Hallo zusammen!
Also, erst einmal den Ball flach halten!
Die Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes für Libyen (Stand 21. Juli 2003)
„Trotz traditioneller Gastfreundschaft kommt es in Libyen gelegentlich zu Vermögensdelikten gegenüber Ausländern. In der Vergangenheit sind Raubüberfälle mit Waffengewalt in der Küstenregion und in der Gegend um Sebha bekannt geworden. Einzelreisenden wird davon abgeraten, in der Dunkelheit zu fahren und/oder im Auto zu übernachten.
Größere Menschenansammlungen und Demonstrationen sollten gemieden werden, auch wenn frühere Meldungen von Gewalttätigkeiten gegen Ausländer nicht Europäer betrafen.
Bei Straßenkontrollen, Verkehrsumleitungen o.ä. sollte den Anweisungen der Sicherheitskräfte unbedingt Folge geleistet werden. In Zweifelsfällen sollte Kontakt mit dem diensthabenden Offizier aufgenommen werden.
Für die Planung und Durchführung von Reisen durch Libyen stehen libysche Touristikunternehmen zur Verfügung, die mit den örtlichen Gegebenheiten vertraut sind. Die deutsche Botschaft in Tripolis (P.O.Box 302, Tripolis, Tel.: 00218-21-444 85 52, Fax: 00218-21-444 89 68) steht für Rückfragen und weitere Hinweise zur Sicherheit in Libyen gerne zur Verfügung.
Es wird darauf hingewiesen, dass die Einfuhr von alkoholischen Getränken und Schweinefleisch verboten ist. Verstöße können schwere strafrechtliche Konsequenzen haben.“
unterscheiden sich doch deutlich von denen für Algerien (Stand 30.05.2003)
„Das Auswärtige Amt warnt vor Reisen in das Gebiet von Illizi - Hadjadj sowie die Regionen um Djanet und Tamanrasset und empfiehlt, auf jeden Fall bis auf weiteres die sogenannte Gräberpiste zu meiden. Mehrere Gruppen von Saharatouristen werden in Südalgerien vermißt.
Ausserdem liegen bis in die jüngste Vergangenheit Hinweise auf Planungen für mögliche Terroranschläge vor. Die Sicherheitslage in Algerien hat sich seit den neunziger Jahren zwar verbessert. Gleichwohl kommt es weiterhin zu terroristischen Aktivitäten im Küsten- und Bergland im Norden. Bombenanschläge gegen Menschenansammlungen z.B. an Busbahnhöfen oder Märkten können auch in der Hauptstadt Algier nicht ausgeschlossen werden. Die Kabylei ist derzeit Schwerpunkt politischer Unruhen. Ein mögliches Ziel könnten aber auch Transitflughäfen in verschiedenen Landesteilen sein, wie zum Beispiel der Hassi-Messaoud Flughafen bei Ouargla 650 km südlich von Algier.
Am 23. Mai ereignete sich im Norden Algeriens ein schweres Erdbeben mit zahlreichen Todesopfern, dem seither kleinere Nachbeben folgten. Nachbeben sind auch für die kommenden Tage nicht auszuschliessen.
Es wird empfohlen, vor allen Reisen in den nördlichen Teil Algeriens zeitnahe Erkundigungen über die örtliche Sicherheitslage einzuholen. Der algerische Gastgeber/Geschäftspartner bzw. der Reiseveranstalter sollte vor Reiseantritt gebeten werden, die erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen (z. B. Abholung, Unterbringung, Betreuung vor Ort) zu gewährleisten. Reisen innerhalb des Landes sollten möglichst auf dem Luftweg erfolgen.
Reisen in und durch die Sahara sollten nur mit Hilfe eines erfahrenen Reiseunternehmens bzw. nach gründlicher Vorbereitung unternommen werden. Die Grenzen Algeriens zu Tunesien, Libyen, Niger und Mali sind offen, die Grenzräume in der südlichen Sahara für Sicherheitsorgane jedoch schwer kontrollierbar. Hier bilden Banden-, Schleuser- und Schmuggelkriminalität für Reisende ein erhöhtes Sicherheitsrisiko. Die Landgrenze nach Marokko ist geschlossen.
Während der Dämmerung und in der Nachtzeit sollten Fahrten außerhalb der Stadtzentren vermieden werden, da mit falschen Straßensperren von kriminellen oder terroristischen Gruppen gerechnet werden muß.
Die deutsche Botschaft in Algier gibt in Einzelfällen Auskünfte zur aktuellen Sicherheitslage. Die Möglichkeiten zur konsularischen Hilfestellung in Not- und Unglücksfällen sind allerdings angesichts der Größe des Landes begrenzt.
Die deutsche Botschaft in Algier ist unter Tel. 00213-21-741941 / -741956/ -742047 / -746571) zu erreichen.“
Man sollte also die beiden Länder nicht in einen Topf werfen nach dem Motto: „Alles Sahara oder was?“
Ich selbst war im Herbst letzten Jahres mit Partnerin in Libyen. Leider nicht tiefer und länger in der Sahara – weshalb ich auch zu solchen Expeditionen keine kompetente Auskunft erteilen kann – sondern auf „Antike-Trip“ in Tripolitanien und in der Cyrenaica.
Unsere Erfahrungen waren derartig positiv, daß auf jeden Fall eine mittelfristige Wiederholung und Intensivierung geplant ist:
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Die Menschen sind einfach umwerfend. Gar kein Vergleich mit den benachbarten Ländern Ägypten und Tunesien. Dezent zurückhaltende, niemals aufdringlich werdende Freundlichkeit sowie eine Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft, wie ich sie noch nirgendwo anders im nordafrikanischen Raum erlebt habe.
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Gaddhafi scheint seine lang andauernde Pubertät überwunden zu haben und die politischen Verhältnisse sind mit denen Algeriens absolut nicht vergleichbar. Das Land ist innenpolitisch stabil und die Regierung unternimmt sehr viel zum Wohl der Bevölkerung, auch wenn sie außenpolitisch nicht überall Freunde hat - aber mit dem Herrn Bush würde ich auch nicht befreundet sein wollen 
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Das Land öffnet sich vorsichtig dem Tourismus – ich kann nur hoffen, daß die Fehler so manch anderer Länder diesbezüglich vermieden werden – und hat hierfür die denkbar besten Voraussetzungen, auch wenn noch einiges – insbesondere vom Umweltbewußtsein her – im Argen liegt. Mittel- bis langfristig könnte Libyen eine Top-Destination im Mittelmeerraum werden, die von den landschaftlichen, kulninarischen und kulturellen Ressourcen her alles bieten können wird, was des Reisenden Herz begehrt.
Wir haben jedenfalls fest beschlossen, das Land und seine Entwicklung im Auge zu behalten und zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal eine längere Reise dorthin zu unternehmen.
Gruß, Hartmann.