Lichtgeschwindigkeit und Relativitätstheorie

Dann wirst du mir sicherlich auch sagen können, inwiefern die
maxwellschen Gleichungen etwas mit dem
Übertragungs-Medium zu tun haben oder die Existenz eines
solchen sogar widerlegen. Es sind pure Beschreibungen der
Wirkung eines Phänomens ohne auf konkrete Einzelheiten
der Funktionsweise einzugehen.

Das stimmt aber nicht.

An andere Stelle schrieb ich doch schon, daß bei instationären Feldern, also bspw. EM-Wellen, inhomogene Wellengleichungen enstehen, also ein System als Differentialgleichungen.

Ich schreib sie Dir sogar auf.

Es sei LAP der LAPLACE- oder DELTA-Operator mit den zweiten partiellen Ableitungen in kartesischen Koordinaten.
Ein nachgestellter _ bedeute Vektorcharakter.
Des weiteren werde homogene, lineare und isotrope Materie vorausgesetzt. Alle Ableitungen sind partielle.

Die inhomogenen Wellengleichungen lauten dann:

LAP H_ - epsilon * mü d^2H_ nach dt^2 = - rot J_

LAP E_ - epsilon * mü d^2E_ nach dt^2 = (1/epsilon) grad rho + mü dJ_ nach dt

Für ladungs- und stromfreien Raum vereinfacht sich das zu homogenen Vektordifferentialgleichungen.

Die Lösung folgt aus der Entkopplung von H und E.

Eine andere Lösungsvariante wäre die Einführung von skalaren bzw. vektoriellen Potentialfunktionen, bspw. phi, Vektorpotential A_.
Nach der Lorentz-Eichung kommt man auf inhomogene Differentialgleichungen, deren partikuläre Lösungen Raumintegrale (für den 3D freien Raum) sind.

Übrigens beschreiben damit die MAXWELLgleichungen nicht nur über die Wellengleichungen die entsprechende Ausbreitung der EM-Wellen, sondern bekanntlich liefern die Gleichungen auch Polarisation und Brechung an Grenzflächen oder Übergängen von einem Medium in das andere.

Es ist keine bloß Beschreibund der Kopplung von H an E; das würde von der Kategorie her nichts anderes sein, als schon der POYNTING-Vektor leistet S_ = E_ x H_.

Dein Problem liegt daran, daß Deine These den Beobachtungen widerspricht.

Bei Schallwellen hängt die gemessene Geschwindigkeit vom
Bezugssystem ab. Bewegt man sich auf eine Schallquelle zu, erhöht sich die Frequenz durch eine höhere Ausbreitungsgeschwindigkeit.
Zwei Wellenberge erreichen einen bei gleicher Wellenlänge in kürzerer Zeit. DOPPLEReffekt.

Beim Licht ist das völlig anders.
Hier bleibt die Geschwindigkeit c konstant. Dafür ändert sich die
Wellenlänge für den Beobachter im bewegten Bezugssystem.
Bewegt er sich auf die Quelle zu, gibt es eine Blauverschiebung (Frequenzerhöhung) und entfernt er sich, gibt es eine Rotverschiebung (Frequenzerniedrigung). Dies sieht zunächst aus wie ein Dopplereffekt - wird auch häufig so genannt - ist aber in seiner Natur verschieden gegenüber dem beim Schall.
Um bei dem Namen zu bleiben, müssen wir noch beim Licht zwischen transversalen und longitudinalen unterscheiden. Beim Longitudinalen kommt man auf die Lichtquelle zu oder bewegt sich von ihr weg; beim Transveralen bewegen wir uns an der Quelle vorbei.
In beiden Fällen treten Frequenzverschiebungen auf.
Die Formeln hierfür werden aus der Lorentztransformation (eine der Säulen für die Relativitätstheorie!) abgeleitet.

