Lichtgeschwindigkeit und Relativitätstheorie

Guten Tag!
Im Forum Luft&Raumfahrt tobt eine eher physikalisch orientierte Diskussion zur RT und c. Vielleicht könnten deren naturwissenschaftlichen Inhalte mehr auf dieses Brett verlagert werden?

Nach meiner Ansicht ist die RT bei näherer Betrachtung einfach verkehrt:
1.Es werden dort die Unüberschreitbarkeit und Unerreichbarkeit der Lichtgeschwindigkeit postuliert, doch diese „Theorie“ geht von der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit in dem Sinne aus, dass eine hinzuaddierte zweite Geschwindigkeit nicht zu einer Überschreitung der Lichtgeschwindigkeit führt - somit gehen die obigen Aussagen bereits in die Rechnung ein und werden danach als Resultat behandelt, dass an der besagten Stelle eine senkrechte Asymptote erzeugt.
2.Zwei Objekte mit Lichtgeschwindigkeit, die sich voneinander weg bewegen, haben eine Geschwindigkeit von 2*c, dieser Tatsache wird nach wie vor widersprochen.
3.Die Zeitdilatation wird teilweise mit Hilfe einer querbewegten Lichtuhr hergeleitet, hier muss mit der geometrischen Addition der Geschwindigkeiten gerechnet werden, es kann also nicht einfach gesagt werden, dass hier c nicht überschritten wird.
4.Es wird abgestritten, dass die Übertragung der elektromagnetischen Wellen in einem Medium stattfindet, das traditionell als Äther bezeichnet wird. Es wurden hierzu im M&M-Experiment Messungen in der Lufthülle ausgeführt, die dann auf den Weltraum bezogen wurden.
MfG Gerhard Kemme

Hallo.

Guten Tag!
Im Forum Luft&Raumfahrt tobt eine eher physikalisch
orientierte Diskussion zur RT und c. Vielleicht könnten :deren
naturwissenschaftlichen Inhalte mehr auf dieses Brett
verlagert werden?

Auch auf die Gefahr einer nicht immer 100% treffenden Antwort hin…

Nach meiner Ansicht ist die RT bei näherer Betrachtung :einfach
verkehrt:
1.Es werden dort die Unüberschreitbarkeit und :Unerreichbarkeit
der Lichtgeschwindigkeit postuliert, doch diese :„Theorie“ geht
von der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit in dem Sinne :aus,
dass eine hinzuaddierte zweite Geschwindigkeit nicht zu :einer
Überschreitung der Lichtgeschwindigkeit führt - somit :gehen
die obigen Aussagen bereits in die Rechnung ein und :werden
danach als Resultat behandelt, dass an der besagten :Stelle
eine senkrechte Asymptote erzeugt.

Klar: je mehr Masse ein Objekt hat, desto mehr Energie braucht man um es zu bewegen. Hier ist irgendwann die Grenze erreicht.

2.Zwei Objekte mit Lichtgeschwindigkeit, die sich :voneinander
weg bewegen, haben eine Geschwindigkeit von 2*c, dieser
Tatsache wird nach wie vor widersprochen.

Wenn sich zwei Autos mit sagen wir 50 km/h voneinander wegbewegen ist deren einzelne Geschwindigkeit nach wie vor 50 km/h…

3.Die Zeitdilatation wird teilweise mit Hilfe einer
querbewegten Lichtuhr hergeleitet, hier muss mit der
geometrischen Addition der Geschwindigkeiten gerechnet :werden,
es kann also nicht einfach gesagt werden, dass hier c :nicht
überschritten wird.

Uff… Siehe Argumentation zu 1.

4.Es wird abgestritten, dass die Übertragung der
elektromagnetischen Wellen in einem Medium stattfindet, :das
traditionell als Äther bezeichnet wird. Es wurden :hierzu im
M&M-Experiment(*) Messungen in der Lufthülle :ausgeführt, :die dann
auf den Weltraum bezogen wurden.

(*)http://www.ee0r.com/mandm.html
Umgekehrt: interessieren sich die elektromagnetischen Wellen für das Verbreitungsmedium ?

mfg M.L.

tippeltappeltour
Hallo.

