:

Einmalzahlung bei Vertragsablauf
Die Auszahlung bei Vertragsablauf von
Kapital-Lebensversicherungen und die Auszahlung nach Ausübung
des Kapitalwahlrechtes bei Rentenversicherungen sind für vor
dem 1. Januar 2005 abgeschlossene Verträge steuerfrei, sofern:
• Der Vertrag mindestens 12 Jahre lief.
• Die Beitragszahlung mindestens 5 Jahre betrug und
• ein Mindesttodesfallschutz von 60 % besteht.

Also dann lag ich richtig, ich muss 5 Jahre eingezahlt haben
und dann muss der Vertrag wie du gesagt hast mind. 12 Jahre
laufen.

Ergo könnte es doch damit für mich sinnvoll sein, meine
Verträge aus 2003 und 2004 noch so lange zu besparen bis die 5
Jahre Einzahlung voll sind und dann könnte ich sie
beitragsfrei stellen.

Beitragsfreistellen nur wenn dir die Belastung zu hoch ist, nicht zugunsten einer anderen Anlage (das lohnt sich nie)!

Grüße leflic

Gruß cooler

P.S. Ich vermute mal, du hast deine „Erkenntnisse“ aus dem Internet!

Du bist echt in einer Zwickmühle. Du bist überversichert und
bist dazu verurteilt früher oder später Verträge zu kündigen
oder beitragsfrei zu stellen, weil du dir die Prämien nicht
mehr leisten kannst.
Das ist v.a. wegen den Steuervorteilen alter Verträge schade.

Also wäre es dann nach deiner Meinung das vielleicht Beste, ich zahle alle Verträge weiter und beende die Dynamisierung?

Grüße

Hallo,
wenn du es kannst, ja! Auch wenn es stinklangweilig ist!
Übrigens, vielleicht hast du auch mal Familie? - den Risikoschutz hast du auch schon dabei. Den müsstest du auch noch extra abschließen (im Vergleich)!

Gruß cooler

P.S. Wenn es dir doch einmal zuviel erscheint - man muss nicht beitragsfreistellen, man kann die Prämie auch reduzieren!

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo cooler,

danke für deinen Beitrag.

Die Betriebskosten sind ansonsten wesentlich geringer als bei
Aktienfonds! (von den in Deutschland nicht zu
veröffentlichenden Umschichtungskosten, usw. will ich dir gar
nichts erzählen, du würdest in Depressionen verfallen, was
alles deine Rendite wegschlägt)

Nun ja, ich meinte ja nicht mal Aktienfons explizit als meine Zukunftsanlage sondern nur eine Anlage in Aktien, da habe ich mich falsch ausgedrückt. Ich denke ich habe für mich als Anlage ETFs entdeckt, da niedrigere Betriebskosten als Aktienfonds (zumindest bei richtiger Auswahl).

Man kann zweifellos verschiedener Meinung sein, aber man
sollte sich genau (GENAU) auskennen.

Da hast du Recht, ich kenn mich nicht so genau aus, deshalb frag ich Dich oder Euch.

Super! Du wirst jetzt erst einmal deinem Geld verzweifelt
hinterherheulen (so intensiv scheinst du dich mit dem
Aktienmarkt nicht auszukennen). Aber unabhängig davon, eine
Frage: wieviel müsste deiner Meinung ein abzuschließender
AFs erbringen, um nur
eine durchschnittliche LV von 1998 zu schlagen! 7% reichen
nicht mal ansatzweise, soviel kann ich dir erzählen!

Deine Frage kann ich nicht beantworten, weiß ich nicht.

Steuer die Dynamik!

Kannst Du mir bitte erklären was du damit meinst (wäre mir sehr wichtig)?

Beitragsfreistellen nur wenn dir die Belastung zu hoch ist,
nicht zugunsten einer anderen Anlage (das lohnt sich nie)!

Werde ich mir durch den Kopf gehen lassen.

Ja, und einige wenige Bücher.

Grüße leflic

Hallo Wolfgang,

Vielen Dank für deine Antwort, ich habe viel gelacht bei
deinem Artikel (ist wirklich nicht böse gemeint, aber fand ihn
witzig zu lesen, wegen meinen Eltern und so).

das Thema ist ernst. Trotzdem muss man alles mit Humor nehmen können und mir scheint du nimmst es sportlich. Es ist ja nicht so, dass du Geld komplett in den Sand gesetzt hast. Das kommt erst noch…Dein Geld ist sehr solide angelegt, da hat ein anderer Forumteilnehmer völlig recht. Mein in Internethalbwissen gemeisseltes Finanzenhirn flüstert mir aber immer das langfristig mit Aktien mehr rauszuholen ist. aber stimmt das.

