Lernen durch visuelles Lesen versus Lernen durch H

Ein herzliches Hallo und ein schönes Weihnachtsfest an alle.

Ich schaue gerade den Vortrag von Christian Opitz „Lernen wie ein Genie“, in dem er erklärt, dass unser Gehirn in der Lage ist, durch visuelles Lesen sämtliche Hirnareale zu aktivieren und dadurch weitaus besser und schneller und vor allen Dingen effektiver zu lernen, als wenn man die „alten Methoden“ anwendet.
Das soll bei jedem Stoff funktionieren.
Nun weiß ich jedoch, dass manche Menschen Schwierigkeiten haben, durch geschriebenen Text zu lernen; sie brauchen das Audidative.
Darum wollte ich ganz gerne einmal wissen, ob auch eben diese Menschen durch visuelles Lesen und Assimilation denselben Effekt erzielen. Oder ob diese tatsächlich einen anderen Weg nutzen müssen.

Für Ihre Mühen bedanke ich mich im Voraus
Lieben Gruß
Michael Vogl

Moin,
hüstel… liegt’s an ‚Weinnachten‘?

… Christian Opitz „Lernen wie ein Genie“, in dem er erklärt, dass :unser Gehirn in der Lage…

Ich frage mich, welche Qualifikation Herr Opitz meint zu haben, für solche Statements.
Er behauptet von sich, er habe einen IQ von 196. Welche Studiengänge er aber mit dieser wahnsinns Ausstattung abgeschlossen hat und wie viele Dr.-Titel und Professuren er hat… dazu sagt er nix.
Jeder kann von sich alles behaupten, und dieser Mensch ist sehr gut im Ausdenken großspuriger Bezeichnungen, wenn er seine Seminare und Bücher anpreist.

ist, durch visuelles Lesen sämtliche Hirnareale

‚visuelles Lesen‘… oder weiße Schimmel - Lesen ist idR visuell. Ein Hörbuch hört man, Blinde ‚lesen‘ auch noch mit dem Tastsinn

und dadurch weitaus besser und schneller und vor allen Dingen
effektiver zu lernen, als wenn man die „alten Methoden“
anwendet.

Was sollen denn die ‚alten Methoden‘ sein? Lernen ist immer ein schwieriges Geschäft. Auch Leute mit einem hohen IQ müssen ‚lernen‘. Da hat man dann vielleicht erst in ‚hören Gefilden‘ Mühe, aber eine schnelle Auffassungsgabe entbindet nicht von der Praxis.

Wichtig beim Lernen ist es, nach der ‚eigenen‘ Methode zu lernen, was liegt einem besonders? Wie lange ist der Konzentrationsbogen? Sich nicht unter- und nicht zu überfordern, so viele Sinne wie möglich anzusprechen, den Stoff in eine Form bringen, dass man ihn mit Emotionen verknüpft und Spaß und Interesse an der Sache hat, zu wissen warum man das lernen will…
Dann übersteht man auch die trögen Anteile am Lernen - die Vokabelpaukerei, die Tonleitern, die Grundlagen.

Jedem, der einen ‚Nürnberger Trichter‘ verspricht ist zu misstrauen, der ist noch nicht erfunden.
Ausserdem sind die Fakten beim Lernen ja nur ein Teil. Stehen die Fakten isoliert, kann man das Lernen derselben auch unterlassen.
Anschließend kommt der Teil mit dem ‚in Verbindung bringen‘, neu kombinieren und Verbände legen. Das passiert - tja, wie passiert das… das weiß man noch noch nicht. Vielleicht ist das bei jedem auch anders. Ich brauch Gespräche, völlig andere Sachen machen, Musik, gutes Essen.
Spar das Geld und geh ins Kino. Was der Typ labert ist Plötsinn… lux

Hallo pollux36!

Vielen lieben Dank für Ihre Antwort.

Ich frage mich, welche Qualifikation Herr Opitz meint zu
haben, für solche Statements.
Er behauptet von sich, er habe einen IQ von 196. Welche
Studiengänge er aber mit dieser wahnsinns Ausstattung
abgeschlossen hat und wie viele Dr.-Titel und Professuren er
hat… dazu sagt er nix.
Jeder kann von sich alles behaupten, und dieser Mensch ist
sehr gut im Ausdenken großspuriger Bezeichnungen, wenn er
seine Seminare und Bücher anpreist.

Mal davon abgesehen, das Kleider bekanntlich Leute machen: er ist nicht der einzige, der solche Statements abgibt. Auch Vera F. Birkenbiehl oder Tony Buzan (und mit Sicherheit noch andere Menschen) haben schon einiges zu dem Thema geschrieben und als Vortrag gehalten.
Ich mag mich mit Ihrer Aussage nicht unbedingt anfreunden, weil meine Wenigkeit hat nur einen IQ von 121, ich habe kein Abitur geschweige denn Germanistik noch Literaturwissenschaft studiert. Und trotzdem habe ich Ahnung vom Schreiben eines Romans, kann Nachwuchsautoren helfen, sich zu verbessern, habe ein Gefühl für Sprachmelodie, für Pointen etc.pp.
Muss ich jetzt damit rechnen, dass Sie sagen: „Der Vogl, der hat Null Plan von der Materie, weil nicht studiert und noch keinen Roman veröffentlicht!“? Ich persönlich finde diese Meinung dann schade.
Es gibt nun mal Menschen, die haben ein Fachgebiet, in dem sie wirklich wirklich gut sind, aber haben vielleicht in vielem anderen ihre Defizite.

ist, durch visuelles Lesen sämtliche Hirnareale

‚visuelles Lesen‘… oder weiße Schimmel - Lesen ist idR
visuell. Ein Hörbuch hört man, Blinde ‚lesen‘ auch noch mit
dem Tastsinn

Stimmt! Ist mir gar nicht aufgefallen. Da haben Sie recht.

und dadurch weitaus besser und schneller und vor allen Dingen
effektiver zu lernen, als wenn man die „alten Methoden“
anwendet.

Was sollen denn die ‚alten Methoden‘ sein? Lernen ist immer
ein schwieriges Geschäft. Auch Leute mit einem hohen IQ müssen
‚lernen‘. Da hat man dann vielleicht erst in ‚hören Gefilden‘
Mühe, aber eine schnelle Auffassungsgabe entbindet nicht von
der Praxis.