Es wird abgestritten, dass die Übertragung der
elektromagnetischen Wellen in einem Medium stattfindet, das
traditionell als Äther bezeichnet wird.

Hey, Du lehrst Elektrotechnik!

Also mußt Du Dich doch zwangweise mit Elektrodynamik befassen bzw. befaßt haben, oder? Das bezieht sich konkret auf die MAXWELLschen Gleichungen als Grundlage der gesamten Elektrotechnik.

Es sollte Dir also absolut klar sein:
Elektromagnetische Wellen sind kein „Äther-Schall“.

Wo hängt es hier bei Dir?

MfG

hallo markus

(*)http://www.ee0r.com/mandm.html

der ist echt nice - ein sternchen (vielleicht schmilzt das auch bei 100°F)

ciao martin

Hallo nochmal.

hallo markus

(*)http://www.ee0r.com/mandm.html

der ist echt nice - ein sternchen (vielleicht schmilzt das
auch bei 100°F)

Hm, das vielleicht nicht aber jetzt sind 506 Sterne zu polieren :smiley:
Noch was: die Argumentation im Originalposting erinnert entfernt an die Beiträge einer gewissen Publikation. Siehe https://ssl.kundenserver.de/ehlers-verlag-gmbh.de/eh… - suche nach Relativitätstheorie. Allein schon die kurzen Texte sprechen irgendwie für sich…

mfg M.L.

Hallo Studing,

Hey, Du lehrst Elektrotechnik!

Laut seiner ViKa nur in einer Berufsschule. Ich weiss nicht, wie das bei Euch in D ist, aber in A lernt man garantiert keine Maxwellgleichungen in der Berufsschule. Mein Bruder ist z.B. gelernter Betriebselektriker und Anlagenmonteur, ausserdem hat er in irgendeinem Bereich den Meister, aber wenn ich ihm die Maxwell-Gleichungen hinknalle, sieht er mich an, als ob ich nicht ganz dicht wäre…

Also mußt Du Dich doch zwangweise mit Elektrodynamik befassen
bzw. befaßt haben, oder? Das bezieht sich konkret auf die
MAXWELLschen Gleichungen als Grundlage der gesamten
Elektrotechnik.

Just my 2 cents,
Pürsti

Servus:
Die etwas, na ja, eigenwilligen Ansichten von Herrn Kemme zum Thema lichtäther lassen sich hier nachlesen
http://www.beepworld.de/members60/gkemme/aethertheor…

Zum nachlesen des michelson-Morley Experimentes
http://www.juliantrubin.com/bigten/michelsonmorley.html

Mit netten Links.
Für ca 200 Dollar kann man sich übrigens ein M&M Kit für daheim besorgen.

das Interferometerprinzip wird übrigens auch für die Suche nach Gravitationswellen eingesetzt
http://www.juliantrubin.com/bigten/michelsonmorley.html

Wenn alles glattgeht, wird sich spätestens im Jahr 2015 das Argument, dass das Michleson_Morley-Experiment ja in der Atmosphäre stattfand (und nicht im Weltraum) sich im vakuum auflösen
http://lisa.jpl.nasa.gov/

Tatsächlich laufen diese Interferomenterversuche bereits in Vakuumtanks ab…

na ja
bin gespannt, was den Ätherleuten noch so alles einfallen wird.
Ansonsten verbleibe ich mit einem
http://www.aei.mpg.de/~mpoessel/Physik/Unorthodox/ha…
http://www.aei.mpg.de/~mpoessel/Physik/Unorthodox/ha…
http://www.aei.mpg.de/~mpoessel/Physik/Unorthodox/ha…
Überwiegend harmlos

Gruß
Mike
(Anerkannter Urknaller, Relativitätist und Mitglied der grossen Weltverschwörung)

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Troll-Alarm

Nach meiner Ansicht ist die RT bei näherer Betrachtung einfach
verkehrt:

Tach Gerhard
Einfach? Näher betrachtet? Ist zum Glück relativ, was einfach und verkehrt bedeutet. Sie ist nämlich richtig (soweit wir wissen, aber das muss man nur Trollen wie Dir auf die Nase binden)

