Lohnt sich Riester?!?!

Moin moin zusammen aus dem hohen Norden,
ich bin total genervt!:smile:Soll unbedingt eine RiesterRente abschließen sagt meine Bank. Ich bin da skeptisch und meine Empfindung sagt mir ich soll es nur wegen der guten Provisionen für die Bank tun und nicht weil es für mich gut ist. Ich würde mein Geld lieber in eine KapitalLV anlegen.Was meint Ihr dazu?
Vorschlag der Bank jährlich 2100€ in UniProfiRente der Union Investment…

Meine Situation:Bin derzeit in Elternzeit. Mein Sohn ist Anfang des Jahres geboren. Ob und wann ich nochmal arbeiten gehe weiß ich nicht. Vollzeit wohl aber in den nächsten Jahren eher nicht.Mein Mann ist gehaltlich sehr gut gestellt (deutlich über 120T€/Jahr).

Warum rechnet die Bank dann mit 2100€/Jahr?DAs ist der Höchstsatz, oder?
Ebenso weisen die eine staatliche Förderung von 38% aus. Aber z.B. liegt unser Grenzsteuersatz nicht bei 30% wie im Angebot genannt sondern gute 15-20%drunter…
Außerdem empfinde ich es so, dass ich für 40 Jahre lieber etwas solides, sicheres (wie eine LV) hätte als in einen Fonds zu investieren. Was meint ihr?Verschenke ich hier Förderungen?

Sollte ich aus Eurer Sicht doch riestern?
Braucht Ihr noch mehr Infos?Fordert sie, ich versuche schnellstmöglich zu antworten!
Versprochen!
Ein großes DANKE,
horde

Hallo,

Riester lohnt sich. Aber was du da schreibst, klingt nach einer ziemlich merkwürdigen Beratung. Du solltest dich - zusammen mit deinem Mann - noch einmal von jemand anders beraten lassen. Das kann hier keiner machen.

Cheers, Felix

Danke schonmal für die erste Antwort!Neee, eine komplette Beratung erwarte ich ja hier auch gar nicht!!!Nur stichpunktartig was ihr davon haltet…bzw. worauf ich achten muss etc wäre super!Wie gesagt, das Angebot klingt für mich einfach komisch…

Moin moin zusammen aus dem hohen Norden,
ich bin total genervt!:smile:Soll unbedingt eine RiesterRente
abschließen sagt meine Bank.

Klar sagt das die Bank, weil sie Provision verdient.

Ich würde mein Geld lieber in eine KapitalLV anlegen.Was
meint Ihr dazu?

Ich an Deiner Stelle würde einen Profi gegen Honorar beauftragen, Eure finanzielle Situation zu sichten, und Empfehlungen auszusprechen, welche nicht provisionsgetrieben sind (weil er keine Provisionen annehmen darf). Abgesehen davon verschaffst Du Dir dadurch Zugang zu Honorarberater- Tarifen, welche provisionsfrei kalkuliert sind. Stoff zum Einlesen in die Materie steht hier: http://www.finanz-lexikon.de/honorarberater_3795.html

Aber z.B. liegt unser Grenzsteuersatz nicht bei 30% wie im Angebot
genannt sondern gute 15-20%drunter…

Vielleicht hat der Bank- Verkäufer, der Dir den Riester aufs Auge drücken wollte, keinerlei Ausbildung. Oder er hat Deine Daten nicht gewissenhaft aufgenommen.

Sollte ich aus Eurer Sicht doch riestern?

Vorher würde ich an Deiner Stelle einen Fachmann beauftragen, Eure finanzielle Situation zu erfassen, und frei von Provisionsgelüsten Empfehlungen auszusprechen. Das ganze kostet Dich zwar einen Tausender, aber das Geld holst Du alleine wegen Zugang zu provisionsfreien Tarifen wieder rein.

horde

Erdbeerzunge

Soll unbedingt eine RiesterRente
abschließen sagt meine Bank. Ich bin da skeptisch und meine
Empfindung sagt mir ich soll es nur wegen der guten
Provisionen für die Bank tun und nicht weil es für mich gut
ist.

Riester KANN sich lohnen, das hängt aber ganz extrem vom gewählten Produkt ab. Was man bei der Bank bekommt ist meistens ziemlich schlecht.

