Ich habe mich nicht so genau mit ihm unterhalten. Aber es gibt eben noch Menschen, für die Homosexualität etwas unnatürliches ist, da sie im Gegensatz zur eigentlichen Sexualität ihren Sinn, das Leben weiterzugeben, verloren hat und nur noch egoistisch die eigene Lust sucht.
Viele Grüsse
Thomas
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Ich schließe dich in meine Gebete mit ein. O Herr, wirf Hirn
vom Himmel!
Ich schließe dich auch in mein Gebet ein,
Thomas
PS: Im Prinzip interessiert mich ja das Thema eh nicht so unbedingt, da es mich nicht betrifft, aber ich bin vor kurzem in Büchern von Daniel Ange auf die katholische Sicht gestossen, sind aber französisch, weiss nicht, ob die überstzt worden sind.
wenn die katholische Kirche eine homosexuelle Lebensweise ablehnt, handelt es sich dabei nicht um eine katholische Lehre, sondern ist inder Bibel verankert und zwar sowohl im alten als auch im neuen Testament.
Es handelt sich somit generell um eine christliche Lehre.
Der Knackpunkt ist dass es im Christentum Anforderungen gibt, die das Verhältnis der Menschen untereinander betreffen (Nächstenliebe) und Anforderungen, die das Verhältnis vom Menschen zu Gott betreffen (Liebe zu Gott).
Ein großer Teil der Bevölkerung und viele Pfarrer in diesem Land setzen das Christentum mit der Nächstenliebe gleich. Die Anforderungen die die Liebe zu Gott betreffen, werden allenfalls als skuril und fanatisch angesehen.
Was sind das für Anforderungen?
Eheliche Treue
Ablehnung von Götzen
Regelmäßiges Gebet
Lobpreisungen für Gott
Demut
Bescheidenheit
…
und auch die Ablehnung einer homosexuellen Lebensweise
Solche Anforderungen, sind alles andere als zeitgemäß und entsprechen nicht mehr dem allgemeinen „Volksempfinden“. Es wird eben nur noch die Nächstenliebe als christlich akzeptiert.
Für die Kirchen und Gemeinden stellt nun die Frage; Sollen ursprünglich christliche Glaubens- und Lehrsätze dem Zeitgeist angepasst werden, bzw ins Vergessen geraten, um die Mitglieder nicht zu verärgern?
Gruß
Carlos
1.Korinther 6:9 Was? Wißt ihr nicht, daß Ungerechte das Königreich Gottes nicht erben werden? Laßt euch nicht irreführen. Weder Hurer noch Götzendiener, noch Ehebrecher, noch Männer, die für unnatürliche Zwecke gehalten werden, noch Männer, die bei männlichen Personen liegen, 10 noch Diebe, noch Habgierige, noch Trunkenbolde, noch Schmäher, noch Erpresser werden Gottes Königreich erben. 11 Und doch waren das einige von euch. Aber ihr seid reingewaschen worden, aber ihr seid geheiligt worden, aber ihr seid gerechtgesprochen worden im Namen unseres Herrn Jesus Christus und mit dem Geist unseres Gottes.
an diesem begriff spießt es sich aber, meine ich. wenn man
strikte trennung von staat und kirche fordert, dann darf eine
wie immer eingetragene lebensgemeinschaft eben nicht „ehe“
heißen. umgekehrt darf die religion dem staat nicht
vorschreiben, wer sich wie eintragen darf. die verwirrung und
empörung von beiden seiten (die einen empören sich über
„homo-ehen“, die anderen empören sich über religiöse
einmischung ins privatleben) hat nur darin ihren ursprung.
Ich denke nicht, dass man diese Diskussion auf begriffliche Mißverständnisse reduzieren kann. So wie ich die Sache sehe, hatten die Kirchen schon immer ein Problem, die Trennung von Kirche und Staat zu akzeptieren. Durch die Aussage macht Ratzinger doch deutlich genug, dass er sich in staatliche Belange einmischen will. Aber was geht es die Kirche an, ob homosexuelle Nicht-Mitglieder eine eingetragene Lebenspartnerschaft eingehen oder nicht? Die Kirchen können nur ihren Mitgliedern vorschreiben, was sie zu tun oder zu denken haben. Staatliche Regelungen müssen dagegen möglichst alle Bevölkerungsgruppen berücksichtigen und dürfen bekanntlich auch niemanden aufgrund seiner Religion, Hautfarbe oder sexuellen Ausrichtung diskriminieren. Die Kirchen versuchen aber, die Politik so zu beeinflussen, dass alle Nicht-Mitglieder oder Andersgläubige staatlicherseits aus der Gesellschaft ausgegrenzt werden. Noch haben sie aufgrund der Mitgliederzahlen genug Einfluß, um tatsächlich einigen Ärger zu verursachen. Für ein funktionierendes Staatswesen ist es aber Gift, solchen Vorschlägen allzuviel Gewicht zu geben.
