Lehrer aus derm Unterricht wählen

Hi,
ich weiß,hört sich komisch an aber es ist so: Ich habe (leider) einen Mathelehrer und der ist schon 60oder so und er kann einem einfach nichts erklären.Da ich jetzt im letzten Schuljahr (Feriiieenn) bin und mein Zeugnis nicht mit einer 5 in die Hand gedrückt bekommen will,dachte ich frage ich mal hier nach.Wir sind 20 in der Klasse. Schüler mit einer 2 auf dem Zeugnis im Vorhalbjahr haben jetzt,wie ich, eine 5 bei diesem Lehrer bekommen.Er kann einem,wie gesagt,nichts erklären und hat den Anschein nicht ganz richtig oben zu sein… Er redet manchmal mit sich selbst und macht Themen die keiner von uns versteht.Wenn man etwas nicht versteht sagt er „Nimm Nachhilfe“ aber man ist doch in der Schule um DA zu lernen!In Die Schulezu gehen heißt nicht automatisch Nachhilfe zu bekommen! In den anderen Fächern bin ich gut,Mathe das einzigste Problemfach.Um alles zu nennen fehlt euch die Lust zum Lesen :smile: aber geht das denn: Kann man mit Unterschriften oder Direktionsbesuch usw. den Mathelehrer „rauswählen“ damit man einen anderen bekommt? Beweise stehen ja alle auf den Zeugnissen und auf den Mathearbeiten.

Gruß,
Eisbock

Versuche doch mal, mit dem Vertrauenslehrer deiner Schule zu reden. Der müsste da Rat wissen… Ich denke aber nicht, dass man einen Lehrer einfach so absetzen kann z.B. mit Unterschriftenaktion, dann wären auf meiner damaligen Schule, so einige gekündigt worden xD

Ein Problem, das immer wieder auftaucht…:wink:

Das mit dem Rauswählen klappt bestimmt. Wäre so etwas erlaubt, würde das wahrscheinlich total ausarten.

An meiner alten Schule wurde wegen einem alten Mathelehrer einmal folgendes gemacht:
Jeder Schüler aus allen Klassen, in denen er unterrichtete, schrieb anonym auf, was ihn störte. Die Rektorin und eine andere Lehrerin werteten das aus und trugen besagtem Mathelehrer auf, sich in den Punkten, die am häufigsten genannt wurden und am gravierendsten waren, zu bessern. Die Schüler sollten Rückmeldung halten.
Was sich als Konsequenz erdacht wurde, weiß ich nicht, aber der Lehrer besserte sich tatsächlich.
Nun ja, etwa drei Jahre später, so hörte ich, hörte er dann ganz auf, zu unterrichten.

Vielleicht wäre das einen Versuch wert.

Grüße

Huhu Eisbock,

hey, voll krass cooler, Plan ey.

Das bringt mich auf ein tolles Sendekonzept mit einem Ex-Expertenforum, ProSat und dem Nachrichtensender: „Die Hubert-Schmittlein-Gesamtschule sucht den Superlehrer“. In der Jury: Die Klasse 8a unter der Leitung von Dennis Eisbock.

*Marktschrei*
Jede Woche muss einer der Lehrer der Klasse 8a gehen. Welcher wird es wohl sein? Die alte Jungfer Frollein Meier in Geschichte und Deutsch? Der gestrenge Oberstudienrat Müller? Oder gar der fiese Mathekerl Jung? Es bleibt spannend - bleiben Sie dran, während wir mal schnell alle Pipi machen gehen.
Nach der Werbepause, wo erstaunlicherweise Werbung für Klingeltöne, Pampers und Dr. Sommer gemacht wird, geht’s also weiter:
*Marktschreiweiter*
Diese Woche müssen sich unsere Lehrer in den Disziplinen "Coolness, Krassheit und Konkretheit beweisen! Aber denken Sie dran, und rufen Sie an, liebe Zuschauer! Nur 3,40 Euro pro Anruf aus dem deutschen Festnetz - Mobilfunkpreise können abweichen! Aber zackezacke ans Telefon!
Nächste Werbepause. Und dann Sendepause :smile:

Oder anders gesagt: Sch***lehrer gab’s schon immer und wird’s wohl auch immer geben. Ihr könnt versuchen mit dem Kerl zu reden. Ihr könnt versuchen, mit dem Direktor zu reden. Ihr könnt auch versuchen, mit dem Vertrauenslehrer zu reden. Aber „rauswählen“ geht wohl nicht.

*wink*

Petzi

Ich drüße Dich.

