LTD oder GmbH

Hallo

also ich bin langsam echt am verzweifeln. Also Unternehmer, bin (nebenschulisch) mit einem Partner (vollzeit) in der Programmierung von Webseiten tätig. Er ist vollprofi und schleppt nur die großen Aufträge an. Kunden wie Mercedes,Siemens und IBM.

Nun hatten wir letztes Jahr eine Steuerberater Rechnung von 3000€ und das nur als abschlagszahlung. Jetzt haben wir den Steuerberater gewechselt und dieser erzählt uns das eine Ltd genau das ist was wir brauchen…

Und nun las ich hier tonnen an beiträgen und fast jeder ist dagegen.

Ich will dies, wenn ihr mitmacht mal bis auf den Punkt diskutieren, es ist entscheidend für uns…

Danke

Daniel

Hi Daniel,

welche Vorteile der LTD nennt Euch denn der STB gegenüber der GmbH?

Viele Grüße
Rolf

Hallo

zum einen meint er seien die Kosten und der Aufwand bei einer Ltd geringer. Zum anderen meint er könne man bei der Ltd einen Director so vorschalten dass dieser zum-Beispiel-im-Impressum-erscheint- oder auch im register.

Ich habe mich zwar noch nicht richtig belesen sondern zuerst mal alle webseiten der agenturen abgeklappert. wie sich dann herausstellte, und zwar nachdem ich meinem Anwalt nicht traute und auf sein anraten hin genauer nachfragte wurden von der agenturen anfragen per Mail ob denn die Aussagen stimmen die auf der seite stehen, mit konkreten nachfragen nach fällen ganz anders beantwortet als auf der webseite.
so ist mir nun klar das die aussagen nicht alle korrekt oder besser ausgedrück vollkommen unvollständig sind und wesentliche punkte fehlen.

darauf hin las ich im netz, es gibt viel zu tun…

so wie ich die sache sehe zielen jedoch viele darauf ab das ein ltd gründer sowieso halb pleite ist und dann mit der ltd…

Bei mir ist das aber net so, ich habe insgesammt 270.000 in der aktuellen firma (Personengesellschaft) und möchte damit eine ltd gründen. Auch wenn’s blöd klingt es ist nicht geplant Pleite zu gehen…
Auch können wir der ltd ein größeres Haftungskapital geben etc…

Hi Daniel,

soso, Du hast 270.000 € in der Firma, vermutlich auch damit verdient? Nur, was machen 270.000 in einer Personenfirma, die Web-Seiten macht? Liegen die da so rum? Wozu?
Nebenschulisch verdient? Aha, kann ich bei euch anfangen?

Und für eine derart gut ausgestattete Firma fallen lediglich STB-Kosten in Höhe von 3.000 € und ein paar Zerquetschte an? Gib mir die Adresse von dem STB, den möchte ich auch haben.

Den Unterschied zwischen einem Steuerberater (Dein erstes Posting) und einem Anwalt (Deine Antwort auf die Nachfrage) kennst Du aber schon?

Nix für ungut,
Bonsai

Ach ja, zum Thema: Ltd. haftet imho tatsächlich der Makel an, dass eine solche etwas zu verbergen hat. Finanzieller oder personeller Natur.

Was wollen Sie denn eigentlich?
Hallo …

mir erschliesst sich der Hintergrund Ihres Postings nicht so ganz… welche Fragen möchten Sie denn überhaupt geklärt wissen?

Eine Haftungsfrage kann es nicht sein, wenn Sie freiwillig ein Stammkapital von 270.000€ einbringen möchten und eine Kostenfrage kann es nicht sein, weil das Unternehmen ja scheinbar sehr profitabel ist, denn sonst wären die 270.000€ ja nicht zustande gekommen.

Sie haben scheinbar eher ein Problem mit dem StB, denn wenn dieser nicht weiss, dass die Gründungskosten einer Ltd. zwar niedrig sind, die laufenden Kosten und Abschlusskosten jedoch bedeutend höher sind als bei einer GmbH, dann sollte ich mich irgendwo als Eierverkäufer bewerben und meinen „Job“ an den Nagel hängen!