Ich weiß nicht, wie jung Sie sind, aber ich kann jetzt nur von meiner Schulzeit sprechen (Mitte der 70er Jahre ging der Ernst des Lebens bei mir los). Stillsitzen, strenge Lehrer, Vokabellernen nach der Methode „Links = Deutsche Vokabel, Rechts = englische Vokabel“ Sowas wie "Vokabeln im Kontext gab es bei uns nicht. Und was auch sehr beliebt war: Machte man einen Fehler, bekam man von dem jeweiligen Lehrer einen Rüffel. Sprich die alte Methode.
Ich weiß auch nicht, in wie weit Sie seine Vorträge verfolgt haben. Bisher habe ich nicht gesehen, dass er die perfekte Lösung anbietet. Er erzählt von einigen Methoden, weist aber genauso darauf hin, dass nicht jeder Weg für alle geeignet ist.
Das war übrigens etwas, was mich beim Entdecken des Prinzips Lernkartei gestört hat; plötzlich waren „alle“ Schulen begeistert und jeder musste damit arbeiten, weil die LK das Nonplus Ultra sei.
Das ist aber meiner unmaßgeblichen Meinung nach auch wieder etwas, was man kritisch sehen sollte; es gibt Menschen, die können sehr gut damit lernen, andere brauchen andere Lerntechniken.

Wichtig beim Lernen ist es, nach der ‚eigenen‘ Methode zu
lernen, was liegt einem besonders? Wie lange ist der
Konzentrationsbogen? Sich nicht unter- und nicht zu
überfordern, so viele Sinne wie möglich anzusprechen, den
Stoff in eine Form bringen, dass man ihn mit Emotionen
verknüpft und Spaß und Interesse an der Sache hat, zu wissen
warum man das lernen will…

Ja, siehe oben

Jedem, der einen ‚Nürnberger Trichter‘ verspricht ist zu
misstrauen, der ist noch nicht erfunden.
Ausserdem sind die Fakten beim Lernen ja nur ein Teil. Stehen
die Fakten isoliert, kann man das Lernen derselben auch
unterlassen.
Anschließend kommt der Teil mit dem ‚in Verbindung bringen‘,
neu kombinieren und Verbände legen. Das passiert - tja, wie
passiert das… das weiß man noch noch nicht. Vielleicht ist
das bei jedem auch anders. Ich brauch Gespräche, völlig andere
Sachen machen, Musik, gutes Essen.
Spar das Geld und geh ins Kino. Was der Typ labert ist
Plötsinn… lux

Naja, ich denke, die 1,50 € Fernleihgebühr sind jetzt nicht die Welt (dafür komme ich zudem nicht ins Kino). Und einiges, was Herr Opitz sagt, würde ich jetzt nicht unbedingt ins Reich des Plötsinns (Brian lässt grüßen) stecken (allerdings nehme ich auch nciht alles widerspruchslos hin, falls Sie das jetzt befürchten)

Lieben Gruß
Michael Vogl

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Ja, klar, den lukrativen Zug wollen viele besteigen. Aber das heißt ja nix.
Und sicher kann auch jemand Ahnung von was haben, das er nicht studiert hat. Nur - wer 1970 geboren ist und sich als „Gesundheitsexperte und Ernährungswissenschaftler“, „renommierter Berliner Gehirnforscher“ oder „eine der herausragenden Intelligenzbegabungen unserer Zeit“ anpreist (oder anpreisen lässt) und dann zu ‚Tachyon-Energie‘, ‚Kunlun Neigong‘, ‚Befreite Ernährung‘ 'veröffentlicht, hmm - da kommen mir schon Zweifel. Und wenn ich dann noch über ‚Skalarwellen‘ und ‚Energetisierung mit Biophotonen‘ lese, na ja.

Einstein hatte einen IQ von 160 - und vielleicht meint er ja mit 196 seinen ‚gefühlten‘ IQ. Aber das ist noch nicht mal der Knackpunkt.


Es gibt nun mal Menschen, die haben ein Fachgebiet, in dem sie
wirklich wirklich gut sind, aber haben vielleicht in vielem
anderen ihre Defizite.

Ja, sicher gibt es die und ein Studium ist auch absolut keine Garantie für Qualität oder Ahnung. Allerdings kommt hier ein ABER: wer sich im (naturwissenschaftlichen) Zirkus bewegt muss seine Ergebnisse und seine Interpretationen davon Fachkollegen vorlegen. Muss sich immer wieder der Diskussion stellen, Experimente werden von anderen wiederholt und Ergebnisse müssen reproduzierbar sein. Nur behaupten ‚gildet‘ nicht. Das ist ein beschwerlicher, langwieriger Weg. Und ja, auch da kann es faule Eier geben. Trotzdem ist das, zumindest z.Z., die einzige Möglichkeit überhaupt irgendeine Kontrolle zu haben.

Ich weiß nicht, wie jung Sie sind,

Älter als du, trotzdem ist duzen hier ok :wink:

…Sprich die alte Methode.

Ach, ich kenn das zwar auch - aber das liegt in der Schule doch immer an den Lehrern. Es gab und gibt gute und schlechte. Und spätestens ab dem Moment, wenn man diese Bildungsanstalten verlassen hat kann man es ja anders machen.

Ich bleib dabei, was der Typ behauptet - man könne seine Lesegeschwindigkeit wesentlich durch was auch immer erhöhen ist völlig aus der Luft gegriffen. Wer viel liest wird schneller Lesen können, wer sich in einem Gebiet über das er liest gut auskennt wird einen Text schneller ‚screenen‘ können.
Ich hab viel zu lesen und das geht auch recht flott, wenn ich das Gebiet kenne. Wenn ich Fachfremd gehe, sinkt meine Lesegeschwindigkeit - denn das was ich aufnehme muss ich ja auch verstehen.
Alles was die Hirnforschung bisher zu lernen und verstehen herausgefunden hat weist in die Richtung, dass ‚lernen‘ ‚Synapsen‘ anlegen zumindest beinhaltet. Wenn ich mich mit ‚Lernen‘ beschäftigen will (was ich übrigens tue) dann schaue ich mir - wenn ich mir was anschauen will lieber solche Sachen wie DAS HIER an. Aber wer bin ich… kein IQ :frowning:

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Hallo nochmal, und danke noch einmal für die Antwort

Nur - wer 1970 geboren ist und sich als
„Gesundheitsexperte und Ernährungswissenschaftler“,
„renommierter Berliner Gehirnforscher“ oder „eine der
herausragenden Intelligenzbegabungen unserer Zeit“ anpreist
(oder anpreisen lässt) und dann zu ‚Tachyon-Energie‘, ‚Kunlun
Neigong‘, ‚Befreite Ernährung‘ 'veröffentlicht, hmm - da
kommen mir schon Zweifel. Und wenn ich dann noch über
‚Skalarwellen‘ und ‚Energetisierung mit Biophotonen‘ lese, na
ja.