1.Es werden dort die Unüberschreitbarkeit und Unerreichbarkeit
der Lichtgeschwindigkeit postuliert,

Falsch. Und das im ersten Teil deines ersten Satzes zur Widerlegung der RT. Würdest Du die Antworten, die man Dir in anderen Brettern gibt, auch durchlesen (und verstehen…) wüsstest Du das!

doch diese „Theorie“ geht
von der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit in dem Sinne aus,
dass eine hinzuaddierte zweite Geschwindigkeit nicht zu einer
Überschreitung der Lichtgeschwindigkeit führt - somit gehen
die obigen Aussagen bereits in die Rechnung ein und werden
danach als Resultat behandelt, dass an der besagten Stelle
eine senkrechte Asymptote erzeugt.

Ich vermute mal, dass sich hier irgendeine Katze in den Schwanz gebissen haben soll, kann es aber nicht recht erkennen.
SRT POSTULIERT, dass c in jedem Inertialsystem gleich ist.
Sie POSTULIERT, dass die Physik in jedem Inertialsystem gleich ist.
Und daraus folgen die unglaublichsten Sachen, die sogar so manchen Etechniker verwirren!

2.Zwei Objekte mit Lichtgeschwindigkeit, die sich voneinander
weg bewegen, haben eine Geschwindigkeit von 2*c, dieser
Tatsache wird nach wie vor widersprochen.

Nein, nicht wirklich. Wenn ein Lichtstrahl nach links fliegt und einer nach rechts sehe ich die beiden mit 2c auseinander fliegen. Der Witz ist aber, dass jeder Lichtstrahl den anderen nur mit c wegfliegen sieht. Wackel mal mit dem Laserpoint ganz schnell über einen Kilometerweit entfernte Wand… Dann hast Du auch einen Lichtfleck der sich mit Überlichtgeschwindigkeit ausbreiten kann. Das eine hat wie so oft in deinen Postings nichts mit dem anderen zu tun…

3.Die Zeitdilatation wird teilweise mit Hilfe einer
querbewegten Lichtuhr hergeleitet, hier muss mit der
geometrischen Addition der Geschwindigkeiten gerechnet werden,
es kann also nicht einfach gesagt werden, dass hier c nicht
überschritten wird.

So langsam falle ich vom Glauben ab. Und Du unterrichtest an deutschen Schulen??? Himmel Arsch und Zwirn, das gibts doch nicht! Wie kann ein Lehrer in Deutschland glauben, dass die Zeitdilatation mit „querbewegten Lichtuhren“ hergeleitet wird? Diese Lichtuhren wurden von klugen Köpfen ersonnen um einem Laien (wie Dir) die Folgen der SRT verständlich zu machen. Scheint aber nicht leicht genug zu sein

4.Es wird abgestritten, dass die Übertragung der
elektromagnetischen Wellen in einem Medium stattfindet, das
traditionell als Äther bezeichnet wird. Es wurden hierzu im
M&M-Experiment Messungen in der Lufthülle ausgeführt, die dann
auf den Weltraum bezogen wurden.
MfG Gerhard Kemme

Ja, und der Mount-Blanc wurde auch kandiert, obwohl die Wattwürmer gerade auf dem Jahrmarkt waren.
Will sagen: Was hat die Lufthülle mit dem Äther zu tun, und bezogen auf welchen Punkt soll dieser Äther denn ruhig liegen? Oder wie?
Welche Vorteile hätte denn Dein Äthermodell? Was erklärt es alles? Was ist ungeklärt? Gibt es Widersprüche zur Beobachtung? Ist sie so elegant und überprüfbar wie die SRT?

Guten Tag!

aber das muss man nur Trollen wie Dir auf die Nase binden

Wer in der Sache nix zu argumentieren weiss, wird einfach persönlich beleidigend unsachlich - du bist gemeint Jartul. Auf dieser Sprachebene existiert keine Diskussion.
MfG Gerhard Kemme

Guten Tag!

Es sollte Dir also absolut klar sein:
Elektromagnetische Wellen sind kein „Äther-Schall“.