Und ganz unrecht hast du auch nicht, mein Vater hat im
weiteren Sinne oder in seinem erweiterten beruflichen Umfeld
tatsächlich mit Versicherungen zu tun. Allerdings würde ja
gerade dieses sehr für Versicherungen sprechen, wenn jemand
der die Branche etwas kennt auch noch sogar den eigenen
Kindern Produkte empfiehlt.

Ob die Produkte gut sind, kann ich nicht beurteilen. Aber Provisionen sind sicher auch nicht zu knapp an irgendwen geflossen (idealerweise an deinen Vater)

Ausserdem bist du Beamter und dadurch ein besserer Mensch.

Kapier ich nicht, erklär mal.

Der Netto-Unterschied zwischen deinem letzten Arbeits-Verdienst und deiner Pension ist deutlich geringer, als bei einem vergleichbaren Angestellten. Finanztest hat neulich 16% ausgerechnet. Das System meint es gut mit dir.

Ich bin auch 29, aus der Kaste der Malocher und bin dir schon
einen Schritt voraus. Ich habe das meiste, was ich nicht
selbst wollte, quasi aufgezwungen wurde dank beredter
Vermittler, wieder gekündigt. Kann mir gut vorstellen, dass du
dass auch bald tun wirst.

Ich tendiere nicht zum kündigen sondern zum stilllegen.

kündigen wäre auch unklug

Dank deiner Rechenkünste kannst du dir ja ausrechnen wann dir
die Dynamiken den Geldhahn zudrehen werden. Wolltest du nicht
auch auf eine Immobilie sparen? Viel Spaß. Ich kommentiere
dazwischen weiter

das mit der Dynamik hab ich mittlerweile kapiert, die muss
raus, sonst zahl ich mich dumm und dämlich

wie hoch ist den die Dynamik? Es gibt Verträge mit 10%/Jahr (!). Da ist schon beim Abschluss klar, dass die kein Normalverdienender durchhalten kann. Das sagt dir natürlich keiner, sonst ginge ihnen di eüppige Provision durch die Lappen. Wenn dein Vater nicht im Spiel wär, würde ich sagen du bist das typische Opfer einer Strukkibude mit 3 Buchstaben.

macht durchaus Sinn, sich von der einen oder anderen oder
allen zu trennen oder zu verkaufen. von welchen Gesellschaften
sind die denn?

Zwei sind von der Karlsruher, eine von Signal, eine Cosmos
Direkt und eine R+V.

hat mich interessiert, beurteilen kann ich sie aber nicht.

schau mal auf den Seiten der Verbraucherzentrale und der
Finanztest. Die machen dass und kennen auch welche die das
machen können. Aber ich denke das sich deine NEU-Erkenntnis in
Grenzen halten wird. Sie werden dir sagen, was du jetzt schon
weisst. Du bist überversichert!

Werde mal nachschauen.

pass auf das deine Eltern das nicht lesen :wink:

wie gesagt, witziger Beitrag, danke noch mal

Grüße

Grüße zurück

Wolfi

wie hoch ist den die Dynamik? Es gibt Verträge mit 10%/Jahr
(!). Da ist schon beim Abschluss klar, dass die kein
Normalverdienender durchhalten kann. Das sagt dir natürlich
keiner, sonst ginge ihnen di eüppige Provision durch die
Lappen. Wenn dein Vater nicht im Spiel wär, würde ich sagen du
bist das typische Opfer einer Strukkibude mit 3 Buchstaben.

Die Dynamik beträgt bei zwei Verträgen um 5% und bei zwei Verträgen erhöht sich der Beitrag im selben Verhältnis wie der Höchstbeitrag in der gesetzlichen Rentenversicherung der Angestellten, mindestens um 6%. Bei dem einen Vertrag habe ich ja keine Dynamik.

Grüße leflic

cooler hat recht. (auch wenn es nicht sexy ist)

die Dynamik wird dir irgendwann den Arsch aufreißen (vorausgesetzt dein Geldbeutel befindet sich bevorzugt in der Gegend)

Es gibt mehrere Möglichkeiten.