MfG
BEBOUB

RDas Problem ist
Guten Tag

primär möchte ich wissen welche Vorteile eine Ltd gegenüber einer GmbH hat oder umgekehrt.

Aus meiner Sicht zielten bis jetzt alle negativen Äußerungen darauf hinaus das Haftungsregelungen anders zu sein scheinen als bei einer GmbH.
Auch war der Punkt der negativen Äußerungen meist der dass Kleinunternehmer ohne Kapital eine Ltd wählen …

Wie wir nun wissen ist die Haftungsregelung einer GmbH vielleicht doch besser und eigenkapital haben wir auch.
Wir möchten dies nicht zu 100% in die neue Gesellschaft einbringen, es gibt dazu keinen Grund.

Bei einer Ltd kann ich einen Director vorschalten, dies kann ich um zu vermeiden dass mein Name in der Ltd auftaucht. Angenommen ich will eine Unternehmung gründen (Porno Laden) und es darf nicht bekannt werden das ich eigentümer bin.

Dies ist der Hauptgrund.

Danke

Daniel

Mein steuerberater ist in einer Kanzlei mit dem anwalt, somit wird, wenn diskutiert wird mit beiden gesprochen.

Das Kapital wurde zu 75% erwirtschaftet, richtig.

wir machen keine Webseiten wie der normalo sie kennt, wir erstellen intranet seiten oder abarbeitungssysteme wie die maut software an den tanken…

ich geh zur schule jow, bin aber doch schon etwas älter

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

eingemuschen …
Hallo.

Eins weiter unten will er einen Erotikshop machen mit 135000€. Hier will er eine Ltd machen mit 270000 €. Wenn da alles echt ist, erkläre ich mich zur oralen Einnahme eines der manuellen Oberflächenreinigung dienenden Hilfsgerätes inklusive des dazugehörenden Bedienungspersonals bereit.

Gruß Eillicht zu Vensre

is doch falsch!!! was du da sagst
Hey

langsam verstehe ich euer Problem nicht. Ich stelle eine sachgebundene Frage und da werden dann Fakten die ich dazu bringe vollkommen verdreht und darauf rumgeritten

was seid ihr denn für welche?

Ich bin 30 Jahre alte und gehe noch zur schule. Das schon mal geklärt! Wieso und wie genau is ja wohl uninteressant.
Unten steht das 135000€ und ein Gebäude einfließen, das Gebäude wird erst noch gekauft. Wovon ? Von den anderen 135tsd.

Dan quatscht mich einer an wieso mein steuerberater 3000€ kostet, zum einen ist das eine ABSCHLAGSZAHLUNG zum anderen heist es nicht das ich die 270k in einem Jahr verdient habe…

gibts hier leute die konkret auf Fragen eingehen und sobstanzielle Fragen bei unklarheiten stellen können? Oder willste wissen ob es ganz ganz genau 275000 sind und nicht ein paar cent mehr

Hi Daniel,

meine persönliche Meinung:

Die Ltd hat einen enorm schlechten Ruf. Wer in Deutschland eine seriöse Firma haben möchte, sollte sich nicht auf so etwas einlassen.

Wenn es Dir um die Haftung geht: Die GmbH kannst Du mit dem Mindestkapital ausstatten und haftest, im Falle einer sauberen Insolvenz, auch nur mit diesen € 25.000,–. Wenn Du allerdings große Geschäfte machen willst, wirst Du die GmbH mit mehr Kapital ausstatten müssen.

