guten tag,
erstmal entschuldigung für meine verkorkstes topic, mir fiel partout nichts besseres ein.
bisher eher stiller mitleser, wende ich mich heute mit einem problem an euch, welches mir sehr zu schaffen macht.
zur vorgeschichte:
ich habe einen langjährigen kumpel. wir kennen uns seit oberstufenzeiten, haben zusammen studiert, zusammen in einer WG gelebt, frauenprobleme gemeinsam durchstanden. eine richtig schöne freundschaft.
vor gut 2 jahren zog mein freund von NRW ins saarland. berufliche gründe. er fühlt sich dort sehr wohl, ist überaus erfolgreich im job, die familie ist glücklich
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wir haben trotz der räumlichen trennung nie den kontakt verloren. mails, telefonate, gemeinsame männerwochenenden und regelmäßiges treffen in einem chatroom halten unsere freundschaft am laufen. soweit, so gut
.
seit gut einem jahr tritt in abständen von jeweils einigen monaten folgendes phänomen auf:
der kumpel wird zusehends komischer, mails werden kürzer und später gar nicht mehr beantwortet. telefonate werden seltener, hören dann ganz auf. im chatroom werde ich geflissentlich übersehen, während mit anderen usern fleißig smalltalk betrieben wird
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das ganze dauert 4 wochen, manchmal 6…fragen meinerseits, ob es probleme gäbe, streß auf der arbeit, usw. werden nicht beantwortet.
irgendwann ist der spuk vorbei, mein kumpel kommt - zögerlich- zurück. fragt nach familie, meinem befinden, erzählt von seinem job…alles ist wie gehabt. bis zum nächsten mal.
die ersten 2 mal habe ich noch vorsichtig nachgehakt, was los gewesen sei. ob er probleme hätte, sauer sei oder einfach mal eine auszeit bräuchte. meinen fragen wird stets ausgewichen. ich will nicht nachbohren, will ihn nicht drängen. aber es beschäftigt mich, da diese phasen immer wieder auftreten. erklären kann ich mir sein verhalten nicht.
mir ist durchaus bewußt, daß eine freundschaft auf distanz lockerer wird und ich habe auch kein problem damit, mich zurückzuziehen, wenn es gewünscht wird.
in einem gespräch mit meiner frau fiel von ihrer seite aus das wort „depression“. sie meinte, diese zeitweise abwesenheit, dieses linksliegenlassen von bekannten und freunden sei ein typisches zeichen für eine evtl. bestehende depression.
im internet bin ich zu ihrer theorie bisher nicht fündig geworden und deshalb frage ich euch 
krankhafte störung oder verschärfter egotrip??
was meint ihr?
vielen herzlichen dank,
carsten