religion and drugs
Hi! Ach, lass´ doch gleich das „Bettina“ wech…
Ave Maria.
1.Das sog. „Antoniusfeuer“ wurde durch die Mutterkornalkaloide
ausgelöst, in dem dieser Stoff die Menschen, die es zu sich
nahmen … Drogenkonsum unterstellen…!?!)von innen her
regelrecht verbrannten.
Genau, das Antoniusfeuer ist wohl das, was sonst als Ergotismus bezeichnet wird. Das Problem beim Mutterkorn sind nicht nur die haluzinogen aktiven (ca. 12) Alkaloide auf Lysergsäurebasis (aus denen LSD gewonnen wird), sondern noch andere somatisch (meist giftige) aktive Substanzen: Histamine, Ergosterol. Außer Halluzinationen gibt es daher noch das Gefühl (!) des Verbrennens, Wundbrand, Blindheit. Mutterkorn wurde (daher der Name!) von Hebammen in der Geburtshilfe verwendet, und zwar bereits bevor (!) man die giftigen Wirkungen kannte: Das darin enthaltene Ergometrin treibt die Nachgeburt aus.
Allerdings kann ich die Symptome nicht
in der Literatur finden, wenn ich mich über Überdosierung mit LSD informiere. Du???
Alfred Hofmann: „LSD. Die Entdeckung einer Wunderdroge“, dessen Titel seltsamerweise inzwischen „LSD. Mein Sorgenkind“ heißt…*grübel*
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3423361352/o/q…
und zu Meskalin natürlich der Klassiker:
Aldous Huxley: „Die Pforten der Wahrnehmung“ („The Doors of Perception“), in dem er den Begriff des „erweiterten Bewußtseins“ einführt.
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3492200060/qid…
- Die zweite Theorie besagt, daß das „Antoniusfeuer“ infolge
der seelischen Schocke durch die Hunnenstürme und
Mongoleneinfälle zur damaligen Zeit (Ende 15. Jhd./Anfang 16.
Jhd.)auftrat.
*bedenkenhab*
- … Nur: wenn Du
sagst, daß Lophophora im 15./16. Jhd. noch nicht nach Europa
gelangt war, dann frag ich mich auch, wie Meskalin der
Auslöser sein sollte.
Ich weiß nur, daß der Kaktus in Mexiko endemisch ist. Zeitlich kaum denkbar, daß er damals in Europa gewesen sein könnte (importiert bestimmt nicht).
(Aber irgend etwas in mir sträubt sich,
von dieser Annahme „zu Weichen“, da ich immer wieder DIESE
Theorie in Auseinandersetzungen bestätigt bekommen habe).
Klar aber es gab ja auch eine Menge anderer halluzinogener Pflanzen… Tollkirsche, Stechapfel, Bilsenkraut, Fliegenpilz („fliegen“ = „spinnen“, daher der Name, deshalb ja auch als "Glücks"pilz unterwegs… nicht ohne Grund), und vor allem gibt es in Europa einige Arten des Pilzes Psilocybe… Alles Bestandteile ja auch von „Hexensalben“, und gute Ärzte wußten damals mit Sicherheit, was man alles damit anstellen konnte
))
Vielleicht werfen die Maskalin-Behaupter alles unkundig in einen Topf, weil sies genauer nicht wissen wollen/dürfen? Man müßte sie fragen, wie sie darauf kommen… immerhin gab es im christlichen Europa nicht nur immer schon eine Sex-Zensur und - Verteufelung…
In „echt“
wachsen diese Pflanzen (die irgendwelche schlauen Historiker
natürlich identifiziert haben) jedoch gar nicht beeinander.
Vielleicht ein Zeichen, daß der Maler auch nicht ganz unkundig unschuldig war…
))
Einige sind Sumpfpflanzen, anderen gehören eigentlich in die
trockene Heide. A B E R: Noch erhaltene Manuskripte und
Frühdrucke erlauben die FEststellung, daß die Antoniter, die
einfach super-gute Ärzte waren, diese Pflanzen als HEILMITTEL
benutzen um das Antoniusfeuer zu behandeln. Wie das?
Vielleicht kann/konnte/könnte man das auch anders formulieren: „sie experimentierten mit Pflanzen unter der Bezeichnung ‚Heilmittel‘ im Zusammenhang u.a. mit Antoniusfeuer“ - hm.