Ich stimme dir zu, dass religiös besetzte Begriffe nicht in einen anderen Kontext gesetzt werden sollten. Die Begriff „Ehe“ ist aber schon lange nicht mehr nur im kirchlichen Kontext gebräuchlich. Schließlich gibt es eine standesamtliche Ehe zwischen Mann und Frau schon lange. Das heißt auch dann Ehe, wenn die beiden weder anschließend kirchlich heiraten, noch Kirchenmitglieder sind. Da hat sich aber noch niemand wirklich darüber aufgeregt. Deshalb verstehe ich die Diskussion um die „eingetragene Lebensgemeinschaft“ nicht. Warum soll es keine standesamtliche Ehe für Homosexuelle geben?
Das wäre aber doch gerade spannend gewesen.
Es ist doch immer das gleiche: Menschen, die Probleme mit Homosexualität haben, sind meist solche die keine Schwulen kennen, die nichts über sie wissen, über ihre Lebensweisen, ihre Sorgen und Nöte, auch nicht über ihre Freuden. Naja …
Aber es gibt
eben noch Menschen, für die Homosexualität etwas unnatürliches
ist, da sie im Gegensatz zur eigentlichen Sexualität ihren
Sinn, das Leben weiterzugeben, verloren hat und nur noch
egoistisch die eigene Lust sucht.
Wann sieht die christliche bzw. katholische Seite endlich ein, dass sie gerade mit dieser Sichtweise auf die reine Reproduktionsbiologie reduziert?
Ficken = Kinder machen, basta!
Das ist im Tierreich so, wo der Geschlechtsakt meist nur ein paar Sekunden dauert (weil alles andere die Partner in freier Wildbahn nur in Gefahr bringen würde). Menschliche Sexualität ist viel reicher, sie hat mit Bindung zu tun, mit persönlicher Hingabe (welche Tierarten haben schon Geschlechtsverkehr face-to-face?), mit Leidenschaft … Das alles willst du einer ganzen Gruppe von Menschen absprechen, die du gar nicht kennst, nur weil ein Herr Ratzinger es dir vorbetet (der sie auch nicht kennt, weil er den Bezug zu jeglicher Realität des Lebens längst verloren hat)???
wenn die katholische Kirche eine homosexuelle Lebensweise
ablehnt, handelt es sich dabei nicht um eine katholische
Lehre, sondern ist inder Bibel verankert und zwar sowohl im
alten als auch im neuen Testament.
Es handelt sich somit generell um eine christliche Lehre.
Hast Du gewusst, dass die katholische Kirche, bzw. Mitglieder dieser Kirche die Bücher des Neuen Testaments selbst geschrieben haben, womit zumindest das NT durchaus eine katholische „Lehre“ ist.
Das Alte T. stammt ja auch aus Zeiten vor dem Christentum, kann damit auch nciht als eigentlich „christliche“ Lehre angesehen werden, eher als eine jüdische, die auch vom Christentum anerkannt wird. Die Bibel wurde jedoch in wichtigen Details (z. B. die Auswahl der zur heutigen offiziellen Bibel gehörenden Schriften, bis hin zu konkreten Textpassagen, die bei der Übersetzung den Bedürfnissen der jeweiligen Kirchenoberen angepasst wurden).
Der engl. Philosoph Alan Watts bemerkte einmal ganz richtig, dass die Bibel ausschließlich dann Autorität hat, wenn ich der Kirche glaube, dass dies das Wort Gottes ist.
Fazit: die kirche kann sich ausschließlich deshalb anmaßen, über das Sexualverhalten von Mitmenschen zu urteilen, weil andere Mitmenschen der Kirche diese Autorität zumessen. Sprich Schuld ist nicht die angestaubte Amtskirche, sondern diejenigen, die die Lehre als gottgewollt akzeptieren.
wenn ich mir das hier alles so durchlese, frage ich mich mal wieder, warum man andere Menschen nicht einfach so leben lassen kann, wie sie wollen.
Warum müssen einige Menschen alles als unnatürlich und krank verteufeln, was sie nicht nachvollziehen oder verstehen können?
Warum ist nur der eigene Lebensweg der richtige?
Und das eigene Unverständnis und die Angst vor dem „Anderssein“ hinter seiner Religion zu verstecken, halte ich für feige!
Die Kirche kann sich auch mal irren, oder? Und Geistliche sind keine Mediziner, woher kommt also die Ansicht, dass die Kirche Recht hat, wenn sie behauptet, Homosexualität sei eine Krankheit…?
Aber was geht es die Kirche an, ob
homosexuelle Nicht-Mitglieder eine eingetragene
Lebenspartnerschaft eingehen oder nicht? Die Kirchen können
nur ihren Mitgliedern vorschreiben, was sie zu tun oder zu
denken haben.
Du hast im Prinzip Recht,
aber - wenn eine Partei die Bezeichnung „christlich“ in ihrem Namen führt, dann sollte sie sich auch der christlichen Lehre verpflichtet fühlen.
Aber was geht es die Kirche an, ob
homosexuelle Nicht-Mitglieder eine eingetragene
Lebenspartnerschaft eingehen oder nicht? Die Kirchen können
nur ihren Mitgliedern vorschreiben, was sie zu tun oder zu
denken haben.