Es gibt zweifelsfrei eine Analogie zwischen Schall- und Lichtwellen: Festgelegte Geschwindigkeiten, Wellencharakter, Sinneswahrnehmung, charakteristisches Verhalten bei Annäherung an die Grenzgeschwindigkeit (Steigerung Energieaufwand, Kontraktion von kontrahierbaren Gegenständen). Die Übertragung von Wellen durch ein „Nichts“ entspricht nicht den Erfahrungen mit den Eigenschaften von Wellen, somit sollte die Annahme eines Licht- und Funkäthers durchaus naheliegend sein.

Wo hängt es hier bei Dir?

Flotte Fragen aus der Anonymität sind flink von dir notiert, doch wie steht es um die Sachdebatte. Die maxwellschen Gleichungen beschreiben den Zusammenhang von elektrischer und magnetischer Eigenschafft einer Welle - Fragen der Wellenübertragung sind nicht Gegenstand der maxwellschen Gleichungen.
MfG Gerhard Kemme

Guten Tag!

Hey, Du lehrst Elektrotechnik!

Laut seiner ViKa nur in einer Berufsschule. Ich weiss nicht,
wie das bei Euch in D ist, aber in A lernt man garantiert
keine Maxwellgleichungen in der Berufsschule.

Kümmert euch man weniger um das Persönliche der Diskussionsteilnehmer. Wenn dies dann aber so sehr interessiert, dann habe ich E-Technik und Mathe studiert und zwei Jahrzehnte unterrichtet. Heutzutage bin ich nur noch im Internet, um Fragen zu dieser Thematik zu beantworten *hi*. In der Didaktik geht es immer um die Reduktion von Unterrichtsstoff auf Vorkenntnisse und Verwendungszweck, somit sind die maxwellschen Gleichungen bei Themen wie Induktion oder Übertragung von Funkwellen immer implizit dabei.

Mein Bruder ist
z.B. gelernter Betriebselektriker und Anlagenmonteur,
ausserdem hat er in irgendeinem Bereich den Meister, aber wenn
ich ihm die Maxwell-Gleichungen hinknalle, sieht er mich an,
als ob ich nicht ganz dicht wäre…

Wenn du ihm allerdings fragst, wie dein Fahrrad-Dynamo funktioniert, dann wird er dir etwas von Induktion erzählen, eventuell sogar was über Phasenverschiebung zwischen Strom und Spannung.

Also mußt Du Dich doch zwangweise mit Elektrodynamik befassen
bzw. befaßt haben, oder? Das bezieht sich konkret auf die
MAXWELLschen Gleichungen als Grundlage der gesamten
Elektrotechnik.

Dann wirst du mir sicherlich auch sagen können, inwiefern die maxwellschen Gleichungen etwas mit dem Übertragungs-Medium zu tun haben oder die Existenz eines solchen sogar widerlegen. Es sind pure Beschreibungen der Wirkung eines Phänomens ohne auf konkrete Einzelheiten der Funktionsweise einzugehen.

MfG Gerhard Kemme

Hallo Studing,

Hey, Du lehrst Elektrotechnik!

Laut seiner ViKa nur in einer Berufsschule.

Und? In Deutschland muß man auch beim Lehramtsstudium eine gewisse Theorie durchlaufen und da führt kein Weg an der Elektrodynamik vorbei.

Es ging nicht um das LERNEN an Berufsschule, sondern um sein LEHREN.

Das war also einmal nichts, denn ist ja offensichtlich, daß man in der Berufsschule den Kram nicht einmal „braucht“.

MfG

Hallo.

Die maxwellschen Gleichungen beschreiben den Zusammenhang von
elektrischer und magnetischer Eigenschafft einer Welle - Fragen der
Wellenübertragung sind nicht Gegenstand der maxwellschen Gleichungen.

Das stimmt nicht.

Wenn Du INSTATIONÄRE FELDER betrachtest, erzeugen Dir die Gleichungen ein Differentialgleichungssystem aus inhomogenen Wellengleichungen, für die man im ladungs- und stromfreien Raum homogene Vektordifferentialgleichungen schreiben kann.

