Lübien oder Libüen?

Hi,

Warum spricht man Libyen Lübien aus?
Oder andersrum, warum schreibt man Lübien nicht Lybien?

Gruss, Marco

Hi,

Warum spricht man Libyen Lübien aus?

DAS ist in der Tat auch mir unbegreiflich.
Selbst Sprecher der öffentl.-rechtl. Sender höre ich von „Lübiern“ und „lübisch“ reden.
Grübel…
Olgu

Moin,

rutsch mal runter bis zum 2.3., da war eine ganz ähnliche Frage.
_ Libüen (drambeldier, 2.3.2011 08:51)_
Wenn ich keinen Fehler gemacht habe, kannst Du auch hier anklicken
/t/libueen/6342484

Pit

Moin,

rutsch mal runter bis zum 2.3., da war eine ganz ähnliche
Frage.

Nee, eben nicht.

Es ist ja immerhin ein Unterschied, ob ich den potentiellen „ü“-Laut wenigstens da lasse, wo ein „y“ steht, oder ob ich ihn auch noch ganz woanders hin verfrachte.
Wir sagen ja auch nicht „Hiazünthe“
LG
Olgu

Moin, MNarco,

Warum spricht man Libyen Lübien aus?

weil’s leichter geht.

Dass da ein y drinsteckt, schnallt der Sprecher gerade noch. Um es Libüen auszusprechen, muss man Nachrichtensprecher sein, nur die sind auf Zungenbrecher trainisert.

Oder andersrum, warum schreibt man Lübien nicht Lybien?

Warum sollte man? Die Italiener und wasweißichwernochalles brauchen jedenfalls gar kein y.

Gruß Ralf

Moin, Olgu,

Wir sagen ja auch nicht „Hiazünthe“

Du nicht :wink:))

Gruß Ralf

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Hallo Marco

Warum spricht man Libyen Lübien aus?

„man“ tut das nicht. Das tun nur Leute, die nicht wissen, wie „man“ es richtig ausspricht - und meistens auch nicht wissen, wie man es richtig schreibt.

Oder andersrum, warum schreibt man Lübien nicht Lybien?

Warum sollte man? Man muss die Regeln der Orthografie doch nicht mit aller Gewalt am mit Legasthenie geschlagenen Teil der Bevölkerung ausrichten. Es heisst nun einmal nicht so und „man“ spricht es auch nicht so. Ansonsten wurde das vor 6 Tagen schon beantwortet. Der Name kommt aus dem (Alt-)Griechischen; das „i“ steht für das griechische Iota, und zwar in diesem Fall ein langes ([iː]). Das „y“ wiederum steht für ein Ypsilon. Letzteres wird (im Griechischen) in Diphtongen wie „u“ ausgesprochen, nach Vokalen wie „f“ oder „v“ und ansonsten wie „ü“. In unserem Fall hier als als kurzes ([ў]).

Korrekte deutsche Aussprache ist [ˈliːbўən] - ‚Liebüen‘ mit langem ‚i‘ und sehr kurz ausgesprochenem ‚ü‘. Wem es schwer fällt, nach dem ‚b‘ die Lippen zu spitzen, soll halt in Gottes Namen ‚Liebjen‘ sagen, ist auch nicht weiter tragisch. Nür - Lübüen oder Lübien oder Lübüün üst düfünütüv fülsch.

Freundliche Gryße,
Ralf

Wir sagen ja auch nicht „Hiazünthe“

Hin und wieder sagen wir aber Sübille. Zumindest tritt diese Aussprache auf, im Gegensatz zu Sibülle. Es gab noch mehr derartige Wörter, leider weiß ich keine mehr…

Gryße,

  • André

Wir sagen ja auch nicht „Hiazünthe“

Hin und wieder sagen wir aber Sübille. Zumindest tritt diese
Aussprache auf, im Gegensatz zu Sibülle.

Ja, je nachdem wo das y und das i stehen. So what ?

Es gab noch mehr
derartige Wörter, leider weiß ich keine mehr…

düonisisch
Hüroglifen
kirüllisch
Hibrüd
Sirüen
etc.
Üch grieße auch