Fragen, die mich nach Deiner Schilderung bewegten:

Klasse?
Schulart?
Stoffgebiete des 1. Halbjahres?
Stoffgebiete des 2. Halbjahres?
Weiviele Stunden Hausaufgaben in der Woche?
Wieviele Klassenarbeiten im Schuljahr?
Wieviele Leistungskontrollen und mündliche Leistungskontrollen im Schuljahr?

Grüße

ich weiß,hört sich komisch an

Ja, Euer Vorhaben hört sich wirklich komisch an. Jetzt erst, kurz vor der Zeugnisausgabe merkt Ihr, dass da etwas schief gelaufen ist.
Ihr habt im Lauf des Halbjahres doch Arbeiten geschrieben, Eure Mitarbeit ist beurteilt worden, habt Zwischennoten bekommen - wozu wollt Ihr den Lehrer jetzt abwählen?

Schüler mit einer 2 auf dem Zeugnis im Vorhalbjahr
haben jetzt,wie ich, eine 5 bei diesem Lehrer bekommen.

Hattet Ihr vorher einen anderen Lehrer?

Er kann einem,wie gesagt,nichts erklären

siehe oben - das merkt Ihr jetzt erst???

und hat den Anschein nicht ganz richtig oben zu
sein… Er redet manchmal mit sich selbst

Na ja …

und macht Themen die keiner von uns versteht.

Die Themen werden wohl auf dem Lehrplan stehen, dafür kann er nichts

Also: wenn im nächsten Schuljahr etwas anfängt, schief zu laufen, dann kümmert Euch rechtzeitig um die Sache.

Schöne Ferien
Pit

Hallo,
also abgsehen davon, dass ihr das Problem ziemlich „früh“ merkt^^…

Ein Anrecht darauf, einen anderen / besseren Lehrer zu bekommen, habt ihr nicht.

Wenn ihr es nicht schafft, mit dem Lehrer selbst zu reden oder der euch abblitzen lässt, geht zum Schulleiter und erklärt ihm das Problem. Im Normalfall reicht das. Das mit der Unterschriftenliste ist rechtlich irrelevant, aber schaden tuts auch nicht.
Ihr müsst natürlich auch schauen, dass ihr Versäumtes nachlernt und iwie Interesse zeigt…sagt das auch dem Schulleiter!

Falls alles nicht nützt, auf zum Schulrat! Und Beschwerde einreichen…
überlegt euch das aber vorher sehr gut und versucht als erstes das obige, denn ihr wollt ja noch euren Schulabschluss…(ich hoffe mal, du verstehst was ich meine…)

Hoffe ich konnte helfen
mgb

oT
Hallo Dennis,

und mit deinem Deutschlehrer hast du keine Probleme?

*grübel* …

Grüße
Artemis

Hi,

danke du hast mich auf eine Idee gebracht.In der Schule hängt ein Kasten wo man sachen rein schreiben kann die einen nerven.Dann werde ich das mal tun.

Gruß,
Eisbock

Hi,

Klasse: jetzt 10.
Schulart: naja im 10.dann Realschulabschluss
Stoffgebiete des 1. Halbjahres: Pytagoras,Bruchrechnen,bisschen Geometrie und zwischendrin Themen die angefangen aber nicht weiter gemacht wurden
Stoffgebiete des 2. Halbjahres: hauptsächlich Lineare Funktionen,Graphen zeichnen…
Weiviele Stunden Hausaufgaben in der Woche:du meinst wie lange ich daran sitze? naja da wir ja sowieso wenig kapieren,machen wir eig kaum Hausaufgaben und der Leher interessiert sich auch nicht wirklich für…
Wieviele Klassenarbeiten im Schuljahr: 3 mit 5 und 1 mit 6 (meine note)
Wieviele Leistungskontrollen und mündliche Leistungskontrollen im Schuljahr: 1-2

Gruß,
Eisbock

Hallöle.

Stoffgebiete des 1. Halbjahres:

Pytagoras

Der Pythagoras ist Stoff der 8. Klasse.

Bruchrechnen

  1. Klasse!

bißchen Geometrie

Darstellende Geometrie?
Z.B. Grundriß, Aufriß, Kreuzriß, Eintafelprojektion, Zweitafelprojektion, Dreitafelprofjektion, Schrägbild, wahre Länge, wahre Größe, wahre Gestalt, Kugelprojektionen, Dreitafelbild, Axonometrie?)
– Das gehört normalerweise in die 5.-8. Klasse.