Wie gesagt, ein Lichtäther widerspricht allen bisherigen Experimenten, die einen Nachweis für den Lichtäther erbringen sollten. Angefangen beim Michelson-Versuch und allen weiteren.
Es konnte nicht nachgewiesen werden das die Lichtgeschwindigkeit irgendwie vom Bezugssystem abhängt.
Die Lichtgeschwindigkeit blieb in jede Meßrichtung die gleiche, was einem Äther widerspricht.

MfG

Guten Abend!

Die maxwellschen Gleichungen beschreiben den Zusammenhang von
elektrischer und magnetischer Eigenschafft einer Welle - Fragen der
Wellenübertragung sind nicht Gegenstand der maxwellschen Gleichungen.

Das stimmt nicht.

Erstmal die Gleichungen selber:
Induktionsgesetz:
rotInt(E*ds)=d/dtInt(B*ds), wobei E =Elektrische Feldstärke, ds =Wegdifferential, rotInt =Kreisintegral, d/dt =zeitliche Änderung, B =magnetische Flussdichte darstellen
Durchflutungsgesetz:
rotInt(H*ds)=d/dtInt(D*ds), wobei H =magnetische Feldstärke, D =elektrische Verschiebung (D=eps*eps0*E)

Also den Zusammenhang zwischen elektrischer magnetischer Eigenschaft einer Welle werden hier sicherlich beschrieben. Welches Übertragungsmedium benutzt wird, ist nicht Gegenstand. Was also meinst du?

Wenn Du INSTATIONÄRE FELDER betrachtest, erzeugen Dir die
Gleichungen ein Differentialgleichungssystem aus inhomogenen
Wellengleichungen, für die man im ladungs- und stromfreien
Raum homogene Vektordifferentialgleichungen schreiben kann.

Durch Verwenden des Vektorpotentials A_ und des Potentials phi
sowie der LORENTZ-Eichung

div A_ + epsilon * mü d-phi nach dt = 0

können Lösungen gefunden werden.

Nur, was willst du uns damit erzählen? Für meine Begriffe werden die Möglichkeiten eines solchen Brettes überschritten, wenn dieses Abstraktionsniveau gebracht wird, d.h. man sollte dann auf entsprechende Web-Sites verweisen oder (mit viel Aufwand) selber eine erstellen.

Es sei denn, Du erläuterst, was die Gleichungen bitte nicht an
„Übertragungsmechanismen“ für Wellen zur Verfügung stellen -
denn es werden WELLENgleichungen erzeugt.

Wenn man eine Welle durch eine Zweidrahtleitung, z.B. bei Tastwahl, schickt, dann kann man diese Welle per Wellengleichung mathematisch beschreiben. Diese Wellengleichung sagt absolut nichts direkt über den Übertragungskanal aus, insbesondere nicht darüber wie die Übertragung im Kupfer konkret funktioniert hat. Wird eine ähnliche Welle als Schallwelle mit derselben Frequenz jedoch über eine Strecke durch Luft gesandt, dann kann man - wie auch bei Wasserwellen - aussagen, dass Moleküle ausgelenkt werden, die so Energie und Impuls weitergeben.

Und die Physik untersucht die Ausbreitung solcher Phänomene
eben genau mit diesen mathematischen Mitteln.

Schon die alten Nobelpreisträger haben dem Albert Einstein die Überbetonung der Mathematik vorgeworfen. Erst kommt die Erfassung des physikalischen Phänomens, dann seine logisch geistige Durchdringung, dann erste Experimente und ganz zum Schluss erst Verallgemeinerungen per mathematischer Modellierung, danach setzt die Bewährung bei dessen kritischer Betrachtung ein.

MfG Gerhard Kemme

Wenn sich zwei Autos mit sagen wir 50 km/h voneinander
wegbewegen ist deren einzelne Geschwindigkeit nach wie vor 50
km/h…

Was ja nicht bestritten wird - doch ihre Geschwindigkeit, mit
der sie sich voneinander entfernen, beträgt nun einmal 100
km/h.

Was Du meinst, nennt man Geschwindigkeitsdifferenz. Im Gegensatz zu Geschwindigkeiten können Differenzen von Geschwindigkeiten größer als c werden - genauso wie beispielsweise Differenzen von absoluten Temperaturen kleiner als Null sein können, obwohl die absoluten Temperaturen selbst immer größer als Null sind.

hier sollte eine Kategorisierung von
Geschwindigkeiten erfolgen

Das ist nicht erforderlich. Du mußt Dir nur merken, daß eine Geschwindigkeit die Ableitung eines Ortes (und nicht etwa eines Abstandes) nach der Zeit ist.

Aber eine Sache möchte ich doch noch wissen: wie erklärst du
denn die experimentell beobachtete Tatsache, dass eine
bewegte Uhr langsamer geht?

Spann eine Uhr am Ende eines Kreisschneiders in eine
Bohrmaschine und stell eine hohe Drehzahl ein - nach einer
Stunde Kreisbewegung hast du eine mögliche Antwort:
Beschleunigung verursacht eine Störung, die zu einer
Verlangsamung der Zeitmessung führt.

Eine Pendeluhr würde dabei schneller gehen. So einfach wie Du dir das vorzustellen scheinst, ist es also nicht.

Guten Abend!

Übrigens beschreiben damit die MAXWELLgleichungen nicht nur
über die Wellengleichungen die entsprechende Ausbreitung der
EM-Wellen, sondern bekanntlich liefern die Gleichungen auch
Polarisation und Brechung an Grenzflächen oder Übergängen von
einem Medium in das andere.

Bis du dir eigentlich ganz sicher, dass Maxwell seine Gleichungen vektoriell dargestellt hat. Bevor du hier völlig abstrakt abdrehst, möchte ich daran erinnern, dass wir über ein wissenschaftsgeschichtliches Ereignis sprechen, das in der Mitte des vorvorigen Jahrhunderts stattgefunden hat. Hier steht die geistige Leistung dieses Wissenschaftlers gerade für die zusammenfassende Einfachheit seiner Gleichungen.

Es ist keine bloß Beschreibund der Kopplung von H an E; das
würde von der Kategorie her nichts anderes sein, als schon der
POYNTING-Vektor leistet S_ = E_ x H_.

Seit wann gibt es deinen POYNTING-Vektor? Garantiert gab es ihn bei Maxwell noch nicht. Außerdem lenktst du nur von der Frage ab, welches Medium die Lichtwellen zur Wellenübertragung benutzen.

ist aber in seiner Natur verschieden gegenüber dem beim Schall.

Die Sinneswahrnehmungen Licht und Schall sind einander sehr ähnlich. So stellt sich mit großer Berechtigung die Frage, wie die Lichtenergie mechanisch übertragen wird. Warum willst du solche Fragestellungen ablehnen?

Um bei dem Namen zu bleiben, müssen wir noch beim Licht
zwischen transversalen und longitudinalen unterscheiden.

Wobei die Lichtwellen im allgemeinen als Transversal-Wellen und die Schallwellen als Longitudinal-Wellen charakterisiert werden. Dies entbindet nicht von der Notwendigkeit auch die Transversal-Wellen näher auf ihre übertragungsweise durch ein Ausbreitungsmedium zu untersuchen.

Wie gesagt, ein Lichtäther widerspricht allen bisherigen
Experimenten, die einen Nachweis für den Lichtäther erbringen
sollten. Angefangen beim Michelson-Versuch und allen weiteren.
Es konnte nicht nachgewiesen werden das die
Lichtgeschwindigkeit irgendwie vom Bezugssystem abhängt.
Die Lichtgeschwindigkeit blieb in jede Meßrichtung die
gleiche, was einem Äther widerspricht.

Es muss erstmal eine Offenheit für Ergebnisse vorhanden sein, die für einen Äther sprechen. Gibt es eine Längenverkürzung bei Annäherung an die Lichtgeschwindigkeit im Synchrotron? Ja es gibt sie, das Teilchenpaket wird zusammengeschoben. Jeder andere würde jetzt argumentieren: Aufgrund des zunehmenden Ätherwiderstandes wird das Teilchenpaket kontrahiert.

