Dann wirst du mir sicherlich auch sagen können, inwiefern die
maxwellschen Gleichungen etwas mit dem
Übertragungs-Medium zu tun haben oder die Existenz eines
solchen sogar widerlegen. Es sind pure Beschreibungen der
Wirkung eines Phänomens ohne auf konkrete Einzelheiten
der Funktionsweise einzugehen.
Das stimmt aber nicht.
An andere Stelle schrieb ich doch schon, daß bei instationären Feldern, also bspw. EM-Wellen, inhomogene Wellengleichungen enstehen, also ein System als Differentialgleichungen.
Ich schreib sie Dir sogar auf.
Es sei LAP der LAPLACE- oder DELTA-Operator mit den zweiten partiellen Ableitungen in kartesischen Koordinaten.
Ein nachgestellter _ bedeute Vektorcharakter.
Des weiteren werde homogene, lineare und isotrope Materie vorausgesetzt. Alle Ableitungen sind partielle.
Die inhomogenen Wellengleichungen lauten dann:
LAP H_ - epsilon * mü d^2H_ nach dt^2 = - rot J_
LAP E_ - epsilon * mü d^2E_ nach dt^2 = (1/epsilon) grad rho + mü dJ_ nach dt
Für ladungs- und stromfreien Raum vereinfacht sich das zu homogenen Vektordifferentialgleichungen.
Die Lösung folgt aus der Entkopplung von H und E.
Eine andere Lösungsvariante wäre die Einführung von skalaren bzw. vektoriellen Potentialfunktionen, bspw. phi, Vektorpotential A_.
Nach der Lorentz-Eichung kommt man auf inhomogene Differentialgleichungen, deren partikuläre Lösungen Raumintegrale (für den 3D freien Raum) sind.
Übrigens beschreiben damit die MAXWELLgleichungen nicht nur über die Wellengleichungen die entsprechende Ausbreitung der EM-Wellen, sondern bekanntlich liefern die Gleichungen auch Polarisation und Brechung an Grenzflächen oder Übergängen von einem Medium in das andere.
Es ist keine bloß Beschreibund der Kopplung von H an E; das würde von der Kategorie her nichts anderes sein, als schon der POYNTING-Vektor leistet S_ = E_ x H_.
Dein Problem liegt daran, daß Deine These den Beobachtungen widerspricht.
Bei Schallwellen hängt die gemessene Geschwindigkeit vom
Bezugssystem ab. Bewegt man sich auf eine Schallquelle zu, erhöht sich die Frequenz durch eine höhere Ausbreitungsgeschwindigkeit.
Zwei Wellenberge erreichen einen bei gleicher Wellenlänge in kürzerer Zeit. DOPPLEReffekt.
Beim Licht ist das völlig anders.
Hier bleibt die Geschwindigkeit c konstant. Dafür ändert sich die
Wellenlänge für den Beobachter im bewegten Bezugssystem.
Bewegt er sich auf die Quelle zu, gibt es eine Blauverschiebung (Frequenzerhöhung) und entfernt er sich, gibt es eine Rotverschiebung (Frequenzerniedrigung). Dies sieht zunächst aus wie ein Dopplereffekt - wird auch häufig so genannt - ist aber in seiner Natur verschieden gegenüber dem beim Schall.
Um bei dem Namen zu bleiben, müssen wir noch beim Licht zwischen transversalen und longitudinalen unterscheiden. Beim Longitudinalen kommt man auf die Lichtquelle zu oder bewegt sich von ihr weg; beim Transveralen bewegen wir uns an der Quelle vorbei.
In beiden Fällen treten Frequenzverschiebungen auf.
Die Formeln hierfür werden aus der Lorentztransformation (eine der Säulen für die Relativitätstheorie!) abgeleitet.
Wie gesagt, ein Lichtäther widerspricht allen bisherigen Experimenten, die einen Nachweis für den Lichtäther erbringen sollten. Angefangen beim Michelson-Versuch und allen weiteren.
Es konnte nicht nachgewiesen werden das die Lichtgeschwindigkeit irgendwie vom Bezugssystem abhängt.
Die Lichtgeschwindigkeit blieb in jede Meßrichtung die gleiche, was einem Äther widerspricht.
MfG
) hats im L&R-Board schon wirklich treffend formuliert. Wenn man www als Diskussionsboard versteht, und ne Frage zur RT hat, dann soll man die bitteschön stellen. Aber hierherkommen und darüber zu diskutierten, ob und was an der RT richtig oder falsch ist…da könnte man ja gleich wieder z.B. mit dem geozentrischen Weltbild ankommen. So, kein Satz mehr dazu. Für alles weitere z.B. die üblichen Verdächtigen: