BTW: Es steht jedem Verkäufer/Vermieter zum Glück immer noch
frei, ob es ihm Spaß macht sich um die Vermarkung seines
Objektes selber zu kümmern, oder ob er hiermit einen Profi
beauftragt.
Hier liegt ein Problem mit dem Leseverständnis vor, denn das habe ich nicht bestritten.
Der Verkäufer darf auch ein ganzes Maklerrudel einschalten. Und ein Makler darf statt 5 gern auch 50 oder meinetwegen 500% Provision vom Verkaufspreis nehmen und dafür den ganzen Tag im Bett liegen bleiben.
Es geht einzig und allein darum, dass der Verkäufer den Parasiten, den er selbst ins Boot geholt hat, gefälligst auch selbst bezahlt! Der Käufer kann auf Nulldienstleistungen zum Luxuspreis - und dazu gehört die reine Herausgabe einer Adresse, vielleicht noch aufgepeppt mit buntbedrucktem Papier namens „Exposé“ - ganz prima verzichten.
Auch „BTW“: Was ist gemeint mit „Profi“? Professionelle Schönredner, die auch die letzte Drecksbutze zum Märchenschloss erklären? Professionelle Wegducker, die für kein einziges Wort geradestehen müssen, weil sie sich immer hinter den „Angaben des Verkäufers“ verstecken können? Professionelle Ahnungslose, die die für den Käufer wirklich wichtigen Fragen zum Objekt mit „Weiß ich nicht, hab ich nicht, kann ich nicht.“ beantworten?
Ob dieses Objekt ein Haus oder Auto ist, ist dabei
vollkommen ohne Belang. Und wenn der Markt passt, und die
Konditionen im konkreten Fall auch, dann wird sich jemand
finden, der - weil er das Objekt loswerden bzw. haben will -
die Kosten des Maklers zahlen wird, wenn nur über den das
Geschäft zustande kommen kann.
Ebenfalls unbestritten. Deshalb gehört diese Praxis gesetzlich unterbunden. Wer die Musik zuerst bestellt - und das ist einzig der Verkäufer - der bezahlt sie auch. Und dann wollen wir mal abwarten, wie lange es dauert, bis sich der Markt verändert.
Die naive Ungläubigkeit und das leichte Entsetzen, die im Ursprungsartikel zum Ausdruck kommen, weil der selbst bestellte Adresshändler dem Verkäufer womöglich in dessen eigene Geldbörse greift, deutet nicht nur in diesem Fall darauf hin, dass solche Windbeutel und Geldschneider ganz schnell weg vom Fenster wären.