Gibt es jeweils eine ganz konkrete Geschwindigkeit für die Ausbreitung der Licht- bzw. Schallwellen? Ja! Dies kann nur über das Vorhandensein eines mechanischen Übertragungsmediums erklärt werden, dass nur bei einer bestimmten Kompression die schnelle Übertragung des Impulses gestattet.

MfG Gerhard Kemme

Jartul: Sternchen

Wenn man sich als Physiker (wenn auch nur Physik-Student im 3. Semester) einige Dinge von vermeintlichen „Lehrkörpern“ hier durchliest, stehen einem die Haare zu Berge: Postulierung eines Äthers, Geschwindigkeiten von 2c, völliges Durcheinanderwerfen von Bezugssystemen und nicht zuletzt die Aussage die RT sei falsch. Dann noch die seltsame Begründung, das MM-Experiment sei Humbug, weils in der Lufthülle durchgeführt wurde.
Moriarty (Sternchen dafür :wink:) hats im L&R-Board schon wirklich treffend formuliert. Wenn man www als Diskussionsboard versteht, und ne Frage zur RT hat, dann soll man die bitteschön stellen. Aber hierherkommen und darüber zu diskutierten, ob und was an der RT richtig oder falsch ist…da könnte man ja gleich wieder z.B. mit dem geozentrischen Weltbild ankommen. So, kein Satz mehr dazu. Für alles weitere z.B. die üblichen Verdächtigen:

Bergmann-Schäfer: Mechanik, Relativität, Wärme
Und theoretischer:
Nolting Band 4

Gruß
Flo

Hallo Gerhard!

Erstmal die Gleichungen selber:
Induktionsgesetz:
rotInt(E*ds)=d/dtInt(B*ds), wobei E =Elektrische
Feldstärke, ds =Wegdifferential,
rotInt =Kreisintegral, d/dt =zeitliche Änderung,
B =magnetische Flussdichte darstellen
Durchflutungsgesetz:
rotInt(H*ds)=d/dtInt(D*ds), wobei H =magnetische
Feldstärke, D =elektrische Verschiebung (D=eps*eps0*E)

Vielleicht solltest du die Gleichungen erstmal vollständig und vor allem richtig hinschreiben. Dir ist außerdem schon klar, dass die Maxwellschen Gleichungen eine makroskopische Beschreibung der elektromagnetischen Feldgrößen sind, oder? Hier nach „Übertragungsmechanismen“ zu suchen macht dann wohl wenig Sinn, findest du nicht?

Michael

Hallo Oliver,

Nehmen wir z.B. einen 50-stündigen Flug mit 800 km/h entlang
des Äquators in westlicher Richtung.

Um wieviel wird die Uhr vor oder nach gehen?

Das ist unfair! Du hast eine konkrete Frage und so formuliert gestellt mit dem boesen Hintergedanken, dass Du eine Antwort mit Zahlenwert erwartest, den man nur durch Anwendung von Mathematik auf eine physikalische Aufgabenstellung erhaelt.

So gemein!

Viele Gruesse, Peter_Lustig

Hallo Gerhard,

Interessieren sich Autofahrer für die Straßen? Es gehört zu
den physikalischen Erkenntnissen, dass sich Wellen in
irgendeinem Medium
bewegen, da sie Impulse und Energie
jeweils an irgendetwas weitergeben müssen um sich
fortzupflanzen.

In welchem Medium pflanzen sich elektromagnetische Wellen von der Sonne zwischen Photosphäre der Sonne bis zur Atmosphäre der Erde fort. Von mir aus auch zwischen den letzten Ausläufern der Andromedagalaxie bis zu den ersten Ausläufern unserer Galaxie? An wen geben sie Impuls und Energie weiter auf der langen Reise?

Viele Grüsse, Peter

Hallo Peter,

lange nichts mehr von dir gehört!

Das ist unfair! Du hast eine konkrete Frage und so formuliert
gestellt mit dem boesen Hintergedanken, dass Du eine Antwort
mit Zahlenwert erwartest, den man nur durch Anwendung von
Mathematik auf eine physikalische Aufgabenstellung erhaelt.

