Lehrer Polemik

Hallo zusammen,

die Lehrer genießen hierzulande einen überaus
bescheidenen Ruf. Ich würde gerne wissen ob der Eurer
Meinung nach gerechtfertigt ist.

Natürlich, um das vorneweg zu nehmen, geht es mir nicht
um ein pauschales Draufschlagen auf einen Berufsstand.
Die Frage die ich mir eigentlich stelle ist die nach
der Reflexion und der Wandlungsfähigkeit der Lehrer und
der Schule als Ganzes.

Während Deutschland von Reformen gebeutelt wir, geht
das an der Schule fast spurlos vorbei. Keine
einschneidenden Änderungen dort. Die Lehrer können
sich, haben sie einmal den Job in der Tasche, fast
alles erlauben. Leistung wird nicht gefördert, warum
sie also bringen? Evaluierung durch Kollegen oder auch
Schüler - Fehlanzeige. Stattdessen üppigst Freizeit und
einen überaus hoch dotierten Job - eigentlich
unglaublich.

Lotte Kühn beschreibt in ihrem Buch wie die Schule aus
ihren ursprünglich neugierigen Kindern innerhalb
kürzester Zeit gelangweilte Bildungsverweigerer macht.
Bei mir hat in der 2. Klasse die Frage woher ein Igel
eigentlich weiß, daß er ein Igel ist (sie benutzen
keine Spiegel, und so war es mir als Kind vollkommen
unklar woher dann dieses Wissen kommen soll) genügt um
mir für lange Zeit den Mut am Fragen zu nehmen. Von der
Lehrerin wurde ich als vollkommenerr Idiot hingestellt.
Ich wüsste ja schließlich auch daß ich ein Mensch sei.
Super Antwort.

Und da sind wir schon bei den eigenen Erfahrungen. Nach
13 Jahren Schule und vielen Jahren an der Uni als
Student und später Dozent, habe ich eine ziemlich
exakte Vorstellung was gute Lehre ist.
An meinen verschiedenen Schulen habe ich die, von ganz
wenigen Ausnahmen abgesehen, nie erlebt. Unterrichtet
von kolerischen Profilneurotikern die keine Hemmungen
haben Menschen die ihnen unterlegen sind vor der ganzen
Klasse fertigzumachen. Phantastisch. Das war im
wesentlichen und von heute aus gesehen ein Haufen
Arschlöcher die über ganze Generationen, ohne daß man
sie aufhalten könnte, Kinder versauen.

Die Freude am Entdecken und Erforschen habe ich erst
später an der Uni wiedergewonnen. Dort, endlich als
Person ernstgenommen, konnte ich im Labor wieder den
Wissensdurst an den Tag legen, der mir in der Schule
abhanden kam.

Warum ist es also nicht möglich an den Schulen
Leistungsanreize zu schaffen, wie an den Hochschulen
bereits geschehen. Also im wesentlichen:

  • Evaluierung der fachlichen und pädagogischen
    Leistung. Zu einem (kleineren) Teil auch durch Schüler
    und Eltern.
  • Leistungsaghängige Besoldung. Basierend auf den
    besuchten Fortbildungen, den Evaluierungen sowie
    anderen Kriterien (wie Betreuung von AG’s etc. etc.).
  • Aufhebung des Berufsbeamtenstatus
  • Freie Wahl der Grundschule durch die Eltern

Gruß
Tom

Komisch…
… ich hab da ganz andere Erfahrungen gemacht.

Hallo Tom,

aber ich bin mir nicht ganz sicher, ob du die überhaupt hören willst, oder ob du einfach nur deine (anscheinend) festgefahrene Meinung bestätigt haben willst.

Gruß
Michaela

Hallo.

die Lehrer genießen hierzulande einen überaus
bescheidenen Ruf. Ich würde gerne wissen ob der Eurer
Meinung nach gerechtfertigt ist.

Zu diesem Thema kannst Du bereits sehr vieles im Archiv finden - von Lehrern, Schülern und Eltern.

Natürlich, um das vorneweg zu nehmen, geht es mir nicht
um ein pauschales Draufschlagen auf einen Berufsstand.

Das merkt man an den folgenden qualifizierten Aussagen :smile:

Wenn Du Meinungen hören willst (vielleicht sogar von Deiner abweichende, UhOh), wieso eröffnest Du dann mit einer solchen Breitseite? Anders ausgedrückt : Willst Du diskutieren oder nur „Me too/You three“- Postings sammeln?