Selbiges bei der LTD. Durch die niedrige Stammeinlage hast Du keinen guten Leumund bei den Geschäftspartnern. Entweder Du stattest die LTD mit hohem Kapital aus oder Du bringst Bürgschaften bei, die Geld kosten und Verwaltungsaufwand produzieren. Da die LTD nach britischem Recht existiert, durch den Sitz in Deutschland aber ansonsten deutschem Recht unterliegt, kann es zu Schwierigkeiten kommen, die nicht unbedingt angenehm sind.

http://www.systems-world.de/id/8224/CMEntries_ID/143…

Was Dein Problem mit dem Namen angeht: Der Geschäftsführer der GmbH musst ja nicht Du sein. Allerdings lassen sich die Gesellschafter natürlich mit etwas Aufwand herausfinden. Da führt kein Weg daran vorbei.

Bye
Rolf

Ltd. = GmbH der Mittellosen
Hallo …

eine Ltd. hat keine Vorteile gegenüber einer GmbH, was den Gründern vorgemacht wird ist Quatsch, in der Realität ist es anders.

Zwar ist die Gründung einer Ltd. schneller vollzogen und die Gründungskosten im Vergleich zu einer GmbH geringer, die laufenden Kosten sind jedoch höher als bei einer GmbH allein schon durch die Verpflichtung doppelte Abschlüsse abgeben zu müssen, nach deutschem und englischem Steuerrecht.

Kommt dann noch eine eventuelle rechtliche Beratung nach englischem Recht hinzu, dann wird es wirklich teuer und diese Kosten sind im Vorfeld nicht kalkulierbar, denn sie sind völlig ungewiss.

Nach europäischem Recht ist es übrigens dem Kläger überlassen den Gerichtsstand zu wählen (Großbritannien oder Deutschland), wählt er Großbritannien, so können die gerichtskosten dort sehr leicht das zehnfache gegenüber Deutschland betragen.

Von der Haftung her haften beide mit dem gesamten Gesellschaftsvermögen, ist die Ltd. bereits bei Gründung unterkapitalisiert, so geht die Haftung auf den Geschäftsführer über. Insoweit wird sich auch kein Director finden, der ein Risiko für Sie eingehen wird, es wird also nicht möglich sein Ihre Identität zu verschleiern.

Irgendwie scheint mir die Begründung wegen der Familie nicht in Erscheinung treten zu wollen ein wenig an den Haaren herbeigezogen, denn Sie decken eine Nachfrage und wie Sie Ihr Geld verdienen kenn Dritten doch völlig egal sein.

Im übrigen ist es kompletter Blödsinn das Gebäude mit in die GmbH/Ltd. einfliessen zu lassen, hier sollte man zu einer unechten Betriebsaufspaltung greifen, eigentlich hätte dies der StB wissen sollen.

MfG
BEBOUB

K o r r e k t u r !
Hallo …

hier sind einige Fehler drin, die man korrigieren muss.

Wenn es Dir um die Haftung geht: Die GmbH kannst Du mit dem Mindestkapital ausstatten und haftest, im Falle einer sauberen Insolvenz, auch nur mit diesen € 25.000,–. Wenn Du allerdings große Geschäfte machen willst, wirst Du die GmbH mit mehr Kapital ausstatten müssen.

Können wir uns darauf einigen, dass eine Kapitalgesellschaft IMMER mit dem gesamten Gesellschaftsvermögen haften muss und nicht „NUR“ mit dem Stammkapital. Ein Gesellschafter muss nur dann in die Haftung, wenn das Stammkapital bei der Gründung nicht voll eingezahlt wurde, er haftet dann mit dem noch ausstehenden Teil des Stammkapitals.

Was Dein Problem mit dem Namen angeht: Der Geschäftsführer der GmbH musst ja nicht Du sein. Allerdings lassen sich die Gesellschafter natürlich mit etwas Aufwand herausfinden. Da führt kein Weg daran vorbei.

Es ist kein Aufwand die Gesellschafter einer GmbH ausfindig zu machen… ein Fax an das zuständige Amtsgericht mit dem man einen Handelsregisterauszug anfordert und man weiss es, dafür gibt es das Handelsregister ja.

MfG
BEBOUB

Hallo

Vielen Dank für Ihre Antwort.

