Hallo,
man sieht ja immer wieder am Straßenrand große Reklametafeln, auf denen hübsch anzuschauende, meist nur spärlich bekleidete junge Damen zu sehen sind. Auch auf den Titelblättern vieler (besonders TV-) Zeitschriften sind derartige Bilder zu finden, im Fernsehen und an vielen anderen Stellen.
Der Durchschnittsmann, meine ich, schaut sich solche Bilder sehr gern an; manch einer hat sie sogar in seiner Wohnung hängen. Er muss also angenehme Gefühle dabei haben, denn warum sonst sollte er das tun.
Ich vermute, dass die meisten dieser Männer sich insgeheim oder auch offen wünschen, mit so einer aufreizenden und anregenden Frau zusammenzusein und die wenigsten es aber tatsächlich sind.
Angesichts dessen frage ich mich, ob sich dann nicht eher Unmut und unerfülltes Verlangen einstellen müssten und es nicht vielleicht erfreulicher wäre, solche Bilder nicht immer wieder freiwillig vor der Nase zu haben.
Kann mir das jemand erklären?
Gruß, la gioia
Hi,
ich bin kein Psychologe, aber ein Mann.
Du hast offensichtlich noch nicht das Buch „Frauen sind anders, Männer auch“ gelesen:
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/344216107X/qid…
Dieses sollte Pflichtlektüre in jeder Beziehung sein.
Kurz gesagt:
Männer sind „Sicht“-Menschen, Frauen „Gefühls“-Menschen.
Auch ich gucke die mir gerne an, warum auch nicht.
Zusammensein möchte ich keiner von diesen „Püppchen“.
Auch guckt sich jede Frau gerne knackige Männer an, warum auch nicht.
Gruß
Opel
Hallo,
ich habe sowohl in meiner Wohnung als auch in meinem Büro Bilder einer nicht unattraktiven Schauspielerin hängen. Unmut und unerfülltes Verlangen haben sich bislang noch nicht eingestellt. Es ist ein Irrglaube, daß alle Menschen, die sich solche Bilder aufhängen, das aus (sexueller) Frustration heraus tun und sich Real-Life-Kontakt oder sogar (sexuelle) Beziehungen zu den abgebildeten Menschen wünschen.
Beste Grüße,
Oliver Walter
Hallo!
u hast offensichtlich noch nicht das Buch „Frauen sind
:anders, Männer auch“ gelesen:
:http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN…
:
ieses sollte Pflichtlektüre in jeder Beziehung sein.
Bloß nicht! Ich glaube die meisten Beziehungen funktionieren ohne die von Rubin und Pearse vermittelten Stereotype und deren pseudowissenschaftlicher Rechtfertigung durch „evolutionspsychologische Beweise“ deutlich besser als sie es mit diesen täten. Nur einen positiven Effekt hat dieses Buch. Wenn Mann oder Frau sich einmal stereotyp verhalten, dann wird ihm oder ihr Toleranz entgegengebracht, weil er/ sie schließlich gar nicht anders könne. Gefährlich ist aber, dass durch die Untermauerung der Vorurteile, falsche Erwartungen an den Partner und sich selbst entstehen, wodurch Missverständnisse entstehen. Außerdem fördern solche Erwartungen das stereotype Verhalten. Wir können auch anders; weshalb also sollten wir unser Leben nach diesen evolutionspsychologischen Hirngespinsten ausrichten?
Kritischer Gruß
Falk
Ich sehe gerade, dass du ein anderes Buch genannt hast als ich kritisiere. Ich kenne es auch nicht, deshalb möchte ich auch nicht mutmaßen, es sei genauso.
Die Hauptaussagen gelten aber dennoch:
-
Achtung vor Vorurteilen, über die Geschlechter gibt es besonders viele.
-
Man kann die Geschlechterunterschiede nicht damit erklären, dass Männer in der Steinzeit Bären jagten und Frauen Beeren sammelten.