Gruß Eillicht zu Vensre

Hallo Tom,
schöne Polemik, doch ziemlich realitätsfern, finde ich.
Meine Ma war 42 Jahre Lehrerin, erst in der DDR Unterstufe, dann nach der Wende Grundschule. Ich halte es nicht für erstrebenswert, mich 40 Jahre mit den Blagen andere Leute rumzuschlagen…, aber das ist meine Meinung.
Meine Ma bereitet jede (!) Unterrichtsstunde zu Hause vor, was pro Stunde einen Zeitaufwand von 30-45 min. in Anspruch nahm. Diverse Kopien bezahlte sie auch aus eigener Tasche.
Meine Ma arbeitete bis zum Schluss für 80% des West-Gehaltes, dafür aber 2 Wochenstunden mehr.
Das einzige, was sie beklagte, dass sie erstens keinerlei Mittel gegen die Kinder in der Hand hat und das seit der Wende in den Schulen nichts mehr gelehrt wird.
So meine Meinung dazu.
Grüße
Almut

Natürlich will ich diskutieren sonst hätte ich hier
nicht gepostet, sondern würde mir grundsätzlich alles
nur noch im Archiv ansehen. Schließlich sind hier 3/4
der Themen Aufguß. Willst Du denn diskutieren,
oder einfach nur nichtssagende Briefchen posten?
Was meine „festgefahrene Meinung“ so ist die leider
gewachsene Lebensrealität, sorry. Außerdem habe ich die
Leistungsabhängigkeit der Lehrerbesoldung direkt zur
Diskussion gestellt.

Gruß
Tom

Hallo Tom!

Die üblichen Antworten kamen ja bereits. Du hast zwar völlig recht mit deiner Einleitung, aber das war eine offene Breitseite…

Auf Deine Vorschläge ist man natürlich gar nicht mehr eingegangen:

Warum ist es also nicht möglich an den Schulen
Leistungsanreize zu schaffen, wie an den Hochschulen
bereits geschehen. Also im wesentlichen:

  • Evaluierung der fachlichen und pädagogischen
    Leistung. Zu einem (kleineren) Teil auch durch Schüler
    und Eltern.
  • Leistungsaghängige Besoldung. Basierend auf den
    besuchten Fortbildungen, den Evaluierungen sowie
    anderen Kriterien (wie Betreuung von AG’s etc. etc.).
  • Aufhebung des Berufsbeamtenstatus
  • Freie Wahl der Grundschule durch die Eltern

Ich denke, dass all dies sofort als absolute Selbstverständlichkeit umgesetzt werden muss.
Darüber braucht man gar nicht zu diskutieren.

Zudem halte ich es für wichtig, die Ganztagesschule flächendeckend einzuführen und die Lehrer Vollzeit arbeiten zu lassen, die auch für Vollzeit bezahlt werden.

Grüße,

Mathias

Hallo,
weißt du, ich bin es einfach müde, beständig allen möglichen Leuten, die von Schulalltag keine Ahnung haben, die Realität zu erklären. Natürlich gibt es - wie in jedem anderen Beruf - auch bei den Lehrern Licht und Schatten, gute und schlechte Vertreter, Leute, die ihren Job ernst nehmen und andere.
Was die Arbeitsbelastung angeht äußere ich mich zu Laien schon lange nicht mehr - allenfalls mit ähnlichen Polemiken (Professoren haben demnach den schlauesten Job, die halten maximal drei Vorlesungen die Woche und haben ein halbes Jahr Semesterferien - oder? Oder wie wäre es mit: Politiker arbeiten eigentlich fast gar nicht, denn im Fernsehen sind die Sitzreihen im Plenarsaal meistens halb leer…)

Warum ist es also nicht möglich an den Schulen
Leistungsanreize zu schaffen, wie an den Hochschulen
bereits geschehen. Also im wesentlichen:

  • Evaluierung der fachlichen und pädagogischen
    Leistung. Zu einem (kleineren) Teil auch durch Schüler
    und Eltern.

Und wie wird an den Hochschulen diese Evaluation betrieben? Durch Rückmeldung der Studenten? Oder durch die Anzahl der Veröffentlichungen? Was hat das mit guter Lehre zu tun? Wird ein Dozent, der bei den Studis gut ankommt besser bezahlt?

  • Leistungsaghängige Besoldung. Basierend auf den
    besuchten Fortbildungen, den Evaluierungen sowie
    anderen Kriterien (wie Betreuung von AG’s etc. etc.).