Es gibt machmal „Dinge“ im Leben, bei denen man sich eigentlich sicher sein kann, dass sie ausgemachter Blödsinn sind. Und doch funktionieren sie.
Ich erlaube mir einmal ein Beispiel zu bringen, dass ich selber nicht nachvollziehen kann, aber es funktioniert bei dieser Person.
Besagte Person hat es im Leben nicht leicht.
Nicht nur, das physische Probleme sehr stark in ihren Lebensalltag dominieren, auch die psychische Belastung greift stark ein.
Doch wenn sie so richtig am Boden liegt, sagt sie sich, dass es 1000e von Menschen gibt, denen es noch weitaus schlechter geht als ihr. Und schon geht es ihr gut und sie kann den Alltag meistern.

Ja, sicher gibt es die und ein Studium ist auch absolut keine
Garantie für Qualität oder Ahnung. Allerdings kommt hier ein
ABER: wer sich im (naturwissenschaftlichen) Zirkus bewegt muss
seine Ergebnisse und seine Interpretationen davon Fachkollegen
vorlegen. Muss sich immer wieder der Diskussion stellen,
Experimente werden von anderen wiederholt und Ergebnisse
müssen reproduzierbar sein. Nur behaupten ‚gildet‘ nicht. Das
ist ein beschwerlicher, langwieriger Weg. Und ja, auch da kann
es faule Eier geben. Trotzdem ist das, zumindest z.Z., die
einzige Möglichkeit überhaupt irgendeine Kontrolle zu haben.

Seien wir realistisch: es wird IMMER Menschen geben, die eine These zerreden, weil sie diese nicht wahrhaben wollen. Es lassen sich Argumente finden, bei denen der gesunde Menschenverstand den Kopf schüttelt.
Kleines Beispiel: Ich bin ein leiderschaftlicher Tichuspieler (ist ein kartenspiel aus der Schweiz) und spiele es sowohl online als auch offline.
Natürlich habe ich so einige Kniffe und Strategien erlernt, die ich auch bei onlinespielen anwende und auch meinen Spielpartner als Ratschlag mit auf dem Weg gebe. Vor einiger Zeit hatte ich das Vergnügen, einen festen Spielpartner zu haben, der aber mein gesamtes Wissen ignorierte, eines Tages aber anwandte. Und zwar mit der Begründung, dass die Person einen Spieler als P hatte, der ungefähr 2500 Spiele mehr absolviert hatte als ich. Und da sei doch ein vollkommen anderes Verständnis vorhanden als bei mir, der gerade mal popelige 5000 Spiele gespielt hat.

Ich weiß nicht, wie jung Sie sind,

Älter als du, trotzdem ist duzen hier ok :wink:

Ich danke sehr fürs Angebot, bitte aber um Verständnis, dass ich es ablehne; ich assoziere mit dem „Du“ sehr viele negative Erfahrungen, und es ist so gut wie vollständig aus meinem Wortschatz verschwunden. Im Internet sieze ich alle, und die Menschen, mit denen ich wirklich per du bin, kann man an zwei Händen abzählen.

Ich bleib dabei, was der Typ behauptet - man könne seine
Lesegeschwindigkeit wesentlich durch was auch immer erhöhen
ist völlig aus der Luft gegriffen. Wer viel liest wird
schneller Lesen können, wer sich in einem Gebiet über das er
liest gut auskennt wird einen Text schneller ‚screenen‘
können.

Diese Aussage kann ich in doppelter Hinsicht nicht unterschreiben. Zum einem gab es einige Menschen vor ihm, die sich mit Techniken zum Schnellen Lesen beschäftigen (sei es Wolfgang Zielke, sei es Margot (?) Schultheiss) und noch andere), er „plappert“ also nur nach.
Zum anderen - und da muss ich aus eigener Erfahrung sprechen - ich habe lesen gelernt im zartblühenden Alter von 4 Jahren und lese auch heute noch recht viel (im Durchschnitt 40 Bücher im Jahr).
Meine Lesegeschwindigkeit hält sich leider in sehr engen Grenzen, trotz des „Übens“. Wenn ich mal richtig, richtig gut bin und es tatsächlich mal schaffe, länger als 15 Minuten am Stück zu lesen, dann schaffe ich in einer Stunde an die 40 Seiten (und ja, ich weiß, es ist lächerlich, da nicht wenige Menschen in der selben Zeit das 5fache schaffen. Und zwar locker!)
Im Grunde genommen sollte ich da auch sein, aber…

Alles was die Hirnforschung bisher zu lernen und verstehen
herausgefunden hat weist in die Richtung, dass ‚lernen‘
‚Synapsen‘ anlegen zumindest beinhaltet. Wenn ich mich mit
‚Lernen‘ beschäftigen will (was ich übrigens tue) dann schaue
ich mir - wenn ich mir was anschauen will lieber solche Sachen
wie DAS HIER an. Aber wer bin ich… kein IQ :frowning:

Ich bin zwar kein Hirnforscher, wage aber mal zu behaupten, dass auch ich so einiges zu dem Thema weiß. Und ich beschäftige mich damit, Wissen auf anderem Wege zu vermitteln.
Ich ernte übrigens gerne mal Spott und Hohn dafür, aber das steht auf einem anderen Blatt.

Danke für den Link.
Lieben Gruß
Michael Vogl

Ist ja Weihnachten, …

Es gibt machmal „Dinge“ im Leben, bei denen man sich
eigentlich sicher sein kann, dass sie ausgemachter Blödsinn
sind. Und doch funktionieren sie.

Und - was soll diese Bemerkung aussagen? Erinnert mich an ‚wer heilt hat recht‘ - ein Spruch der gern in Zusammenhang mit Homöopathie gebracht wird - und der auch falsch ist.

…Doch wenn sie so richtig am Boden liegt, sagt sie sich, dass
es 1000e von Menschen gibt, denen es noch weitaus schlechter
geht als ihr. Und schon geht es ihr gut und sie kann den
Alltag meistern.

Schöne Geschichte, nur, was hat sie mit dem Thema zu tun?

Seien wir realistisch: es wird IMMER Menschen geben, die eine
These zerreden, weil sie diese nicht wahrhaben wollen. Es
lassen sich Argumente finden, bei denen der gesunde
Menschenverstand den Kopf schüttelt.

Was soll der ‚gesunde Menschenverstand‘ sein? Und von welchen Menschen, die was zerreden redest du? Man kann mit ‚Thesen‘ alles mögliche machen - testen, Argumente dagegen und dafür suchen, sie an Kirchentüren schlagen… aber ich wüsste nicht, wie man sie ‚zerreden‘ könnte.
Wenn mir einer erzählt, er könne ein Perpetuum Mobile bauen, dann brauch ich gar nichts zu tun, nur zu sagen ‚mach mal‘

Kleines Beispiel: …

Ja, und was soll mir diese Geschichte im Zusammenhang mit dem Thema sagen?

