Macht Schimmel krank?

Hallo,
wir arbeiten im Kunstunterricht in der Schule seit einigen Wochen mit Ton. Der muss ja immer feucht gehalten werden und dabei bilden sich die tollsten Schimmelarten. Meine Frage: Kann man davon krank werden? Nicht vom anfassen, sondern vom einatmen, das ganze riecht ja auch nicht sehr angenehm.

Viele Grüße und danke schon mal,
Kristina

Also Schimmel einzuatmen (die Sporen) ist sicher nicht gut.

Allergien wären eine Folge.

Hier ein Text den ich fand (http://www.uni-leipzig.de/~ikit/patient/faq.htm#Schi…):

Schimmelpilz-Allergie

Was ist eine Schimmelpilz-Allergie ?
Die Schimmelpilze gehören nach den Pollen und Milben zu den wichtigsten Allergenen. Sie sind Mikroorganismen und bestehen aus einem Flechtwerk von Pilzfäden, ihren Fortpflanzungorganen und den Sporen. Die feinen Pilzfäden und die Sporen werden leicht durch die Luft verbreitet und können, wenn sie eingeatmet werden, Allergien auslösen.

Sporen sind also überall in der Luft ?
Richtig. Schimmelpilze sind praktisch überall in unserer täglichen Umgebung anzutreffen. Im Haushalt sind sie häufig als verschiedenfarbiger Belag - das ist das Flechtwerk von Pilzfäden und Sporen - auf Lebensmitteln, Wänden, Fußböden und Decken, auf länger gelagerten Gebrauchsgegenständen, auch auf wenig benutzten Büchern und Akten zu erkennen. Sie bevorzugen zum Gedeihen ein feuchtwarmes Klima wie z.B. das Mauerwerk alter Häuser, Tapeten, das Badezimmer, Holzfußböden (sogenannte „intramurale“ Schimmelpilze) oder vermodernde Blätter, Pflanzen, Bäume und den Erdboden z.B. im Garten oder Wald (sogenannte „extramurale" Schimmelpilze ).

Sind Schimmelpilze nur zur warmen Jahreszeit zu finden ?
Von den über 200000 Arten, die es gibt, kommen viel das ganze Jahr über vor, wobei nur eine recht geringe Anzahl für den Allergiker von Bedeutung ist. Sie sind also überwiegend ganzjährig anzutreffen, aber es gibt deutliche Schwerpunkte im jahreszeitlichen Wachstum. So sind die intramuralen Pilze vorwiegend im Frühjahr und Herbst und die extramuralen besonders stark vom Juli bis zum September verbreitet.

Wie ist eine Schimmelpilz-Allergie bei Erkrankten zu erkennen ?
Die Symptome sind ähnlich wie bei dem bekannten Heuschnupfen. Die Beschwerden treten an den Atmungsorganen als ganzjähriger oder jahreszeitlich bedingter Schnupfen auf, der für den Erkrankten äußerst lästig ist. Aber auch am Magen-Darm-Trakt kann eine Schimmelpilz-Allergie durch den Genuß verdorbener Lebensmittel oder Getränke hervorgerufen werden. Dann sind folgende Erscheinungen für den Allergiker auffallend:

Schnupfen
Niesreiz
Atemnot
Husten
Übelkeit und manchmal Erbrechen
Bauchschmerzen im Darmbereich
Durchfall
Im fortgeschrittenen Stadium kann eine unbehandelte Schimmelpilz-Allergie sehr leicht bei Jugendlichen und Erwachsenen zu einem Bronchialasthma führen.

Wie können die verantwortlichen Schimmelpilze gefunden werden ?
Das ist sehr schwierig. Viel kommt dabei auf die Mithilfe des Erkrankten an. Er muß sehr genau beobachten, in welcher Umgebung (Keller, Garten), in welcher Jahreszeit oder nach Genuß welcher Nahrungsmittel die beschriebenen Beschwerden verstärkt auftreten. Darüber sollte dem Arzt mit möglichst täglichen Aufzeichnungen berichtet werden . So kann der Arzt wie ein Detektiv die für die Schimmelpilz-Allergie verantwortlichen Allergene einkreisen. Dann kann durch Hauttests auf dem Unterarm oder dem Rücken schließlich herausgefunden werden, welche Pilze die Allergie auslösen.

Wie kann man einer Schimmelpilz-Allergie vorbeugen ?
Sie können selbst eine Menge tun:

Suchen Sie an den verdächtigen Stellen im Haus nach sogenannten „Schimmelpilzrasen" - vor allem innen an Außenwänden, dort, wo es feucht und meist warm ist. Merzen sie die Stellen mit geeigneten Mitteln aus, z.B. durch Entfernen der befallenen Tapeten.
Sorgen Sie in Wohnung und Keller immer für gute Durchlüftung, damit sich an feuchten Stellen kein Schimmelpilzrasen bilden kann.
Sorgen Sie bei Nahrungmitteln immer für sachgemäße Kühlung und Lagerung. Lassen Sie verderbliche Nahrungsmittel nicht zu lange liegen, und beseitigen Sie sie bereits bei Verdacht auf Verderb !
Als Schimmelpilz-Allergiker sollten Sie auch keine Gartenarbeit verrichten.
Benutzen Sie bitte weder Ventilatoren noch Luftbefeuchter. Und auch Hydrokulturen sollten Sie während der Behandlungszeit aus dem Haushalt gänzlich verbannen. So leid es Ihnen tun mag !
Wie behandelt der Arzt die Schimmmelpilz-Allergie ?
Durch Anwendung spezieller Arzneimittel kann im Körper des Patienten ein immunologischer Schutz aufgebaut werden, in der Wirkung dem Impfen vergleichbar. Das Ziel ist, es gar nicht erst zu allergischen Reaktionen kommen zu lassen. Die Medizin spricht hier von Hyposensibilisierung, was nichts anderes heißt als „unempfindlicher machen".

JA.
Im Schimmel drin kann sich das liebe Aflatoxin bilden und das is ein Kanzerogen, sprich et macht Krebs.
Viel Spass beim Töpfern,
Chris

Hi Kristina,

aus eigener 1 1/2 jähriger Erfahrung kann ich Dir bestätigen, daß Schimmel krank macht. Ich war diese Zeit über so gut wie ständig erkältet und oft bettlägrig. Mein damaliger Hausarzt meinte, ich sei ein Hypochonder, doch ich war maximal zwei Wochen gesund und schon wieder hatte ich einen grippalen Infekt, Angina… naja, immer eine andere Bezeichnung für im Grund ein und dasselbe: Schimmelfolgen.

Das kam mit neuen Fenstern in der Wohnung bzw. Ich entfernte später den Schimmel mit Essig und Alkohol aus der Apotheke, so wie es mir empfohlen worden war, trocknete die Wände mit einem Heizlüfter zusätzlich, und seit dem habe ich wieder höchstens einmal im Jahr eine Erkältung.

Ciao,
Romana

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Im Schimmel drin kann sich das liebe Aflatoxin bilden und das
is ein Kanzerogen, sprich et macht Krebs.
Viel Spass beim Töpfern,
Chris

Na danke, du machst einem ja Mut!
Aber trotzdem danke für alle Antworten. Ich hoffe, wir beenden bald das Töpfern.

Viele Grüße,
Kristina