Oder Planimetrie bzw. Stereometrie?
D.h. konstruktive Geometrie der Ebene, Flächeninhalte bzw. konstruktive Geometrie des Raums, Rauminhalte
– In der 9. Klasse findet in der Regel eine Wiederholung, Systematisierung und Ergänzung der Körperdarstellung und Körperberechnung statt, so daß hauptsächlich die Stümpfe - Kreiskegelstumpf und Pyramidenstumpf - und der elliptische Kegel behandelt werden.

Oder Koordinatengeometrie?
Das ist unwahrscheinlich; Koordinatengeometrie als Vorläufer der Analytischen Geometrie hat in den Klassen unterhalb der Abiturstufe nichts verloren. Oder sagen wir: Sinnvollerweise werden ein paar ausgewählte Inhalte der Koordinatengeometrie ohne großes Tamtam zusammen mit den linearen Funktionen bzw. mit der ausführlichen Behandlung des kartesischen Koordinatensystems in der 8. Klasse behandelt.

Lineare Funktionen, Graphen zeichnen

Lineare Funktionen und lineare Bestimmungsgleichungen sind
Stoff 7. Klasse bzw. 8. Klasse.

In der 9. sollte euch vielmehr ein sehr langes Stoffkapitel zu den Funktionen gezeigt worden sein.

  • Quadratische Funktionen und quadratische Bestimmungsgleichungen
  • Potenzfunktionen für ganzzahlige und gebrochene Exponenten
  • Exponentialfunktionen
  • Logarithmusfunktionen
  • Logarithmenrechnung

Zuvor müßte es wie in den früheren Klassen ein Kapitel zum Rechnen unter Verwendung allgemeiner Zahlensymbole gegeben haben. (Rechnen mit Variablen)
Der Schwerpunkt müßte das Potenzieren+Radizieren gewesen sein, um die sinnvolle Handhabung der Potenzfunktionen zu sichern und den Logarithmus und das logarithmische Rechnen am Ende der 9. Klasse vorzubereiten.

So wie es den Anschein hat, wurde das alles von euch nicht gemacht, so daß ihr bedeutend unter dem grundlegenden Anforderungsniveau einer 9. Klasse liegt.

Du meinst, wie lange ich daran sitze? Naja da wir ja sowieso wenig
kapieren, machen wir eig kaum Hausaufgaben

Wie ich es geahnt hatte - die Sache gewinnt Form.

Ich schätze, der Lehrer murmelt wahrscheinlich ständig solche Dinge

„Gott sind die blöd.“
„Nichts geht vorwärts hier.“
„Wir liegen tausend Jahre hinter dem Soll.“
„Für die einfachsten Sachen brauchen die ewig.“

Und eigentlich war es zumindest in meiner Schulzeit so, daß es exponentiell mehr Hausaufgaben gab, falls die Schüler zu langsam waren oder zuwenig begriffen. Denn das wurde gleichgesetzt mit dem Fehlen von rationellen Fertigkeiten im Rechnenkönnen und dem Fehlen ständig im Kopf abrufbarer algorithmisch-kalkülmäßiger Lösungsstrategien. („Kochrezepte“)

In der 9. Klasse sollten die Hausaufaben traditionell auch so gestellt sein, daß die Hausaufgaben betont in die Richtung des Knobelns zeigen, d.h. zunehmend müssen vom Schüler harte Nüsse in selbständiger, beharrlicher Konzentration geknackt werden, um den mathematischen Biß und das vielseitige Problemdenken und -lösen zu erziehen.

Wie ihr daher die Anforderungen ohne Hausaufgaben und selbständiges, komplexes Üben bewältigen wollt, auch im Hinblick auf die schriftliche Prüfung zur Mittleren Reife, ist mir schleierhaft. Das kann auf dem Wege nicht funktionieren.

Wieviele Klassenarbeiten im Schuljahr: 3 mit 5 und 1 mit 6

Du hast keine der vier Klassenarbeiten bestanden und das bei Stoff, der in frühere Klassen gehört?

Selbst wenn euer Lehrer der unfähigste Methodiker der Welt wäre, sind diese dauerhaft katastrophalen Ergebnisse unerklärlich.
Keine Grundlagen.

Wenn ihr den Stoff früherer Klassen ansatzweise durchdrungen hättet, müßten statistische Ausreißer nach oben vorhanden sein und im Trend hätte eine Stabilisierung zur Zensur 4 erfolgen müssen, denn wer das grundlegende Handwerkszeug beherrscht und durchschnittlich logisch denken kann, erhält in Mathematik niemals eine 5 oder eine 6.