…Im Internet sieze ich alle, …

wie du willst - im Internet duze ich alle.

Diese Aussage kann ich in doppelter Hinsicht nicht
unterschreiben. Zum einem gab es einige Menschen vor ihm, die
sich mit Techniken zum Schnellen Lesen beschäftigen (sei es
Wolfgang Zielke, sei es Margot (?) Schultheiss) und noch
andere), er „plappert“ also nur nach.

Wer ist ‚Zielke‘, wer ist Schultheiss? und nur weil einer was von anderen nachplappert wird es nicht richtiger.

Alles was ich bis jetzt zu Schnelllesen gefunden hab erinnert mich an die Versprechungen von NLP. Einige Ergebnisse aus der wissenschaftlichen Forschung in einen anderen Zusammenhang gebracht gemischt mit einigen Berichte von z.B. Inselbegabten, die zwei Bücher gleichzeitig mit ihrem Photographischen Gedächtnis aufnehmen können (dabei allerdings leider keinen Corpus callosum haben), bisschen Esoterik und einen jung-dynamischer Motivationstrainer, dessen Manager-Karriere irgendwie stecken geblieben ist.

Vom wissenschaftlichen Standpunkt aus kann ich dir nur sagen: egal was Leute erzählen - es gibt (noch) zu wenige Erkenntnisse um überhaupt Empfehlungen abzugeben und alle Ergebnisse die es zu ‚Lernen‘ allgemein gibt gehen in die Richtung, was ich schon geschrieben hatte. Zeit, Spaß, Motivation, Übung…

Meine Lesegeschwindigkeit hält sich leider in sehr engen
Grenzen, trotz des „Übens“.

Wenn du nicht immer zum gleichen Thema liest,…

Wenn ich mal richtig, richtig gut
bin und es tatsächlich mal schaffe, länger als 15 Minuten am
Stück zu lesen, dann schaffe ich in einer Stunde an die 40
Seiten (und ja, ich weiß, es ist lächerlich, da nicht wenige
Menschen in der selben Zeit das 5fache schaffen. Und zwar
locker!)

Nur weil manche Menschen für 100m 10sec brauchen heißt das nicht, dass alle Menschen das schaffen könnten.

Im Grunde genommen sollte ich da auch sein, aber…

Warum solltest du das?

Ich bin zwar kein Hirnforscher, wage aber mal zu behaupten,
dass auch ich so einiges zu dem Thema weiß. Und ich
beschäftige mich damit, Wissen auf anderem Wege zu vermitteln.

Ich bezweifle nicht, dass du einiges zum Thema weißt, vielleicht weißt du mehr als ich. Das zeigt gut das Problem. Du verwechselst ‚schnelles Lesen‘ mit ‚viel Information‘ und ‚viel Information‘ mit ‚verstehen‘.

Beim Lesen kommt es aber auf viele Faktoren an: Was lese ich? Wozu lese ich? Welche Schrifttype, welche Sprache, welcher Satz, welcher Zeilenabstand, welche Grammatik? welche Vorbildung im Thema? usw
Ausserdem hängt die Verarbeitungsgeschwindigkeit von Information anscheinend mit der Intelligenz zusammen.
Imo verwechselst du Quantität mit Qualität. - Aber jeder wie er will.
…lux

Hallo,

Es gibt machmal „Dinge“ im Leben, bei denen man sich
eigentlich sicher sein kann, dass sie ausgemachter Blödsinn
sind. Und doch funktionieren sie.
Ich erlaube mir einmal ein Beispiel zu bringen, dass ich
selber nicht nachvollziehen kann, aber es funktioniert bei
dieser Person.
Besagte Person hat es im Leben nicht leicht.
Nicht nur, das physische Probleme sehr stark in ihren
Lebensalltag dominieren, auch die psychische Belastung greift
stark ein.
Doch wenn sie so richtig am Boden liegt, sagt sie sich, dass
es 1000e von Menschen gibt, denen es noch weitaus schlechter
geht als ihr. Und schon geht es ihr gut und sie kann den
Alltag meistern.

Was ist daran so unglaublich? Das ist ein ganz normaler Weg sich selbst zu motivieren - andere gehen eine Runde Joggen oder trinken einen guten Chianti um sich und die Seele zu stärken. Ich sehe hier nicht wirklich einen Zusammenhang in dem Was Du geschrieben hast und in dem was Dir geantwortet wurde - Dein Beispiel widerspricht und widerlegt nichts von dem.

Seien wir realistisch: es wird IMMER Menschen geben, die eine
These zerreden, weil sie diese nicht wahrhaben wollen. Es
lassen sich Argumente finden, bei denen der gesunde
Menschenverstand den Kopf schüttelt.

Spätestens ab hier habe ich das Gefühl Du bist im falschen Brett - Psychologie ist eine Wissenschaft und eine Wissenschaft beruht auf Thesen, die wenigstens zu einem Teil durch Untersuchungen gestützt werden müssen.
„Zerreden“ gehört nicht zur Wissenschaft und somit eher zur Esoterik oder zum Stammtisch.

Kleines Beispiel: Ich bin ein leiderschaftlicher Tichuspieler
(ist ein kartenspiel aus der Schweiz) und spiele es sowohl
online als auch offline.
Natürlich habe ich so einige Kniffe und Strategien erlernt,
die ich auch bei onlinespielen anwende und auch meinen
Spielpartner als Ratschlag mit auf dem Weg gebe. Vor einiger
Zeit hatte ich das Vergnügen, einen festen Spielpartner zu
haben, der aber mein gesamtes Wissen ignorierte, eines Tages
aber anwandte. Und zwar mit der Begründung, dass die Person
einen Spieler als P hatte, der ungefähr 2500 Spiele mehr
absolviert hatte als ich. Und da sei doch ein vollkommen
anderes Verständnis vorhanden als bei mir, der gerade mal
popelige 5000 Spiele gespielt hat.

Auch hier verstehe ich Deine Argumentation nicht - da ist ein Typ, der Dir nicht direkt die Dankbarkeit über Ratschläge in einem Onlinespiel mitteilt und sie Dir gegenüber nicht anwendet. Du vermutest, dass er Dich auf Grund Deiner geringen Spielzahl ignoriert. Ein Onlinespiel ist schrecklich anonym und die meisten Menschen verspüren hier keinerlei Verpflichtung gegenüber andere - was hat das mit Deiner Ursprungsfrage zu tun?