Sie haben vollkommen Recht, die Sache mit den Verwandten ist etwas falsch. Es ist also tatsächlich die Begründung etwas falsch jedoch nicht die Aufgabenstellung. Dies liegt daran das ich mich kurz halten will, und diese Aussage war kurz und vielleicht auch für viele leicht nach zu vollziehen.

Der viel gepriesene Discounter der ltdgründer bietet einen director an für 250 im Jahr.

By-the-way
Stellen Sie sich folgendes Problem vor, (wir=ich) ich vertraue im Moment meinem aktuellen Team nicht, das sind Steuerberater & Rechtsanwalt. Dies liegt daran dass die Kosten, aus meiner Sicht einfach unverhältnismäßig sind. Wenn ich mit einer Firma 1Mio im Jahr verdienen würde selbst dann würde ich nicht einsehen weshalb ich einem Stb&RA ein paar tausender geben soll. und schon bei den ersten Gespärchen mit unserem „neuen“ Team waren 1tsd euro weg. Vielleicht liege ich auch vollkommen falsch, aber das ist für mich ein haufen Geld… Im Moment ist es einfach so das ich viel arbeit investiert habe, und das Geld welches ich verdiente ist einfach im verhältnis gesehen zu wenig… auch wenn es eine Menge ist.

dies ist fakt.
Ich muss meine daten da einfach raus halten, und jemanden zu finden der zu einem derart viel vertrauen hat ein Unternehmen zu führen, eine gmbh als GF ist fast unmöglich, und für 250€/Jahr erst recht nicht. Denke ich!!

Wenn nun die Ltd soviel teuerer als eine GmbH ist, kann man hierzu etwas in Zahlen sagen € nicht %.

Wenn jemand eine Lösung diese Aufgabenstellung hat kann er sich gerne auch per mail melden.

danke

Daniel

was ist eine
unser anwalt redet was von einer a-typischen stillen beteiligung

Servus,

hierzu

Ein Gesellschafter muss nur
dann in die Haftung, wenn das Stammkapital bei der Gründung
nicht voll eingezahlt wurde

sei angemerkt, dass das in dieser Ausschließlichkeit nicht ganz richtig ist. Das Stichwort, das bei der „normalen“ Anfänger-GmbH mit Gesellschafter-Geschäftsführer und einer weit reichenden Verquickung von Gesellschafter- und Gesellschaftsvermögen in der Krise eine enorme Rolle spielt, heißt Durchgriffshaftung. Zu diesem Begriff könnte man ziemlich ausführliche Abhandlungen schreiben, da er nirgendwo präzise definiert ist, aber als Damoklesschwert in der beschriebenen Situation ziemlich allgegenwärtig ist.

Insofern muss man dieses Thema, das von Rolf mit „saubere Insolvenz“ angesprochen ist, schon wenigstens erwähnen: Kapitalgesellschaften wie die beschriebene, zumal mit wenigen, bedeutenden Auftraggebern, werden in der Krise häufiger planlos gegen die Wand gefahren als mit Plan und Ziel abgewickelt. Niemand ist aus dem Schneider, wenn er sich auf die Haftung bloß mit dem Gesellschaftsvermögen verlässt und im übrigen munter draufloswurschtelt.

Schöne Grüße

MM

Hi Beboub,

das zeigt wieder einmal, wie die Begrifflichkeiten aus dem Steuerrecht und diejenigen aus der Wirtschaft auseinanderklaffen…

hier sind einige Fehler drin, die man korrigieren muss.

Wenn es Dir um die Haftung geht: Die GmbH kannst Du mit dem
Mindestkapital ausstatten und haftest, im Falle einer sauberen
Insolvenz, auch nur mit diesen € 25.000,–. Wenn Du allerdings
große Geschäfte machen willst, wirst Du die GmbH mit mehr
Kapital ausstatten müssen.

Können wir uns darauf einigen, dass eine Kapitalgesellschaft
IMMER mit dem gesamten Gesellschaftsvermögen haften muss und
nicht „NUR“ mit dem Stammkapital. Ein Gesellschafter muss nur
dann in die Haftung, wenn das Stammkapital bei der Gründung
nicht voll eingezahlt wurde, er haftet dann mit dem noch
ausstehenden Teil des Stammkapitals.

Selbstverständlich hast Du recht. Als Selbständiger gehe ich IMMER davon aus, dass ich mit dem gesamten Gesellschaftsvermögen haften muß. Ich wollte eigentlich nur darauf hinweisen, dass sich die Haftung „nur“ auf das Stammkapital und nicht auf das Privatvermögen bezieht wobei der Durchgriff auf das Privatvermögen ja mittlerweile durchaus üblich zu sein scheint.

Was Dein Problem mit dem Namen angeht: Der Geschäftsführer
der GmbH musst ja nicht Du sein. Allerdings lassen sich die
Gesellschafter natürlich mit etwas Aufwand herausfinden. Da
führt kein Weg daran vorbei.

Es ist kein Aufwand die Gesellschafter einer GmbH ausfindig zu
machen… ein Fax an das zuständige Amtsgericht mit dem man
einen Handelsregisterauszug anfordert und man weiss es, dafür
gibt es das Handelsregister ja.

Eben, also mehr Aufwand als auf der HP im Impressum zu gucken oder zu googlen. Aber das ist Haarspalterei.

Bye
Rolf

Servus Daniel,

betreffend den Vergleich der laufenden administrativen Kosten wären ein paar Präzisierungen notwendig, glaube ich:

(1) Sagt die Höhe einer durch den StB angeforderten Abschlagszahlung fast Null über dessen Honorar „für alles“ aus. Eigentlich bloß, dass das gesamte Honorar für die beauftragten Tätigkeiten (über die Du bisher kein Wort verloren hast) voraussichtlich mindestens diese Höhe haben wird. Wenn ich jetzt mal annehme, dass keinerlei eigentliche Beratungsleistungen erbracht worden sind (Deine bisherige Beschreibung der Situation lässt das vermuten), sondern lediglich laufende FiBu, Abschluss und alle steuerlichen Angelegenheiten beauftragt sind, sind 3.000 Euronen bei den Gegenstandswerten, die wir nicht kennen, aber spekulativ vermuten können, nicht viel. Bloß, wie gesagt: Die laufenden Kosten für die Besorgung von FiBu, Abschluss, Steuererklärungen kann man auf dieser Basis unmöglich kennen.

(2) Ist auch die - und sei es ganz grobe - Ermittlung der alternativen Kosten für die laufende Administration einer Ltd. auf der Grundlage der vorliegenden Angaben nicht möglich. Das fängt damit an, dass sie ja vermutlich nicht in D steuerpflichtig sein sollte (sonst wären die Kosten für die laufende FiBu, Abschluss und Besorgung der steuerlichen Angelegenheiten wegen gleicher Gegenstandswerte grad die gleichen). Das heißt, für die Alternative Ltd. steht ganz am Anfang schon mal eine nicht harmlose Note für die Gründungsberatung. Alles weitere wird - auch dieses spekulativ, weil wir nichts darüber wissen - vermutlich à la mode als „rundum-sorglos-Paket“ angeboten. Wer bietet sowas an, ohne dazu zu sagen, was es kostet? Wer beschäftigt sich mit einem solchen Angebot, ohne zu fragen, was es kostet?

Kurz: Ich schlage vor, wir teilen uns die Arbeit. Du benennst Jahresumsatz, Gewinn, Bilanzsumme der GmbH, und ich erzähle Dir, was das in D kosten kann. Im Gegenzug besorgst Du Dir ein Angebot betreffend die Alternative Ltd., das Dir seriös erscheint, aber „mit allem“, incl. möglichst wasserdichte Verlagerung der Steuerpflicht nach UK - nicht harmlos, das -, und erzählst, was das kostet.

