Letzte Rettung Kündigung?

Hallo,

wie ich weiter oben schon geschrieben habe, stehe ich momentan ständig unter Streß und habe Konzentrationsprobleme. Das hängt vor allem mit meiner derzeitigen beruflichen Situation zusammen. Nach dem heutigen Tag (Beurteilung durch Gruppenleiter) bin ich kurz davor lieber alles sofort hinzuschmeissen als noch länger in der Firma zu bleiben und gesundheitliche Schäden (Herzinfakt, Nervenzusammenbruch) zu riskieren. Der Chef hat es zwar nicht ausgesprochen und ist auch nicht näher darauf eingegangen, aber falls ich meine Leistung nicht steigere (das ist mittlerweile ein Teufelskreis = schlechte Beurteilung, keine Motivation, wieder schlechte Beurteilung), dann…bla bla. Wie es halt so läuft wenn man die Leute unter Druck setzen will.
Betriebsrat? Haben wir jede Menge, aber was nützen die wirklich? Ich habe mich schon mehrfach mit ihm in Verbindung gesetzt, er hat mir zwar offene Stellen in anderen Abteilungen gezeigt, für die ich aber mindestens ein Studium abgeschlossen müßte. Alternative lt. BR: Kündigen.
Ich bin momentan wirklich soweit, das ich lieber den nächstbesten Job, notfalls bei einer Zeitarbeitsfirma annehmen würde als mich noch länger herumzuquälen. Die Folgen (beim Arbeitslosengeld) bei einer Kündigung durch den AN sind mir bekannt, würde ich aber in Kauf nehmen. Ist es oder geht es jemand auch so wie mir? Vielen Dank für Eure Antworten.
Gruß
Roland

(sorry für den laangen Text :smile: )

Hallo Namensvetter,

vielleicht mal ein wenig mehr schreiben, weil den ersten Teil deiner Probleme kenne ich nicht.

Zu deiner Ausführung hier:

„ständig unter Streß und habe Konzentrationsprobleme“:

Streß macht man sich selber! Sagt dir die Arbeit nicht zu, liegt Dir das Aufgabengebiet nicht, gibt es emontionelle Probleme mit Vorgesetzten, Mitarbeitern oder Untergebenen? Du bist selber daran Schuld, wenn Du Streß aufkommen läßt, es muß eine Quelle dafür geben.

"Leistung nicht steigere ": Wie wird die Leitung bei euch gemessen??

„noch länger herumzuquälen“: Sagt dir die Arbeit nicht zu? Dann kündige doch lieber, oder überdenke deine Einstellung zu dem Job.

Mehr kann ich zur Zeit nicht sagen, weiß ja noch nicht einmal wie alt Du bist.

Roland Sirtl

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi -

kann deine Situation nachvollziehen, zumindest, was das ausgebrannt sein und die Demotivation weiter dort zu arbeiten angeht.

Ich hab schon häufiger im Leben die Konsequenz gezogen, wenn mir der Laden nicht gepasst hat, sei es wegen Mobbing oder anderen Dingen, und gekündigt. Allerdings hatte ich immer schon was Neues im Petto.

Wie wäre es denn, mal mit nem gelben Schein ein bisschen zu pausieren (wenn es wirklich unerträglich ist, und alles eher auf Mobbing und Rausekeln hinausläuft) und dich auf dem Markt umzusehen und ggf. schon mal bei ner Zeitarbeitsfirma vorbei zu schauen…? Oder mach einen ausgedehnten Urlaub, wenn das machbar ist. Und komm frisch ans Werk zurück und zeig ihnen, wo der Hammer hängt.

Einfach so kündigen würde ich nicht. Ist nicht gut für dein Ego-> sie haben erreicht, was sie wollten.

Gruß
Gerry

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Roland,

kurz zu meiner Person: Bin fast 34 Jahre alt, seit fast 10 Jahren in der gleichen Firma und Abteilung beschäftigt. Den Streß und Ärger habe ich zwar schon länger, aber so richtig zugespitzt hat er sich erst seit letztem Jahr, als in der Schlußphase meiner nebenberuflichen Weiterbildung war (sprich die Prüfungen standen bevor und ich mußte trotzdem Überstunden machen und Vertretungen machen). In einigen Fächern bin ich dann durchgerasselt, seitdem bin ich nicht mehr voll konzentriert bei der Arbeit.

Streß macht man sich selber! Sagt dir die Arbeit nicht zu,
liegt Dir das Aufgabengebiet nicht, gibt es emontionelle
Probleme mit Vorgesetzten, Mitarbeitern oder Untergebenen?

Du:bist selber daran Schuld, wenn Du Streß aufkommen läßt, es muß

eine Quelle dafür geben.

Sicher einen Teil trage ich dazu bei, ich versuche alles perfekt zu machen und versteife mich dann in der Aufgabe. Das Problem liegt halt auch im Aufgabengebiet, meine Weiterbildung qualifiziert mich eigentlich für höherwertige Aufgaben, diese bekomme ich aber nicht da ich erstmal die „normlen“ Aufgaben pflichtgemäß erfüllen soll. Solche Sätze motivieren mich ja ungemein.

"Leistung nicht steigere ": Wie wird die Leitung bei euch
gemessen?? Na ja, sie setzen die Meßlatte ziemlich hoch an. Wer nicht drüber kommt, hat Pech gehabt. Sie setzen halt ihr eigenes Pensum als Standard. Wobei sie bis nachts um 8 Uhr oder daheim noch arbeiten. Dazu kommt noch die leidige Sache Gleitzeit: Gehen wir pünktlich nach Hause ist es nicht recht („Bleistiftfallenlasser“) oder machen wir Überstunden heißt es: Der kommt mit seiner Arbeit nicht nach.

Die derzeitige Situation ist ziemlich festgefahren, ich sehe daher als einzige Lösung nur die Kündigung, die noch dieses Jahr erfolgen müßte, da ich ab 2006 4 Monate Kündigungsfrist habe.

Gruß

Roland

‚immer schon was Neues im Petto‘
Hi Roland,

Hi -

anderen Dingen, und gekündigt. Allerdings hatte ich immer
schon was Neues im Petto.

„was Neues in Petto“ - ja, sowas macht Sinn.
Roland, bewirb dich erstmal woanders, guck erstmal wieviele Einladungen du auf
so 20 Bewerbungen bekommst. Eine, zwei, oder gar zehn ?

Mach das mal, das ist ungemein beruhigend. Du bekommst auch meist einen
schönen Kaffee, manchmal was zu Essen und das Fahrgeld erstattet. Und vor allem: Lass dir
den ‚Arbeitsvertrag‘ unterschreibfähig zuschicken. Wie viel echte Arbeitsverträge bekommst
du so auf 50 Bewerbungen ? Einen, zwei oder keinen ? Mach mal.
Sowas ist echt beruhigend.
Im Falle eines echten AV’s: Freu.
Im Falle lauter Absagen: auch Freu - weil du ja einen Job hast…

VG,
-Thomas
(der für eine Einladung zum Bewerbungsgespräch ca. 5 bis 10 Bewerbungen schreiben muss…)

Mach das mal, das ist ungemein beruhigend. Du bekommst auch
meist einen
schönen Kaffee, manchmal was zu Essen und das Fahrgeld
erstattet.

also mit dem Fahrgeld, das hab ich seit 20 Jahren nicht mehr erlebt. SElbst wenn ich 600 Km reisen müsste, „die Fahrtkosten können wir leider nicht erstatten“. DAs geht ja schon oft damit los, dass man frankierte Rückumschläge der BEwerbung beifügen muss… und dann bekommt man die Unterlagen trotzdem nicht zurück.

Aber das ist ein anderes Thema. Was aber auch interessant zu diskutieren wäre… „das Verhalten von pot. Arbeitgebern“…

Grüße
Gerry

Hallo Roland,

kurz zu meiner Person: Bin fast 34 Jahre alt, seit fast 10
Jahren in der gleichen Firma und Abteilung beschäftigt. Den
Streß und Ärger habe ich zwar schon länger, aber so richtig
zugespitzt hat er sich erst seit letztem Jahr, als in der
Schlußphase meiner nebenberuflichen Weiterbildung war (sprich
die Prüfungen standen bevor und ich mußte trotzdem Überstunden
machen und Vertretungen machen). In einigen Fächern bin ich
dann durchgerasselt, seitdem bin ich nicht mehr voll
konzentriert bei der Arbeit.

hm - das würde heutzutage ein AG als „nicht belastbar“ abtun… und damit hast du das Problem an der Backe, du musst rechtfertigen, warum du, wenn du schon nciht belastbar bist, dann höherwertige Aufgaben haben möchtest (nimm das bitte nicht krumm, aber solche BEgründungen kenne ich von AGs).

Sicher einen Teil trage ich dazu bei, ich versuche alles
perfekt zu machen und versteife mich dann in der Aufgabe. Das
Problem liegt halt auch im Aufgabengebiet, meine Weiterbildung
qualifiziert mich eigentlich für höherwertige Aufgaben, diese
bekomme ich aber nicht da ich erstmal die „normlen“ Aufgaben
pflichtgemäß erfüllen soll. Solche Sätze motivieren mich ja
ungemein.

ein Teufelskreis - siehe oben.

"Leistung nicht steigere ": Wie wird die Leitung bei euch
gemessen?? Na ja, sie setzen die Meßlatte ziemlich hoch an. Wer nicht drüber kommt, hat Pech gehabt. Sie setzen halt ihr eigenes Pensum als Standard.

klar - was sollen sie sonst als Messlatte nehmen?

Wobei sie bis nachts um 8 Uhr oder daheim noch arbeiten.

Also um 20:00 Uhr habe ich oft gearbeitet. DAs halte ich ab und an für völlig normal. Heikel wird’s dann, wenn regelmäßig echte Nachtschichten oder Wochenenden eingelegt werden sollen. Da muss ich sagen, bist du vielleicht wirklich ein wenig „wehleidig“, wenn du 20:00 Uhr für „nachts“ hältst und das schlimm findest. Du musst das ja nicht täglich machen. Und wenn die Geschäfts- oder Abteilungsleitung das regelmäßig macht, ist das ihr Ding.

