Ich lebe momentan in Kansas/USA und gehe eigentlich schon seid Jahren
jeden Tag eine Weile draussen spazieren.
Nicht joggen oder so - sondern nur normal laufen.
Ich mach das, weil ich dabei alleine bin, mir vom Tag erhole und es
irgendwie einfach brauche.
Ich fuehl mich einfach besser danach…
In Deutschland gab es mit den Temperaturen fuer mich noch niemals
grosse Probleme weil es da eigentlich nur selten unter 10 Grad
geworden ist.
Hier in Kansas faengt jetzt der Winter an und es kann hier vorkommen,
dass es -20 bis -30 Grad wird.
Im Tiefen Winter und in der Nacht vermutlich sogar -40.
Ich war gerade bei -20 Grad eine dreiviertel Stunde draussen und habe
durch meinen Schal geatmet und ausser einem komischen Gefuehl in der
Lunge ist eigentlich noch alles okay.
Ein Freund hat mich aber gewarnt und meinte, dass man bei solch
extremen Temperaturen durch das einatmen der kalten Luft seine Lungen
kaputt macht und sogar wenn man zu lange draussen bleibt sterben
kann.
Meint ihr daran ist was Wahres?
Ich will im Winter schon noch laenger rausgehen, aber sterben will
ich auch nicht
ich weiß, daß unter einer bestimmten Temperatur ein kräftiges Luftholen, womöglich noch durch den Mund, dein Tod sein kann, weil die Kälte den feinen Wasserdampf in der Lunge sofort einfriert und die Eiskristalle Dir dann die Lungenbläschen zerstechen - aber bei den Temperaturen geht man sowieso nicht mehr raus, wenn man nicht unbedingt muß (mir wabern da was um -40°c durch’s Hirn…).
Ich hab leider nicht gefunden, wo ich das (incl. der Temperatur-Angabe) gelesen hatte - dafür hab ich hier aber einen Artikel aus der Zeit gefunden, in dem das kurz Thema ist:
„Eskimo-Lunge" beginnen kanadische Ärzte neuerdings die Folgen des Atmens in extremer Kälte zu nennen. Lange Zeit hatten sie arktischen Jägern nicht geglaubt, wenn diese klagten, sie hätten sich ihre „Lunge erfroren". Die weißen Doktoren schrieben die häufig schlechten Atemorgane der Eskimos eher dem Rauchen oder der Tuberkulose zu. Nun zeigen Untersuchungen, daß offensichtlich harte körperliche Arbeit bei Temperaturen unter minus 30 Grad Celsius, verbunden mit schneller Mundatmung, das empfindliche Lungengewebe dem Frosthauch aussetzen kann: An dieser Grenze der menschlichen Leistungsfähigkeit wird die Luft im Atemkanal nicht mehr ausreichend erwärmt.
Daraus folgt die (irgendwo aufgeschnappte) Empfehlung: draußen Klappe zu und keine Hektik und wenn’s unter 20° minus sind, mach’s wie die Katz’ und verkrümel Dich hinterm Ofen…