Ich würde mein Geld lieber in eine KapitalLV anlegen.Was
meint Ihr dazu?

Ist das dein Ernst?
Wenn ja: wie kommst du ausgerechnet auf eine Lebensversicherung?
Wenn dein Mann der Hauptverdiener bei euch ist, sollte er eine RISIKO-LV machen.

Warum rechnet die Bank dann mit 2100€/Jahr?DAs ist der
Höchstsatz, oder?

Genau. Auch der Höchstsatz für die Provision! :wink:

Ebenso weisen die eine staatliche Förderung von 38% aus. Aber
z.B. liegt unser Grenzsteuersatz nicht bei 30% wie im Angebot
genannt sondern gute 15-20%drunter…

Wie soll das mit dem Einkommen gehen? Naja, hat ja mit der eigentlichen Frage nichts zu tun…

Außerdem empfinde ich es so, dass ich für 40 Jahre lieber
etwas solides, sicheres (wie eine LV) hätte als in einen Fonds
zu investieren. Was meint ihr?Verschenke ich hier Förderungen?

Es gibt auch sichere, solide Riester-Verträge OHNE Kosten, die Riester-Banksparpläne. Die besten geben momentan einen Zins von 3,5%, da kann man nicht meckern, da die Förderung noch dazu kommt.
Und wie gesagt, es fallen nicht Tausende € Abschluss- und Verwaltungskosten an, sondern 0,00€.

Gruß
Granini

Ebenso weisen die eine staatliche Förderung von 38% aus. Aber
z.B. liegt unser Grenzsteuersatz nicht bei 30% wie im Angebot
genannt sondern gute 15-20%drunter…

Sorry, nur mal zur Sicherheit. Du weißt, was der Grenzsteuersatz ist, oder? Bitte nicht verwechseln mit dem Durchschnittssteuersatz.

Gruß

Willi

@granini:
Naja, mein Mann hat selbstverständlich eine KapitalLV für uns abgeschlossen!
Aber mein Gedanke ist auch der, dass wenn mir etwas passiert soll er sich ja um unser Kind kümmern können. Wenn er weiter arbeiten gehen müsste um die Kosten zu decken wäre das nicht so einfach…:smile:

*lach*hm, dachte das wäre und so ist es mir erklärt worden, der Einkommenssteuersatz…?!?

Reister lohnt sich in aller Regel. Man bekommt vom Staat Geld geschenkt, das allein ist ja schonmal ein Grund sich die Sache anzuschauen. Natürlich muss man dann die Rente irgendwann versteuern, aber das muss alles versteuert werden, auch eine klassiche Rentenversicheurng, usw…

Bei Reister gibt es verschiedene Durchführungswege (Fondssparplan, Banksparplan, Rentenversicherung), dies solltet Ihr in Ruhe entscheiden, auf welches Pferd Ihr setzt.

Für Dich als Ehefrau in Elternzeit rentiert es sich auch, wenn nur die Mindestbeträge einbezahlt werden. Du bekommst dann die Grundzulage (154€) und die Kinderzulage (300€) in den Riestervertrag eingezahlt (das ist das Geldgeschenk vom Staat (jährlich!)), Du musst dann nur noch 5 € zusätzlich pro Monat in den Vertrag einbezahlen.

Aus den 60€ die Du in den Vertrag (jährlich) einbezahlst werden also 514 € (60 selbst+154+300Zulagen).

Gruß

jörg

Nein, der Einkommenssteuersatz ist der Steuersatz, den Du auf Dein gesamtes Einkommen zahlst. Der Grenzsteuersatz ist der Steuersatz, den Du auf die letzten Euro Deines Einkommens zahlst. Da wir eine Progression bei der Einkommenssteuer haben, sind beide Sätze unterschiedlich.

Mal ein Beispiel: Angenommen, ihr habt ein zu versteuerndes Einkommen von 50.000 Euro. Dann liegt der Einkommenssteuersatz vielleicht bei 16-17%, der Grenzsteuersatz liegt dann bei etwa 30%.

Wenn ihr dann 2100 Euro absetzen könnt, würde das dann einen Steuervorteil von etwa 600 Euro bringen.

Das ist jetzt nur ein Beispiel, die Zahlen sind vermutlich nicht 100%ig richtig, aber es soll ja auch nur den Unterschied zwischen beiden Sätzen darstellen.