Ja, es ist immer wieder das selbe: Nicht-enden-wollende, begeisterte Monologe wieso die RT falsch und eine andere Theorie besser sein soll und wenn man dann mal an einem ganz konkreten Beispiel diese andere Theorie in Aktion sehen will, kommt nix.

Das war schon zu Franks Zeiten nicht anders…

Gruß
Oliver

Netiquette.
Hallo allerseits,

Netiquette bedeutet, solche Threads nicht zu füttern. Ich habe mich leider hinreißen lassen, und selbst fleißig mitgemischt. Ich werde daher zu dieser lächerlichen Diskussion auch nichts weiter beitragen, außer folgendes:

Lieber Herr Kemme, was motiviert Sie, Ihre Haltung einzunehmen, das würde mich wirklich interessieren? Was hängt für Sie davon ab? Was wird Ihrer Ansicht nach dadurch bezweckt, daß die Relativitätstheorie aufgestellt wurde? Warum glauben Sie so fest, daß das falsch ist? Warum haben Menschen sich so etwas aus Ihrer Sicht offentsichtlich falsches ausgedacht? Glauben Sie nicht, daß man sich das (schon for 100 Jahren) ausdenken mußte, weil die Notwendigkeit dazu bestand? Man hatte dazu doch gar keine Lust - alles wäre so schön einfach gewesen… aber die Natur tut uns den Gefallen nicht.
Warum glauben Sie dann aber, daß die Erde rund ist (das glauben Sie doch?)
Ich wäre wirklich interessiert an Ihrer Meinung.

Gruß
Moriarty

OT: Poynting-Vektor

Seit wann gibt es deinen POYNTING-Vektor? Garantiert gab es
ihn bei Maxwell noch nicht.

Aber fast! John Henry Poynting war Schüler von James Clerk Maxwell.

Rückfrage
Hallo,

Was Du meinst, nennt man Geschwindigkeitsdifferenz. Im
Gegensatz zu Geschwindigkeiten können Differenzen von
Geschwindigkeiten größer als c werden - genauso wie
beispielsweise Differenzen von absoluten Temperaturen kleiner
als Null sein können, obwohl die absoluten Temperaturen selbst
immer größer als Null sind.

ich habe mal gehört, daß es keine absoluten, sondern ausschließlich relative Geschwindigkeiten gibt. Und daß Geschwindigkeiten größer als c nicht möglich sind. Da es keine absolute Geschwindigkeit gibt, muß sich dies auf relative Geschwindigkeit beziehen.
Was ist nun der Unterschied zwischen Deiner Geschwindigkeitsdifferenz und einer relativen Geschwindigkeit, daß doch Geschwindigkeiten größer als c möglich sind?
Gruß
Axel

Lieber Moriarty,

ich kann dir sehr gut verstehen, und deinen Wutausbruch auch.

Ich hatte vor einiger Zeit auch das zweifelhafte Vergnügen, mit dem guten Gerhard Kemme zu diskutieren. Damals ging es um Unendlichkeiten in der Mathematik:

http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…

Seitdem weiß ich, was ich zu tun habe, wenn solche Typen sich zu Themen äußern, von denen sie nichts verstehen, aber wegen Geltungsdrang ihre Inkompetenz nicht einsehen: die Klappe halten, was sie eigentlich tun müßten.

Gerhard Kemme’s Homepage http://kemme.de.vu/ gibt im wesentlichen auch genau seine Denkweise wieder, von demher ist klar, was von ihm zu halten ist.

Aber so ist es eben: wo Meinungsfreiheit herrscht, kann jeder das Maul aufreißen. Ist halt nicht zu ändern, also müssen wir damit umgehen lernen.

Viele Grüße

Oli

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Guten Tag!

Im Forum Luft&Raumfahrt tobt eine eher physikalisch
orientierte Diskussion zur RT und c. Vielleicht könnten deren
naturwissenschaftlichen Inhalte mehr auf dieses Brett
verlagert werden?