Entweder du nimmst die Dynamik bei allen Verträgen raus und zahlst die gleichen Summen wie bisher bei allen Verträgen.

oder

Du stellt einzelne (die schlechteren) beitragsfrei und bedienst nur eine oder zwei weiter (und dass bis zum Schluss)

Rechne dir beispielhaft für einen Vertrag aus, wie hoch die Prämie im letzten Jahr der Laufzeit wäre (aber nicht erschrecken, dass können, je nach Dynamisierung, sogar ein paar tausend Euro sein, die monatlich fällig werden würden)

Ich empfehle alle Verträge nochmal durchzugehen (zusammen mit einem von der Verbraucherzentrale oder einem anderen anerkannt Unabhängigen) und dann entscheiden.

vermutlich ist die von cosmos direct jene mit der besten Performance, aber keine Gewähr. Direktvertriebe sind meist günstiger. Die würde ich tendenziell bevorzugt weiterzahlen.

Eines muss dir klar sein, jede Vertragsänderung kostet dich was. Ich sage dir das, weil es von den Gesellschaften sicher keiner tun wird. Für die ist immer als supereasy und überhaupt kein Problem.

Meiner (nicht fachmännischen) Meinung ist die Versicherung die „Beste“, die

  • den höchsten Garantiezins hat
  • die niedrigste Dynamik hat
  • die kürzerste Restlaufzeit hat

Die könntest du vermutlich am ehesten bis zum Schluss durchstehen.
Aber das schließt sich vermutlich gegenseitig aus.

Eltern machen keine halben Sachen :wink:

Wolfi

@cooler

was meinst Du mit „steuere die Dynamik“

@cooler+wolfgang+all

Zu welchem Zeitpunkt kann man die Dynamik beenden?
Welche Fristen gelten? Kann man dies nur in dem Zeitraum, nachdem man das Schreiben der Versicherung erhalten hat, dass sich die Beiträge für das Folgejahr erhöhen.
In einem meiner Vertäge steht nämlich, dass man die Option Dynamik jederzeit, ohne zusätzliche Kosten kündigen kann. Was geschieht dann mit den Beiträgen, fallen diese zurück auf das Jahr vor der geplanten Erhöhung?

Dann habe ich gelesen, man muss dies jedes Jahr tun, also der Dynamik widersprechen. Allerdings kann man es nur zwei Jahre hintereinander tun, sonst fällt die Dynamik für immer weg. Ist dies korrekt?

Entstehen mir hier Kosten (also Gebühren), wenn ich die Dynamik beende?
Und dies jedes Jahr?

Eines muss dir klar sein, jede Vertragsänderung kostet dich
was. Ich sage dir das, weil es von den Gesellschaften sicher
keiner tun wird. Für die ist immer als supereasy und überhaupt
kein Problem.

Kostet es mich auch Gebühren, wenn ich die Versicherung beitragsfrei stelle. Und wieviel Euro in etwa?

Wie Wolfgang geschrieben hat kostet wohl auch eine Beitragsreduzierung Gebühren. Welche Konsequenzen hat eine Reduzierung auf meinen Vertrag?

PS: Hab mal einen interessanten Link eingefügt http://megakredit24.de/Adsense/4-31.htm , mit 10 Alternativen zur Kündigung einer Lebensversicherung. Sind die hier vorgebrachten Argumente oder Punkte schlüssig (mich interessieren vor allem die Punkte 5. und 8.)

Danke für Eure Rückantworen

Grüße

Eltern machen keine halben Sachen :wink:

das stimmt woh`l:wink:

Spannend spannend :smile:

