Diese Sachen sind mir nicht neu, und ich verstehe sie auch.
Das erklärt aber nicht das Problem des Fragestellers.
Ich zititiere noch mal die Situation, des hysterischen Professors, (dessen Link hier im Faden erschien und die Frage des Fragenstellers verdeutlicht)
Ein langer Zug (mit mehreren Waggons) fährt mit einer hohen Geschwindigkeit. In der Mitte des Zuges ist ein Beobachter und außerhalb des Zuges steht ein ruhender Beobachter.
Just in dem Moment, wo die beiden Beobachter sich am nächsten sind (also der Fahrende an dem Stehenden vorbeirauscht) schlägt je ein Blitz an der Spitze und am Ende des Zuges ein (oder es gehen die Lampen vorne und hinten an)
Was beobachten die beiden Betrachter?
Laut dem hysterischen Professors, sieht der ruhende Betrachter zeitgleich die beiden Blitze, doch der fahrende sieht den Blitz von der Spitze des Zuges eher, da er dem Licht entgegeneilt und den Blitz vom Ende des Zuges verspätet, da er dem Licht vorauseilt.
Wenn ich Dich richtig verstehe würde laut Deiner Theorie der Fahrende auch beide Blitze gleichzeitig sehen, da er in einem einheitlichen System steckt, dessen Geschwindigkeit nur relativ zu dem Ruhenden meßbar wäre.
Deine eben zitierten Quellen sagen aber genau das gleiche, wie die des hysterischen Professors.
Du gehst davon aus, daß die Taschenlampe mit der gleichen Geschwindigkeit wie der Betrachter durch den Raum rast und betrachtest dies als Inertialsystem.
Bei der Fragestellung ging es um den Moment des Anschaltens der Lampe, und dieser Moment hat keine zeitliche Ausdehnung und somit auch keine Geschwindigkeit. Der Moment des Anschaltens der Lampe ist quasi ein ruhendes Ereignis, von dem sich der Beobachter rasend schnell entfernt.
Wir könnten das Beispiel extrem gestalten, der Beobachter rast mit Lichtgeschwindigkeit, eine Lampe hinter ihm geht an. Wie soll das Licht der Lampe je den Raser einholen, so daß er es wahr nimmt?