Hallo,
Ich frage mich, welche Qualifikation Herr Opitz meint zu
haben, für solche Statements.
Er behauptet von sich, er habe einen IQ von 196. Welche
Studiengänge er aber mit dieser wahnsinns Ausstattung
abgeschlossen hat und wie viele Dr.-Titel und Professuren er
hat… dazu sagt er nix.
und ich sage mal, das ist ein schlauer Typ, der sich selber
gut darstellt und vermarktet.
Aber ansonsten zähle ich den ganzen Ramsch zum üblen esoterischen Schwätzertum. Viel mehr steckt da nicht drin.
Das dumme Gesülze kann sich jeder aus dem Internet zusammen
suchen, sofern man seine Zeit dafür opfern will.
Mal davon abgesehen, das Kleider bekanntlich Leute machen: er
ist nicht der einzige, der solche Statements abgibt. Auch Vera
F. Birkenbiehl oder Tony Buzan (und mit Sicherheit noch andere
Menschen) haben schon einiges zu dem Thema geschrieben und als
Vortrag gehalten.
Ja, kein Wunder. Esoterik ist IN und die Anhänger wollen
keine fundierten Wahrheiten, die wissenschaftlich belegbar
sind, sondern viel Hokuspokus, schöne Verschwörungstheorien
und viel esoterischen Nonsense und Mystik. Das Internet ist
gerammelt voll davon und Mio. Fliegen die sich auf eine
Haufen Sch… stützen können doch nicht irren, oder?
Ich mag mich mit Ihrer Aussage nicht unbedingt anfreunden,
weil meine Wenigkeit hat nur einen IQ von 121, ich habe kein
Abitur geschweige denn Germanistik noch Literaturwissenschaft
studiert. Und trotzdem habe ich Ahnung vom Schreiben eines
Romans, kann Nachwuchsautoren helfen, sich zu verbessern, habe
ein Gefühl für Sprachmelodie, für Pointen etc.pp.
Ja und?
Muss ich jetzt damit rechnen, dass Sie sagen: „Der Vogl, der
hat Null Plan von der Materie, weil nicht studiert und noch
keinen Roman veröffentlicht!“?
Wenn du damit kommen wolltest, der größte Heilsbringer für alle
Witwen und Waisen sein zu wollen, dann bekommst du diese Antw.
Ich persönlich finde diese Meinung dann schade.
Hä?
Schade ist, wenn die Vernunft nicht sehr weit reicht.
Es gibt nun mal Menschen, die haben ein Fachgebiet, in dem sie
wirklich wirklich gut sind, aber haben vielleicht in vielem
anderen ihre Defizite.
Es gibt noch viel mehr Spinner, die von sich behaupten
die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben und Pächter
aller Wahrheiten zu sein.
Ich weiß nicht, wie jung Sie sind, aber ich kann jetzt nur von
meiner Schulzeit sprechen (Mitte der 70er Jahre ging der Ernst
des Lebens bei mir los). Stillsitzen, strenge Lehrer,
Vokabellernen nach der Methode „Links = Deutsche Vokabel,
Rechts = englische Vokabel“ Sowas wie "Vokabeln im Kontext gab
es bei uns nicht. Und was auch sehr beliebt war: Machte man
einen Fehler, bekam man von dem jeweiligen Lehrer einen
Rüffel. Sprich die alte Methode.
Aha, also eher die uralten Methoden. Obwohl auch diese
durchaus gewisse Berechtigung haben. Dass diese Methoden
aber eher suboptimal sind, weiß man doch schon seit Jahrzehnten, auch wenn es sie immer noch gibt.
Ich weiß auch nicht, in wie weit Sie seine Vorträge verfolgt
haben. Bisher habe ich nicht gesehen, dass er die perfekte
Lösung anbietet. Er erzählt von einigen Methoden, weist aber
genauso darauf hin, dass nicht jeder Weg für alle geeignet ist.
Also allgemeines Blabla.
Das war übrigens etwas, was mich beim Entdecken des Prinzips
Lernkartei gestört hat; plötzlich waren „alle“ Schulen
begeistert und jeder musste damit arbeiten, weil die LK das
Nonplus Ultra sei.
Ich habe so was nie benutzt. Hat aber auch seine Berichtigung.
Das Problem in Institutionen ist doch nicht die Frage nach
der besten Methode, sondern die Unmöglichkeit in vorgegebene
Strukturen mit dem vorhandenen Personal und den gegeb.
techn./ökonomischen Möglichkeiten das gute auch durchzusetzen.
Also braucht man schon irgendwelche Standards um überhaupt
irgend eine überprüfbare Qualität zu erreichen.
Wenn dann aber noch eine Haufen esoterischer Schwätzer mit
ins Boot geholt werden, die alle besser wissen, wie man
Schule aufmacht, dann ist das derzeitige Schulchaos in
deutschen Landen fast wir eine preusische Kadettenanstalt.
Das ist aber meiner unmaßgeblichen Meinung nach auch wieder
etwas, was man kritisch sehen sollte; es gibt Menschen, die
können sehr gut damit lernen, andere brauchen andere
Lerntechniken.
Eben. Die Vielfalt der Möglichkeiten ist schon ein Problem.
Naja, ich denke, die 1,50 € Fernleihgebühr sind jetzt nicht
die Welt (dafür komme ich zudem nicht ins Kino).
Ist zwar ein kleiner Betrag, aber damit hat der Typ sein
Ziel schon mal zumindest teilweise erreicht.
Wider jemand, der auf’s Geschwätz herein fällt und es
zumindest interessant findet.
Und einiges,
was Herr Opitz sagt, würde ich jetzt nicht unbedingt ins Reich
des Plötsinns (Brian lässt grüßen) stecken
Ja, in der "Bild(zeitung) stehen auch gelegentlich tatsächlich
wahre Begebenheiten. Daraus schließen wir, die BZ ist
hoch seriös, nicht wahr?
Gruß Uwi