Falk
Hallo Falk,
abgesehen davon, daß ich Deine Meinung zu solchen Büchern wie dem genannten teile, und abgesehen davon, daß ich auch nicht glaube, daß alle Geschlechterunterschiede evolutionär begründet sind, möchte ich Dich fragen:
- Man kann die Geschlechterunterschiede nicht damit erklären,
dass Männer in der Steinzeit Bären jagten und Frauen Beeren
sammelten.
Warum nicht?
Grüße,
Oliver Walter
Außerdem fördern solche
Erwartungen das stereotype Verhalten. Wir können auch anders;
weshalb also sollten wir unser Leben nach diesen
evolutionspsychologischen Hirngespinsten ausrichten?
Ich weiß nicht, wonach ich mein Verhalten ausrichte, wenn ich ehrlich bin.
Trotzdem gucke ich mir gerne Frauen an, daran ändert weder die Lektüre des Buches etwas noch die von dir so genannten evolutionspsychologischen Hirngespinste.
Dieses stereotype Verhalten zeige ich auch schon seit ca. 35 Jahren, also weit vor Lektüre des Buches.
Ach ja, auch meine Frau genießt es noch nach über 20 Ehejahren, dass ich sie gerne angucke.
Sie liebt dieses stereotype Verhalten und genießt es.
Kritischer Gruß
noch kritischere Grüße
Opel
Die Hauptaussagen gelten aber dennoch:
- Achtung vor Vorurteilen, über die Geschlechter gibt es
besonders viele.
Seh ich im Prinzip genau so.
- Man kann die Geschlechterunterschiede nicht damit erklären,
dass Männer in der Steinzeit Bären jagten und Frauen Beeren
sammelten.
Das war auch nicht das Thema der Ausgangsfrage.
Appetit
Hiho,
sagen wir mal so: Was hängst Du Dir für Bilder auf?
In der Küche einer Freundin hängen sehr schöne Fotografien von Lebensmitteln. Die schaut sie sich sehr gerne an, und sie passen thematisch auch ins räumliche Ambiente - aber sie kriegt nicht zwangsläugif Hunger, wenn sie darauf schaut. Vielleicht Appetit, aber keinen Hunger.
In der Top Ten der Desktop-Hintergrundbilder steht das Motiv „Südseeinsel“ ganz weit vorn. Aber trotzdem will man nicht unbedingt dorthin, sobald man das Foto erblickt. Vielleicht sanftes Fernweh, aber man muß trotzdem nicht manisch in den Flieger steigen.
Und bei mir hängt so mancher leichtbekleidete Mensch (Männer wie Frauen) in einem Zimmer meiner Wohnung. Die schaue ich gerne an - aber sexuelle oder gar lebensplanerische Absichten habe ich bei keinem/r von ihnen.
Ich glaube, daß es oftmals wirklich eine Frage des ästhetischen Empfindens ist, dessen, was man gerne anschauen mag. Es hebt die Stimmung, es gibt einem ein gutes Gefühl, vielleicht macht es sogar Appetit. Aber Hunger, also wirkliches Verlangen, stellt sich dabei nicht ein.
Liebe Grüße,
Nike
Hi Opel,
Kurz gesagt:
Männer sind „Sicht“-Menschen, Frauen „Gefühls“-Menschen.
Wenn das zutrifft, dann könnte ich mit meiner Kunst einpacken. Bin ein total visuell ausgelegter Mensch …
Würde eher abraten, ein derartiges Buch zu lesen, verstärkt das nicht eher die Klischees, statt das gegenseitige Verständnis zu fördern???
Gruß,
Adler
OT es ist einfacher
Würde eher abraten, ein derartiges Buch zu lesen, verstärkt
das nicht eher die Klischees, statt das gegenseitige
Verständnis zu fördern???