Viele Grüße

Hallo auch an Sie!

Spätestens ab hier habe ich das Gefühl Du bist im falschen
Brett - Psychologie ist eine Wissenschaft und eine
Wissenschaft beruht auf Thesen, die wenigstens zu einem Teil
durch Untersuchungen gestützt werden müssen.
„Zerreden“ gehört nicht zur Wissenschaft und somit eher zur
Esoterik oder zum Stammtisch.

Ich hatte die Frage zuerst im Brett „Medizin“. Sie wurde nur nach Psychologie verschoben.

was hat das mit Deiner
Ursprungsfrage zu tun?

Was hat Pollux36 Argumentation mit meiner Ursprungsfrage zu tun?

LG zurück
Michael Vogl

Ist ja Weihnachten, …

Es gibt machmal „Dinge“ im Leben, bei denen man sich
eigentlich sicher sein kann, dass sie ausgemachter Blödsinn
sind. Und doch funktionieren sie.

Und - was soll diese Bemerkung aussagen? Erinnert mich an ‚wer
heilt hat recht‘ - ein Spruch der gern in Zusammenhang mit
Homöopathie gebracht wird - und der auch falsch ist.

…Doch wenn sie so richtig am Boden liegt, sagt sie sich, dass
es 1000e von Menschen gibt, denen es noch weitaus schlechter
geht als ihr. Und schon geht es ihr gut und sie kann den
Alltag meistern.

Schöne Geschichte, nur, was hat sie mit dem Thema zu tun?

Ich mag mich vertun, aber es kommt mir so vor, dass Sie alles Nichtwissenschaftliche ablehnen und negieren.
Mit diesem Beispiel wollte ich aufzeigen, dass auch das, was für unser beider Empfinden (ich erdreiste mich einmal zu behaupten, dass Sie diese Motivationsmethode ebenfalls als Nichtwissenschaftlich ansehen) sehr gut funktionieren kann.

Seien wir realistisch: es wird IMMER Menschen geben, die eine
These zerreden, weil sie diese nicht wahrhaben wollen. Es
lassen sich Argumente finden, bei denen der gesunde
Menschenverstand den Kopf schüttelt.

Was soll der ‚gesunde Menschenverstand‘ sein? Und von welchen
Menschen, die was zerreden redest du? Man kann mit ‚Thesen‘
alles mögliche machen - testen, Argumente dagegen und dafür
suchen, sie an Kirchentüren schlagen… aber ich wüsste nicht,
wie man sie ‚zerreden‘ könnte.

In jedem Gegenargument eine Schwachstelle finden und diese durch Ignoranz der „Beweise“ oder Besserwisserei ablehnen. Und immer wieder. Und wieder. Das kenne ich unter zerreden.

Diese Aussage kann ich in doppelter Hinsicht nicht
unterschreiben. Zum einem gab es einige Menschen vor ihm, die
sich mit Techniken zum Schnellen Lesen beschäftigen (sei es
Wolfgang Zielke, sei es Margot (?) Schultheiss) und noch
andere), er „plappert“ also nur nach.

Wer ist ‚Zielke‘, wer ist Schultheiss? und nur weil einer was
von anderen nachplappert wird es nicht richtiger.

Und da haben wir schon das „Zerreden“: weil Sie es als falsch ansehen, ist es das auch.

Alles was ich bis jetzt zu Schnelllesen gefunden hab erinnert
mich an die Versprechungen von NLP. Einige Ergebnisse aus der
wissenschaftlichen Forschung in einen anderen Zusammenhang
gebracht gemischt mit einigen Berichte von z.B. Inselbegabten,
die zwei Bücher gleichzeitig mit ihrem Photographischen
Gedächtnis aufnehmen können (dabei allerdings leider keinen
Corpus callosum haben), bisschen Esoterik und einen
jung-dynamischer Motivationstrainer, dessen Manager-Karriere
irgendwie stecken geblieben ist.

Von NLP habe ich keine Ahnung, dazu kann ich nix sagen.

Vom wissenschaftlichen Standpunkt aus kann ich dir nur sagen:
egal was Leute erzählen - es gibt (noch) zu wenige
Erkenntnisse um überhaupt Empfehlungen abzugeben und alle
Ergebnisse die es zu ‚Lernen‘ allgemein gibt gehen in die
Richtung, was ich schon geschrieben hatte. Zeit, Spaß,
Motivation, Übung…

Ja, da bin ich mit Ihnen d`accord.

Meine Lesegeschwindigkeit hält sich leider in sehr engen
Grenzen, trotz des „Übens“.

Wenn du nicht immer zum gleichen Thema liest,…

Wenn ich mal richtig, richtig gut
bin und es tatsächlich mal schaffe, länger als 15 Minuten am
Stück zu lesen, dann schaffe ich in einer Stunde an die 40
Seiten (und ja, ich weiß, es ist lächerlich, da nicht wenige
Menschen in der selben Zeit das 5fache schaffen. Und zwar
locker!)

Nur weil manche Menschen für 100m 10sec brauchen heißt das
nicht, dass alle Menschen das schaffen könnten.

Richtig, aber Ihre Aussage mit dem „Schneller wird man durch üben“ gepaart mit meinem Wissen, dass es Menschen gibt, die in einer Stunde 200 Seiten schaffen, lässt mich denken, dass ich bei 40 Jahren übung auch auf die 200 Seiten pro Stunde hätte sein müssen.

Ich bin zwar kein Hirnforscher, wage aber mal zu behaupten,
dass auch ich so einiges zu dem Thema weiß. Und ich
beschäftige mich damit, Wissen auf anderem Wege zu vermitteln.

Ich bezweifle nicht, dass du einiges zum Thema weißt,
vielleicht weißt du mehr als ich.

Naja, das werde ich nun nicht behaupten, zumal ich wie gesagt nicht studiert habe, Sie jedoch schon, unter anderem Psychologie. Und da bekommt man sicherlich einiges an Fachwissen auf dem Weg.

Das zeigt gut das Problem.

Du verwechselst ‚schnelles Lesen‘ mit ‚viel Information‘ und
‚viel Information‘ mit ‚verstehen‘.

Nein.

Beim Lesen kommt es aber auf viele Faktoren an: Was lese ich?
Wozu lese ich? Welche Schrifttype, welche Sprache, welcher
Satz, welcher Zeilenabstand, welche Grammatik? welche
Vorbildung im Thema? usw
Ausserdem hängt die Verarbeitungsgeschwindigkeit von
Information anscheinend mit der Intelligenz zusammen.
Imo verwechselst du Quantität mit Qualität. - Aber jeder wie
er will.

