Lehrer Polemik

Gesetzeslage Evaluierung
Hi Lidscha

Was heißt „gesetzlich vorgeschrieben“? Ich bn seit vier
Semestern an einer bayerischen Uni und habe bisher bei einem
Prof einen Fragebogen am Ende des Semesters ausfüllen dürfen.
Der war aber eher schlecht als recht gemacht und alles andere
als offiziell und auswertungsfähig.

Ich habe eben man gegoogelt und die entsprechenden Vorschriften aus den Landeshochschulgesetzen rausgesucht. Z.B. in Niedersachsen und Baden-Württemberg ist es jeweils §5 LHG der die interne und externe Evaluierung vorschreibt und regelt. Das für alle Bundesländer maßgebliche Hochschulrahmengesetz des Bundes sieht in §6 vor:

„Die Arbeit der Hochschule in Forschung und Lehre, bei der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses sowie der Erfüllung des Gleichstellungsauftrags soll regelmäßig bewertet werden. Die Studierenden sind bei der Bewertung der Qualität der Lehre zu beteiligen. Die Ergebnisse der Bewertung sollen öffentlich gemacht werden“

Dies ist eindeutig und ich habe bis jetzt von keiner Uni gehört, die das nicht umgesetzt hätte. Komisch was Du da schreibst. Frage doch mal beim Studiendekan (oder Prodekan Lehre) nach was da bei Euch falsch läuft.

Gruß
Tom

Hi,

dann ist Deine Uni schlecht verwaltet und unprofesionell geführt. Die Gesetzeslage ist eindeutig (§6 HRG). An welcher Hoschschule bist Du eigentlich eingeschrieben?
Also mein jüngstes Beispiel ist die Uni Stuttgart. Da werden zu jedem Semester in allen Vorlesungen einheitliche Evaluierungen durchgeführt und von der Hochschulverwaltung ausgewertet.

Gruß
Tom

Hi!

… Bekommst Du eigentlich auch noch Geld dafür, dass Du für
einen Reiseveranstalter tätig bist? Das ganze Jahr reisen —
das kann ich mir nur in den Sommerferien leisten, muss aber
dafür bezahlen!

Ich bezahle, um dort arbeiten zu dürfen.

Wie Orchidee schon sagt: So äußern sich Leute, die keine
Ahnung haben, und immer wieder auf dieses Geschwätz
einzugehen, nervt!

Bitte im Archiv nachsehen, ich habe Ahnung, ich habe konkrete Beispiele angeführt und ich weiß, dass es positive Ausnahmen gibt.

Grüße,

Mathias

P.S.: sind nicht bald Pfingstferien…?

Völlig neue Erkenntnisse
Moin,

hach, wie schön. Ich habe jetzt nicht alle Beiträge gelesen, aber viele, und es kommt mir doch alles schwer bekannt vor: die einen sagen, Lehrer sind faule Säcke (sorry) und machen sich ein gemütliches Leben auf Staatskosten und auf Kosten unserer Kinder, die anderen kontern damit, daß es im Grunde nur die Lehrer sind, die mehr oder weniger für Luft und Liebe unser Staatswesen zusammenhalten. (Ich lasse jetzt die zur Differenzierung fähigen mal außen vor, um die geht es hier nicht.)

Statt Lehrer könnte man da jetzt auch Beamte, Politiker oder einige andere Berufe einsetzen.

Hallo? Neuesten Studien (scheinbar) zufolge setzen sich alle diese Berufsgruppen ebenso wie alle anderen aus Individuen zusammen. Und darunter gibt es sowohl den Typ „fauler Sack“ als auch den „aufopfernden Schufter“ - aber die Mehrheit dürfte aus dem Typus „normaler Arbeiter“ bestehen, der für ein festgelegtes Gehalt die von ihm erwartete Arbeit mehr oder weniger gut erledigt.

Daher gehen diese Diskussionen alle miteinander ins Leere. Zwangsläufig.

Dieses Posting war jetzt wahrscheinlich auch ebenso überflüssig wie nutzlos, aber das mußte nun mal raus.