Dann haben wir zwei Zahlen, stellen die gegeneinander, und voilà: Das gesuchte Ergebnis ist da.

Schöne Grüße

MM

Hallo
aktuell ist es keine gmbh sondern ein einzelunternehmen.
Der Umsatz in 2006 wird ca bei 200k liegen wobei der brutto gewinn bei ca 100k.

im nächsten Jahr jedoch wird aufgrund eines bereits unterschrieben vertrages der Umsatz bei mind. 700k liegen, allerdings kann ich nichts über den gewinn sagen. der kunde ist ein auslandskunde und ich weiss nicht welche flugkosten hinzu kommen etc…
im Grunde müsste der gewinn bei 350 liegen, aber wie gesagt…
ferner steht im moment ein holding construct an, aber wie gesagt wir stehen komplett am anfang.

ich weiss welche gründungskosten bei einem discounter für eine ltd anstehen. aber das war’s auch schon. ich habe keine zahlen bezüglich eines laufenden unterhalts. ferner soll es so sein dass die ltd in deutschland geschäfte tätigt (deutsche niederlassung) und die in UK still liegend ist (diesen ausdruck habe ich vom steuerberater)…

weiss im moment nicht woher ich die stb kosten einer ltd bekommen soll. es war schon sehr schwer mal einen eindruck zu gewinnen was ein stb für ein d unternehmen verlangt, selbst hier waren die zahlen vollkommen undurchsichtig.

daniel

(2) Ist auch die - und sei es ganz grobe - Ermittlung der
alternativen Kosten für die laufende Administration einer Ltd.
auf der Grundlage der vorliegenden Angaben nicht möglich. Das
fängt damit an, dass sie ja vermutlich nicht in D
steuerpflichtig sein sollte (sonst wären die Kosten für die
laufende FiBu, Abschluss und Besorgung der steuerlichen
Angelegenheiten wegen gleicher Gegenstandswerte grad die
gleichen). Das heißt, für die Alternative Ltd. steht ganz am
Anfang schon mal eine nicht harmlose Note für die
Gründungsberatung. Alles weitere wird - auch dieses
spekulativ, weil wir nichts darüber wissen - vermutlich à la
mode als „rundum-sorglos-Paket“ angeboten. Wer bietet sowas
an, ohne dazu zu sagen, was es kostet? Wer beschäftigt sich
mit einem solchen Angebot, ohne zu fragen, was es kostet?

Kurz: Ich schlage vor, wir teilen uns die Arbeit. Du benennst
Jahresumsatz, Gewinn, Bilanzsumme der GmbH, und ich erzähle
Dir, was das in D kosten kann. Im Gegenzug besorgst Du Dir ein
Angebot betreffend die Alternative Ltd., das Dir seriös
erscheint, aber „mit allem“, incl. möglichst wasserdichte
Verlagerung der Steuerpflicht nach UK - nicht harmlos, das -,
und erzählst, was das kostet.

Dann haben wir zwei Zahlen, stellen die gegeneinander, und
voilà: Das gesuchte Ergebnis ist da.

Schöne Grüße

MM

Hallo Daniel!

aktuell ist es keine gmbh sondern ein einzelunternehmen.

Im Moment ist noch kein Grund für die Umwandlung des Einzelunternehmens in eine Kapitalgesellschaft erkennbar. Es scheint nur durch, daß Du einen Weg suchst, die Stb-Kosten zu minimieren. Dafür ist aber die angedachte Umwandlung Einzelunternehmung -> Kapitalgesellschaft sicher der ungeeignete Weg.

Im Grunde brauchst Du keinen Steuerberater. Wenn Du Auto fährst, hast Du schließlich auch nicht ständig einen Fahrlehrer dabei, sondern hast gelernt, mit den alltäglichen Situationen selbst umzugehen. Übersetzt auf ein Unternehmen heißt das, Du brauchst eigene kaufmännische Kenntnisse. Solche Kenntnisse kann man sich durch Lernen aneignen, kann in der Folge die Fibu selbst erledigen und den Abschluß erstellen. Mir ist überhaupt schleierhaft, wie man ein Unternehmen führen kann, wenn man über keine laufend aktuelle Buchhaltung verfügt, weil für die tägliche Arbeit unverzichtbare Unterlagen im Büro eines Steuerberaters schmoren.