Dazu kommt noch die leidige Sache Gleitzeit: Gehen wir pünktlich
nach Hause ist es nicht recht („Bleistiftfallenlasser“)
oder machen :wir Überstunden heißt es: Der kommt mit seiner
Arbeit nicht nach.

das ist ein generelles Problem, dass ich aus einigen Firmen so kenne (auch ohne Gleitzeit, damit hat das nix zu tun). Ich fürchte, da hilft dir nur, selbstbewusst sein und durch. Du weißt, was du schaffst und du weißt, wann du das REcht hast pünktlich zu gehen und Du weißt, wann es angebracht ist, Überstunden zu machen. Durch so einen Kinderkram darfst du dich nicht mürbe machen lassen.

Die derzeitige Situation ist ziemlich festgefahren, ich sehe
daher als einzige Lösung nur die Kündigung, die noch dieses
Jahr erfolgen müßte, da ich ab 2006 4 Monate Kündigungsfrist
habe.

Wie schon gesagt, kann ich absolut verstehen. Aber besser und gesünder und vor allem Zukunftsträchtiger wäre es, deine Interessen durchzusetzen . Wenn du allerdings schon seit 10 Jahren in der Bude bist, dann kann es auch nciht schaden, sich mal nach was Neuem umzusehen. Völlig legitim. Aber such dir erst was und kündige dann.

Es ist nicht mehr so leicht, wie noch vor fünf Jahren (da hatte ich mit einer Bewerbung einen neuen Job) - das musste ich in diesem Jahr zumindest erfahren.

Grüße
Gerry

Gruß

Roland

Hi, Roland,
Das wäre nicht die ‚letzte Rettung‘, sondern der ‚nächste Anfang‘.
In Deiner Situation war ich öfter als einmal.
Ich habe jedesmal gekündigt, und dabei zweimal eine ‚Lebensstellung‘ -einmal eine Beamtenlaufbahn- aufgegeben. Also weiß ich wovon ich rede. Un wie froh bin ich heute, daß ich es getan habe!

Weißt Du wie frei ich heute bin, niemamdem in den Hintern gekrochen sein zu müssen (diese Vorstellung schleppst Du Dein ganzes Leben lang mit rum. Und sei es auch nur eine Kleinigkeit, sie beeinflußt Dich unbewusst; also tu sowas nie).
Ich habe stattdessen die Welt gesehen. Ich habe interessante Leute kennen gelernt. Ich habe mir meine Projekte selber aussuchen können.
Das heißt nicht, daß es keinen Streß gab. Den gibt’s -gottseidank- überall.
Streß fordert, das ist das Gute daran.

Bevor Du Dir (bleibende?) gesundheitliche Schäden einhandelst
-ich habe eines Tages auf dem Boden gelegen und konnte mich vor Schmerzen nicht mehr bewegen-, solltest Du die Konsequenzen ziehen. Du mußt sie ziehen.
Und Du kannst nicht ausschließen, daß Deine ‚Stimmung‘ sich nicht auf Dein Umfeld zu Hause überträgt. Da kannst Du von dort aus u.U. zusätzlich Druck kriegen; Dir eventuell sogar die Rote Karte einhandeln.

Im übrigen, Deine Situation ist heutzutage bestens bekannt,
rufe Deine Krankenkasse an und frage dort nach Hilfe.
Diese Empfehlung ist kein Witz.

Und zum Ende:
Junger Freund, es kommt immer besser.
Deine Situation ist ein ‚dezenter‘ Hinweis darauf,
daß Du Dich um etwas bemühen sollst, daß Dir weitaus mehr
Freude, Achtung, Geld, Selbstbewusstsein, … bringt.
Also tu es einfach.
Es stärkt Dir ungemein das Selbstbewusstsein,
wenn Du eine neue Aufgabe erfolgreich angehst.
Du hast noch mindestens 30 Jahre;
möchtest Du so weitermachen wie jetzt?
Die Welt ‚da draußen‘ ist so schön.
Die muß man sich nicht kaputtmachen lassen
von irgendwelchen Idioten.

Viel Erfolg - digi (aEg)

Hallo Digi,

In Deiner Situation war ich öfter als einmal.
Ich habe jedesmal gekündigt, und dabei zweimal eine
‚Lebensstellung‘ -einmal eine Beamtenlaufbahn- aufgegeben.
Also weiß ich wovon ich rede. Un wie froh bin ich heute, daß
ich es getan habe!

DAs ist die eine Seite.

Weißt Du wie frei ich heute bin, niemamdem in den Hintern
gekrochen sein zu müssen

Und darum geht es ja grad nicht. Er soll niemanden in den Hintern kriechen, er soll selbstbewusst werden und versuchen sein Ding durchzuziehen. Auch wenn ich es genauso wie du - Digi - in meinem bisherigen Leben gemacht habe (und jetzt nur noch zum Brötchen verdienen arbeiten gehe, um so schnell wie möglich das Angestelltendasein endlich beenden zu können), weiß ich manchmal nicht, ob es richtig so war.