Und gleich überhaupt nicht dieser Tage, wo Faktenwissen und Auswendiglernen betont wird.

Davon abgesehen –
Wir waren in euerm Alter so clever, daß wir uns in Situationen wie diesen ohne Aufforderung hinter ein Buch geklemmt hätten, um selbständig halbwegs hinter den Stoff zu kommen. Ihr wollt wohl nichts lernen?!
Dabei stehen euch mächtige Verbündete zur Verfügung: das Internet.
Wikipedia. Internetforen. Schulseiten. Nachhilfeseiten. Computersoftware. eBooks.

Nichts, absolut nichts wurde von euch unternommen, um besser zu werden; kein Anflug von Selbständigkeit, von Wißbegier oder geistiger Reife.

Hauptsache den Lehrer abschießen wollen… der nebenbei bemerkt goldrichtig zu benoten scheint.

Was wollt ihr denn in der 10. Klasse tun?

  • Winkelfunktionen und ebene Trigonometrie
  • Systematisierung der Funktionen
  • Systematisierung der Körperberechnung
  • Abschlußprüfung

Wo soll die Reise hingehen ohne solide Kenntnisse aus der 5.-9. Klasse?

Ich rate Dir, die Sommerferien zur intensiven Stoffwiederholung zu nutzen und pro Woche 4-5 Stunden zu rechnen, zu rechnen und zu rechnen.

Tschüß

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Rainerlein,

es überrascht mich sehr, wie Du Kenntnis von einem allgemeinen bundesweiten Lehrplan erlangen konntest. Würdest Du mir bitte ein Exemplar zukommen lassen? Dann hätte ich keine Probleme mehr bei der Diskussion mit Freunden, die in anderen Bundesländern offensichtlich Falsches unterrichten.

Gruß sannah

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Kultusministerien haben ganz tolle Internetseiten, auf denen sich nach einiger Zeit (bei manchen braucht man da viiiiieeeeeel Geduld) die Lehrpläne aller Schularten und Jahrgangsstufen finden.

Hallöle.

Ich habe einfach meinen damaligen Lehrplan zugrundegelegt. :stuck_out_tongue:

Und auch wenn das natürlich unfair ist, ändert sich am eigentlichen Problem nichts: Der von ihm genannte Stoff ist keine Überforderung für Neuntklässler. Mir drängt sich der Eindruck auf, daß der Lehrer mit seinen Einschätzungen gut liegt, denn so schwierig sind lineare Funktionen oder die Satzgruppe des Pythagoras nicht.
Ein durchschnittlicher Schüler mit durchschnittlichen Vorkenntnissen kann unmöglich über ein ganzes Schuljahr hinweg Fünfen und Sechsen abliefern. Das funktioniert nicht einmal in Bayern, und dort macht man den Lehrern bundesweit die engsten Vorgaben zu den Leistungsbewertungen.
Der Stoff der 9. Klasse ist eine Fortführung der Kenntnisse aus den früheren Klassen - Binsenweisheit, klar. Das heißt allerdings auch, daß nicht plötzlich die Revolution ausbricht und man völlig unbekanntes Terrain beschreitet.

Tschüß :smile:

Danke, SarahS. Das weiß ich.

Ich war auf den bundeseinheitlichen aus, wie er hier propagiert wurde.

Gruß sannah

Hallo zurück!

Ich habe einfach meinen damaligen Lehrplan zugrundegelegt. :stuck_out_tongue:

Ah danke, auf den Maßstab wollte ich hinaus. Auch wenn er ein wenig unzulänglich sein mag.

Und auch wenn das natürlich unfair ist, ändert sich am
eigentlichen Problem nichts: Der von ihm genannte Stoff ist
keine Überforderung für Neuntklässler.

Wobei ich mir immer noch nicht über den Schulform im Klaren bin. Und mich immer noch daran erinnere, dass der Sekundarschüler der Klasse 9, dem ich Nachhilfe gab, pro Termin eine Lektion im „Rechnen mit Brüchen“ gut vertragen hat.

Mir drängt sich der
Eindruck auf, daß der Lehrer mit seinen Einschätzungen gut
liegt, denn so schwierig sind lineare Funktionen oder die
Satzgruppe des Pythagoras nicht.

Lineare Funktionen sind mittlerweile (Niedersachsen Gymnasium) Stoff der Klasse 7, Pythagoras der 8.