Ist demnach ein besserer Lehrer der, der mehr AGs (bitte ohne Deppenapostroph) betreut oder ist es der, der seine Schüler und seinen Unterricht ernst nimmt und seine Zeit dafür verwendet anstatt in den AGs seinen Hobbys zu leben? Und hast du dir mal das Angebot an Fortbildungen angesehen? Das ist die Katastrophe schlechthin! Davon abgesehen darf jeder Lehrer ohnehin nur maximal 6 Tage im Jahr zur Fortbildung, mehr kann sich der Staat gar nicht leisten…

  • Aufhebung des Berufsbeamtenstatus

Ja, aber auch für Lehrende an Hochschulen oder?

  • Freie Wahl der Grundschule durch die Eltern

Dann aber auch: verbindliche Kriterien für den Übergang von der Grundschule auf die weiterbildenden Schulen und nicht mehr das Gutdünken der (zwangsläufig voreingenommenen) Eltern!
Gruß Orchidee

Huhüle.

[…] mehr AGs (bitte ohne Deppenapostroph) […]

Seit welcher Reform ist die Mehrzahl von Gruppe eigentlich Gruppens?

Gruß Eillicht zu KrümelkaVensre

… Bekommst Du eigentlich auch noch Geld dafür, dass Du für einen Reiseveranstalter tätig bist? Das ganze Jahr reisen — das kann ich mir nur in den Sommerferien leisten, muss aber dafür bezahlen!

:wink: ;-(

Wie Orchidee schon sagt: So äußern sich Leute, die keine Ahnung haben, und immer wieder auf dieses Geschwätz einzugehen, nervt!

Wolfgang Zimmermann

Hallo.

Während Deutschland von Reformen gebeutelt wir, geht
das an der Schule fast spurlos vorbei. Keine
einschneidenden Änderungen dort. Die Lehrer können
sich, haben sie einmal den Job in der Tasche, fast
alles erlauben. Leistung wird nicht gefördert, warum
sie also bringen? Evaluierung durch Kollegen oder auch
Schüler - Fehlanzeige. Stattdessen üppigst Freizeit und
einen überaus hoch dotierten Job - eigentlich
unglaublich.

Das ist genau genommen schlicht falsch - es gibt Bundesländer, in denen der Hauptgrund für Deine Sichtweise - die Verbeamtung - schon vor Jahrzehnten abgeschafft worden ist. Dort sind Lehrer Angestellte.

Von üppigst Freizeit kann auch nicht wirklich die Rede sein.
Zumindest eben nicht in dieser Generalität.

Die Lehrer, die ich allesamt kannte, waren mit Arbeit oft eindegedeckt bis unters Dach. Zwei oder Drei Fächer in mehreren Kursen, Schulleitung, Stundenplan koordinieren, Vertretungen koordinieren, Prüfungen organisieren, durchführen, … für eine Person doch nicht unbedingt wenig Arbeit (als Beispiel eines mir bekannten Gymnasiums).

Hier ist der Lehrer schlicht wehrloser Prellbock einer nicht an Idiotie zu überbietenden Bürokratie.

Warum ist es also nicht möglich an den Schulen
Leistungsanreize zu schaffen, wie an den Hochschulen
bereits geschehen. Also im wesentlichen:

  • Evaluierung der fachlichen und pädagogischen
    Leistung. Zu einem (kleineren) Teil auch durch Schüler
    und Eltern.
  • Leistungsaghängige Besoldung. Basierend auf den
    besuchten Fortbildungen, den Evaluierungen sowie
    anderen Kriterien (wie Betreuung von AG’s etc. etc.).
  • Aufhebung des Berufsbeamtenstatus
  • Freie Wahl der Grundschule durch die Eltern

Wo wird denn bitte an der normalen deutschen Uni „evaluiert“? Wo werden dort Leistungsanreize geschaffen?

Gerade die Universitätslandschaft ist doch so gut wie das ganze Gegenteil von dem, was man sich erwartet.

Da werden Fachnoten auf lumpige drei Stunden (=Klausur) irgendwann in einem Jahre reduziert - das grenzt schon an Glücksspiel und gibt mitnichten den realen Leistungsstand eines Studenten wider.

Wo werden denn Konsequenzen aus angeblicher Evaluierung von Lehre gezogen? Gerade das Machtsystem „Professor“ ist doch der Stolperstein - alle hochschulrelevanten Entscheidungen finden mit allem statt, nur nicht mit der Studentenschaft. Professoren werden mitnichten leistungsorientiert bezahlt. Et cetera, et cetera.

