Hi Angel,
Vergiftung, Verschmutzung, mit was ?
der Möglichkeiten sind da nicht so viele: Bleirohre gaben Gift
ins Wasser ab, in welchen Dosen, dürfte kaum noch bekannt
sein, weil diese Rohre inzwischen den Geist aufgegeben haben
dürften.
Bleirohre sind heute nicht mehr zulässig, dennoch in manch altem Haus vorhanden. Wen es beruhigen mag: Diese uralten Rohre sind innen mit einer Kalkschicht bedeckt, welche die Abgabe von Blei ans TW verhindert. Erst wenn man daran arbeitet (Reparaturen etc.) entstehen möglicherweise wieder blanke, bleiabgebende Stellen. Ein gewissenhafter und geschäftstüchtiger Installateur würde an dieser Stelle aber daruf hinweisen, dass er laut Trinkwasserverordnung ohnehin die ganze Bleiinstalltion ersetzen müßte…
Eisenrohre rosten, das ist allerdings völlig
unschädlich. Meistens merkt man das nur nach dem Absperren an
der braunen Verfärbung, wenn beim Aufrehen schlagartig Wasser
einströmt und den Rost von den Innenwänden haut.
Schmeckt manchmal komisch - bei einer Freundin gab es Brunnenwasser aus einer moorigen gegend, ich empfand den Geschmack als gewöhnungsbedürftig.
Kupferrohre
gab es meines Wissens nie, andere Materialien fallen mir jetzt
nicht ein. Woher sollten Verschmutzungen kommen? Selbst
defekte Rohre stehen unter Druck, sodass wohl Wasser
verlorengehen, aber nichts von außen eindringen kann.
Trotzdem gibt es sie, sonst würde man keine Filter in den HAusanschluß einbauen - oder die Filter sind nur Geschäftemacherei.
Gruß Ralf
PS: Filter verkeimen schon mal, wenn sie nicht regelmäßig
gereinigt werden. So wird durch Filtereinbau aus einem
mechanischen Problem ein hygienisches.
Genau - und am fiesesten sind jene Teewasserfilter (Brita…), die mit einer Filterkartusche bestückt in der sommerlich warmen Küche ein ideales Biotop für Mikroorganismen bilden. Finger weg davon!
Und auch von jenen haushaltlichen Ionentauschern, die wenn ihre Austauschkapazität erschöpft ist, schlagartig große Mengen Natrium ins Wasser abgeben…
Der Wasserversorger ist verpflichtet, bis zum HAusanschluß (!) Wasser in höchster Qualität gem Trinkwasserverordnung zu liefern, danach ist der Betreiber (Eigentümer, Vermieter, Wirt…) verpflichtet, diese Qualität bis zur Zapfstelle (Wasserhahn) aufrecht zu erhalten. Eine Goldgrube für Installateure - wenn denn alle Mieter von diesen Vorschriften wüßten und bei ihren Vermietern die Umsetzung einfordern würden…
dalga