Das Problem sehe ich eher darin, dass der Lehrer ein wenig bunt durch die Materie gehopst zu sein scheint - und das in Mathe, das ja als „Lehrbuchfach“ gilt. Gestern S. 30, heute S. 31, morgen S. 32 und so weiter - dem Klischee entsprechend. Das Prinzip scheint hier nur bedingt erkennbar, dabei sollte der Schüler eigentlich mit Hilfe seines Buches schnell sagen können, was in diesem Schuljahr dran war.

Der Stoff der 9. Klasse ist eine Fortführung der Kenntnisse
aus den früheren Klassen - Binsenweisheit, klar.

Spiralkurriculum, schon klar. Doch irgendwann ist mitunter auch die kognitive Leistungsfähigkeit der Schüler erreicht, die vorher noch halbwegs mitkamen - das beobachte ich täglich.

Gruß sannah

Grüß Dich.

danke, auf den Maßstab wollte ich hinaus. Auch wenn er ein wenig unzulänglich sein mag.

Unzulänglich nicht, sondern undurchführbar.
Was uns in Mathe abverlangt worden ist, würde jetzt schon an der fehlenden straffen Zuarbeit der Unterstufe (Grundschule) fulminant zerschellen.

Und mich immer noch daran erinnere, dass der Sekundarschüler der
Klasse 9, dem ich Nachhilfe gab, pro Termin eine Lektion im
„Rechnen mit Brüchen“ gut vertragen hat.

Wenn der Realschulabschluß am Ende steht, ist es die Realschule oder ein Realschulbildungsgang innerhalb der Mittelschule bzw. Gesamtschule.

Deine Äußerung zur Bruchrechnung in der 9. Klasse ist keine Hilfe für den Standpunkt des Eingangskommentars, sondern bestätigt die geistige Sackgasse. Und vielleicht sieht es der Lehrer nicht ein, die Anforderungen weiter abzusenken, sondern verlangt endlich was und zieht seinen Stiefel nach Plan durch.

Wann sollen es die Schüler bitte sonst begreifen? Nach der nicht bestandenen Abschlußprüfung ohne Aussicht auf eine Lehrstelle?

Lineare Funktionen sind mittlerweile (Niedersachsen Gymnasium) Stoff der Klasse 7, Pythagoras der 8.

Dann hat Niedersachsen also nach 50 Jahren die Würde erreicht, sein Gymnasium in Polytechnische Oberschule umbenennen zu dürfen. :wink: :wink:

Das Problem sehe ich eher darin, dass der Lehrer ein wenig bunt
durch die Materie […]

Wo siehst Du diesbezüglich Anhaltspunkte?

und das in Mathe, das ja als „Lehrbuchfach“ gilt.
Gestern S. 30, heute S. 31, morgen S. 32 und so weiter

Ist das nur ein Klischee oder wird in der Realität tatsächlich so gelehrt? :smile:

Mein Matheunterricht war hauptsächlich Tafelunterricht.
(Den Polylux gab es noch nicht.)

Ich schaue im Moment gerade in das Lehrbuch der 9. Klasse, allerdings das der EOS von 1962, und die gigantische Ansammlung an Rechenaufgaben aller Spielarten ist von Erklärungen unterbrochen, die zur selbständigen Stoffaneignung und zur Wiederholung geeignet sind.
(Das Buch ist sehr dick, über 230 Seiten.)

Ob ein buntes Herumspringen im Stoff schlimm ist, liegt demnach am Kultusministerium – die sind für die Planung des Lehrplans verantwortlich.

Das Prinzip scheint hier nur bedingt erkennbar, dabei sollte der
Schüler eigentlich mit Hilfe seines Buches schnell sagen können,
was in diesem Schuljahr dran war.

Seit wann denn das?

Der Schüler sollte mit Hilfe seines Heftes sagen können, was behandelt worden ist, oder sind halbwegs vollständige Mitschriften außer Mode? Davon abgesehen, daß ein Schüler eigentlich aus dem Kopf wissen muß, was ihm an Lehrstoff beigebracht wurde. Es sei denn, er glänzte ausschließlich mit physischer Anwesenheit. :smile:

Spiralkurriculum

Ist das der Fachbegriff?

Doch irgendwann ist mitunter auch die kognitive Leistungsfähigkeit
der Schüler erreicht, die vorher noch halbwegs mitkamen -
das beobachte ich täglich.

Ja, ja, die armen Schüler unserer Zeit! Eine Tüte Mitleid!

Wenn Schüler nicht mehr mitkommen, liegt die Ursache doch nicht in der Überforderung durch die Schule, sondern in den unzureichenden Grundlagen. Oder willst Du behaupten, daß das menschliche Gehirn seine Funktionsweise in den letzen zwanzig Jahren maßgeblich verändert hat? Wenn Anschauungen ausgeprägt und gefestigt sind, kann ein durchschnittlicher Schüler ohne viel Zutun die bisherigen Kenntnisse auf den neuen Stoff übertragen. Warum? Weil das Gehirn so arbeitet.
Das Gehirn ist ein kybernetisches System, das selbständig lernt, dafür jedoch in großem Stile intellektuelle Einspeisung braucht.
Diese berühmte Phrase, das Lernen zu lernen, ist idiotisch und lächerlich. Wenn unser Gehirn das Lernen tatsächlich lernen müßte, wären wir schon längst ausgestorben.
Das Gehirn ist wie ein Schwellenwertschalter; ist ein gewisser Grad mehrheitlich unvernetzten Wissens angesammelt, verknüpft das Gehirn wie ein gewaltiger Parallelcomputer diese Kenntnisse – von alleine.
Und zwar auf Grundlage dessen, was das Gehirn schon weiß.

Das Verständnis für die allgemeinen Zahlensymbole (Variable), für geometrische Grundbegriffe wie Flächeninhalt, Rauminhalt, Winkelbeziehungen, für die mathematische Abstraktion etc. bricht daher doch nicht aus heiterem Himmel zusammen. Der Schüler mutiert nicht aus heiterem Himmel in einer völlig beliebigen Mathestuden zum großen Fragezeichen. W e n n die Grundlagen sitzen.
Und wer Grundlagen beherrscht, bekommt nach dem Willen der KMK in der Regel mindestens eine 4.

Kein Mathelehrer, und kein Lehrer allgemein, ist so schlecht, daß ein Schüler nach acht Schuljahren während der Behandlung neuen Stoffs absolut nichts zu Fache bringt.

Ein alter Knochen, der was verlangt, weil ihm das neumodische Affentheater mit der Stoffausdünnung und die Macke mit den Komptenzen auf den Keks gehen, ist kein schlechter Lehrer.
Vielleicht sind die Lücken sogar dermaßen groß, daß er eigenwillig durch die Materie gesprungen ist, um irgendwie die Grundlagen für die 10. Klasse sichern.

Viele Grüße :smile:

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Hallo noch einmal!

Dann hat Niedersachsen also nach 50 Jahren die Würde erreicht,
sein Gymnasium in Polytechnische Oberschule umbenennen zu
dürfen. :wink: :wink:

Och nö, bitte nicht. Ich möchte mein Zweitfach nicht mit marxistisch-leninistischer Tendenz unterrichten … :wink:

Das Problem sehe ich eher darin, dass der Lehrer ein wenig bunt
durch die Materie […]

Wo siehst Du diesbezüglich Anhaltspunkte?

In den Schüleräußerungen.

und das in Mathe, das ja als „Lehrbuchfach“ gilt.
Gestern S. 30, heute S. 31, morgen S. 32 und so weiter

Ist das nur ein Klischee oder wird in der Realität tatsächlich
so gelehrt? :smile:

Da ich ja zurzeit noch hospitieren darf: Das wird auch so gelehrt. Aber nicht nur.

Mein Matheunterricht war hauptsächlich Tafelunterricht.
(Den Polylux gab es noch nicht.)

Mein Unterricht auch.

Ich schaue im Moment gerade in das Lehrbuch der 9. Klasse,
allerdings das der EOS von 1962, und die gigantische
Ansammlung an Rechenaufgaben aller Spielarten ist von
Erklärungen unterbrochen, die zur selbständigen Stoffaneignung
und zur Wiederholung geeignet sind.
(Das Buch ist sehr dick, über 230 Seiten.)

Ich bin gerade ein wenig von meinem Schreibtisch entfernt und kann daher nur sagen, dass eigentlich auch das heutige Mathebuch (an meiner Schule arbeitet man mit „Elemente der Mathematik“) dazu taugen würde.

Ob ein buntes Herumspringen im Stoff schlimm ist, liegt
demnach am Kultusministerium – die sind für die Planung des
Lehrplans verantwortlich.

Um den sich manche Lehrer aber offensichtlich nicht scheren. Fachfremdes Beispiel: Englisch. Ein Grundsatz heute: „Sprechen lernt man durch Sprechen.“ Daher wird ein Fokus (unter anderem) auch auf „speeking ability“ schon ab dem ersten Lernjahr gelegt. Was machen Kollegen in Klasse 9: „Ach, ihr könnt ja eh kein Englisch, ich lese euch das (den Dialog, den Text …) vor.“

Das Prinzip scheint hier nur bedingt erkennbar, dabei sollte der
Schüler eigentlich mit Hilfe seines Buches schnell sagen können,
was in diesem Schuljahr dran war.

