Magensaftres. Mg-Präparat?/Magnesium + Calcium?

Hi!

Bei mir wurde letzte Woche ein Magnesiummangel festgestellt und mir hochdosiertes Magnesium (Mg) verschrieben (600 – 900 mg (steigend)).
Nachdem ich (vermute,) vom Mg Magenschmerzen und etwas Sodbrennen bekommen (zu) habe(n), habe ich mal ein bisschen gegoogelt und Folgendes herausgefunden:

1. Mg schlägt manchen Menschen in der Tat auf den Magen (Berichte von Schmerzen und/oder Sodbrennen).

2. An einigen Stellen wurde empfohlen, neben Mg auch unbedingt Calcium (Ca) einzunehmen, weil Mg als Ca-Antagonist dem Körper dieses entzieht bzw. dem Körper die Aufnahme des natürlich vorhandenen Ca erschwert bis unmöglich macht.(?)
Hier wiederum behaupten einige, dass es kein Problem sei, beides gleichzeitig einzunehmen, während andere behaupten, das eine solle man unbedingt morgens, das andere abends (oder umgekehrt) einnehmen.

Meine Fragen dazu: *

zu 1.: Gibt es auch magensaftresistente Mg-Präparate, die ich stattdessen einnehmen könnte?

zu 2.: Ist das mit der zusätzlichen Ca-Einnahme korrekt bzw. empfehlenswert? (Mein Arzt hat dazu nichts gesagt, und ich hatte mangels Kenntnis der möglichen Problematik nicht danach gefragt.)
Wenn ja: Soll/Kann man das nun zusammen mit dem Mg nehmen (Gibt es vielleicht sogar Kombipräparate??) oder ist ein (deutlicher?) Zwischenraum zwischen den Einnahmen notwendig? (Das wäre hier m. E. schwierig, da ich das Mg in drei Einzeldosen à 150 bzw. 300 mg über den Tag verteilt nehmen soll.)
Und: Wie hoch sollte die tägliche Ca-Dosis hier sein?

*) Meinen Hausarzt kann ich gerade nicht fragen, weil der seit dieser Woche im Urlaub ist.

Vielen Dank für alle fachkundigen Antworten im Voraus &
LG
Jadzia

Hallo,

die Relevanz der Behinderung von Magnesium und Calcium ist nach wie vor fraglich.
Tatsache ist, Mg/Ca haben gleiche Aufnahmewege im Körper. Kann man sich wie einen einspurigen Tunnel vorstellen durch den beide Stoffe (korrekter: Ionen) wandern. Wenn sowohl Mg als auch Ca vorliegt, müssen sich beide Ionen den Tunnel teilen. Teilen bedeutet aber nicht, dass nur ein Stoff aufgenommen wird. Wenn beides in hohen Mengen benötigt wird, würde ich zu einem zeitlichen Abstand von ca. 3-4 Stunden raten.

Kombinationspräparte sind somit in den meisten Fällen wenig sinnvoll und da die Aufnahme im Darm stattfindet, würde eine magensaftresistente Darreichungsform auch wenig bringen.

Wenn Sie über einen längeren Zeitraum zu jeden Mahlzeit (hier wird auch Calcium aufgenommen) Magnesium nehmen, könnte man über ein wenig Calcium in gewissen Abstand nachdenken um eine ausreichende Calciumzufuhr sicherzustellen. Besonders wenn Sie weiblich und über 40 Jahre sind, ist eine ausreichende Calciumaufnahme in Hinblick auf Ihre Osteoporosersikio von Bedeutung.

Es grüßt, Galenos

Hi!

Erstmal vielen Dank für die sehr anschauliche Antwort! Das hilft mit schon ein ganzes Stück weiter.

Kombinationspräparate sind somit in den meisten Fällen wenig sinnvoll und da die Aufnahme im Darm stattfindet, würde eine magensaftresistente Darreichungsform auch wenig bringen.

Aha. Interessant!

Wenn Sie über einen längeren Zeitraum zu jeden Mahlzeit (hier wird auch Calcium aufgenommen) Magnesium nehmen, könnte man über ein wenig Calcium in gewissen Abstand nachdenken, um eine ausreichende Calciumzufuhr sicherzustellen.

Das tue ich im Moment. Spräche aber etwas dagegen, das Mg zukünftig unabhängig von bzw. außerhalb der Mahlzeiten zu nehmen, ggf. auch total nüchternen Magen?
Oder würde das die vielzitierten (und bei mir noch nicht aufgetretenen) Nebenwirkungen heraufbeschwören bzw. wahrscheinlicher machen (z. B. weicher Stuhl, Durchfall)?

Besonders wenn Sie weiblich und über 40 Jahre sind, ist eine ausreichende Calciumaufnahme in Hinblick auf Ihre Osteoporosersikio von Bedeutung.

Weiblich ja, über 40 nein (s. Vika :smile:.

LG
Jadzia