Lumboischialgie - Bandscheibenvorfälle LWS

Hallo zusammen,

ich bräuchte mal Eure Ratschläge und Eure Meinungen, fasse mal kurz meinen bisherigen Krankheitsverlauf zusammen:

Ich (m), 34 Jahre alt, sitzende Tätigkeit. Ende des Jahres 2000 diagnostizierten doppelten Bandscheibenvorfall L4/L5 und L5/S1. Zur Kur Anfang 2002. Anschließend bis heute Sport im Fitness-Studio (dosiertes Krafttraining, Cardiotraining und Rückentraining/Kurse). Soweit über die Jahre den Rücken gut im Griff gehabt.

Seit rund 7 Wochen habe ich enorme ausstrahlende Schmerzen in das linke Bein. Schmerz geht bis unter die Fußsohle, Ferse und besonders in die Wade. Keine besondere Belastung oder Unfall. Mal geht es im Sitzen komischerweise besser, mal beim Gehen, genauso kann es aber bei beiden Tätigkeiten auch schlechter werden. Taubheitsgefühle sind das nicht, eher ein Ziehen oder stechendes Bohren. Kraft (Zehenstand, Fersenstand) ist auch voll vorhanden.

Bislang habe ich auf Ibuprofen, Spritzen, Wärme, Stufenlagerung und dosiertem Sport zurückgegriffen, wird aber aber nicht besser, eher im Gegenteil. Nun kommt noch Akupunktur hinzu und ich habe das erste mal eine Osteopathin aufgesucht.

Meine Fragen:

  • weiter konservativ oder sollte man doch eine OP in Betracht ziehen? Man hört hierzu soviel verschiedene Meinungen.
  • bei meiner Wirbelsäule fehlt seitlich betrachtet etwas die natürliche „S-Form“, ist dadurch Stufenlagerung überhaupt angebracht? Manchmal meine ich, daß diese nicht hilfreich bzw. angenehm ist.
  • habt Ihr weitere Verhaltenstipps?

Danke im Voraus!

Gruß
Markus

Hallo,
also, so wie ich das sehe, machst Du ja eigentlich schon ziemlich viel, um es konservativ zu behandeln. Wichtig ist immer Dein Gefühl: Tut es dir gut, was Du machst?
Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass das manchmal schwer zu beurteilen ist, aber es ist das einzige verlässliche. Denn was bei anderen hilft, muss bei Dir nicht auch helfen. Ich habe mit der Stufenlagerung auch Probleme, liege lieber seitlich, z. B…
Und Operation: Tja, ich habe mich letztendlich operieren lassen, da ich Lähmungserscheinungen hatte und mir die meisten auch dazu geraten haben. Und in aller einschlägigen Literatur finde ich auch immer wieder den klaren Hinweis, sobald Lähmungserscheinungen da sind, sollte operiert werden. Dies ist bei Dir wohl noch nicht der Fall, deswegen würde ich an Deiner Stelle erst nochmal gucken, was die Osteopathin meint.
Oft ist auch Streß eine Ursache eines Bandscheibenvorfalles. Wie sieht es denn damit aus? Wie zufrieden bist Du mit Deinem Leben? Möchtest Du was ändern? Kannst Du was ändern? Was kannst Du zur Streßentlastung tun? Wenn Du dir wegen der Krankheit noch mehr Streß machst, dann ist das kontraproduktiv. Ich weiß, ist einfacher gesagt als getan, ich krieg es ja auch nicht wirklich hin, das mit dem Streßabbau…

Naja, sind ja nur so Ideen, lese und prüfe, ob Dir was hilft…

Ich wünsche Dir alles Gute,
Daniela

Hallo Daniela,

danke erstmal für die Anregungen.

Ist ja bei mir jetzt auch schon eine längere Geschichte und wie Du schon sagtest muss man für sich selbst herausfinden, was einem am besten hilft und was eben nicht. Neben der Stufenlagerung, die bei mir uüberhaupt nicht anschlägt, fallen mir zum Beispiel Dehnübungen ein. Wenn ich diese intensiv und entspannt mache, spüre ich eine deutliche Verbesserung. Bei anderen passiert eher das Gegenteil.

Wie stark waren denn Deine Lähumgen bzw. die Taubheitsgefühle, daß Du Dich doch operieren lassen musstest?

LG
Markus

Hallo Markus,
sorry, habe erst heute wieder reingeguckt.

Wie stark waren denn Deine Lähumgen bzw. die Taubheitsgefühle,
daß Du Dich doch operieren lassen musstest?

Naja, ich konnte nicht mehr auf den Zehenspitzen stehen (was ich jetzt wieder kann) und das Bein war eben da wo der Nerv der gequetscht wurde taub. Das ging bereits hinten am Oberschenkel los bis zu den Zehen. Momentan habe ich noch immer einen tauben Fuß (also nur die Hälfte) und der Unterschenkel ist auch noch ein bißchen nicht ganz so wie er sein sollte. Aber bekanntlich erholen sich ja Nerven nur langsam…
Momentan bin ich immer noch in ostheopatischer Behandlung, da mein Problem wohl eher in der Verspannung der Bauchorgane liegt, die wiederum dann an den Bandscheiben ziehen (hört sich jetzt komisch an, aber ist wirklich so). Woher das kommt, habe ich aber immer noch nicht rausgefunden. Momentan tippe ich noch auf Streß, habe auch bereits den Job gewechselt, da dies ein großer negativer Streßfaktor bei mir war. Naja, bin noch immer auf der Suche, aber es ist bei mir deutlich besser geworden und die OP war wohl die richtige Entscheidung.

Gruß
Daniela