Du hast im Prinzip Recht,
aber - wenn eine Partei die Bezeichnung „christlich“ in ihrem
Namen führt, dann sollte sie sich auch der christlichen Lehre
verpflichtet fühlen.
Yep. Zum Glück werden wir in Deutschland nicht von so einem Haufen regiert.
es wäre wirklich schön, wenn alle so denken würden. Aber Du hast das ganze schon richtig erkannt, es ist die Angst der Leute, die sie ‚ausrasten‘ lässt. Dinge, die sie nicht verstehen, werden verdammt, und damit das eigene Ego keinen Schaden nimmt, dürfen andere das auch nicht verstehen.
Und dann kommen Alphamännchen daher und nutzen diese Angst und Unsicherheit aus. Wenn diese Alphamännchen dann auch noch etwas Intelligenz und Ausstrahlung mitbringen, dann ist entweder ein erfolgreicher Politiker oder ein Religionsführer gefunden.
Wenn mal irgendweiner ein mittel gegen die menschliche Dummheit findet, dann dürfte sich das Problem erledigt haben. Aber bis dahin müssen wir wohl damit leben *seufz*
mich würde es interessieren, was der Papst befürchtet, wenn eine Gesellschaft Lebensgemeinschaften zwischen Gleichgeschlechtlichen billigt oder gar legitimiert. Welche Befürchtungen stecken da dahinter? Was hat der Papst davon, wenn er diese Beziehungen ablehnt? Aus einer Laune heraus hat er bisher nie Dogmen vertreten.
Ich weiß von der bayrischen CSU, dass sie gleichgeschlechtliche Beziehungen auf Ehebasis ablehnt - mit christlichen background?
Vielleicht weiß hier jemand mehr als wir.
Auf der Basis „der Alte spinnt“ kann keine vernünftige Diskussion entstehen, und noch weniger Einsehen im wahren Sinn des Wortes.
viele Grüße
grilla
PS: ich befürworte Eheschließungen von gleichgeschlechtlichen Partnern!
spätestens seit Bismark ist die Ehe eine staatliche
Institution!
kann ich davon ausgehen, dass Bismark Gott abgesetzt hat?
unsinn. das wort „ehe“ wurde lediglich sinnentfremdet. ein staat kann keine ehe stiften. das was man „standesamtliche ehe“ nennt, ist in wirklichkeit eine zivile lebensgemeinschaft. dabei spielt es aber keine rolle, ob es zwei männer, zwei frauen oder ein paar sind. wenn die begriffe klarer wären, hätte kein katholischer et. al. was gegen schwule lebensgemeinschaften.
ist ja alles schön und gut. Sollen bestimmte Katholiken und Bibelfundamentalisten denken und glauben was sie wollen - es sei ihnen unbenommen. Nur: Man kann da auch eine andere Meinung zu haben. als Christ, aber vor allem als Staatsbürger. Und da hörts bei mir auf. Es ist ein absolutes Unding für mich, dass die katholische Kirche hier auffordert, katholische Dogmen in Politik und Staatsgesetz (!!) durchzusetzen. Ich kann den Ärger, den viele dabei empfinden, nachvollziehen. Wie gesagt: Dass Homosexuelle in deinen Augen Gott nicht lieben (können?) ist ja für mich ok. Da können wir trefflich theologisch drüber diskutieren (wobei wir wohl eine so unterschiedliche Auffassung von der Bedeutung der Bibelüberlieferung haben, dass wir da nie von einer gemeinsame Grundlage ausgehen: Wenn du - wie ich - in der Bibel erstmal Menschen liest, die Gottes Wort aus ihrer Haltung und Lebenssituation heraus gehört und verstanden haben - und nicht Gott aus absoluten Autor der Bibel ansiehst, siehst du bestimmte Aussagen eben in einem anderen Licht (keineswegs nur die Sache mit dem Sex in welcher Form auch immer:smile:).)
Diese Ansichten haben aber in meinen Augen nichts zu suchen, wenn es um „staatliche“ Dinge geht, wie z.B. eheähnliche Verträge vor dem Standesamt geht. Auf einer menschen- und grundrechtlichen Ebene (Gleichheit vor dem Gesetz) wüsste ich nicht, wie man es Homosexuellen weiter verweigern könnte!
aber - wenn eine Partei die Bezeichnung „christlich“ in ihrem
Namen führt, dann sollte sie sich auch der christlichen Lehre
verpflichtet fühlen.
…als wenn’s da irgendeinen Konsens in der Welt gäbe, was denn die christliche Lehre konkret in der Welt von jedem einzelnen erwartet - siehe die tausenden von kirchlichen Lebensformen - das würde diese Partei ja noch unregierunsfähiger machen!!
…als wenn’s da irgendeinen Konsens in der Welt gäbe, was
denn die christliche Lehre konkret in der Welt von jedem
einzelnen erwartet - siehe die tausenden von kirchlichen
Lebensformen - das würde diese Partei ja noch
unregierunsfähiger machen!!
da liegt der Hase im Pfeffer
Es wäre wirklich wünschenswert, wenn die christlichen Kirchen einen Konsens in bestimten Fragen fänden.
Dabei könnte es so einfach sein - lass die Bibel sprechen.