Guten Abend!
- aber entsprechende Bewegungen eines Wellenerregers würden
für sich auch keine hörbare Schallwelle erzeugen,Das hört sich so an, als ob die Klaviersaite für Dich kein
Wellenerreger sei. Erklär mal: Was verstehst Du unter einem
„Wellenerreger“, und warum zählt eine Klaviersaite für Dich
nicht dazu?
Präzise hätte ich hier formulieren müssen „kein Schallwellenerreger“ aber ein „Luftwellenerreger“ - fächle ich mit der Hand hin und her, dann wird weder eine Schallwelle noch eine Welle mit Schallgeschwindigkeit erzeugt, sondern nur eine sich ausbreitende periodische Druckschwankung.
d.h. hier kann man das Bild einer geschwenkten Sammelbüchse benutzen:
Klar, aber das Sammelbüchsen-Bild könnte trotzdem falsch sein.
Es geht bei diesem Bild nur um ein Beispiel, das Gemeintes anschaulich verdeutlichen soll.
Eine periodische Bewegung (Klaviersaite, Sammelbüchse) zwingt
einem anderen schwingfähigen System (Materialpartikel, Münzen)
die rhythmische Bewegung auf.Und mit nur einem einzigen schwingfähigen System geht es
nicht?
Es geht um die Entwicklung einer Modellvorstellung, die plausibel sein soll, aber im augenblicklichen Stadium nicht bis in die letzte Einzelheit bewiesen ist - dies vorweg. Somit würde es in diesem Rahmen mit einem einzigen Wellenerreger gehen, wenn dieser ungefähr Schallgeschwindigkeit erzeugt, d.h. ein großer schnell rotierender Propeller wäre dazu notwendig. Eventuell auch eine langhubige Membran, die schnell angetrieben wird.
Apropos: Mir ist absolut nicht klar, wieviele Bestandteile das
schallerzeugende System „gefüllte Sammelbüchse“ hat: Sind es
zwei (Büchse + Münzen) oder drei (Büchse + Münzen +
Materialpartikel auf der Büchse und den Münzen)?
Wie gesagt, nur ein grobes Bild, d.h. das Schwenken zwingt den Münzen die tonerzeugende Schwingung auf.
Die Tonerzeugung wird nach diesen Annahmen durch Marterialpartikel
auf der Oberfläche der Saite bzw. des Resonanzkörpers erzeugt.Aha. Dann hätte ich hier aber mal ne Frage, und zwar: Bei
diesen „Materialpartikeln“, die sich da auf den Oberflächen
von Klaviersaiten befinden sollen – um was handelt es sich
dabei genau? Sind es Staubkörchen?
Es geht hier um Atom- bzw. Molekülverbände vom Material der Saite und des Resonanzkörpers, d.h. der Grenze zwischen Feststoff und Luft, die man als Oberfläche fühlt.
Rußpartikel von
Dieselfahrzeugen? Blütenpollen? Oder (bei Saiten aus Kupfer)
winzige Kupferspänchen? Oder alles zusammen?Und was ist, wenn man auf die Oberfläche einer Saite
absichtlich viele „geeignete“ Partikel aufbringt
Wie gesagt, es handelt sich um das Material der Saite und des Resonanzkörpers selber, allerdings um die Oberfläche.
Hierbei wird von einem elastisch aufgehängten Masseteilchen
ausgegangen,Das muss ich mir nochmal durchlesen. Bis dahin kannst Du mir
ja meine obigen Fragen beantworten – natürlich nur, wenn Du
möchtest.
Vielleicht kannst du diese Vorstellungen schneller nachvollziehen, wenn ich genauer formuliere: Ein kleines Teilchen der Oberfläche - Atom- oder Molekülverband - sei schwingfähig gelagert. Es ist mit größeren Masseteilchen im Inneren des Materials komprimierbar elastisch verbunden. Die Bewegung der Gesamtsaite zwingt auch den angesprochenen Teilchen entsprechende Bewegungen auf. Wirkungskette: Ein großes Masseteilchen komprimiert den elastischen Bereich des kleinen Teilchens auf der Oberfläche, beschleunigt nach Erreichen der Kompressionsgrenze das Oberflächenteilchen, dieses wird nach Stillstand des „inneren“ Masseteilchens zusätzlich durch die sich entlastende „Federung“ beschleunigt und durchbricht dabei dann die Schallmauer. So kann die große kinetische Energie eines schwereren Masseteilchens im Inneren vollständig auf das kleine Oberflächenteilchen übertragen werden. Die „Federung“ wird durch die abstoßende Wirkung gleichnamiger Ladungen im Atomverband verursacht.
MfG Gerhard Kemme