Gruß

Willi

Ach ja genau, es reicht derzeit den Sockelbeitrag zu zahlen?Oder muss das Elterngeld als Grundlage genommen werden?Und sobald ich wieder arbeiten ginge müsste man 4%des Bruttoeinkommens zahlen, richtig?

Elterngeld bleibt interessiert für Riester icht. Rest ist korrekt.

Gruß

Jörg

Haben Sie schon einmal
darüber nachgedacht - Guten Tag Horde - im Neuen Jahr Ihre Bank zu wechseln ?

Gruß
Günther

Wieso sollte Sie Ihre Bank wechseln? Ist doch absoluter schmarrn!
Jede Bank wird Sie wieder auf Riester ansprechen, macht es die Bank nicht, dann macht es Ihr Versicherungsberater.

darüber nachgedacht - Guten Tag Horde - im Neuen Jahr Ihre
Bank zu wechseln ?

Für die Kundin macht es doch momentan absolut Sinn einen RiesterVertrag abzuschliessen. Als „Mutter“ muss Sie doch nur den Sockelbeitrag von 60 EUR in den ersten drei Jahren einzahlen und erhält einen gigantische Förderung!!!

Die Volleinzahlung der 2.100 EUR kann ja in der Steuer als Sonderausgabe angesetzte werden, wobei die steuerliche Ersparnis nicht allzu hoch sein dürfte.

Die UniProfiRente kann auch später als ganz normale Altersvorsorge weiter bespart werden, sollte die Grundlage für die Zulagenberechtigung wegfallen.

Es ist sicherlich bei der Bank auch möglich einen Versicherungs-Riester-Vertrag abzuschliessen!

Hallo,

Wieso sollte Sie Ihre Bank wechseln? Ist doch absoluter
schmarrn!

Nein! Wenn der Bankberater 2100€ als Jahresbeitrag angeboten hat, liegt schon der 1. Fehler vor. Richtig(er) wäre gewesen entweder 1646 oder 4% vom Vorjahreseinkommen abzüglich 454. Evtl. noch sinnvoller: Vertragsbeginn 2010 wäre nur der Sockelbetrag in Höhe 60 Euro fällig um die Förderung in Höhe 454 zu erhalten.

Jede Bank wird Sie wieder auf Riester ansprechen, macht es die
Bank nicht, dann macht es Ihr Versicherungsberater.

Das ist auch nicht das Problem, die entscheidende Frage ist, wie!

darüber nachgedacht - Guten Tag Horde - im Neuen Jahr Ihre
Bank zu wechseln ?

Für die Kundin macht es doch momentan absolut Sinn einen
RiesterVertrag abzuschliessen. Als „Mutter“ muss Sie doch nur
den Sockelbeitrag von 60 EUR in den ersten drei Jahren
einzahlen und erhält einen gigantische Förderung!!!

Eben. Und nicht 2100!

Es ist sicherlich bei der Bank auch möglich einen
Versicherungs-Riester-Vertrag abzuschliessen!

Das ist m.E. nicht das Problem.
Gruß und Guten Rutsch! Joerg Koenig

Hallo,

Ach ja genau, es reicht derzeit den Sockelbeitrag zu
zahlen?Oder muss das Elterngeld als Grundlage genommen
werden?Und sobald ich wieder arbeiten ginge müsste man 4%des
Bruttoeinkommens zahlen, richtig?

Der Sparbetrag inklusive der Zulagen muss normalerweise 4% des sozialversicherungspflichtigen Einkommens des Vorjahres sein, damit die vollen Zulagen und ggfs. die steuerliche Wirksamkeit zum Tragen kommen.

Aber vorher solltet Ihr - du und dein Mann - eure Situation analysieren lassen und dann eine ordentliche Beratung bekommen. Ob das, wie vorgeschlagen, ein Honorarberater macht, oder einer, der wie ich von Provisionen lebt, musst du selbst entscheiden. Da ist das Vertrauen wichtig.

Cheers, Felix

Vorschlag der Bank jährlich 2100€ in UniProfiRente der Union
Investment…

Hallo,

zu den Förderungsthemen kann ich nicht viel sagen. ist nicht so mein Gebiet. Aber:

Normalerweise bin ich ein Kämpfer für die Idee des Fondssparens. Aber beim Riestern ist das aus meiner Sicht Schmarrn.