Hallo, Adlerin,
es ist halt viel einfacher sich vorgefertigte Bilder immer wieder selbst zu bestätigen, als sich in jedem Einzelfall um Verständnis zu bemühen. Ich ertappe mich auch immer wieder selbst dabei 
Lieben Gruß
Eckard
dazu fällt mir ein, dass männer und frauen während ihrer sexuellen erregung unter einem dingsdums lagen und mittels des dingbums ihre
gehirnaktivitäten beobachtet wurden.
hierbei kam heraus, wärend der sexuellen erregungsphase arbeitet
bei frauen eine region im gehirn die für „pragmatische dinge“ zu-
ständig ist, während bei männern das nicht der fall war und auch
keine andere weitere bis auf jene, die bei beiden geschlechtern
gleichzeitig arbeitet.
hier gehts nat. nicht nur um das reine betrachten von bildern,
doch halte ich die aussage, frauen wären reine gefühlsmenschen
für fehlinterpretiert. das weibliche geschlecht ist leichter ab-
lenkbar und letztlich eben nicht nur mit der gefühlsebne „dabei“,
da pragmatische dinge (wie das schreiene kind nebenan) aus über-
lebenstechnischen gründen nicht hinten an stehen durften und bis
heute hat sich das in der auswirkung nicht verändert.
was daran nun emotional sein soll weiss ich nicht.
und das es frauen leicht gelingt während sex im geiste den einkaufs-
zettel durchzugehen - gänzlich ohne eigenes zutun oder gar absicht,
klingt für mich auch nicht gerade arg nach emotionalität:wink:
„nur die ekstase“ kann derartige gedankliche wanderungen verhindern,
was wiederum erhöhte ansprüche an manchen mann stellen mag.
naja, wie auch immer man nun jene gehirnregion nennen mag, sie ist
keine die für emotionales zuständig ist. sie steht eher im wege oder
kann im wege stehen.
so gesehen sehe ich (nicht nur seid dem ich das weiss) männer als die
emotionaleren, auch wenn es nicht gerade immer um tiefe gefühle geht.
LG
nina
PS: die doku mit den gehirnmessungen habe ich aus einer sendung im ZDF-Info-kanal, kann aber nicht mehr sagen wie sie geheissen hat.
ot
Menno, menno,
nina,
ist eine Zumutung, diesen Text zu lesen. Muss das auch mal loswerden. Es gibt eine Shift und eine Return-Taste, die erleichtern das Les(b)en (schöner Stil’bruch’) ungemein.
Gruß
Adler
hallo doc,
das wurde letztens in einem beitrag einer fernsehsendung erläutert:
weil es einfach so nicht war.
die behauptung der aufgabenteilung entspricht nicht im geringsten den damaligen tatsachen.
die sendung war quarks & co.:
http://www.quarks.de/dyn/23355.phtml
strubbel
C:open_mouth:)
Hi
naja, vermutlich weil das von den erschreckenden Modellen ablenkt die Live so rumlaufen und leider einfach nicht in der Verfassung sind es sich leisten zu können ohne zu erreichen, dass Mann schnell den Blick auf ein H&M Plakat richtet und betet dass das Live-Modell schnell aus dem Blickfeld verschwindet.
HH
Hi Gloria,
es gibt schon Frauen, die schön anzuschauen sind, aber ich würde mich nicht dafür aufgeben mit einer von ihnen eine Beziehung zu haben. Meist handelt es sich dabei um sehr selbstverliebte Menschen in deren Leben es nichts anderes außer ihnen selbst geht.
Ob die Bilder deshalb hengenbleiben oder nicht, ist mir egal. Ich würde es eher befürworten, damit Frauen nicht noch mehr auf den Trichter kommen, dass nur ein Leben mit Chanel lebenswert ist. Die Zahl der Frauen, die gut aussehen, aber nur Blech reden steigt während ich das hier schreibe.