Die Kehrseite der Medaille ist nämlich, dass du irgendwann das GEfühl bekommst, immer wieder den Schwanz einzuziehen, anstatt auf den Tisch zu hauen. MIR jedenfalls kommt es rückblickend so vor. So manch einen Traumjob hätt ich mit ein bisschen Mumm in den Knochen - nach meinem Gusto - weiter machen können.

Bevor Du Dir (bleibende?) gesundheitliche Schäden einhandelst
-ich habe eines Tages auf dem Boden gelegen und konnte mich
vor Schmerzen nicht mehr bewegen-, solltest Du die
Konsequenzen ziehen. Du mußt sie ziehen.

Sicherlich hast du damit völlig Recht. DAzu sollte Roland mal klären, inwiefern ihn das zermürbt und inwieweit er die Persönlichkeit hat, sich durchzusetzen bzw. ob er meint, das lernen zu können.

Sicherlich, wenn er das nicht kann/möchte, dann bleibt eigentlich nur die Selbständigkeit oder das Glück ein tolles Team zu finden (schwer, wie wir sicher alle wissen) oder er lässt sich weiter unterbuttern, macht das, was er soll und regt sich nicht weiter auf und freut sich monatlich über den „Gehaltsscheck“. Auch das ist schwer, und gelingt mir selbst heute noch nicht. Ich reg mich nach wie vor auf über Mist, obwohl mir mein Job echt so gar nix bedeutet… da steckt keinerlei Herzblut dahinter… Und trotzdem lass ich irgendwelche Scheiße an mich heran, die mich sogar manchmal fast krank macht… völlig schwachsinnig.

Im übrigen, Deine Situation ist heutzutage bestens bekannt,
rufe Deine Krankenkasse an und frage dort nach Hilfe.
Diese Empfehlung ist kein Witz.

da stimme ich dir auch zu. Aber ich würd nicht die Krankenkasse anrufen, sondern mit dem ARzt meines Vertrauens darüber sprechen.

Und zum Ende:
Junger Freund, es kommt immer besser.
Deine Situation ist ein ‚dezenter‘ Hinweis darauf,
daß Du Dich um etwas bemühen sollst, daß Dir weitaus mehr
Freude, Achtung, Geld, Selbstbewusstsein, … bringt.

genau, zumal nach 10 Jahren…

Grüße
Gerry

Hi Demenzia

Im übrigen, Deine Situation ist heutzutage bestens bekannt,
rufe Deine Krankenkasse an und frage dort nach Hilfe.
Diese Empfehlung ist kein Witz.

da stimme ich dir auch zu. Aber ich würd nicht die
Krankenkasse anrufen, sondern mit dem Arzt meines Vertrauens
darüber sprechen.

Auch, Demenzia, auch (oder sogar zuerst) die Krankenkasse!
Die haben mittlerweile Programme dafür,
die der Doc (noch) nicht kennt.
Ich denke, dieses ist keine Schleichwerbung,
weil andere ähnliche Progamme anbieten:
DAK-fit Seiten 16/17.
http://www.dak.de/content/dakpatinfo/dakgesundheitdi…
http://www.dak.de/content/dakratgeber/gesundheitsrat…

Viel Erfolg - digi

Und darum geht es ja grad nicht. Er soll niemanden in den
Hintern kriechen, er soll selbstbewusst werden und versuchen
sein Ding durchzuziehen.

Da halte ich den ‚Aufwand‘ für einfach vergeudet.
Nächstes mal wird’s dann halt böser.
Denn der ‚Auf-den-Tisch-Gehauene‘ vergisst sowas nie.

Auch wenn ich es genauso wie du -
Digi - in meinem bisherigen Leben gemacht habe (und jetzt nur
noch zum Brötchen verdienen arbeiten gehe, um so schnell wie
möglich das Angestelltendasein endlich beenden zu können),
weiß ich manchmal nicht, ob es richtig so war.

Keine Frage! Es war richtig!
Selbst wenn Du ‚Schiffbruch‘ erleiden solltest,
-gottverdeckel- Du hast es versucht wenigstens und gemacht.

Die Kehrseite der Medaille ist nämlich, dass du irgendwann das
Gefühl bekommst, immer wieder den Schwanz einzuziehen, anstatt
auf den Tisch zu hauen.

Auf den Tisch gehauen — und dann?
Auf den Tisch hauen sollte man nur mit konstruktiven Vorschlägen zur Hand;
und die wird ‚man‘ nicht abnehmen.

MIR jedenfalls kommt es rückblickend
so vor. So manch einen Traumjob hätt ich mit ein bisschen Mumm
in den Knochen - nach meinem Gusto - weiter machen können.

Dieser Effekt wird leicht dadurch wieder aufgewogen,
daß man Dir als Externe® viel besser zuhört.

Bevor Du Dir (bleibende?) gesundheitliche Schäden einhandelst
-ich habe eines Tages auf dem Boden gelegen und konnte mich
vor Schmerzen nicht mehr bewegen-, solltest Du die
Konsequenzen ziehen. Du mußt sie ziehen.