Und das ist wieder etwas, was ich anders gelernt habe. Sebastian Leitner schrieb in seinem Buch „So lernt man lernen“, dass junge Menschen Informationen wesentlich schneller lernen als ältere Menschen, das ältere Menschen jedoch gewissenhafter und gründlicher lernen.

Aber wie ich schon im Post von Chili schrieb: mit meiner Ausgangsfrage hat die Diskussion nichts zu tun.
Von daher klinke ich mich aus dieser Diskussion aus.
Wenn einer der Mods mag, kann dieser Thread gelöscht oder verschoben werden.

Lieben Gruß
Michael Vogl

1 „Gefällt mir“

Moin,

Erinnert mich an ‚wer heilt hat recht‘ - ein Spruch … der auch falsch ist.

„Wer heilt, hat richtig gehandelt“

Dies nehmen sowohl Wissenschaftler als auch „die anderen“ zu Recht für sich in Anspruch!

Vom wissenschaftlichen Standpunkt aus kann ich dir nur sagen:
egal was Leute erzählen - es gibt (noch) zu wenige
Erkenntnisse um überhaupt Empfehlungen abzugeben und alle
Ergebnisse die es zu ‚Lernen‘ allgemein gibt gehen in die
Richtung, was ich schon geschrieben hatte. Zeit, Spaß,
Motivation, Übung…

Welchen Anteil und welche Bedeutung siehst du bei den „Motivatoren“ Zwang, Druck, Angst für das Thema Lernen?

Imo verwechselst du Quantität mit Qualität.

Erkenntnisse zu Synapsen etc.: Erleichtern sie dir das Lernen grundsätzlich?

Franz

Hallo,

Ich frage mich, welche Qualifikation Herr Opitz meint zu
haben, für solche Statements.
Er behauptet von sich, er habe einen IQ von 196. Welche
Studiengänge er aber mit dieser wahnsinns Ausstattung
abgeschlossen hat und wie viele Dr.-Titel und Professuren er
hat… dazu sagt er nix.

und ich sage mal, das ist ein schlauer Typ, der sich selber
gut darstellt und vermarktet.
Aber ansonsten zähle ich den ganzen Ramsch zum üblen esoterischen Schwätzertum. Viel mehr steckt da nicht drin.
Das dumme Gesülze kann sich jeder aus dem Internet zusammen
suchen, sofern man seine Zeit dafür opfern will.

Mal davon abgesehen, das Kleider bekanntlich Leute machen: er
ist nicht der einzige, der solche Statements abgibt. Auch Vera
F. Birkenbiehl oder Tony Buzan (und mit Sicherheit noch andere
Menschen) haben schon einiges zu dem Thema geschrieben und als
Vortrag gehalten.

Ja, kein Wunder. Esoterik ist IN und die Anhänger wollen
keine fundierten Wahrheiten, die wissenschaftlich belegbar
sind, sondern viel Hokuspokus, schöne Verschwörungstheorien
und viel esoterischen Nonsense und Mystik. Das Internet ist
gerammelt voll davon und Mio. Fliegen die sich auf eine
Haufen Sch… stützen können doch nicht irren, oder?

Ich mag mich mit Ihrer Aussage nicht unbedingt anfreunden,
weil meine Wenigkeit hat nur einen IQ von 121, ich habe kein
Abitur geschweige denn Germanistik noch Literaturwissenschaft
studiert. Und trotzdem habe ich Ahnung vom Schreiben eines
Romans, kann Nachwuchsautoren helfen, sich zu verbessern, habe
ein Gefühl für Sprachmelodie, für Pointen etc.pp.

Ja und?

Muss ich jetzt damit rechnen, dass Sie sagen: „Der Vogl, der
hat Null Plan von der Materie, weil nicht studiert und noch
keinen Roman veröffentlicht!“?

Wenn du damit kommen wolltest, der größte Heilsbringer für alle
Witwen und Waisen sein zu wollen, dann bekommst du diese Antw.

Ich persönlich finde diese Meinung dann schade.

Hä?
Schade ist, wenn die Vernunft nicht sehr weit reicht.

Es gibt nun mal Menschen, die haben ein Fachgebiet, in dem sie
wirklich wirklich gut sind, aber haben vielleicht in vielem
anderen ihre Defizite.

Es gibt noch viel mehr Spinner, die von sich behaupten
die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben und Pächter
aller Wahrheiten zu sein.

Ich weiß nicht, wie jung Sie sind, aber ich kann jetzt nur von
meiner Schulzeit sprechen (Mitte der 70er Jahre ging der Ernst
des Lebens bei mir los). Stillsitzen, strenge Lehrer,
Vokabellernen nach der Methode „Links = Deutsche Vokabel,
Rechts = englische Vokabel“ Sowas wie "Vokabeln im Kontext gab
es bei uns nicht. Und was auch sehr beliebt war: Machte man
einen Fehler, bekam man von dem jeweiligen Lehrer einen
Rüffel. Sprich die alte Methode.

Aha, also eher die uralten Methoden. Obwohl auch diese
durchaus gewisse Berechtigung haben. Dass diese Methoden
aber eher suboptimal sind, weiß man doch schon seit Jahrzehnten, auch wenn es sie immer noch gibt.

Ich weiß auch nicht, in wie weit Sie seine Vorträge verfolgt
haben. Bisher habe ich nicht gesehen, dass er die perfekte
Lösung anbietet. Er erzählt von einigen Methoden, weist aber
genauso darauf hin, dass nicht jeder Weg für alle geeignet ist.

Also allgemeines Blabla.

Das war übrigens etwas, was mich beim Entdecken des Prinzips
Lernkartei gestört hat; plötzlich waren „alle“ Schulen
begeistert und jeder musste damit arbeiten, weil die LK das
Nonplus Ultra sei.

Ich habe so was nie benutzt. Hat aber auch seine Berichtigung.
Das Problem in Institutionen ist doch nicht die Frage nach
der besten Methode, sondern die Unmöglichkeit in vorgegebene
Strukturen mit dem vorhandenen Personal und den gegeb.
techn./ökonomischen Möglichkeiten das gute auch durchzusetzen.
Also braucht man schon irgendwelche Standards um überhaupt
irgend eine überprüfbare Qualität zu erreichen.
Wenn dann aber noch eine Haufen esoterischer Schwätzer mit
ins Boot geholt werden, die alle besser wissen, wie man
Schule aufmacht, dann ist das derzeitige Schulchaos in
deutschen Landen fast wir eine preusische Kadettenanstalt.