Seit wann denn das?

Persönliche Meinung, denn …

Der Schüler sollte mit Hilfe seines Heftes sagen können, was
behandelt worden ist, oder sind halbwegs vollständige
Mitschriften außer Mode?

Bei Schülern schon. Daher ist das Buch gegenüber einer unvollständigen Heftführung das Medium, das ich vorziehen würde.

Davon abgesehen, daß ein Schüler
eigentlich aus dem Kopf wissen muß, was ihm an Lehrstoff
beigebracht wurde. Es sei denn, er glänzte ausschließlich mit
physischer Anwesenheit. :smile:

Solche Ideale von Schülern haben meine Ausbilder auch. Die Realität sieht anders aus, ab November kannst Du gerne mal bei mir hospitieren!

Spiralkurriculum

Ist das der Fachbegriff?

Mit c statt k *schäm* der gebräuchliche für den Aufbau des Lehrplans im Fach Mathematik.

Ja, ja, die armen Schüler unserer Zeit! Eine Tüte Mitleid!

Diese berühmte Phrase, das Lernen zu lernen, ist idiotisch und
lächerlich. Wenn unser Gehirn das Lernen tatsächlich lernen
müßte, wären wir schon längst ausgestorben.

„Lernen lernen“ beinhaltet auch so etwas wie Selbstorganisation. Daran mangelt es den meisten Schülern - s.o. Heftführung. Da kämpfe ich als Lehrkraft mitunter gegen Windmühlen.

Ich empfehle Dir zur Lektüre mal einen Blick in ein Lehrbuch der Reihe „Neue Wege“ …

Kein Mathelehrer, und kein Lehrer allgemein, ist so schlecht,
daß ein Schüler nach acht Schuljahren während der Behandlung
neuen Stoffs absolut nichts zu Fache bringt.

Ich sackte von einer 1 am Ende von Klasse 8 auf eine 3 im ersten Halbjahr von Klasse 9 ab …

Ein alter Knochen, der was verlangt, weil ihm das neumodische
Affentheater mit der Stoffausdünnung und die Macke mit den
Komptenzen auf den Keks gehen, ist kein schlechter Lehrer.

Das habe ich auch nicht gesagt. Von Kollegen, die jetzt vielleicht fünfundzwanzig Jahre im Schuldienst auf dem Buckel haben, höre ich allerdings, dass die Schüler von heute nicht mehr auf den Unterricht von damals passen. Das ist vielleicht auch ganz gut so?!

Aber ich spreche i.d.R. von Gymnasialschülern … Insofern hilft unsere Diskussion dem Threadersteller herzlich wenig.

Gruß sannah

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Darstellende Geometrie?
Z.B. Grundriß, Aufriß, Kreuzriß, Eintafelprojektion,
Zweitafelprojektion, Dreitafelprofjektion, Schrägbild, wahre
Länge, wahre Größe, wahre Gestalt, Kugelprojektionen,
Dreitafelbild, Axonometrie?)
– Das gehört normalerweise in die 5.-8. Klasse.

Oder Planimetrie bzw. Stereometrie?
D.h. konstruktive Geometrie der Ebene, Flächeninhalte bzw.
konstruktive Geometrie des Raums, Rauminhalte
– In der 9. Klasse findet in der Regel eine Wiederholung,
Systematisierung und Ergänzung der Körperdarstellung und
Körperberechnung statt, so daß hauptsächlich die Stümpfe -
Kreiskegelstumpf und Pyramidenstumpf - und der elliptische
Kegel behandelt werden.

  • Quadratische Funktionen und quadratische
    Bestimmungsgleichungen
  • Potenzfunktionen für ganzzahlige und gebrochene Exponenten
  • Exponentialfunktionen
  • Logarithmusfunktionen
  • Logarithmenrechnung

Zuvor müßte es wie in den früheren Klassen ein Kapitel zum
Rechnen unter Verwendung allgemeiner Zahlensymbole gegeben
haben. (Rechnen mit Variablen)
Der Schwerpunkt müßte das Potenzieren+Radizieren gewesen sein,
um die sinnvolle Handhabung der Potenzfunktionen zu sichern
und den Logarithmus und das logarithmische Rechnen am Ende der
9. Klasse vorzubereiten.