Ich nehme an, derzeit sind die zur Unternehmensführung erforderlichen kaufmännischen Kenntnisse nicht vorhanden. Das aber ist eine ungeeignete, wirtschaftlich gefährliche Ausgangslage, um eine Kapitalgesellschaft zu gründen. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wird kaufmännische Unkenntnis dazu führen, daß ein Steuerberater laufend Katastrophenabwendung betreiben muß, u. a. weil kaufmännisch unbeleckte Leute das Wesen einer Kapitalgesellschaft regelmäßig nicht begreifen und es zum hoffnungslosen Durcheinander privaten Vermögens mit Vermögen der Gesellschaft kommt. Mit einer in D betriebenen Gesellschaft, in die auch noch das Recht eines anderen Landes nebst Strohmännern hinein spielen, wird das Ganze nicht einfacher. Im übrigen bezweifle ich, daß der Entscheidung für eine Kapitalgesellschaft bei etlichen jungen Unternehmen jemals auf rationalen Gründen beruhte.

Mangelhafte kaufmännische Kenntnisse führen zu Mängeln in der kaufmännischen Auftragsabwicklung, mithin zu Risiken und Qualitätsmängeln, die nicht minder üble Auswirkungen haben können, wie Qualitätsmängel beim Produkt/bei der Dienstleistung. Wer soetwas vermeiden möchte, braucht kaufmännische Kenntnisse und wird bemerken, daß von Schriftverkehr, Ausfüllen statistischer Meldungen, Umsatzsteuervoranmeldungen, Angeboten, Auftragsbestätigungen, Rechnungen, Bestellungen bis zur Fibu, Anmeldung von Aushilfskräften und Lohnabrechnungen auch im Kleinunternehmen ein Haufen Zeug zu erledigen ist. Neben eigenen soliden Kenntnissen und einer blitzsauberen Organisation läuft es i. d. R. darauf hinaus, daß man nach einer kaufmännischen Allroundkraft Ausschau hält. So eine Kraft kostet einschließlich der AG-Anteile zur Sozialversicherung ungefähr 2.500 € monatlich, also runde 30 T€ p. a… Den Rat eines Steuerberaters wird man z. B. bei Details des Jahresabschlusses, bei Rückstellungen und Abgrenzungs- und Bewertungsfragen trotz eigener Kenntnisse und im Unternehmen vorhandener personeller Ressourcen brauchen, was sicher noch den einen oder anderen Tausender kostet.

Gruß
Wolfgang

Im Grunde brauchst Du keinen Steuerberater. Wenn Du Auto
fährst, hast Du schließlich auch nicht ständig einen
Fahrlehrer dabei, sondern hast gelernt, mit den alltäglichen
Situationen selbst umzugehen.

… brauchst du auch keinen friseur - hat doch wohl jeder selbst eine schere zur hand

… und den zahnarzt sparst du die demnächst auch, schließlich tuts da auch die bohrmaschine im keller

… und wenn an deinem auto mal die bremsen kaputt sind, dann kaufst du dir einfach neue beläge und machst sie im handumdrehen selber rein

hier gehts nicht um ein nagelstudio oder einen ebay shop…

ausserdem soll es leute geben, die in der zeit in der sie sich um den buchführungskram usw. kümmern müssten, sich lieber auf ihr kerngeschäft konzentrieren und dabei mehr kohle machen, als sie sparen würden, wenn sie keinen steuerberater hätten

und nebenbei gibt es auch noch jede menge dinge, die man falsch machen kann und die dann richtig steuern kosten

ich rede hier nicht von falsch ausgefüllten bewirtungsbelegen…

kopfschüttelnd der inder