Das ist aber meiner unmaßgeblichen Meinung nach auch wieder
etwas, was man kritisch sehen sollte; es gibt Menschen, die
können sehr gut damit lernen, andere brauchen andere
Lerntechniken.

Eben. Die Vielfalt der Möglichkeiten ist schon ein Problem.

Naja, ich denke, die 1,50 € Fernleihgebühr sind jetzt nicht
die Welt (dafür komme ich zudem nicht ins Kino).

Ist zwar ein kleiner Betrag, aber damit hat der Typ sein
Ziel schon mal zumindest teilweise erreicht.
Wider jemand, der auf’s Geschwätz herein fällt und es
zumindest interessant findet.

Und einiges,
was Herr Opitz sagt, würde ich jetzt nicht unbedingt ins Reich
des Plötsinns (Brian lässt grüßen) stecken

Ja, in der "Bild(zeitung) stehen auch gelegentlich tatsächlich
wahre Begebenheiten. Daraus schließen wir, die BZ ist
hoch seriös, nicht wahr?
Gruß Uwi

Hi,

gleich vorweg: an dieser Stelle habe ich aufgehört, dem Thread zu folgen, weil mir genug klar wurde.

Sie wundern sich, warum jemand eine Therorie so leidenschaftlich vertritt, die doch Ihrer gesamten Lebenserfahrung vertritt. Sie wundern sich zu Recht. Seine Theorie hat ja ofensichtlich den Praxistest nicht bestanden - wäre sie so großartig, dann könnte er sich in extrem kurzer Zeit extrem viel Wissen aneignen und mit wenig bis keinem Zeitaufwand viel viel Geld machen, anstatt mit seiner theorie hausieren zu gehen und von Kaffeefahrt zu Kaffeefahrt (oder was er sonst macht) zu tingeln. Und hätte er einen IQ von 196, dann müsste das bei pessimistischen Schätzungen reichen, um den Unsinn einer Formulierung wie „visuelles Lesen“ zu erkennen.
Sie lesen 40 Seiten in einer Stunde? Das ist doch eine gute Leistung, da brauchen Sie sich nciht zu schämen. Ich weiß jetzt nicht, ob ich unbedingt schneller bin - aber die 40 Seiten waren ja ohne Bezug angegeben. Wenn ich in einem Fachbuch auf der Suche nach einer spezifischen Information bin, schaffe ich mehr, bei einem Roman weniger, wenn er Pflichtlektüre ist, noch weniger - SEitengröße sei jetzt mal außen vor.
Hören Sie auf, Quacksalbern zuzuhören, lernen und lesen Sie so schnell, wie Sie es können und auf den Wegen, die Ihnen am leichtesten fallen und am meisten Spaß bereiten. Dann bleibt auch die für Sie maximale Menge Wissen hängen.

die Franzi

weil meine Wenigkeit hat nur einen IQ von 121,

…mehr muss man eigentlich nicht lesen, um zu wissen, dass das

Und trotzdem habe ich Ahnung vom Schreiben eines
Romans, kann Nachwuchsautoren helfen, sich zu verbessern, habe
ein Gefühl für Sprachmelodie, für Pointen etc.pp.

nicht zutrifft.

Jo

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Eigentlich wollte ich mich ja aus der ganzen Diskussion ausklinken, aber jetzt möchte ich doch etwas dazu sagen:

Sie wundern sich, warum jemand eine Therorie so leidenschaftlich vertritt, die :doch Ihrer gesamten Lebenserfahrung vertritt. Sie wundern sich zu Recht. Seine :Theorie hat ja ofensichtlich den Praxistest nicht bestanden - wäre sie so :großartig, dann könnte er sich in extrem kurzer Zeit extrem viel Wissen aneignen :und mit wenig bis keinem Zeitaufwand viel viel Geld machen, anstatt mit seiner :theorie hausieren zu gehen und von Kaffeefahrt zu Kaffeefahrt (oder was er sonst :macht) zu tingeln. Und hätte er einen IQ von 196, dann müsste das bei :stuck_out_tongue:essimistischen Schätzungen reichen, um den Unsinn einer Formulierung wie :„visuelles Lesen“ zu erkennen.

Eigentlich wundert es mich mehr, dass hier einige Menschen die Wissenschaft als höchsten Gott ansehen und alles, was sie nicht kennen, erstmal vorverurteilen, inklusive jene Menschen, die sich darüber Gedanken machen.

Eigentlich wundert es mich, dass hier einige Menschen großspurig etwas behaupten, dann aber zurückrudern, wenn man ihre Behauptung anzweifelt und trotzdem den schalen Geschmack zurücklassen, dass ihre Behauptung stimmt (zumindest ich empfinde es so) und alles andere schlichtweg nicht funktionieren kann (ohne jedoch die Beweise dafür zu erbringen, die sie doch selber fordern)

Eigentlich wundert es mich, das Argumente vorgebracht werden, die sich selber ad absurdum führen, in dem sie einerseits einräumen, dass sie sich damit beschäftigt haben und wissen, dass es verderblich ist und gleichzeitig etwas anderes nicht ausprobiert haben und wissen, dass es verderblich ist.

Und es wundert mich, dass manche User die Presslufthammermethode anwenden, um ihre Meinung…äh…die Fakten natürlich kundzutun und Meinungen/Interesse anderer nicht tolerieren, sondern sie mit Gift und Galle bespritzen.

In diesem Sinne klinke ich mich jetzt entgültig aus dieser Diskussion, ich bedanke mich bei Ihnen, Franzi, für die Fairniss, mich zu siezen und mir damit einige unangenehme Erinnerungen mit Mobbing zu ersparen.

Lieben Gruß
Michael Vogl

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Moin,

Eigentlich wundert es mich mehr, dass hier einige Menschen die
Wissenschaft als höchsten Gott ansehen und alles, was sie
nicht kennen, erstmal vorverurteilen, inklusive jene Menschen,
die sich darüber Gedanken machen.

mir wurde vor Jahren von einer Freundin ein Buch dieses Herrn Opitz in die Hand gedrückt (irgenwas mit Ernährung) und auch in diesem Vorwort ließ er sich von einem anderen Herrn beweihräuchern und auch eine irre hohe Zahl als IQ geisterte durch den Text. Mir wurde dieses Buch in den höchsten Tönen angepriesen, aber durch das Vorwort war ich gewarnt und die ersten Seiten der Lektüre gaben mir Recht.
Da wurden lustig falsche und verfälschte Dinge zusammengeworfen, einmal umgerührt und als neue Wahrheit verkauft. Fleißig Esokrams mit Pseudowissenschaft vermengt und nach ein paar Seiten war ich die Lektüre leid.
Weder weltbewegende Neuheiten wurden berichtet, noch etwas, was mich auch nur ansatzweise beeindruckte. Kurz gesagt - Stuss.
Dazu war der Schreibstil auch nicht angetan, zu weiterer Lektüre zu ermuntern.