Nach meiner Ansicht ist die RT bei näherer Betrachtung einfach
verkehrt:
1.Es werden dort die Unüberschreitbarkeit und Unerreichbarkeit
der Lichtgeschwindigkeit postuliert, doch diese „Theorie“ geht
von der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit in dem Sinne aus,
dass eine hinzuaddierte zweite Geschwindigkeit nicht zu einer
Überschreitung der Lichtgeschwindigkeit führt - somit gehen
die obigen Aussagen bereits in die Rechnung ein und werden
danach als Resultat behandelt, dass an der besagten Stelle
eine senkrechte Asymptote erzeugt.

Es ist experimentell erwiesen, dass eine Addition Geschwindigkeit zur Lichgeschwindigkeit nicht zu einer größeren als Lichtgeschwindigkeit führt.
Stichwort Versuch von Michelson.

2.Zwei Objekte mit Lichtgeschwindigkeit, die sich voneinander
weg bewegen, haben eine Geschwindigkeit von 2*c, dieser
Tatsache wird nach wie vor widersprochen.

Nach der relativistischen Addition der Geschw. haben sie nur die Geschw. c.

3.Die Zeitdilatation wird teilweise mit Hilfe einer
querbewegten Lichtuhr hergeleitet, hier muss mit der
geometrischen Addition der Geschwindigkeiten gerechnet werden,
es kann also nicht einfach gesagt werden, dass hier c nicht
überschritten wird.

Warum nicht?

4.Es wird abgestritten, dass die Übertragung der
elektromagnetischen Wellen in einem Medium stattfindet, das
traditionell als Äther bezeichnet wird. Es wurden hierzu im
M&M-Experiment Messungen in der Lufthülle ausgeführt, die dann
auf den Weltraum bezogen wurden.

Durch das M&M Experiment wurde die Existenz eines Äthers widerlegt.

Gruss

Ratz

Hallo,

Die Sinneswahrnehmungen Licht und Schall sind einander sehr
ähnlich.

Diese Aussage gehört wohl eher ins Esoterik-Brett.
Außerdem stimmt das auch nicht so ganz, denn Schallwellen werden im Ohr durch eine „mechanische Vorrichtung“ im Ohr wahrgenommen, die Netzhaut im Auge ist aber nicht mechanisch.

So stellt sich mit großer Berechtigung die Frage, wie
die Lichtenergie mechanisch übertragen wird. Warum willst du
solche Fragestellungen ablehnen?

Darüber kann man natürlich diskutieren.
Man könnte z.B. denken, dass etwas dem Licht einen Widerstand entgegensetzt, da es sich nicht unendlich schnell ausbreitet. Auf diese Weise ist man wohl im 19. Jh. auch auf die Äther-Hypothese gekommen.
Aber nach den Theorien von Maxwell und später Einstein war diese Hypothese eben nicht mehr haltbar.
Es ist auch nicht so, dass Maxwell nur der Einfachheit halber den Äther in seinen Berechnungen vernachlässigt hat.
Um das zu verstehen, muß man aber auch etwas von der Mathematik der Maxwell-Gleichungen und der RT verstehen. Daher sind die entsprechenden Formeln bei einer solchen Frage auch in diesem Forum nicht fehl am Platz.
Man kann der Einfachheit immer annehmen, dass das Quadrat ein Kreis ist, dann darf man sich aber nicht wundern, wenn die daraus abgeleiteten Schlussfolgerungen nicht stimmen.
Wie war das übrigens mit der Uhr im Flugzeug, die anders geht als auf der Erde? Das wurde in der Tat nachgewisen und lässt eben nicht nur mechanisch erklären.

Viele Grüße
Torsten

ich habe mal gehört, daß es keine absoluten, sondern
ausschließlich relative Geschwindigkeiten gibt.