Es gibt eigentlich drei Möglichkeiten zu jedem einzelnen Vertrag. Die aufgeführten Punkte aus dem Link verschieben die Probleme nur (sofern vorhanden bzw. erkannt).
1.) Kündigung, Anlage des Rückkaufwertes und der Folgebeiträge in langfristige Anlagen
2.) Beitragsfreistellung, Anlage der Folgebeiträge in langfristige Anlagen.
3.) Weiterfahren wie bisher.
Auf jeden Fall empfehle ich, die Dynamik rauszuschmeißen!
Zu allen Punkten kann man sich einen Internetrechner nehmen und ausrechnen, was dabei rauskommt. Eine Neuanlage in Aktienfonds, heute getätigt, wird auch in den nächsten Jahren von einer Abgeltungssteuer befreit sein, hier muss man nicht wirklich in Panik verfallen. Erträge der Folgebeiträge werden natürlich mitsamt deren Erträgen versteuert. Allerdings sollte man bedenken, dass es auch hier Alternativen gibt, die nach heutigem Stand steuerfrei sind. Es gibt auch Riesterfondssparpläne, wo nicht ganz unerhebliche Sümmchen eingezahlt werden können, ohne Angst vor der Abgeltungssteuer zu haben.
Wenn Sie Ihre Berechnungen zum Vergleich anstellen und dabei davon ausgehen, dass die Rendite einer LV deutlich unter der eines halbwegs guten Aktienfonds liegt, kommen Sie nüchtern betrachtet nicht um eine Kündigung herum. Sind Sie hingegen der Meinung, dass die Rendite der LV an die des Aktienfonds heranreicht, sollten Sie diese beibehalten. In beiden Fällen werden Sie erkennen, dass die Beitragsfreistellung völlig sinnlos ist. Es gibt keine halbschwangeren Frauen oder ein bisschen tote Menschen. Beitragsfreistellung macht man dann, wenn man die Beiträge für eine begrenzte Zeit nicht mehr aufbringen kann.
Bei der Frage, welche Rendite man nun wo ansetzt, sind Sie ganz auf sich gestellt. Weder einer unserer Versicherungsvertreter noch ich oder ein anderer Freund der Fondsanlage kann in die Zukunft schauen. Wir unterstellen uns ja sogar beim Blick in die Vergangenheit gegenseitig einen verwaschenen Blick.
Viel Erfolg.
P.S.: Sie können ja die Beiträge aufteilen und zwei Strategien fahren, in 30 Jahren sagen Sie uns, was draus geworden ist :smile:))

Ich möchte meinen Vorrednern jetzt nicht generell widersprechen, ums vorweg zu sagen ich bin kein Freund davon seine gesamte Altersvorsorge über Lebensversicherungen zu ziehen, gleichwohl dieses gewisse Reize hat.

Was jedoch der generelle (und bedeutende) Vorteil Deiner Lebensversicherungen ist, ist dass die Auszahlung vermutlich steuerfrei erfolgen wird. Das mal vorweggestellt und das muss bei jeder Anlageentscheidung berücksichtigt werden.

Ob eine Anlage rentabel war kann man immer erst zurückblickend beurteilen. Renditeprognosen oder Aussagen wie die Märkte sich die letzten X Jahre entwickelt haben helfen hier nicht weiter, weils in Zukunft ganz anders laufen kann. Das einzig wirklich stetige ist der Garantiezins der LV’s, wobei dieser für die Verträge die Du im Portfolio hast vermutlich nicht mehr sooo der Hammer ist.

Du bist vom Risikogedanken her absolut überversichert, Du hast Versicherungsummen die Du vermutlich nie brauchen wirst, selbst wenn die familiären Umstände mal andere sind. Und die Kosten bezahlst Du auch über Deine monatlichen Beiträge.

Meine Abneigung gegenüber LV’s hat eine ganz klare logische Ursache. Von dem Beitrag, den Du abgebucht bekommst landet im Endeffekt nur etwa 70 bis 80% in dem Topf der sich vermehren wird. Der Rest geht drauf für die Risikoabsicherung, Verwaltungs- und Abschlusskosten. Bei alternativen Investments sind das in der Regel 95% die in dem Vermehr-Topf landen! Das heißt dass das Geld bei der LV schonmal 2-3 Jahre arbeiten muss um genau so viel Wert angesammelt zu haben den man bei einem Fonds bereits im Zeitpunkt der Einzahlung hat! Und bei dem Fonds bist nach 2-3 Jahren schon wieder ein Stück weiter so dass die Differenz immer bestehen müsste bzw. sogar immer weiter auseinanderklaffen müsste.

Zweiter Punkt: Die LV-Gesellschaften machen mit dem Geld das gleiche das Du machst bzw. machen kannst. Sie legen es am Kapitalmarkt an in Aktien, Immobilien, Unternehmensbeteiligungen. Das heißt dass Sie nachhaltig eigentlich nicht mehr Rendite erzielen können als Du das mit einer Direktanlage in diese Produkte machen kannst. Selbstverständlich gibt es hier Verschiebungen da die Gesellschaften teilweise andere Konditionen bekommen als Du als Kleinanleger, aber dies dürfte bei der Gesamtkalkulation nicht von übergeordneter Bedeutung sein.