Begründung:
Die Anbieter (hier Union Investment) müssen die eingezahlten Beiträge garantieren. Das widerspricht der Grundidee eines Aktienfonds komplett. In der Praxis heißt das, dass im Fall eines Crashs an der Börse (wie wir in den letzten 10 Jahren zwei Stück hatten) die Garantiekonzepte greifen und der Vertrag renditetechnisch ab dann vollkommen tot ist. Dann bekommst Du am Ende vielleicht nicht mal die Kosten (Provisionen für die Bank) wieder rein.
Kunden, welche die UniProfiRente vor Januar 2009 abgeschlossen haben, haben genau dieses Problem
Mir blutet bei dieser Aussage zwar das Herz, aber bei Riester macht die klassische Rentenversicherung oder sogar ein „uncooler“ Bausparvertrag (vielleicht habt Ihr ja sowieso einen?) mehr Sinn.

Gruß vom Money-Schorsch

Genauso sehe ich das auch.

Warum erwähnst du aber keinen Riester-Banksparplan? Das wird (wenn man nicht gerade ganz genau weiß wann man bauen will) wohl besser sein als ein Bausparvertrag.

Übrigens muss der Anbieter alle Einzahlungen garantieren, nicht wie bei einer Lebensversicherung. Es kann also nicht passieren, dass man die Kosten nicht wieder reinholt. Aber auch eine Nullrendite hilft natürlich wenig weiter, insofern ändert das an deiner Aussage nichts.

Gruß
Granini

Hallo Money-Schorsch,
perfekt auf einen Nenner gebracht!
Was ich schon die ganze Zeit predige: Börse und Riester ist wie Feuer und Wasser!
Aber da viele Kunden die Werbung: „Meine, Frau, mein Auto, mein Haus, meine Yacht“ tief in ihrem Herzen verinnerlicht haben, haben es die entsprechenden Anbieter ziemlich leicht!

Gruß cooler

Hallo,

Warum erwähnst du aber keinen Riester-Banksparplan?

Ganz ehrlich, ich würde einen Banksparplan schon deshalb nicht abschließen, weil er eine große Verarsche ist.
Der BSP wird als quasi kostenfrei dargestellt (als ob es in Deutschland irgendein/e Dienstleistung/Produkt gibt, welches kostenfrei angeboten werden kann), das ist lachhaft. Die Kosten eines BSP sind zuallerst mal indirekt. Mein gutes Geld wird mit einem jämmerlichen Zins bedacht - das sind schon mal meine (indirekten) Kosten( von dem gerade noch akzeptablen Lockzins im ersten Jahr mal abgesehen).
Gleichzeitig wird aber mein Geld für 10-14% verliehen - die Margen sind bei diesem Produkt die Kosten!
Darüberhinaus sind die Kosten in der Rentenphase völlig unbestimmt…immerhin muss das angesparte Kapital später in eine lebenslange Rente umgewandelt werden.
Übrigens, wenn man die Bedingungen genau studiert, stellt man auch fest, dass es KEINE Kostengarantie gibt: Die Bank kann die Verwaltungskosten oder ähnliches selbständig ändern!

Übrigens muss der Anbieter alle Einzahlungen garantieren,
nicht wie bei einer Lebensversicherung.

Wie meinen!?
Du meinst wahrscheinlich eine Kündigung in den ersten 5 Jahren?
Für einen normal denkenden Menschen ist das nur eine theoretische Erwägung. Immerhin müssen die Beiträge für Riester (Alterseinkünftegesetz) nicht mehr regelmäßig eingezahlt werden. Sollte also jemand in einen fin. Engpass kommen, lässt er den Vertrag in dieser Zeit ruhen (es besteht halt in dieser Zeit kein Anspruch auf Zulage und den Sonderausgabenabzug).

Es kann also nicht

passieren, dass man die Kosten nicht wieder reinholt.

Manche Leute sind spezialisiert darauf, die exotischen und relativ unwichtigen Aspekte in den Vordergrund zu rücken, wenn es ihrer Sache dient!

Gruß cooler

P.S. Es bleibt allerdings dabei: Einem 55 jährigen würde ich tatsächlich den BSP als erste Wahl anbieten!