Sicherlich hast du damit völlig Recht. DAzu sollte Roland mal
klären, inwiefern ihn das zermürbt und inwieweit er die
Persönlichkeit hat, sich durchzusetzen bzw. ob er meint, das
lernen zu können.

Das kann er m.E. in dieser Situation nicht mehr durchziehen.
Nach zehn Jahren sollte man die Tapeten sowieso gewechselt haben.

Sicherlich, wenn er das nicht kann/möchte, dann bleibt
eigentlich nur die Selbständigkeit oder das Glück ein tolles
Team zu finden (schwer, wie wir sicher alle wissen) oder er
lässt sich weiter unterbuttern, macht das, was er soll und
regt sich nicht weiter auf und freut sich monatlich über den
„Gehaltsscheck“. Auch das ist schwer, und gelingt mir selbst
heute noch nicht.

Gratulation !

Ich reg mich nach wie vor auf über Mist,
obwohl mir mein Job echt so gar nix bedeutet… da steckt
keinerlei Herzblut dahinter… Und trotzdem lass ich
irgendwelche Scheiße an mich heran, die mich sogar manchmal
fast krank macht… völlig schwachsinnig.

Schwachsinnig? Hat das was mit Deinem Nick zu tun? :=)
Nein, ernst, Du kannst dagegen nicht an.
Gegen seine Natur kann niemand antreten.
Und ich finde, es gehört mehr Mut dazu, die Stechkarte abzugeben,
als sich mit irgendwelchen Knalltüten auf Dauer rumzuschlagen.
Deswegen -genau deswegen- auch meine Meinung, er möge sich ne andere Aufgabe suchen.
____________________________________

Hallo Gerry,

hm - das würde heutzutage ein AG als „nicht belastbar“
abtun… und damit hast du das Problem an der Backe, du musst
rechtfertigen, warum du, wenn du schon nciht belastbar bist,
dann höherwertige Aufgaben haben möchtest (nimm das bitte
nicht krumm, aber solche BEgründungen kenne ich von AGs).

Das Abwertung „nicht streßresistent“ bzw. belastbar kommt mittlerweile bei jeder Beurteilung in der ganzen Abteilung (über 50 Leute) vor. Keiner kann es den Chefs recht machen, außer denen die sich eingeschleimt haben bzw. Bambi Augen, enges T-Shirt und einen geschlitzten Rock haben! (Ist ne Tatsache). Ich baue ja keinen absoluten Pfusch (den haben die großen Chefs gemacht: vor 10 Jahren kaufen sie ein Unternehmen für umgerechnet 1 Millarde Euro jetzt haben sie es für knapp 500 Mio verkauft, hat sich rentiert…)

Sicher einen Teil trage ich dazu bei, ich versuche alles
perfekt zu machen und versteife mich dann in der Aufgabe. Das
Problem liegt halt auch im Aufgabengebiet, meine Weiterbildung
qualifiziert mich eigentlich für höherwertige Aufgaben, diese
bekomme ich aber nicht da ich erstmal die „normlen“ Aufgaben
pflichtgemäß erfüllen soll. Solche Sätze motivieren mich ja
ungemein.

ein Teufelskreis - siehe oben.

Noch dazu, da ich in keinster Weise in meiner Weiterbildung unterstützt wurde (eine Kollegin aus der anderen Abteilung hat Bildungsurlaub für die Prüfungen bekommen, ich nicht) Die Chefs fordern zwar, aber fördern tun sie nur bestimmte Leute.

Wobei sie bis nachts um 8 Uhr oder daheim noch arbeiten.

Also um 20:00 Uhr habe ich oft gearbeitet. DAs halte ich ab
und an für völlig normal. Heikel wird’s dann, wenn regelmäßig
echte Nachtschichten oder Wochenenden eingelegt werden sollen.
Da muss ich sagen, bist du vielleicht wirklich ein wenig
„wehleidig“, wenn du 20:00 Uhr für „nachts“ hältst und das
schlimm findest. Du musst das ja nicht täglich machen. Und
wenn die Geschäfts- oder Abteilungsleitung das regelmäßig
macht, ist das ihr Ding.

Das mit nachts war überspitzt formuliert. Ich gehöre zu denen die z.B. Freitags zu 90 Prozent bis 16 Uhr da sind während andere grundsätzlich Punkt 12 Uhr abhauen egal ob jemand noch ein Anliegen hat. Ich fange ja schon um 7 Uhr früh an, soll ich dann etwa noch bis abends, am Wochenende und Feiertags wie die Chefs arbeiten? Arbeiten bis zum Herzinfakt, ist das das wahre? In einer anderen Abteilung ist schon einer nach einem Anfall mit dem Leichenwagen weggefahren worden. So will ich nicht enden.

machen lassen.
.

Wie schon gesagt, kann ich absolut verstehen. Aber besser und
gesünder und vor allem Zukunftsträchtiger wäre es, deine
Interessen durchzusetzen .

Leicht gesagt, schwer getan wenn die Chefs kaum Ahnung von Mitarbeiterführung haben. Eine Kollege macht seinen Betriebswirt und hätte im Dezember Prüfungen bekommt aber keinen Urlaub, da ab Dezember grundsätzlich Urlaubssperre ist. Ihm ist auch gesagt worden, wenn er mit dem BW fertig ist, soll er sich woanders was suchen, als Betriebswirt ist er dann hier überqualifiziert.