Bei dem Fonds hat man das Risiko dass man mal auf das Falsche Pferd setzt, bei der LV genauso. Eine Gesellschaft die heute bestens dasteht kann morgen schon in beinahe-Schieflage sein, weil sie sich irgendwo verspekuliert hat, dann hat man auch nur den Garantiezins.

Was ich jedoch gegen den Kapitalmarkt sage (sowohl LV als auch Fonds, etc.) ist: Man wird als Kunde ausgenommen wo es nur geht. Man bekommt die Dinge nicht nach Rendite-Gesichtpunkten verkauft sondern nach Provisionsgesichtspunkten des sogenannten Beraters. Das heißt immer Augen auf!!! Nichts spontan unterschreiben, Angebot abholen, darüber nachdenken, recherchieren um so wenig faule Eier wie möglich ins Nest zu bekommen.

Google mal ein wenig mit den Stichwörtern Rendite Lebensversicherungen. Du wirst viele Meinungen dazu hören und fast alle werden sich widersprechen… . Du kannst niemandem trauen. Du hast ein Anlage- oder Versicherungsberater vor Dir der hat seine Erfahrung in einer 3-wöchigen Crash-Ausbildung gemacht (das wird er Dir nicht sagen) die Leute sind manchmal nicht sonderlich oder eben nur durchschnittlich intelligent (was nicht schlimm ist!! Ich möchte das nicht kritisieren!!!). Wenn Die an zwei Abenden zusammen mit Ihrem Konzernchef in einer Veranstaltung gesessen haben und der hat ihnen 2 Abende den Kopf gewaschen wie toll das Produkt ist, die glauben das und mangels intellektueller Fähigkeiten werden die niemals verstehen dass das produkt vielleicht doch nicht so toll ist. Und wenn sie dann schon ein paar Tage im Beruf sind, sind sie rhetorisch so gut drauf dass man als Normalo keine Chance hat gegen sie anzukommen.

Welches Auto möchte Dir der Autoverkäufer verkaufen: Das wo er am meißten verdient, nicht das das Du wirklich brauchst. In der gesamten Finanzbranche ist das nicht anders.

Also: Bilde Dir Deine eigene Meinung!

Jörg

Auf jeden Fall empfehle ich, die Dynamik rauszuschmeißen!

Nicht unbedingt, da auch steuerfrei - hast du das vergessen!
Ggf Aussetzen, wieder durchführen, aussetzen, also steuern - wenn 2 x widersprochen wurde, ist sie draußen (der Kunde hat 2 Monate Zeit, sie zu widerrufen, im Zweifel nachfragen)

Zu allen Punkten kann man sich einen Internetrechner nehmen
und ausrechnen, was dabei rauskommt.

Man kann sich NIE ausrechnen, was bei einem AFs rauskommt, da die Ablaufleistung von der Aktuellen Börsenlage zum Auszahlungszeitpunkt abhängt!!!

Eine Neuanlage in

Aktienfonds, heute getätigt, wird auch in den nächsten Jahren
von einer Abgeltungssteuer befreit sein, hier muss man nicht
wirklich in Panik verfallen.

Wenn´s an die Auszahlung geht, ist der Spuk allerdings vorbei und die Versteuerung tritt mit voller Wucht ein!

Erträge der Folgebeiträge werden

natürlich mitsamt deren Erträgen versteuert. Allerdings sollte
man bedenken, dass es auch hier Alternativen gibt, die nach
heutigem Stand steuerfrei sind. Es gibt auch
Riesterfondssparpläne, wo nicht ganz unerhebliche Sümmchen
eingezahlt werden können, ohne Angst vor der Abgeltungssteuer
zu haben.

Was willst du mit deinem Riesterplänchen (das macht er sowieso)? Hier geht es darum, dass ein Beamter seine mühsam (und zu besten Voraussetzungen) angelegte Altersversorgung eliminieren will! (Da Beamter, fehlt dir als bekannter Versicherungsgegner auch das Argument, dass der Fragesteller in HartzIV kommt und die LVn vorzeitig unterbrechen muss)

Wenn Sie Ihre Berechnungen zum Vergleich anstellen und dabei
davon ausgehen, dass die Rendite einer LV deutlich unter der
eines halbwegs guten Aktienfonds liegt, kommen Sie nüchtern
betrachtet nicht um eine Kündigung herum.

