Lieber altes haus oder neue ETW ?

hallo allerseits

ich spiele mit dem gedanken mir was eigenes anzuschaffen. wir sind zwar zu 2 , aber ich möchte etwas kaufen das ich allene bezahlen kann( ohne 2 gehalt zu brauchen ).

hier bei uns sind die wohneigentum sehr teuer, womitich eigentlich z.zt. nur 2 optionen habe.

nach langen recherchen sieht es so aus.

objekt 1 : freistehendes haus, baujahr 1955, 140qm wohnfläche plus 200 qm garten. leider im schlechten zustand. es müsste alles gemacht werden ( heizung, dämmung, leitungen, etc. ). dafür kostet es auch nur 140.000 euro ( plus die kosten für die sanierung ).

objekt 2 : erdgeschoss ETW im 3 famillienhaus ( alles eigentümer ), baujahr 2002, alles nach neusten kriterien gebaut, 100qm wohnfläche plus ein kleiner garten ( 50qm ), garage und ein parkplatz vorm haus. soll aber 230.000 euro kosten. ( ist aber mein favorit da dort alles so ist wie ich es gern hab. inkl innenausstattung ).

hab schon freunde gefragt was ich machen soll. die die haus haben meinen ich soll haus kaufen und alles neu machen, die die ETW haben meinen lieber neue ETW und die nächsten jahre ruhe. ein altes haus ist immer ein risiko.

was meint ihr ? meinungen sind gefragt.

mfg

p.s.: könnte beides ohne probleme alleine stemmen ( kredittechnisch ), wobei die ETW schon fast am maximum ist

was meint ihr ? meinungen sind gefragt.

Ich würde die ETW nehmen. Das Haus ist ein unkalkulierbares finanzielles Risko.

Haus
Hallo

nimm das Haus. Wenn 230.000 euro für dich machbar sind, dann sind 140.000 ( unverhandelter ) Kaufpreis + 100.000 Euro für komplettsanierung kein Problem.

Du hast dann für ca 240.000 Euro ein freistehendes Haus indem alles neu geamacht wurde ( somit gleich wie bei der ETW ).

Indem Fall vorher mal erkundigen bei Fachfirmen was alles kosten würde und dann beim Haus zuschlagen.

ETW ist eigentlich wie Miete, nur überteuerter und man ist nie für sich alleine. ETW macht eigentlich absolut kein Sinn zu kaufen

MfG

Ich stimme Schmuffel zu: in einem Haus ist man wirklich sein eigener Herr - im Gegensatz zu einer ETW wo immer die anderen Eigentümer mit im Boot sind und das ist ja bekanntlich selten konfliktfrei.
Einen Zusatz hätte ich allerdings: unbedingt das Haus VOR der Unterschrift unter den Vertrag von einem Gutachter/Bausachverständigen begutachten lassen, damit der Umfang der nötigen Sanierungsarbeiten kalkulierbar ist.

Hallo Daniels,
das kannst Du Dir nur selbst beantworten, was für ein Typ bist Du?
Gerade ein altes Haus macht immer viel Arbeit: Bist Du jemand der gern ma Haus rumrödelt, dem Gartenarbeit, Umbauten mit Schmutz und Lärm, Straßekehren usw nichts ausmacht ist ein Haus für Dich die bessere Option, der Wohn und Freizeitwert ist größer - aber Du wirst auch immer Arbeit damit haben, unterschätze das nicht.

Willst Du bequem wohnen und unternimmst lieber was, fährst gern und oft in Urlaub usw. dann ist die Eigentumswohnung die richtige Variante für Dich.

Gruß elmore

was meint ihr ? meinungen sind gefragt.

Ich würde die ETW nehmen. Das Haus ist ein unkalkulierbares
finanzielles Risko.

Bei der ETW sind die Eigentümer das unkalkulierbare Risiko.
Sind sie auf Dauer solvent, so dass sie die Hauskosten tragen können?
Sind sie im Haus laut, sind sie Hobby- Gärtner, die von Dir verlangen, dass Du die Rasenkanten mit der Nagelschere begradigst…:wink:
Gibt es Reparatur- Rückstände, Prozesse usw…
Das alles ist ebenso unkalkulierbar.
Ich wäre lieber für mich alleine.
.

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Bei der ETW sind die Eigentümer das unkalkulierbare Risiko.
Sind sie auf Dauer solvent, so dass sie die Hauskosten trage können?

Da hast Du völlig recht. Ich kenne beide Situationen, habe Häuser und Wohnungen besessen und drin gewohnt. In der geschilderten Situation finde ich die ETW die bessere Lösung. Es mag andere Situationen geben, in denen das Haus die bessere Lösung ist.

Ich wäre lieber für mich alleine.

Einverstanden, aber ich würde mir kein Haus von 1955 kaufen um für mich zu sein.