Das hast du gut erkannt. wenn man relativistische Probleme (SRT) rechnet, dann ist das allererste was man macht: Man begibt sich in ein Inertialsystem. Und in der SRT gibt es nur Inertialsysteme, die alle gleichberechtigt sind und in denen die maximale Geschwindigkeit c sein kann. Wenn man also eine Geschwindigkeit angibt, dann ist das immer eine Geschwindigkeit relativ zu einem anderen Inertialsystem. Eigentlich ist es erschreckend einfach, doch wenn man diese beiden Grundannahmen nicht macht, wird der ganze Apparat falsch

Und daß
Geschwindigkeiten größer als c nicht möglich sind. Da es keine
absolute Geschwindigkeit gibt, muß sich dies auf relative
Geschwindigkeit beziehen.

Sehr richtig. Siehe oben

Was ist nun der Unterschied zwischen Deiner
Geschwindigkeitsdifferenz und einer relativen Geschwindigkeit,
daß doch Geschwindigkeiten größer als c möglich sind?

Sind es nicht. Entfernt sich der eine Lichtstrahl in x Richtung und der andere in -x, dann hab ich drei Möglichkeiten mein Inertialsystem zu wählen (Mal davon abgesehen, dass man sich nie „in einen Lichtstrahl begeben können wird“): In einen Lichtstrahl, dann seh ich den anderen mit c wegfliegen oder in das unbewegte Inertialsystem, und da sind die Fälle ja klar.

Gruß
Sky

ich habe mal gehört, daß es keine absoluten, sondern
ausschließlich relative Geschwindigkeiten gibt.

Absolute Geschwindigkeiten sind Geschwindigkeiten, die sich auf ein absolut ruhendes Bezugssystem beziehen. Wenn alle Bezugssysteme gleichberechtigt sind, gibt es aber kein absolut ruhendes Bezugssystem und damit auch keine absoluten Geschwindigkeiten.

Relative Geschwindigkeiten kann man zwischen zwei Objekten angeben. Gemeint ist damit die Geschwindigkeit eines der beiden Objekte im Bezugssystem des jeweils anderen.

Sowohl absolute als auch relative Geschwindigkeiten sind Geschwindigkeiten - also Ableitungen von Orten nach der Zeit.

Und daß
Geschwindigkeiten größer als c nicht möglich sind. Da es keine
absolute Geschwindigkeit gibt, muß sich dies auf relative
Geschwindigkeit beziehen.

Nein, das bezieht sich nicht nur auf relative Geschwindigkeiten, sondern auf alle Geschwindigkeiten.

Was ist nun der Unterschied zwischen Deiner
Geschwindigkeitsdifferenz und einer relativen Geschwindigkeit,
daß doch Geschwindigkeiten größer als c möglich sind?

Um eine Geschwindigkeitsdifferenz zwischen zwei Objekten zu ermitteln, muß ich die Geschwindigkeiten beider Objete subtrahieren. Um ihre Relativgeschwindigkeit zu ermitteln, muß ich ihre Geschwindigkeit in das Ruhesystem des jeweils anderen Objektes transformieren. Mit der Galilei-Transformation ist die Relativgeschwindigkeit immer gleich der Geschwindigkeitsdifferenz. Bei der Lorentz-Transformation sind Relativgeschwindigkeit und Geschwindigkeitsdifferenz nur in den Ruhesystemen der beiden Objekte gleich. Konkret ist für zwei Objekte mit den Gewindigkeiten v1 und v2 die Geschwindigkeitsdifferenz

Δv = v1-v2

und die Relativgeschwindigkeit nach der SRT

vrel = (v1-v2)/(1-v1·v2/c²)

Entfernt sich der eine Lichtstrahl in x
Richtung und der andere in -x, dann hab ich drei Möglichkeiten
mein Inertialsystem zu wählen

Warum nur drei? Alle Inertialsystem sind gleichberechtigt. Du kannst also aus unendlich vielen Inertialsystemen wählen.

Warum haben Menschen
sich so etwas aus Ihrer Sicht offentsichtlich falsches
ausgedacht?

Dir ist schon klar, daß man diese Frage auch in Bezug auf jede beliebige Religion stellen könnte, oder?