Freigabe zum Flamen erteilt

Kubi

…und, hallo tobi und andere -
im Bundestag ist die häufigst vertretene Berufsgruppe wohl auch die der Lehrer. Ich glaube, der Rahmen des persönlichen Einsatzes in der/ für die Schule ist sehr flexibel. Gruß, I.

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Diese Antwort hat Applaus verdient
Hallo Taju,

ich kann jedes einzelne Wort doppelt unterstreichen.

Es gibt einfach nichts hinzuzufügen!

Herzliche Grüße
Sven Reinhardt

Hi!

… nee, die Osterferien sind erst vorbei, da hatte ich - sagen wir mal sechzig Stunden - Schulaufgaben zu korrigieren, Respizienzen, Hausübungen und Organisatorisches aller Art. Dass ich einen Roman gelesen habe, den ich vielleicht im Leistungskurs Deutsch verwenden kann, zähle ich nicht als Arbeit.

Du gestattest, dass ich mich von daher für Deine Erfahrungen nicht weiter interessiere.

Gruß, Wolfgang Zimmermann

hallo!

wie ich (schüler) das immer liebe, diese herrlichen vorurteile. bin ich eigentlich die einzige die so tickt, und in lehrern auch mal was anderes als skrupellos antriebslose freizeitsuchtis sieht? das mag ja das eine extrem sein, aber wie das mit extremen nun mal so ist, ist es sicherlich nicht die durchschlagende norm. oder sind wir alle nazis, weil das 3. reich mal faschistisch war?
so, nochmal: es gibt unter schülern echte a****löcher, bei denen schon in klasse 5 jeglicher einfluss flöten gegangen ist. oder meinetwegen auch schon in klasse 1. mehrer kinder mit regelmäßigen wutanfällen, die dann abhauen, ja, bitte, wo ist das die schuld der schule, wenn das schon von anfang an so ist? desweiteren lachen sich so manche 13-14jährige ins fäustchen wenn sie vom lehrer wegen vergessener materialien/aufgaben eine 6 nach der andern draufgebrummt kriegen. versetzt euch mal in die lage des lehrers, der einen schüler hat, dem es scheißegal ist, wie schlecht seine noten sind. was würdet ihr tun? (außer mit den eltern zu reden, die es manchmal gar nicht interessiert (rede aus erfahrung) oder die selbst nicht die macht haben).
zur freizeit: nicht jedes fach heißt mathe oder sport und ist mit haken machen erledigt. und nicht jede klasse kann mit den gleichen aufgaben wie der jahrgang vor ihr abgespeist werden. ergo muss sich denn doch mal neu hingesetzt werden und unterrichtsvorbereitung gemacht werden, auch nach 20 jahren noch. und da sich (zumindest hier in sachsen) die lehrpläne sowieso alle paar jahre wieder ändern, is nix mit immer dem gleichen stoff. ein aufsatz liest sich auch nicht von selbst, sondern eigentlich muss man die paar tausend wörter gleich mehrmals lesen, orthographie, ausdruck, inhalt. und dann suchen wo der liebe schüler denn vermeintlich was sagen wollte. einschätzung schreiben. pro aufsatz 2 stunden (ich kann gern genauer nachfragen). und jetzt rechnet das mal hoch auf ne 20 man klasse. sind schon mal 40 stunden zusätzlich zur unterrichtszeit, ne komplette wochenarbeitszeit.
und dann kommt da noch der menschliche aspekt: nicht jeder lehrer ist ein berechnendes schwein, dass seine schüler nur ins messer laufen lassen will. viele opfern sich regelrecht auf um ihrer klasse auch noch in irgendner form den langweiligen stoff schmackhafter zu machen als er eigentlich ist. und wenn dann das „scheißegal“ feedback kommt und zwar ausnahmslos, dann hat die ganze arbeit mal wieder keinen sinn gehabt. bsp: deutschlehrer der 11 setzen sich hin und arbeiten aufwändig ein projekt zu „michael kohlhaas“ aus. einziges ergebnis: die ganze 11 speckert. ja die hätten sich das auch sparen können, aber es war halt gut gemeint.

meine bitte: jeder weiß, dass die bildungsfrage in deutschland ein ganz heißes eisen mit ecken und kanten in massen ist, doch bitte: lasst doch einfach mal luft ran. vom diskutiern und wiederkäuen wirds doch auch nicht besser. lasst die lehrer im rahmen ihrer möglichkeiten (die weiß gott nicht unbegrenzt sind, denn kultusministerlein denkt sich ja immer neues aus) einfach mal arbeiten und schaut als eltern wie ihr eure kinder unterstützen könnt.

gruß
yvi
(disclaimer: ich bin jung und hab meine meinung trotzdem.)

Hallo!

… nee, die Osterferien sind erst vorbei, da hatte ich -
sagen wir mal sechzig Stunden - Schulaufgaben zu korrigieren,
Respizienzen, Hausübungen und Organisatorisches aller Art.
Dass ich einen Roman gelesen habe, den ich vielleicht im
Leistungskurs Deutsch verwenden kann, zähle ich nicht als
Arbeit.

Ich weiß, dass Deutschlehrer in gewisser Weise eine Ausnahme bilden, hier sind die Korrekturen umfangreicher.

Du gestattest, dass ich mich von daher für Deine Erfahrungen
nicht weiter interessiere.

Naja, als Lehrer sollte man schon etwas interessierter sein, aber dies ist ein freies Land. Du kannst lesen was Du willst.
Aber vielleicht möchtest Du ja Deinem Kollegen für Sozialkunde die Threads aus dem Archiv zum Thema senden…?

Grüße,

Mathias

Es war so klar, daß NUR DAS jetzt kommen konnte. :smile:

Tschüs :smile:

Hallo,

ich bin Lehrerin und habe mir gerade jeden Artikel
durchgelesen. Die Zeit habe ich mir abgezwackt.

Doch nur vVon der vielen Freizeit???

Eigentlich

müsste ich Klassenarbeiten nachschauen und Unterricht
vorbereiten (heute ist Sonntag).

Hättest du halt unter der Woche nicht um 13.00Uhr Feierabend machen dürfen…

Dann dauerts heute Abend eine

Stunde länger, die Zeit musste sei.
Dieses Posting hat mich wütend gemacht, weil es an der
Realität völlig vorbei geht. Aber andere haben zur
„Ehrenrettung“ schon alles gesagt. Ich möchte mich nicht
wiederholen.
Ich freue mich sehr, dass es eine breite Masse gibt, die sich
mit dem Beruf des Lehrers gut auskennt.

Ich auch, in meiner erweiterten Famili gibt es davon drei; alle für die freie Wirtschaft gänzlich ungeeignet. Existenzängste kommen auch noch auf, da bin ich gern Beamter ist das Motto!!
Ich habe lange in der

freien Wirtschaft gearbeitet

Hoppla, wolltest du dich abseilen?
und würde, wenn ich noch könnte,

wieder zurück gehen. Der Beruf des Lehrers ist sehr, sehr
anstrengend.

Was ist da genau anstrengend? Jede Kindertante im KiGa ist da stärker belastet, bei weitaus geringerer Bezahlung!

Mein Partner macht viele Überstunden, aber an

meine Müdikeit am Abend kommt er nicht heran.

MAch mal Sport!
Es ist auch

emotional anstrengend, wenn man zum 15-ten Mal sagen muss,
dass man in der Schule seine Unterlagen dabei haben muss und
bitte auch seine Jacke im Unterricht auszieht.

Auch so einen Scheiß kannst du dich noch kümmern???
Auch

Begründungen zu diesen Beispielen helfen nicht weiter. Ich
könnte weitere 1000 Beispiele bringen, die mir den Glauben an
eine gute Zukunft in Deutschland rauben. Dieses ist nur ein
ganz kleiner Teil meiner Arbeit, mit der ich mich jeden Tag
beschäftigen muss. Aber wie gesagt, das Meiste steht hier
schon.

Lieben Gruß
Numbat3

Ein typischer Lehrer!!!

Selten so einen unqualifizierten „Kommentar“ gelesen.

Bewirb Dich ruhig um den „Trash of the year 2006“.

MfG

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Diese unbändig stupide Reaktion hat doch ihr Gutes: Sie erlaubt Rückschlüsse auf den Realitätsgehalt so mancher scheinbar intelligenterer Kommentare zum Lehrerberuf.

Wolfgang Zimmermann

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