Man muss nicht allen Mist kennen. Wer dicke Behauptungen aufstellt, muss dicke Beweise liefern. Und das hat der Herr nicht getan.

Gandalf

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Moin,

Erinnert mich an ‚wer
heilt hat recht‘ - ein Spruch der gern in Zusammenhang mit
Homöopathie gebracht wird - und der auch falsch ist.

auch wenn ich im Allgemeinen Deine Meinung hier teile, hier muss ich Dir widersprechen.
Wer heilt hat recht!
Wie jemand heilt ist völlig wurscht, wenn eine Heilung stattgefunden hat, hat der Heilende richtig gehandelt, auch wenn es nur subjektiv für den Geheilten gilt.

Gandalf

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Kurzes OT

Wer heilt hat recht!
Wie jemand heilt ist völlig wurscht, wenn eine Heilung
stattgefunden hat, hat der Heilende richtig gehandelt, auch
wenn es nur subjektiv für den Geheilten gilt.

Ein kurzer Denkanstoß (der mich von dieser Überzeugung abgebracht hat)

Muss da nicht erst einmal geklärt werden, ob der Patient tatsächlich von einer – wirklich vorhandenen – Krankheit geheilt wurde? Und ob es die Therapie war die geheilt hat?

Z.B.
‚Wenn ich nicht auf die Fugen auf dem Gehweg trete, regnet es morgen nicht‘
Da leuchtet jedem ein - das ist magisches Denken und zwischen ‚auf die Fugen treten‘ hat nichts mit dem Wetter zu tun.
Wenn ich Zuckerkügelchen schlucke und am nächsten Tag die Rückenschmerzen weg sind, soll man aber glauben, dass diese beiden Tatsachen etwas miteinander zu tun haben?
Beim ‚Heilen‘ ist es schwierig, herauszufinden ob es geänderte Rahmenbedingungen die die Verbesserung bewirkt haben oder das Medikament, bzw. die Behandlung. Wofür sonst die Tierversuche, die teuren Tests und die Studien unter den standardisierten Rahmenbedingungen?

Auch ‚Therapien‘ ohne eigene Wirkung können erstaunlich gut ‚wirken‘. Es sind aber nicht die Therapien oder die Medizin die da wirken, sondern unterschiedliche Phänomene wie z.B. der Placebo-Effekt (den es auch bei ‚normalen‘ Medikamenten und Behandlungen gibt und der erforscht wird), das Regenerationsvermögen das jeder Körper hat, ein Symptom wird eine Zeit lang gelindert aber die Krankheit bleibt bestehen … usw.

Deswegen ist der Satz ‚Wer heilt hat Recht‘ falsch. Denn er wer sagt denn, dass es ‚Wer‘ war der geheilt hat?

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Moin,

Wenn ich Zuckerkügelchen schlucke und am nächsten Tag die
Rückenschmerzen weg sind, soll man aber glauben, dass diese
beiden Tatsachen etwas miteinander zu tun haben?

schon, nennt sich Placeboeffekt. Nebenbei ist auch die Schulmedihzin ohne diesen Effekt wesentlich ärmer.
Konnte man z.B. an Studien festmachen, in der zwei Gruppen von echten Ärzten echte, aber nicht schwerwiegende Erkrankungen behandelten.
Die einen trugen die üblichen Insignien wie weißer Kittel, Stethoskop etc. die anderen zivil.
In der ersten Gruppe war der Heilerfolg deutlich größer.

Beim ‚Heilen‘ ist es schwierig, herauszufinden ob es geänderte
Rahmenbedingungen die die Verbesserung bewirkt haben oder das
Medikament, bzw. die Behandlung. Wofür sonst die Tierversuche,
die teuren Tests und die Studien unter den standardisierten
Rahmenbedingungen?

Oh, da wird auch geglättet und geschönt.
Vor nicht allzulanger Zeit haben die Krankenkassen eine Liste mit wirkungslosen Medikamenten aufgestellt, die diese klinischen Tests durchlaufen haben.

Auch ‚Therapien‘ ohne eigene Wirkung können erstaunlich gut
‚wirken‘.

Eben, nur kannst Du die Anführungszeichen weglassen.

Es sind aber nicht die Therapien oder die Medizin
die da wirken, sondern unterschiedliche Phänomene wie z.B. der
Placebo-Effekt (den es auch bei ‚normalen‘ Medikamenten und
Behandlungen gibt und der erforscht wird), das
Regenerationsvermögen das jeder Körper hat, ein Symptom wird
eine Zeit lang gelindert aber die Krankheit bleibt bestehen
… usw.

Schon, aber es tritt eine Heilung ein, die ansonsten nicht, oder verzögert eingetreten wäre.
Somit trat objektiv eine Heilung ein.

Deswegen ist der Satz ‚Wer heilt hat Recht‘ falsch.

Nö.

Denn er
wer sagt denn, dass es ‚Wer‘ war der geheilt hat?

Derjenige, der die Therapie angewendet hat.
Das hat mit magischen Denken nichts zu tun!

Nebenbei, ich bin kein Anhänger von Methoden wie Homöopathie etc. aber wenn durch solche Methoden (und sei es über Placebo, autosuggestion etc.) Heilerfolge zu erzielen sind, dann haben sie ihre Berechtigung.
Pragmatismus sozusagen.

Einen Knochenbruch oder einen Diabetis wird man so nicht therapieren können, das sind wir uns sicher einig.

Gandalf

Hallo,

Ich hatte die Frage zuerst im Brett „Medizin“. Sie wurde nur
nach Psychologie verschoben.

Medizin ist mindestens genauso wissenschaftlich wie Psychologie.

was hat das mit Deiner
Ursprungsfrage zu tun?

Was hat Pollux36 Argumentation mit meiner Ursprungsfrage zu
tun?

Welche Argumentation meinst Du? Ich finde seine Antwort ganz gut formuliert.

Viele Grüße

Hallo,
wenn wir halbwegs wissenschaftlich bleiben wollen, dann stellt sich dabei immer die Frage nach dem Zusammenhang. Was wurde geheilt und womit. Wenn diese Frage nicht eindeutig geklärt ist, dann kann nicht davon gesprochen werden, dass eine Heilung auf Grund von einem Medikament, Hand auflegen, Sonnentanz oder Therapie stattgefunden hat. Alles andere ist reine Spekulation und dafür sind wir im falschen Brett.

Viele Grüße

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