Hallo, es ist wirklich unschön, wie du mit einigen Nebelschwaden versuchst, die Leute in den Verlust zu stürzen! Selbst bei einem Neuabschluß ist nicht einmal gewährleitet, dass ein AFs besser als eine LV SEIN MUSS - immerhin besteht selbst bei Neuabschlüssen ein Steuerprivileg!
Der Hammer ist aber, dass du wieder so tust, als ob der Fragesteller
gerade im Begriff ist, zu überlegen, ob er jeweils eine NEUE LV oder einen NEUEN AFs abschließen will!
Ist dir eigentlich noch nicht aufgefallen, dass wir es hier um LVn aus z.B. 1998 zun tun haben!
Die Situation ist glasklar und wird auch durch deine gestelzten Ausführungen nicht anders!

Weder einer unserer
Versicherungsvertreter noch ich oder ein anderer Freund der
Fondsanlage kann in die Zukunft schauen.

Das ist richtig! Aber die Wahrscheinlichkeit, das ein AFs unter den zugrundeliegenden Gegegebenheiten mehr Erfolg verspricht, ist unwahrscheinlich!

Gruß cooler

P.S. Meine Empfehlung holt dem Fragesteller keine weitere Kohle aus der Tasche, deine ist mit einem weiteren riesigen Kostenberg verbunden - wen würdest du demzufolge als seriöser bezeichnen!?
Mehr sage ich zu diesem Thema nicht mehr, im Archiv steht alles!

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Hallo,

also gut, was ich nun als allererstes tun werde ist die Dynamik zunächst für das nächste Versicherungsjahr bei allen meinen Versicherungen zu stoppen.

Kündigen kommt für mich eigentlich überhaupt nicht in Frage, zu sehr würden mir meine Verluste weh tun aufgrund des wesentlich niedrigeren Rückkaufswertes. Und zudem, selbst wenn ich kündige und dann den Rückkaufswert in einen AF oder ähnliches stecke, da müsste ich auch schließlich einen gewaltig langen Atem haben, bis ich soviel im Plus bin, dass ich zumindest meine eingezahlten Beiträge wieder drinnen habe.

Wenn Sie Ihre Berechnungen zum Vergleich anstellen und dabei
davon ausgehen, dass die Rendite einer LV deutlich unter der
eines halbwegs guten Aktienfonds liegt, kommen Sie nüchtern
betrachtet nicht um eine Kündigung herum. Sind Sie hingegen
der Meinung, dass die Rendite der LV an die des Aktienfonds
heranreicht, sollten Sie diese beibehalten. In beiden Fällen
werden Sie erkennen, dass die Beitragsfreistellung völlig
sinnlos ist. Es gibt keine halbschwangeren Frauen oder ein
bisschen tote Menschen. Beitragsfreistellung macht man dann,
wenn man die Beiträge für eine begrenzte Zeit nicht mehr
aufbringen kann.

Beitragsfreistellen, bitte nennt mir doch mal vernünftige Argumente dagegen oder dafür. Was sind die genauen Konsequenzen?

Danke im Voraus für die Rückantworten

Grüße

Ich hab noch was vergessen,

hab mich mal informiert bezüglich unabhängier Beratung. Verbraucherschutz (Baden-Württemberg) kostet so ne Beratung (2h) 120 Euro. Denke die Leute dort sind auch kompetent, allerdings gibts nix in meiner Nähe, nächster Ort ca.200 km entfernt wo so eine Beratung angeboten wird. Sonst gehts noch übers Telefon über so ne teure 1,75/min Nummer. Das möchte ich aber nicht. Weiß aber noch nicht ob ich so weit deshalb fahren werde.

Weiter habe ich noch einen Versicherungsberater in unserer Nähe gefunden, dieser arbeitet auf Honorarbasis (zu Rechtsanwaltssätzen). Er vermittelt keine Versicherungen. Allerdings kostet eine Stunde 100€ und ich hab ja keine Ahnung, wieviele Stunden er braucht um meine Situation zu analysieren. Er bietet dann halt auch an, mit den Versicherungen zu verhandeln etc. Glaube aber, dass dies für meinen Fall zu übertrieben und zu teuer ist.

Wisst Ihr noch, an wen man sich wenden kann?

Grüße