Ich halte übrigens auch Boybands für zensierenswert. Ach ja, und die Bildzeitung bitte auch weg…
Peace,
Hilmar
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Hallo strubbel,
das wurde letztens in einem beitrag einer fernsehsendung
erläutert:
weil es einfach so nicht war.
die behauptung der aufgabenteilung entspricht nicht im
geringsten den damaligen tatsachen.
die sendung war quarks & co.:
http://www.quarks.de/dyn/23355.phtml
aaah, die Aussage von Falk war konkret auf das Bären-Beeren-Beispiel gemünzt. Ich hatte sie stattdessen in dem Sinne verstanden, daß evolutionsbiologische Erklärungen generell - also losgelöst von der Bären-Beeren-Geschichte - die Geschlechterunterschiede nicht erklären könnten.
Die Sendung damals hatte ich gesehen. Der Comic war sehr einprägsam.
Danke für Gedächtnisstütze. 
Beste Grüße,
Oliver
Hallo, La Gioia,
nein, man muß sich nicht von all und jedem Bild sexuell anmachen lassen.
Natürlich sind solche Werbeplakate gemacht um die Augen auf sich zu lenken, aber das wars dann schon.
Eugen Roth hat mal diesen Vorgang sehr nett beschrieben:
Ein Mensch, der auf der Straße ging,
mit seinen Augen sich verfing
in einem Laden, drin ein Weib
höchst schamlos zeigt ihren Leib -
der nur aus Pappendeckel zwar,
doch fleischlich in der Wirkung war.
Von Hemd und Höschen zart umhüllt
das Blendwerk nur den Zweck erfüllt,
zu schlagen eine breite Bresche
in den erlaubten Wunsch nach Wäsche.
Und da dem Reinen alles rein,
sah dies der Mensch auch alsbald ein
und ging mit einer grenzenlosen
Hochachtung fort - für Damenhosen.
Gruß
Eckard
Hoi la giogia!
nur mal so, weil es irgendwie passt:
Ich arbeite in einem Männerbetrieb, in dem an jeder möglichen Stelle teilweise auch recht nette Bilder von erotischen Frauen hängen.
Der Magaziner war so nett, mir jetzt schon zum zweitenmal den „Männerkalender“ eines Lieferanten zu schenken.
In meinem Büro hängt also ein Kalender, der monatlich einen anderen, recht nett anzuschauenden knapp bekleideten Mann zeigt.
Die Reaktion der Männer, die mein Büro betreten ist es, die mich jetzt zu einer Antwort auf Dein Posting treibt:
„was sind das denn für Typen???“
„also SOWAS ist ja total unrealistisch“
„solche Männer gibt es normalerweise ja garnicht“
„die sind bestimmt alle schwul“
usw…
seltsam, dass sich die Männer darüber bewusst sind, dass die erotischen Männerbilder NICHT den Normalmann darstellen… sich aber gleichzeitig die Frauenbilder an die Wände hängen…
oder vielleicht doch kein Widerspruch???
Keine Ahnung… ich empfinde das so, dass die Frauen eher idealisiert werden, sie selbst (die Männer) aber doch etwas pikiert reagieren, wenn gut gebaute, trainierte Männer vom Kalender lächeln…und auf einmal realisieren, dass DAS doch Ausnahmen und Wunschvorstellungen sein müssen…
nur so…weil mir gerade so ist…
Ulli
nur reg dich mal nicht künstlich uff, jeder hat mal nen tag, da klappts nicht so dolle mit dingen. dat war meiner.
welche tasten es gibt weiss ich ausserdem. ich halte solche versuchsbelehrungen für unsinnig, vor allem wenn man sonst
viel schreibt und eher nicht so komische fehler macht.
dat is als würdest du wem sagen der mal bei rot über die ampel
geht - das soll man nicht - dat weiss er/sie aber selbst…
oder jemandem der ne bank überfällt mitteilen, das das strafbar
ist…*g