Durch Verwenden des Vektorpotentials A_ und des Potentials phi sowie der LORENTZ-Eichung

div A_ + epsilon * mü d-phi nach dt = 0

können Lösungen gefunden werden.

[A_ heißt A ist ein Vektor]

Es sei denn, Du erläuterst, was die Gleichungen bitte nicht an „Übertragungsmechanismen“ für Wellen zur Verfügung stellen -
denn es werden WELLENgleichungen erzeugt.

Und die Physik untersucht die Ausbreitung solcher Phänomene eben genau mit diesen mathematischen Mitteln.

MfG

Guten Tag!

Klar: je mehr Masse ein Objekt hat, desto mehr Energie braucht
man um es zu bewegen. Hier ist irgendwann die Grenze erreicht.

Hier könnte man auch andersherum argumentieren: Desto höher die Geschwindigkeit ist, desto größer ist der Widerstand des Mediums , durch das ein Objekt bewegt wird: Renn-U-Boot, Düsenjet, Über-c-Rakete - aber auch fast lichtschnell bewegtes Teilchenpaket im Synchrotron.

Wenn sich zwei Autos mit sagen wir 50 km/h voneinander
wegbewegen ist deren einzelne Geschwindigkeit nach wie vor 50
km/h…

Was ja nicht bestritten wird - doch ihre Geschwindigkeit, mit der sie sich voneinander entfernen, beträgt nun einmal 100 km/h. Jetzt kommt das „Dies ist doch eine völlig andere Geschwindigkeit“ - hier sollte eine Kategorisierung von Geschwindigkeiten erfolgen, die ich dann allerdings, wie folgt mit den Begriffen ABHÄNGIGKEIT , UNABHÄNGIGKEIT , UNMITTELBARE UMGEBUNG und GROSSE DISTANZ vornehme. Die Geschwindigkeit zwischen den beiden Automobilen, 100 km/h, wäre „unabhängig“ und hätte „große Distanz“ somit addieren sich die Einzelgeschwindigkeiten ohne Wenn und Aber.

3.Die Zeitdilatation wird teilweise mit Hilfe einer
querbewegten Lichtuhr hergeleitet,

Uff… Siehe Argumentation zu 1.

Was dies nun auch immer bei dir bedeuten soll. Wie denkst du denn nun darüber, wenn ein senkrecht bewegter Lichtstrahl, der sich in einem Behältnis befindet, waagerecht bewegt wird? Hier würde ich eine „Unabhängigkeit“ der Ereignisse annehmen und Geschwindigkeiten geometrisch addieren.

Umgekehrt: interessieren sich die elektromagnetischen Wellen
für das Verbreitungsmedium ?

Interessieren sich Autofahrer für die Straßen? Es gehört zu den physikalischen Erkenntnissen, dass sich Wellen in irgendeinem Medium bewegen, da sie Impulse und Energie jeweils an irgendetwas weitergeben müssen um sich fortzupflanzen.

MfG Gerhard Kemme

Guten Tag!

Klar: je mehr Masse ein Objekt hat, desto mehr Energie braucht
man um es zu bewegen. Hier ist irgendwann die Grenze erreicht.

Hier könnte man auch andersherum argumentieren: Desto höher
die Geschwindigkeit ist, desto größer ist der Widerstand
des Mediums
, durch das ein Objekt bewegt wird:
Renn-U-Boot, Düsenjet, Über-c-Rakete - aber auch fast
lichtschnell bewegtes Teilchenpaket im Synchrotron.

Aber wieso sollte man das, wenn die Messungen die Massezunahme bestätigen?

Oder möchtest Du uns mitteilen, daß Du sowohl Massezunahme und „Ätherwiderstand“ einbeziehst?

Das deckt sich allerdings nicht mit den Beobachtungen und schon gar nicht mit den Berechnungen.

Wenn sich zwei Autos mit sagen wir 50 km/h voneinander
wegbewegen ist deren einzelne Geschwindigkeit nach wie vor 50
km/h…

Was ja nicht bestritten wird - doch ihre Geschwindigkeit, mit
der sie sich voneinander entfernen, beträgt nun einmal 100
km/h.

Ja unter Galilei-Transformation.

Nochmals - Licht gehorcht nicht diesen alltäglichen Vorstellungen, die Analogie mit den Autos ist bestenfalls sehr unglücklich getroffen.

Dazu sind sie erfahrungsgemäß etwas zu langsam im Vgl. zum Licht :wink:

Die Geschwindigkeit zwischen den beiden Automobilen,
100 km/h, wäre „unabhängig“ und hätte „große Distanz“ somit
addieren sich die Einzelgeschwindigkeiten ohne Wenn und Aber.

Der Galilei war’s.

Was dies nun auch immer bei dir bedeuten soll. Wie denkst du
denn nun darüber, wenn ein senkrecht bewegter Lichtstrahl, der
sich in einem Behältnis befindet, waagerecht bewegt wird? Hier
würde ich eine „Unabhängigkeit“ der Ereignisse annehmen und
Geschwindigkeiten geometrisch addieren.

Bitte nochmal auf Deutsch - ein senkrecht bewegter Lichtstrahl, der waagerecht bewegt wird?

Wissenschaftlich gefragt: „Hä?“ - es ist nicht klar, was Du meinst.

Es ist doch dem Lichtstrahl egal, in welche Richtung er saust.
Das ist ja das tolle an der SRT.

Interessieren sich Autofahrer für die Straßen? Es gehört zu
den physikalischen Erkenntnissen, dass sich Wellen in
irgendeinem Medium
bewegen, da sie Impulse und Energie
jeweils an irgendetwas weitergeben müssen um sich
fortzupflanzen.

Jein.

Entweder man gesteht den EM-Wellen eine nachweisliche Sonderrolle zu, daß sie im Vergleich zu allen anderen Sorten von Wellen kein Medium benötigen, oder man betrachtet den Raum selbst als Medium.

Mal abgesehen davon, daß es quantenmechanisch ganz anders betrachet wird.

MfG

Hallo,

Und? In Deutschland muß man auch beim Lehramtsstudium eine
gewisse Theorie durchlaufen und da führt kein Weg an der
Elektrodynamik vorbei.

AFAIK braucht man in A kein Lehramtstudium, sondern nur die Pädak, um
an einer Berufsschule zu unterrichten. Da scheint ihr in D etwas
weiter zu sein.
Übrigens darf ich nicht an einem Gymnasium unterrichten, aber an
einer HTBLA (Höhere Technische Bundeslehranstalt, dauert ein Jahr
länger als ein Gymnasium, dafür hat man aber gleich einen
Berufsabschluss). Irgendwie sind die Gesetze in A manchmal etwas
eigenartig…

Hiemit nehme ich meine Bemerkung betügl. Berufsschule zurück und
entschuldige mich bei Gerhard.

Einen schönen Rest des Sonntags,
Pürsti

Mit Fanatikern zu diskutieren, bedeutet Tauziehen spielen mit einer Mannschaft, die ihr Tauende um einen dicken Baum geschlungen hat. Fanatiker lassen sich schon aus Überzeugung nicht überzeugen.

Aber eine Sache möchte ich doch noch wissen: wie erklärst du denn die experimentell beobachtete Tatsache, dass eine bewegte Uhr langsamer geht?

Gruß
Oliver

Hallo Gerhard,

Bezügl. der Sache mit dem Berufsschullehrer müchte ich mich bei Dir
entschuldigen, da ich von der Situation in A ausging. Sorry!

Also mußt Du Dich doch zwangweise mit Elektrodynamik befassen
bzw. befaßt haben, oder? Das bezieht sich konkret auf die
MAXWELLschen Gleichungen als Grundlage der gesamten
Elektrotechnik.

Dann wirst du mir sicherlich auch sagen können, inwiefern die
maxwellschen Gleichungen etwas mit dem
Übertragungs-Medium zu tun haben oder die Existenz eines
solchen sogar widerlegen. Es sind pure Beschreibungen der
Wirkung eines Phänomens ohne auf konkrete Einzelheiten
der Funktionsweise einzugehen.