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Hi,

objekt 1 : freistehendes haus, baujahr 1955, 140qm wohnfläche
plus 200 qm garten. leider im schlechten zustand. es müsste
alles gemacht werden ( heizung, dämmung, leitungen, etc. ).

nur mal so zum Vergleich: Fertighaus von 1986 mit Nachtspeicheröfen. Innerhalb 4 Jahren das DG ausgebaut (neues Bad sowie Schlafzimmer), komplett Fenster ausgetauscht und neue Zentralheizung (Flüssiggas). Kostenberechnung Architeckt: 120.000€. Ich habe es für rund 80k hinbekommen, mit massiver Unterstützung meiner Familie. Wenn Du handwerklich nichts drauf hast - vergiss es!

Wenn Du das kredittechnisch gut hin bekommst: Warum nicht den Weg über einen Neubau? Ist es so schwer an Bauplätze zu kommen?

Grüße

Einverstanden, aber ich würde mir kein Haus von 1955 kaufen um
für mich zu sein.

Hast Recht. wahrscheinlich Keller nicht isoliert u.feucht, alte E- Leitungen, alle Wasserleitungen verkalkt usw…
Da bleiben nur noch die Mauern übrig, alles andere muß saniert werden.
.

Hallo,
wenn 230.000 das Maximum sind, und du in ein komplett saniertes Haus einziehen willst, ohne die nächsten Jahre ständig am Werkeln zu sein, wird das Haus zu teuer. Eine Komplettsanierung (Dach, Haustechnik, Elektro, Heizung, Bäder, Fenster, Wärmedämmung, Keller?..)eines Hauses von 1955 ist für 90.000 kaum machbar.
Als Hausnummer kann man für die Sanierung in etwa die gleichen Kosten wie die eines Neubaus annnehmen, und die betragen bei einem Einfamilienhaus ohne den Rohbau ganz grob 110.000 aufwärts, bei einfachstem Standard. Hinzu kommt der Zeitbedarf von etwa 6 Monaten, für die du doppelt Miete/Zinsen zahlst.

Ein Bekannter steht mit einem vergleichbaren Vorhaben, ebenfalls Haus von 1950, derzeit bei über 300.000, und ist noch nicht fertig (DG und Aussenanlagen fehlen noch, hohe Grundstückspreise im Großraum Stuttgarter).

Gruß Alexander

Moin,

Einverstanden, aber ich würde mir kein Haus von 1955 kaufen um
für mich zu sein.

mein Haus ist gute 100 Jahre alt und ich würde es für keine Eigentumswohnung tauschen.
Mein Bruder hat seine zweite Eigentumswohnung, weil die erste mit einer unerträglichen Eigentümergemeinschaft verbändelt war.

Was sagt uns das? Jeder Jeck ist anders oder es kommt auf den Einzelfall an.

Gandalf

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Also wir haben die Hausoption gemacht:

150k Hauspreis + 80k Renovierungen ~ 230k

Dafür haben wir ein Haus aus den 70ern (2 Etagen, Keller, Dach ~ 150qm, 700qm Garten) aber auch fast bis auf die Grundmauern saniert, das Dach ausgebaut, Bäder neu und alle Fenster neu, Parkett aufgearbeitet, zusätzliche Fenster eingebaut, und Dämmung auf den damaligen KfW 100 Stand gebracht, Heizung neu, Elektro/SAT/Netzwerk teilweise neu… und das alles ohne Eigenleistung (bis auf Tapeten & Teppich).

Was wir nicht machen mussten war allerdings irgendetwas trocken legen (kann kosten).

Aber mehr noch ist es eine Typfrage:

Wenn man nicht unbedingt allein sein will, dann kann eine Neubau ETW besser sein, wobei man auch dort interessante Erlebnisse in Sachen Schimmel, Paupfusch etc. haben kann.

Mir aber wäre das Risiko „blöde Nachbarn“ viel zu hoch, aber das muss jeder selbst wissen.

wenn 230.000 das Maximum sind, und du in ein komplett
saniertes Haus einziehen willst, ohne die nächsten Jahre
ständig am Werkeln zu sein, wird das Haus zu teuer. Eine
Komplettsanierung (Dach, Haustechnik, Elektro, Heizung, Bäder,
Fenster, Wärmedämmung, Keller?..)eines Hauses von 1955 ist
für 90.000 kaum machbar.

Also wir haben es genau so hinbekommen, allerdings unter Zuhilfenahmen zweier wichtigen Instrumente:

  • Ein Architekt, der auch eine günstige (legale!) Baukolonne für’s Grobe sowie Handwerker mitbrachte, die alle (Großaufträge, der baute normalerweise Supermärkte :wink: Aufträge von ihm wollten. Dem haben wir dann am Ende auch ein paar tausend Euro gegeben, aber ich denke es hat sich gelohnt, insbesondere bei der „Motivation“ der Handwerker :smile:

  • Eine detaillierte Excel-Tabelle mit den vorgesehenen Kosten, Kostenpuffer und eine wöchentliche Statusdiskussion mit dem o.a. Architekten. Am Ende lagen unsere Baukosten knappe 3% höher als geplant, was wohl sehr sehr gut ist (auch wenn dafür die Stimmung zwischen uns und Architekt ab und zu etwas angespannt war :wink: Er war es nicht gewohnt auf 'nen Tausender genau zu achten :wink:

In der Mischung (Qualität er, Kosten wir) hat es dann super und zeitgerecht geklappt.