Außerdem gibt es ja zu jeder pflanzlichen Droge auch Gegendrogen… und ohne Experimentieren haben die das sicher nicht rausgefunden… also ich würde mal sagen, die WUSSTEN, womit sie umgehen *g*
Und wenn die Antoniter eh Spezialisten waren, dann waren sie auch „Spezis“, die Schlaumeier… würd ich mal so dahinbehaupten.
Dabei will ich noch nichtmal rein hedonistische profane Interessen daran voraussetzen: Psychoaktive Pflanzen haben in religiösen Kulten zu allen Zeiten eine wichtige Rolle gespielt (man frage nur mal danach, weshalb in Griechenland ein Gott „theos“ hieß!). In Mexiko und Guatemala kann man kultischen Gebrauch von Pilzen bis 500 v. Chr. nachweisen.
Meine Drogenerfahrungen (die ich immer im Zusammenhang mit
kultischen oder religiösen Erfahrungen betrieben habe,
ehrlich! …
jaja - *breitgrins*
Der Toni, der Toni! Ich entnehme Deinem Schreiben, ich solle
mich mal der Versuchung hingeben (immer gerne!), gedanklich
die Richtung einzuschlagen, der Antonius habe Mescalin
eingeworfen, bevor er diese Versuchungserlebnisse hatte??
Richtig???
*lach* mit Sicherheit weder „während“ noch „nachher“.
Gibt es denn außer der Malerei bessere Dokus über die Inhalte seiner Erlebnisse? Wenn es ausschließlich sog. „böse“ Dämonen waren, würd ich mal auf eine Zensur der Berichterstattung tippen und wenn der „Wald“ auf einer historischen Info beruht, würde ich mal auf Fliegenpilz oder Psilocybe tippen… auch wegen der „Dämonen“-Visionen überhaupt… und Psilocybe oder Amanita muscaria schluckt man nicht aus Versehen!
Aber jetzt werd ich auch echt neugierig, was der Toni denn da gemacht hat…
Nun, möglich wärs. Da wären wir nur wieder beim Problem von
oben: Woher (zum Teufel- oder vielleicht doch: vom
Teufel!!!) hatte er den Stoff dann, wenn es den auf unserem
Kontinent noch nicht gab?
Wie oben gesagt: es gibt jede Menge anderes Zeug, mit dem man spielen kann… im Esoterikbrett scheint es viele kundige „weise Frauen“ zu geben, die auch was über die Historie von Hexenkünsten wissen… nur mal so als Tip… und „Hexen“ waren, wie wir wissen, ebenfalls „einfach supergute Ärztinnen“ - siehe oben.
Da eh alles Maja ist, wissen wir doch gar nicht, ob wir die
ganze Zeit einen (somit grenzenlosen) Traum träumen. Frage:
Träume = Leben = Schein = Grenzenlosigkeit =>
Unendlichkeit. (ohje, ich fühl mich schon wieder so begrenzt.
Das passt alles nicht zusammen).
Klingling! Hallo! Komm wieder runter! *lach* hic Rhodos, hic salta!
Aber ob Deine grenzenlosen
Träume implizieren, daß Du heilig bist…
*grins* hoch und heilig versprochen: NEIN!
Ich dachte, Du wolltest eine Art Drama inszinieren, mit dem
inhaltsrichtenden Titel ungefähr folgender Machart: „Thomas
von Aquin und sein bemitleidenswertes Karma bei der
einzigartigen Begegnung der Lilith im Kostüm des
„schießmichtods“ Jahrhunderts“…
Es war nicht Lilith sondern Uschi! (Wie uns bb aufklärte - siehe ihr posting oben)
…das Ziel, welches ich in
diesem Zusammenhang meinte war das „verschobene“ Triebziel. Du
hast gestern etwas von Verdrängungsmechanismen geschrieben…
„Verdrängen“ würd ich sowas NIE *grins* und die „Verschiebung“ bedeutet - je nach Verschiebungstechnik *zwinker* - ja nicht notwendig die Verschiebung von Harmvollem ins Harmlose…
Naja, an Schreibtischen mangelt´s nicht. Aber an Esprit
versprühenden Dozenten…
…und auch …tinnen, laß uns gerecht bleiben 
Ja *jammer* das sind diese klemmenden Sprühdozen, denen es an der Fähigkeit fehlt , autokatalytisch (d.h. selbstmanagementmäßig) inneren Druck (!) aufzubauen - You know what I mean?
… und von sinnigen Geistern verlassene herzlich winkende
die Hauptsache, nicht von allen guten!
b.a.w.
smiling
Metapher