Sch… Spiel

Gruß

Roland

Es ist nicht mehr so leicht, wie noch vor fünf Jahren (da
hatte ich mit einer Bewerbung einen neuen Job) - das musste
ich in diesem Jahr zumindest erfahren.

Grüße
Gerry

Gruß

Roland

Hi Roland,

Das Abwertung „nicht streßresistent“ bzw. belastbar kommt
mittlerweile bei jeder Beurteilung in der ganzen Abteilung
(über 50 Leute) vor.

Ist ja auch hübsch einfach…

außer denen die sich eingeschleimt haben bzw. Bambi Augen,
enges T-Shirt und einen geschlitzten Rock haben! (Ist ne
Tatsache).

hm - eh klar… aber was mich immer wieder gewundert hat in den Unternehmen, in denen ich das erlebt habe und dann mein Säckel gepackt habe: da gab es immer - zu 90% - Leute auf meiner Ebene, die statt um 09:00 um 10:00 kamen und statt um 18:00 um 16:30 gingen. Nie, aber auch nie am Wochenende da waren oder mal länger blieben. Wie gesagt, gleiche Ebene, gleicher Job. Ausbaden durften diese „Faulheit“ ein bis zwei Kolleginnen und ich. Wir waren blöd genug unseren Job ernst zu nehmen und da irgendwie auch ein Ergebnis zu erarbeiten, was anderen völlig schnurz war. Die gingen halt zum Samba Kurs. Oder glaubst du, die haben alle mit den Chefs gepoppt? hm…

Andererseits: wir waren wohl einfach zu blöd, Grenzen zu setzen.

Diese anderen wurden nämlich nie nich von ihren Chefs bequängelt oder so. Im Gegenteil, die wurden von allen hofiert…

Da versteht man dann die Welt nicht mehr. ABer ich fürchte, das liegt in der Natur der eigenen Persönlichkeitsstruktur. Ich merk schon wieder, dass ich mich schwer tu, Grenzen zu setzen. Obwohl ich jetzt nun wirklich in der „Scheiß-egal-Situation“ WÄRE. Bin ich auch, aber ich zieh mir schon wieder SChuhe an, die ich auch in der Ecke stehen lassen könnte.
.

ein Teufelskreis - siehe oben.

Noch dazu, da ich in keinster Weise in meiner Weiterbildung
unterstützt wurde (

so isses halt. Sollte man auch nicht drauf drängen, denn damit begibst du dich nur noch mehr unter die Firmen-Fittiche… am besten noch die Weiterbildung vom Unternehmen finanzieren lassen… uijuijui…

Ich fange ja schon um 7 Uhr früh an, soll
ich dann etwa noch bis abends, am Wochenende und Feiertags wie
die Chefs arbeiten?

siehe oben. Nein, SOLLST du nicht. Du tust schon richtig dran, dich da zu verweigern… da muss ich mich wohl verbessern. Aber generell isses halt durchaus üblich, NICHT pünktlich das Büro zu verlassen. Ich hör das aus allen Ecken. Ich für mich sage mir inzwischen: ich WILL definitiv keinen Stressjob mehr, das hab ich 20 geschlagene Jahre gemacht. Es reicht! Aber was mach ich? Ich lass mich schon wieder einfangen…

Leicht gesagt, schwer getan wenn die Chefs kaum Ahnung von
Mitarbeiterführung haben.

Leider ein weit verbreitetes Übel - sogar in hochkarätigen Unternehmensberatungen *haha*…

Sch… Spiel

Du sagst es, man kann nur versuchen, das Spiel für sich auszureizen.

Ich drück dir die Daumen!

Gruß

Gerry

Es gibt noch Firmen die Fahrtkosten zahlen…
Hi Gerry,

also mit dem Fahrgeld, das hab ich seit 20 Jahren nicht mehr
erlebt. SElbst wenn ich 600 Km reisen müsste, „die Fahrtkosten
können wir leider nicht erstatten“. DAs geht ja schon oft

Also in seltenen Fällen hab ich S-Bahn-Tickets bei der
einladenden Firma nicht abgerechnet. Aber Zugfahrten 500 km und
Hotels immer und ohne rummaulen,
sogar ein Lufthansa-Flugticket hin- und zurück war mal 2003 im Briefkasten (2x 700km) - ganze drei Tage nach deren Telefonanruf ob ich mal kommen kann,

  • was ich schliesslich auch abgeflogen habe :wink: . Geht halt doch ]:smile: .

Grüße
Gerry

Grüße
-Thomas

Hi Thomas,

du schreibst von 2003…

ich hab’s nicht erlebt, aber das heißt ja nicht, dass es das nicht gibt :wink:

Grüße
Gerry

Hallo Roland,

gestern ist ein Arbeitskollege in unserem Betrieb auf der Toilette gestorben. 40 Jahre alt, nie krank, zuverlässige Arbeit, usw.
Du hast die Lösung und es gibt Sachzwänge? Ich habe nach einer Angina-Pectoris meinen Traumjob, den ich schon als Lehrling haben wollte, an den Nagel gehängt. Nicht jeder kann mit einem Job im Büro klar kommen. Visitenkarten, Dienstwagen, Firmenschlüssel, und ein gewisses Image Deiner Position ersetzen nicht einen Funken Deiner Gesundheit. Du hast Dein Problem selbst erkannt… mach was. Fragen nach Deiner Familie, Deinen Freunden usw. - laß sie weg. Es wird keinen geben der Dir helfen kann wenn Du flach liegst. Das ist der längere und schmerzvollere Weg. Wenn Du Glück hast, darfst Du über Dich und Dein (Berufs-) Leben auf einer Intensiv- Station oder in einem Krankenhausbett nachdenken.
Mensch werd wach. Es ist nun mal eine Tatsache, daß es fast nur noch Flaschen in gehobenen Positionen gibt. Die Vorgesetzten die Druck auf den eigenen Schultern tragen und nicht, oder nur dosiert, nach unten weitergeben sind rar.
Mach was für Dich. Tot sind wir lange genug.
Ich wünsche Dir, das Verstehen des PS.
Gruß Norbert.
PS (Noch ein Hinweis aus dem Gedächtnis zitiert
von den Anonymen Alkoholikern:smile:
Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen die ich nicht ändern kann,
die Kraft Dinge zu ändern die ich ändern kann,
und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

Hallo Norbert

danke für die ausführliche Antwort.

gestern ist ein Arbeitskollege in unserem Betrieb auf der

Toilette gestorben.

Ist bei uns auch vor 6 Jahren passiert, er kam gerade von einer Dienstreise zurück und dann Peng. Das übliche in solchen Fällen:
Wir verlieren einen guten Mitarbeitern und werden an ihn denken, das ganzen mit schwarzen Rahmen und die Alibi traueranzeige in der Zeitung ist fertig.
Ich habe nach einer

Angina-Pectoris meinen Traumjob, den ich schon als Lehrling
haben wollte, an den Nagel gehängt. Nicht jeder kann mit einem
Job im Büro klar kommen.

Eigentlich wäre der Job nicht soo schlecht, aber der ganze aufgeblähte Verwaltungsapperat (jetzt haben wir bald mehr Gruppenleiter als wirklich arbeitende) und der Routinekram machen mich krank. An meinen Hobbies habe ich in letzter Zeit auch weniger Interesse, so richtig abschalten und einfach nur entspannen gelingt mir auch immer seltener. Da ist einfach nur diese innere Leere.

Wenn Du Glück hast, darfst Du:über Dich und Dein (Berufs-) Leben auf einer Intensiv- Station oder in einem Krankenhausbett nachdenken.

Da war ich schon mal vor 4 Jahren, auch aufgrund von Arbeitsüberlastungen, danach ist eine Zeitlang gut gegangen und jetzt geht es wieder los.

Ich wünsche Dir, das Verstehen des PS.

Danke, werde darüber nachdenken

Gruß

Roland

PS (Noch ein Hinweis aus dem Gedächtnis zitiert
von den Anonymen Alkoholikern:smile:
Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen die ich
nicht ändern kann,
die Kraft Dinge zu ändern die ich ändern kann,
und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

Hallo,
also wenn Du extrem Stress hast in deinem Job und dich nicht gesundheitlich zugrunde richten willst, solltest du dir in jedem Fall Gedanken machen was du machen möchtest wenn du arbeitslos bist.
Findet man in deiner Gegend nen anderen Job?
Die andere Seite ist das wenn der Job keinen Spass macht ( aus welchen Gründen auch immer ) macht man den eh nicht lange.
Du könntest dich mit deinem Chef unterhalten ob er dir kündigt dann bekommst du keine Sperre vom Arbeitsamt.
Mußt es ihm halt erklären warum und wieso. Aber ich denke mal wenn du schon schlechte Bewertungen bekommst wird sich das Ganze bald erledigt haben. Heutzutage schaut keiner mehr lange zu.
Oder du könntest zu Arzt gehen und dem dein Problem erzählen. Der schreibt dich dann krank. Mach das ein paar mal hintereinander dann dauert es auch nicht lange bis zur Kündigung.

Viel Glück und für die Zukunft einen Job der dir Spass macht und nicht an die Gesundheit geht.