Das obige Zitat stammt nicht von mir, sondern von meinem
Vorschreiber. Aber ich versuche trotzdem eine anschauliche Antwort zu
geben (die sicher in die Hosen gehen wird, da heute nicht mein Tag
ist):
Die Maxwell-Gleichungen sind bekanntlich richtungsunabhängig. Wenn
sicht nun die EM-Wellen in einem Medium ausbreiten, muss dieses
Medium sich mit dem Beobachter mitbewegen. Natürlich wäre es eine
Möglichkeit, dass sich dieses Medium mit der Erdoberfläche mitbewegt
(wobei blöderweise die Erdoberfläche kein Inertialsystem ist). Dann
sollte sich aber in einem bezügl. der Erdoberfläche bewegten System
die Maxwellgleichungen ändern. Soweit ich weiss, konnte man noch
keine Änderng der Maxwellgleichungen nachweisen (lasse mich aber gern
eines besseren belehren).

Etwas anderes: Die Kraft zw. 2 ruhenden Ladungen kann man relativ
leicht ausrechnen. Nun bewege eine Ladung und berechne wiederum die
Kräfte unter Berücksichtigung der Annahmen der SRT. Du wirst
feststellen, dass die Differenz genau der durch das Magnetfeld der
bewegten Ladung erzeugten Kraft ist. Übrigens ist das Magnetfeld auch
eine relative Erscheinung: Sie hängt von der Relativ-Geschwindigkeit
der Ladung zum Beobachter ab. Jemand, der sich mit der Ladung bewegt,
wird kein Magnetfeld feststellen können, je grösser aber die
Geschwindigkeitsdifferenz, desto grösser das gemessene Magnetfeld.

Mfg,
Pürsti

Guten Abend!

Mit Fanatikern zu diskutieren, bedeutet Tauziehen spielen mit
einer Mannschaft, die ihr Tauende um einen dicken Baum
geschlungen hat. Fanatiker lassen sich schon aus Überzeugung
nicht überzeugen.

Wie soll das verstanden werden? Du wirfst anderen Leuten vor, dass sie sich nicht überzeugen lassen, hier wäre doch ersteinmal deine eigene selbstkritische Haltung gefragt, die zugestehen muss, dass ein anderer die besseren Argumente hat. Dies wird aber doch alles auf der Folie der Rechthaberei formuliert. Im Grunde genommen gibt es in den Naturwissenschaften auch Phänomene, die noch ungeklärt sind und wo aus unterschiedlichen Richtungen Versuche unternommen werden, etwas zur Klärung beizutragen. Selbst von verhassten Gegenargumenten kann man nur lernen.

Aber eine Sache möchte ich doch noch wissen: wie erklärst du
denn die experimentell beobachtete Tatsache, dass eine
bewegte Uhr langsamer geht?

Spann eine Uhr am Ende eines Kreisschneiders in eine Bohrmaschine und stell eine hohe Drehzahl ein - nach einer Stunde Kreisbewegung hast du eine mögliche Antwort: Beschleunigung verursacht eine Störung, die zu einer Verlangsamung der Zeitmessung führt. Etwas fundierter würde ich hier argumentieren, dass alle elektromagnetischen Wellen und was sonst noch einen Feststoff im Raum ausmacht, jeweils an einen neuen Ort transportiert werden müssen - es wäre so, als ob man eine Operetten-Melodie eingebettet im Medium Luft auch im Kreis oder im Zickzack transportiert. Die Umsetzung an einen neuen Ort erfordert nun einmal Zeit, insbesondere wenn sich die Geschwindigkeit der Umsetzung noch steigert.

MfG Gerhard Kemme

Spann eine Uhr am Ende eines Kreisschneiders in eine
Bohrmaschine und stell eine hohe Drehzahl ein - nach einer
Stunde Kreisbewegung hast du eine mögliche Antwort:
Beschleunigung verursacht eine Störung, die zu einer
Verlangsamung der Zeitmessung führt.

Ich meinte natürliche eine quantitative Erklärung, die man auch überprüfen kann.

Nehmen wir z.B. einen 50-stündigen Flug mit 800 km/h entlang des Äquators in westlicher Richtung.

Um wieviel wird die Uhr vor oder nach gehen?

Gruß
Oliver