ich sehe das Typproblem eher als die zentrale Frage…

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Hallo.
Oma hat gesagt: Eigener Herd ist Gold wert.
Wir haben beide Wohnvarianten erlebt. Nie wieder Mehrfamilienhaus. Allerdings ist ein Mindestmass an handwerklichen Kenntnissen im eigenen Haus erforderlich. Die Wohnqualität ist im Haus höher, Ihr seit Euer eigener Herr und braucht auf Niemanden Rücksicht zu nehmen.
Gruss Peter

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Hallo zusammen,

ich kenne aus eigener Erfahrung auch beide Varianten.
Die Frage mit dem „Gehören“ und dem „Für-sich-sein“ ist in allen Fällen relativ! Letztlich kann man jede Immobilie immer nur auf Zeit bewohnen, da das eigene Leben und auch die Grundsubstanz eines Hauses, egal ob Einfamilien- oder Mehrfamilienhaus endlich ist. Unschöne Wahrheit, ich weiß, aber für welche Variante man sich auch entscheidet, beides ist trotzdem besser als mieten, sofern man 30- 40% an Eigenmitteln hat.
Beim Haus muß man den Werterhalt, das ständige Reparieren eher als Hobby haben, den ein Haus ist generell nie fertig. Man wechselt über die Jahre immer schön alles der Reihenfolge nach aus, spart von einer Renovierung auf die nächste. Beim Mehrfamilienhaus ist das freilich nicht anders, nur wird einem da das von der Hausverwaltung abgenommen und evtl. besser geplant und gesteuert.
Die Kosten sind da durch die Teilung mit allen anderen etwas besser, da bessere Preise, Konditionen durch größere Abnahmen erreicht werden können.
Auch beim „eigenen Häuschen“ kann man üble Nachbarn haben, die einem das Leben erschweren. In einem Mehrfamilien-Wohnhaus, das noch neuer ist, leben überwiegend die Eigentümer selbst und diese sind in der Regel auf Ruhe und Pflege (Werterhalt) des Hauses selber aus. Bei einem gut isolierten (Schall) Haus bekommt man da von den anderen auch nicht viel mit. Die Grundentscheidung steht meiner Meinung zwischen „selber gerne in der Latzhose renovieren und erhalten“ und „sorglos wohnen und leben und Werterhalter beauftragen“.

hm, dann wird es wohl doch die ETW. da ich beruflich doch sehr gebunden bin und viel arbeite, hätte ich wohl für das haus sowieso wenig zeit. bin zwar handwerklich begabt, aber ein richtiger „renovierer“ war ich noch nie.

ich denke da wäre ich mit der ETW besser dran. auserdem kann man sie im notfall ja auch wieder gut verkaufen.

mfg

bauplätze gibt es, natürlich. kosten aber mal schlappe 250 bis 300 euro pro qm. dann noch ca. 250.000 fürn haus… geht leider nicht. nicht finanzierbar. jedenfalls nicht alleine

mfg

Grundsubstanz eines Hauses, egal ob Einfamilien- oder
Mehrfamilienhaus endlich ist. Unschöne Wahrheit, ich weiß,
aber für welche Variante man sich auch entscheidet, beides ist
trotzdem besser als mieten, sofern man 30- 40% an Eigenmitteln
hat.

Also ich denke, dass genau da ein Denkfehler liegt: Grundsätzlich sind Häuser eher teuer zu mieten, wohingegen einfache Wohnungen in Masse vorhanden sind.

Und überhaupt sind die Fragen Eigentum vs. Mieten und Haus vs. ETW getrennt zu betrachten. Daraus kann folgen, dass es gerade mit Blick auf die sich verändernden eigenen Bedarfe schlauer ist

  • wenn Haus, dann eher kaufen, weil sonst eh zu teuer zu mieten wird

  • wenn Wohnung, dann Miete in Betracht ziehen, weil man dann eben flexibel mit den Nachbarn aber auch den eigenen Raumanforderungen ist. Das ist ja der zentrale Vorteil, zumal auch die Kosten viel planbarer sind. Auch eine Eigentümergemeinschaft kann ja auf dumme, teure Gedanken kommen.

Eine Wohnung zu *kaufen* ist IMHO nur sinnvoll, wenn es sich aufgrund Eigenkapital und Zinsentwicklung kurzfristig (

Hi,

300€/m²*400m²=120.000€ Einzig das muss Du anscheinend finanzieren. Und das zu einem derzeitigen Zinssatz von 3% - bzw. wenn Du Glück hast vielleicht auch darunter…

Dazu kommen ggf. Fördermittel von der KfW (energieeffizientes Bauen, eigenen Wohnraum schaffen). Ich würde es zumindest als Option mit einfließen lassen

Eine grundsätzliche Sache fehlt auch noch:

neubau ist nicht gleich renovierter Altbau:

  • andere Zimmeraufteilungen
  • Holzdecken (Schall?)
  • kleinere Fensteröffnungen
  • ungünstige Treppen
  • im ungünstigen Fall Bausünden der Vorbesitzer und deren Heimwerkerkunst

Falls einen DAS stört, ist die Entscheidung noch leichter :smile: