Hallo
Was sind die genauen Vor-und Nachteile einer Luftwärmepumpe.
Sommer wie Winter.
Genereller Nachteil ist der Stromverbrauch.
Und genau dann, wenn man die WP am Dringensten braucht ist diese WP am uneffektievsten.
Da könnte man zuweilen gleich ganz mit Strom heizen.
Ganz zu Schweigen von der ständigen Geräuschkulisse.
Im Sommer ist die Solarunterstützte Brauchwassererwärmung sicher effektiver. Aber bitte die Amortisationszeit berücksichtigen.
Die hängt nicht zuletzt am Warmwasserbedarf.
Hoffentlich hat das Objekt eine wirklich gute/ hervorragende Wärmedämmung.
Waermepumpen stellen nur eine relativ geringe Waermemenge zur Verfuegung. Das Haus sollte also eine geringen Waermebedarf haben, sonst kriegt ihr die Bude nicht warm. Das bedingt, dass das Haus luftdicht gebaut wurde und das wiederum heisst, das eine Be-/Entlueftungsanlage verbaut sein sollte, damit ihr keinen Schimmel zuechtet.
Generell hat eine Luftwaermepumpe 2 Nachteile. Erstens: Wenn es kalt ist und die Heizung am noetigsten gebraucht wird ist sie am ineffektivsten. Zweitens: Das Ding blaest mehrere Kubikmeter Luft pro Stunde durch die Gegend. Das ist nicht unbedingt laut, kann aber als stoerend empfunden werden.
Wgen der Ineefektivitaet lohnt sich eine LWP nur in Gegenden, in denen es relativ mild ist und es nur wenige wirklich kalte Tage im Jahr hat. Solltet ihr also im Allgaeu auf 1500 m wohnen, dann vergesst die LWP. Im Rheintal dagegen ist das Ding prima.
Geraeuschminimierung funktioniert in dem der Ein- und Auslass in eine Ecke des Hauses verbannt wird, so dass tunlichst niemand direkt davor sitzt, die Gartensitzecke sollte also woanders hin.
Insgesamt bin ich z. B. sehr zufrieden mit meiner, wir verbrauchen etwa 2200 kWh/a fuer 160 qm. Da haette sich der Mehrpreis fuer eine Erdwaermepumpe nie gerechnet.
Schön. Und weiter?
Es wurde nach einigen Parametern gefragt…
Nach welchem Isolierungsstandard wurde gebaut?
Oder besser: Wie hoch ist der berechnete Maximalbedarf für Heizenergie und wie hoch ist der rechnerische Jahresenergiebedarf?
Das muss der Planer/ Architekt nachgewiesen/ angegeben haben.
Dazu der Energiebedarf für Warmwasser.
In welcher Gegend?
Gibt es einen Sondertarif des Energieversorgers für den Betrieb einer Wärmepumpe?
Das ist ein seeeeeeehr dehnbarer Begriff.
Schon eine kleine solargestützte Warmwasserbereitung macht aus einer „normalen Hütte“ ein „Energiesparhaus“.
Erst mit den dazugehörigen Zahlen und zugesicherten Eigenschaften wird da ein Schuh draus.
Und diese Zahlen würde ich im Zweifelsfall im Kaufvertrag als zugesicherte Eigenschaft verankern.
Ich denke schon, dass sich die Bauherren bei Bau was gedacht
haben. Das Haus wird wegen einer Scheidung verkauft.
was sich Bauherren bei irgend welchen Verkaufsgesprächen
gedacht haben oder welchen untauglichen Mist man ihnen
als Super-Duper zu überhöhten Kosten angedreht hat,
das entzieht sich komplett unseren Einsichten.
Allein die Tatsache, das eine Luft-Wärmepumpe eingebaut
wurde, hat den Geschmäckle nach Billigausstattung zu
ungunsten der Verbrauchskosten.
Wie schon geschrieben, muß das nicht zwingend so sein,
aber Baupfusch gibt es allerorten und Blender findet man
überall. Ob die Hütte wirklich den Namensvorsatz
„Energiespar-“ verdient, kannst du nicht aus solchen
unsicheren Annahmen ableiten.
Gruß Uwi