Von all den Sachen hab ich noch NIE was von gehört!

So wie es den Anschein hat, wurde das alles von euch nicht
gemacht, so daß ihr bedeutend unter dem grundlegenden
Anforderungsniveau einer 9. Klasse liegt.

Genau!

Ich schätze, der Lehrer murmelt wahrscheinlich ständig solche
Dinge

„Gott sind die blöd.“
„Nichts geht vorwärts hier.“
„Wir liegen tausend Jahre hinter dem Soll.“
„Für die einfachsten Sachen brauchen die ewig.“

Nein tut er nicht .

Ich rate Dir, die Sommerferien zur intensiven
Stoffwiederholung zu nutzen und pro Woche 4-5 Stunden zu
rechnen, zu rechnen und zu rechnen.

Aha wie soll ich das nachholen wenn es nicht im Mathebuch steht oder wir das noch NIE gemacht haben?Ich habe dir gesagt was wir im 1.+2.Halbjahr gemacht haben,mehr war da nicht!
Also liegt es ja am Lehrer wenn er mit uns das nicht durchnimmt oder bekommt man sowas bei der Geburt? Nein! Der Lehrer muss das durchgehen und das wir noch nicht soweit sind liegt ja an seinen Erklärungsversuchen die kaum einer versteht!

Tschö

Hallöle.

Du wirst später ein guter Hochschulstudent.

Von all den Sachen hab ich noch NIE was von gehört!

Sagen die Studenten auch ständig. :wink:
Spaß beseite. Aus welchem Bundesland kommst Du?

Und damit mein Beitrag positiven Einfluß auf Deine Allgemeinbildung hat:

Darstellende Geometrie?

Darstellende Geometrie ist die Lehre von den Körpern und deren Abbildung auf Ebenen unter Verwendung besonderer Konstruktionsverfahren. Wir hatten das früher von der 5.-12. Klasse durchgängig in allen Schuljahren. Teilweise als reinmathematische Problemstellung, d.h. eine weitere Spielart der Geometrie und was man damit machen kann, teilweise mit starkem berufsorientierten Hintergrund als Vorbereitung für die Fächer Technisches Zeichnen, Kunsterziehung (Architektur) und Erdkunde (Landvermessung, Kartographie).

Oder Planimetrie bzw. Stereometrie?

Planimetrie ist die Geometrie der Ebene und beschäftigt sich mit der Konstruktion von ebenen Figuren wie Dreiecken, Vierecken und Vielecken sowie deren Berechnung; Stereometrie ist die Geometrie des Raumes und beschäftigt sich mit der Konstruktion von Körpern wie Würfeln, Prismen (Säulen), Pyramiden, Kegel und Kugeln usw. sowie deren Berechnung.

  • Quadratische Funktionen und quadratische Bestimmungsgleichungen

Zumindest die quadratischen Funktionen und Gleichungen solltet ihr behandelt haben.

Aha wie soll ich das nachholen wenn es nicht im Mathebuch steht oder
wir das noch NIE gemacht haben?

Wie kann man in Deinem Alter nur so unselbständig sein!

Organisiere Dir ein passendes Lehrbuch, recherchiere im Internet,
suche ein Fachforum auf, lade Dir kostenfreie Computersoftware herunter.

Ihr konnt doch sonst alles auf diesen Kisten?! Schießspiele, music downloads, Messenger das geht alles, aber wehe, es soll was Anständiges getan werden.
Was habt ihr für eine Einstellung?
Dem Lehrer die Schuld zuschieben, mit den Schultern zucken und dann nach dem Ende der Schulzeit desinteressiert erzählen, was ihr alles nicht behandelt hättet im Unterricht.
Was hilft es Dir denn, auf den Lehrer zu schimpfen?
Kümmere Dich lieber um wichtige Probleme, nämlich, daß Du den Stoff nachholst. Buch hinlegen, lesen, rechnen, rechnen und immer wieder rechnen. Triff Dich mit Freunden und bildet eine kleine Lerngruppe. Nächstes Jahr um diese Zeit seid ihr aus der Schule entlassen und wollt ins Arbeitsleben einsteigen. Da trägt euch keiner die Kenntnisse ins Haus. Hintern hochbekommen und machen. Grundlagen wiederholen und üben, üben, üben.

Nein! Der Lehrer muss das durchgehen und das wir noch nicht soweit
sind liegt ja an seinen Erklärungsversuchen die kaum einer versteht!

Es muß ja am Lehrer liegen, nicht wahr. Die Kinder von heute sind unfehlbar. :wink:

Tschüß