Der letzte Punkt hört sich etwas merkwürdig an: Wo kann man denn bitte das eigene Kind NICHT dahinschicken, wo man gerne möchte? Eltern können sich sogar über klare Empfehlungen der Schule hinwegsetzen, was die jeweils nächste Bildungsstufe angeht.

MfG

Von üppigst Freizeit kann auch nicht wirklich die Rede sein.
Zumindest eben nicht in dieser Generalität.

Die Gründer oder Vorsitzenden von grünen Bürgerinitiativen sind meistens Lehrer, soviel Zeit scheinen sie zu haben.

huhu,

das ist das ganze system.

da stecken medien, staat, eltern, lehrer, schueler mit drin. jetzt die lehrer herauszunehmen und alle ueber einen kamm zu scheren, ist suboptimal.

mfg:smile:
rene

Hallo.

Der letzte Punkt hört sich etwas merkwürdig an: Wo kann man
denn bitte das eigene Kind NICHT dahinschicken, wo man gerne
möchte? Eltern können sich sogar über klare Empfehlungen der
Schule hinwegsetzen, was die jeweils nächste Bildungsstufe
angeht.

Nicht in jedem Bundesland. In einigen sind die Vorgaben
der abgebenden Schule bindend.

Gruß
Elke

Auch hallo,

Und da sind wir schon bei den eigenen Erfahrungen. Nach
13 Jahren Schule und vielen Jahren an der Uni als
Student und später Dozent, habe ich eine ziemlich
exakte Vorstellung was gute Lehre ist.

Das sind deine persönlichen Vorstellungen und offensichtlich ist die Entwicklung der letzten Jahre spurlos an dir vorbeigegangen.

Die Freude am Entdecken und Erforschen habe ich erst
später an der Uni wiedergewonnen. Dort, endlich als
Person ernstgenommen, konnte ich im Labor wieder den
Wissensdurst an den Tag legen, der mir in der Schule
abhanden kam.

Lies: http://www.bildung-staerkt-menschen.de (Ich kann nichts für diese bescheuerte URL )

Warum ist es also nicht möglich an den Schulen
Leistungsanreize zu schaffen, wie an den Hochschulen
bereits geschehen. Also im wesentlichen:

Gibts, allerdings heisst das dann Leistungsstufe.

  • Evaluierung der fachlichen und pädagogischen
    Leistung. Zu einem (kleineren) Teil auch durch Schüler
    und Eltern.

Gibts, lies http://www.quasi-bw.de

  • Leistungsaghängige Besoldung. Basierend auf den
    besuchten Fortbildungen, den Evaluierungen sowie
    anderen Kriterien (wie Betreuung von AG’s etc. etc.).

Wird garantiert kommen, Leistungsstufen und entsprechende Hemmungen gibts ja schon. Allerdings scheuen sich noch viele Schulleitungen diese Hemmungen anzuwenden, weil die Erfahrung damit fehlt.

  • Aufhebung des Berufsbeamtenstatus

Und wie sag ich das den Landesrechnungshöfen? Ich hab natürlich vergessen, dass da auch nur Beamte sitzen, die zu doof zum rechnen sind.

  • Freie Wahl der Grundschule durch die Eltern

Gibts doch auch schon, wenn man einfallsreich genug ist und dem Schulamt eine vernünftige Begründung liefern kann (zur Not ist es eben eine Großmutter o.ä. die sich um die Versorgung des Kindes kümmert und im Einzugsbereich der Schule wohnt.)

Gruß
M

Hi Tom,

wenn Ingenieure künftig Mobiltelefone und Autos entwickeln, die nur die Hälfte kosten, aber ein Leben lang halten, stimme ich dir zu. Ich möchte auch, dass sie Chinesich und Japanisch lernen um auf dem Weltmarkt konkurrenzfähig zu bleiben. Sie sind einfach nicht effizient genung. Sowas kann man in der Welt nicht vorzeigen. Meistens sind sie sich zu fein dafür um im Werk auch mal mitzuschaffen und deligieren stattdessen irgendwelche unterbezahlten ausländischen Familienväter rum, die aus verpfuschten Produktserien in der Fertigung auch kein Gold machen können. Tragischerweise lassen sie diese Arbeiter dann auch noch Überstunden machen, so dass die Hausaufgaben ihrer Kinder auf der Strecke bleiben.

Klingt mies, nicht? Ist es auch. Sagt man sowas? Ich denke nicht. Ich behaupte sowas auch nicht. Ich hatte gute Lehrer.

Schönes Wochenende,

Hilmar

Hallo,

lassen, die auch für Vollzeit bezahlt werden.