Colorpainter

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Roland,

da muß ich noch mal. Mehr Gruppenleiter als…
Es ist der Untergang jeder Zivilisation wenn es mehr Indianer gibt als Häuplinge. Leider ist es so, daß heute schon unsere Meister ausgebildet werden um Papierchen zu machen und irgendwelche Sesselfurzer auf ihrem Platz zu halten.
Es gibt irgendwo ein Buch (vielleicht kennt es einer der anderen) könnte Mark Twain gewesen sein, da wird beschrieben wie die misserable Struktur zustande kommt. Wenn ein Führer im Vorstand sitzt, achtet er darauf, daß er möglichst „schwächere“ Leute um sich herum versammelt. So hat er selterner Widersprüche zu befürchten. Wenn er nun abtritt, wird sein Nachfolger, der zu den schwächeren gehört, wieder eine Mannschaft von schwächeren um sich versammeln. Wenn das einige male passiert ist kannst Du Dir vorstellen was für Charactere da drinsitzen?
Es ist nicht mehr gewünscht hier. Ich habe aus gesundheitlichen Gründen versucht Lehrer an einer Berufsschule oder Meisterschule zu werden, eine Behinderten-Werkstätte zu leiten. Das geht alles nicht. Selbst da unten sitzt bereits der politische Filz. Da läuft alles in die Richtung Papierchen-Macher.
Wenn es ein Trost ist, meine Gedankengänge zur Zeit:
Ich komme öfter ins europäische Ausland zum arbeiten. Letztes Jahr war ich mehrfach in der Türkei und Italien. In der Türkei fühlte ich mich „arbeitstechnisch“ um 30 Jahre zurückversetzt. Ein erfolgreicher mittlerer Betrieb. Etwa 150 Mitarbeiter. Ein Meister der nocjh Zeit hat seine Leute einzuweisen. Dem nicht dazwischen gefunkt wird, dessen Anweisungen Hand und Fuß haben und befolgt wird. Tolles streßfreies arbeiten. Die Leute gehen rauchen, Tee trinken, Pause machen und der Laden läuft ohne Regelung. Die Mitarbeiter kümmern sich um sich selbst und erziehen sich gegenseitig. Kantine und Tee ist umsonst, selbst die Busfahrten sind frei.
Einfach ein Gedanke. Wenn Deutschland absteigt in der Unternehmens-Kultur und unsere Unternehmen im Ausland viel billiger produzieren, warum gehen wir nicht da hin? Warum nicht für einen anständigen ausländischen Unternehmer arbeiten? Weniger verdienen aber viel billiger leben? Können wir uns nicht daran gewöhnen Bakschisch zu geben offiziell, nur weil in Deutschland Bestechung nur unter der Hand läuft?
Die stolze, korrekte, deutsche Nation.

Heimat? Das ist da, wo ich mein Brot verdienen kann. (ohne krank zu werden) Leider ist die Türkei, am Marmarameer zu warm für einen herzkranken, alten Knacker. Aber meine beiden Jungs machen Ihre Ausbildung, auch mit der Zielsetzung im Ausland zu arbeiten.

Vielleicht kannst Du Dich ja mit dem Gedanken anfreunden?
Ich wünsche Dir ein stressfreies Leben.

Gruß Norbert
Ich glaube ich bin bald soweit

1 „Gefällt mir“

Hier ist es:
http://private.freepage.de/hame/peter

Genau das war der Punkt, weswegen ich seinerzeit
beim Fernmeldedienst der damaligen Deutschen Bundespost
zwei Monate vor dem Beamteneid aufgehört hatte.
Die Ausbildung war allerdings excellent.

Ein Kollege von mir: Ostern.
Stellt Donnerstag abends ein bemaltes Ei in den Aufenthaltsraum
auf den Tisch mit 'nem Zettel: Frohe Ostern.
Den Zettel haben wir am Dienstag zuerst entdeckt und uns gefreut.
Bis zum Telefonanruf.
Am Mittwoch haben wir den Kollegen begraben (Infarkt).
Ich war einer der Träger.
Junge, spätestens da fängst Du an zu überlegen.

Ich putze hier den Rest Schreiben von Norbert weg.
Ich stimme ihm ohne Einschränkung zu.
Und diese Passage möchte ich dafür hervorheben:

Ich komme öfter ins europäische Ausland zum Arbeiten. Letztes
Jahr war ich mehrfach in der Türkei und Italien. In der Türkei
fühlte ich mich „arbeitstechnisch“ um 30 Jahre zurückversetzt.
Ein erfolgreicher mittlerer Betrieb. Etwa 150 Mitarbeiter. Ein
Meister der noch Zeit hat seine Leute einzuweisen. Dem nicht
dazwischen gefunkt wird, dessen Anweisungen Hand und Fuß haben
und befolgt werden. Tolles streßfreies arbeiten. Die Leute gehen
rauchen, Tee trinken, Pause machen - und der Laden läuft ohne
Regelung. Die Mitarbeiter kümmern sich um sich selbst und
erziehen sich gegenseitig. Kantine und Tee ist umsonst, selbst
die Busfahrten sind frei.

Einfach ein Gedanke. Wenn Deutschland absteigt in der
Unternehmens-Kultur und unsere Unternehmen im Ausland viel
billiger produzieren, warum gehen wir nicht da hin? Warum
nicht für einen anständigen ausländischen Unternehmer
arbeiten? Weniger verdienen aber viel billiger leben? Können
wir uns nicht daran gewöhnen Bakschisch zu geben offiziell,
nur weil in Deutschland Bestechung nur unter der Hand läuft?
Die stolze, korrekte, deutsche Nation.

Gruß Norbert
Ich glaube ich bin bald soweit

Ich habe es geschafft, mein Domizil ist Holland - anstatt.
Man kann doch nicht blind in sein eigenes Verderben rennen.

1 „Gefällt mir“