Hi!
endlich fühle ich mich verstanden 
Ich meinte die argumentation, fremdenhass sei normal - das
könnte man ja so auffassen, als sei fremdenhass vertretbar.
nicht so… angenommen ein auto fährt mich fast um, wäre der
impuls ihn einen ausgemachten wichser zu schimpfen, durchaus
normal, aber nicht vetretbar. *g*
Du müsstest notfalls den Wahrheitsbeweis erbringen, dass er dich DESWEGEN fast umgefahren hätte
))
ich
seh das täglich in israel: nordeuropäische, südeuropäiesche
russische und arabische juden (!) liegen sich untereinander in
den haaren, weil ihre kulturen so unterschiedlich sind.
Ja, hat mir meine Nachbarin auch erzählt - beispielsweise von einem aschkenasischen Juden, der über die sephardische Schwieger-Familie klagte: „Schworze Leite sind dos, kochen auf Feuerchen im Wohnzimmer“!
))
Ich habe das im Senegal erlebt, wo ich mit zwei weißen Kollegen in St. Louis war, einer praktisch 100% schwarzen Stadt. Wenn alle rundum schwarz sind, erscheint einem sein eigenes weißes Gesicht bald ziemlich merkwürdig. Übrigens waren die Senegalesen keineswegs politically correct, sondern schlugen sich auf die Schenkel vor Lachen, deuteten und riefen - dort hat noch kein Mensch hennarotes Haar gesehen - während die Kinder uns in sicherer Entfernung nachschlichen und aufkreischend flohen, wenn wir uns umdrehten. In den Dörfern kamen die Leute her und zupften uns am Haar (ich war rot gefärbt, meine Kollegin natur-lamettablond). Als wir ihnen erzählten, dass man sich in Europa die Haare färbt, bekamen sie Bauchweh vor Lachen. Buntes Haar, hihi, haha! Es war wirklich bemerkenswert.
es gibt aber in europa einen ganz spezifischen rassismus, der
auf diese alten rassentheorien (die wurden laaaange vor hitler
erfunden)
Guido List, Lanz von Liebenfels … stimmts?
zurückgeht. danach wird nicht alles fremde, sondern
alles schwarze, dunkle, südliche, slawische gehaßt.
„Tschandalen-Äfflinge“, richtig?
wenn es
dann heißt „ausländerfeindlichkeit“, denkt ja auch jeder
automatisch nicht an holländer, sondern an türken und
jugoslawen. das meinte ich. „kulturenkonflikt“,
„migrationsprobleme“ und „ausländerfeindlichkeit“ sagt man -
rassismus meint man.
Hmjaa … es beginnt sich zu entwirren. Wahrscheinlich verläuft der Gedankengang wie in dem folgenden sketchreifen Gespräch, das ich tatsächlich hörte:
„Araber san Tschuschn.“
„Stimmt net. Araber sind was anderes.“
„wurscht. Bei mir san alle Neger Tschuschn.“
Wenn du nicht brav bist kommt der weiße Mann und
holt dich
)
genau das meine ich.
)
Ich habe in „Gewalt und Obszönität“ gelesen, dass afrikanische Stämme Frauen verstoßen, die sich mit Weißen einlassen, so nach dem Motto „Ich bin am Ort das größte Schwein …“
Etwas heiterer war die Geschichte, die mir ein Vietnamese erzählte und die auch nicht politically correct war: „Als Gott die Menschen schuf, formte er sie aus Teig und schob sie in den Backofen. Die ersten blieben zu kurz drin und blieben roh, das sind die Weißen. Die nächsten blieben zu lang drin und kokelten, das sind die Schwarzen. Erst die dritten wurden hübsch goldbraun gebacken, wie es sich gehört - das sind die Asiaten.“
Na bitte…