Manche Lehrer wären froh, wenn die ganze Zeit, die sie arbeiten, bezahlt wird.

Gruß Volker

Leher sind faule Säcke
Hallo orchidee,

du hast meine Zustimmung, dafür gibt es ein Sternchen. Jeder der mal in der Schule war (und das waren ja 99.99%) glaubt, das alles beurteilen zu können. Wahrscheinlich laden da viele ihren Frust über die Schule Jahre später mit so einem unqualifizierten Unwissen ab.

Seit Jahren gibt es für Lehrer

  • Arbeitszeiterhöhung
  • größere Klassen
  • schwierigere Schüler
  • zahlen Lehrer sämtliche Arbeitsmaterialien (Bücher, Büromaterial) privat
  • müssen sich sich auf Privatkosten zu Hause ein Büro einrichten (ja Herr Ingeniuer, ich wüsste gerne wie schnell sie dann beim Arbeitsgericht wären)
  • erwartet man von ihnen Klassenfahrten und da die Schule kein Geld hat dürfen auch diese privat finanziert werden
  • darf man sich fast täglich mit nicht funktionierenden PC´s, Overheadprojektoren und sonstigem defekten Matrial rumschlagen (Ich wüsste gerne was unser Ingenieur sagte, würde man ihm die Hälfte seiner Arbteisutensilien zerstören)
  • sehen sie als Beamte seit Jahren keine Besoldungserhöhung mehr, die letzte war am 01.08.2004 und die war bescheiden (Die IG Metall hat gerade wieder problemlos 3% mehr rausgekitzelt)
  • bereiten sie regelmäßig am WE Untericht vor und korrigieren Arbeiten - dafür würde jeder Ingenieuer jede Menge zuschläge kassieren

und schließlich würde ich mich als Schweizer ohnehin nicht weit aus dem Fenster lehnen. Dass es in der Schweiz de facto keine Arbeitslosigkeit gibt und üppgste Löhne ist ja bekannt.

Huhu,
siehe unter: /t/artikel-und-plural-bei-abkuerzungen/2220684

Bei Abkürzungen ist die Pluralbildung mit s üblich und zugelassen. Ein „Apostrop - s“ gibt es in der deutschen Sprache nicht.
Gruß Orchidee (kein Deutschlehrer…)

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi!

Wo wird denn bitte an der normalen deutschen Uni „evaluiert“?
Wo werden dort Leistungsanreize geschaffen?

Du bist doch Student oder? Du bekommst die Möglichkeit zu Semesterende jede Lehrveranstaltung zu bewerten. Die Antworten werden von zentraler Stelle ausgewertet und den Instituten zugeschickt.

Und die leistungsabhängige Besoldung ist flächendeckend mit dem Umstieg von der C- auf die W-Besoldung umgesetzt. Der Anreiz zur Leistung wird weiterhin im wesentlichen durch die Drittmittelfinanzierung erreicht, die die staatlichen Zuschüsse mehr und mehr ersetzt. Da kann sich ein Prof. der Kohle haben will, keine Schwächen mehr erlauben.

Gruß
Tom

Hi

weißt du, ich bin es einfach müde, beständig allen möglichen
Leuten, die von Schulalltag keine Ahnung haben, die Realität
zu erklären. Natürlich gibt es - wie in jedem anderen Beruf -
auch bei den Lehrern Licht und Schatten, gute und schlechte
Vertreter, Leute, die ihren Job ernst nehmen und andere.
Was die Arbeitsbelastung angeht äußere ich mich zu Laien schon
lange nicht mehr - allenfalls mit ähnlichen Polemiken
(Professoren haben demnach den schlauesten Job, die halten
maximal drei Vorlesungen die Woche und haben ein halbes Jahr
Semesterferien - oder? Oder wie wäre es mit: Politiker
arbeiten eigentlich fast gar nicht, denn im Fernsehen sind die
Sitzreihen im Plenarsaal meistens halb leer…)

Ich finde die arrogante Art und Weise in denen Lehrer wie Du Menschen wie mir (die 13 Jahre Schule hinter sich und an der Uni zahlreiche Lehrerfortbildungen geleitet haben)das Recht absprechen sich zum Alltag der Lehrer zu äußern bezeichnend. Klar, daß nur Lehrer wissen was Lehrer anstellen. Menschen die die Schule 13 Jahre lang als Schüler erleben mussten (und noch dazu Lehrer in der Familie haben) sind Laien die keine Ahnung haben und die Klappe halten sollen. Das ist großartig!

Gruß
Tom

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