Mangelnde Contenance in diesem Board

Hallo Datenfuchs,

hihi

und wieder mal schlage ich vor, das brett in „christlicher
glaube“ und „religionswissenschaft“ zu trennen!

und das brett christlicher glaube trennen wir dann noch auf nach:

orthodox
katholisch
evangelisch allgemein
evangelisch-freikirchlich
methodistisch
sonstige splittergruppen

rofl

ach ja

sunnitisch
schiitisch
tuerkischer islam
sonstiger islam

orthodox litvak
chassidisch
konservativ
liberal
egalitaer

hihi

viele gruesse, peter

Bei aller Liebe und Toleranz kann ein Atheist oder auch nur
ein Nichtchrist biblische Fragen und insb. die Frage nach dem
Sinn des Todes Jesus nicht im Sinne der Bibel beantworten.

Ähä! Das Brettle heißt aber „Religion und Ehtik“, nicht"Religion im Sinne der Bibel".

‚einsteigen‘. Die Bibel kann eben nicht interpretiert werden
wie der „Faust“!

Wetten, dass? Kommt nur darauf an, ob die Bibel als heiliges Schriftstück (inspiriert von höheren Entitäten) gesehen wird oder als Literatur (zusammengefasst aus mündlichen Erzählungen).

Bitte lasst mich leben, aber das ist die christliche Lehre.

Mache ich, aber das Brett heißt „Religion und Ethik“, nicht"christliche Lehre".

Verzeiht mir, wenn ich Bibelverse anführe:

Na, gerade mal noch so.

Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, kommen wird, wird er
euch in alle [biblische] Wahrheit leiten Johannes 16:3

Und davon reden wir auch nicht mit Worten, wie sie menschliche
Weisheit lehren kann, sondern mit Worten, die der Geist lehrt,
und deuten geistliche Dinge für geistliche Menschen. Der
natürliche Mensch aber vernimmt nichts vom Geist Gottes; es
ist ihm eine Torheit, und er kann es nicht erkennen; denn es
muß geistlich beurteilt werden. 1Korinther 2:13.14

Des Feuerzeugs bedurfte nicht, wer einen gelben Drachen zwang. Okinaptz Uglwf 2004

@ Atheisten: Glaubt Ihr nicht einmal an eine Schöpfergottheit?

Nä, aber das gilt auch nur für mich. Alle anderen Atheisten haben vielleicht andere Meinungen dazu.

Gruß kw

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Dafür!

„Esoterik, Glaube und anderer Humbug“)

esoterik vermarkteter schwachsinn in rosaroten büchern

Hallöle!

Das find ich nett, euer Engagement, mehr oder weniger bibelfeste Konsumenten in meinen Verantwortungsbereich zu verweisen. Wie Malte schon sagt: Seit Jahresanfang ist nichts mehr los in den geheimen Zirkel; frisches Blut ist also sehr willkommen.

In den kommenden Monaten werde ich das leicht verdiente Geld aus den Jahren 2002 und 2003 weiterhin mit vollen Händen verprassen. Aber irgendwann wird das natürlich langweilig. Mit und dank eurer Unterstützung blicke ich optimistisch auf den Geschäftsrelaunch im nächsten Jahr. Atheisten und Gläubige aller Couleur sind mir schon heute herzlich willkommen.

Lieb grüsst,
Andreas

Esoterik ist Glaube.
Hallo,

Wie wäre es dann, wenn w-w-w den ganzen Glaubens-Schmonz mit
zu den Esoterikern (neuer Name: „Esoterik, Glaube und
anderer Humbug
“) packte und dieses Brett in
„Religionswissenschaft und Ethik“ umbenennt? In Eso ist ja eh
nicht soviel los, dann wäre man mit Chance ein paar der
Fanatiker hier los.

  1. das humbug ist unethisch! *zeigefinger*

Jaaaa, hab’s ja extra kleingeschrieben. Bin ich gezz ein antireligiöser Pöbler?

  1. religion und esoterik ist nicht dasselbe. religionen sind
    uralte traditionen mit einer kulturellen dimension, während
    esoterik vermarkteter schwachsinn in rosaroten büchern ist,
    eine mischung aus jesus und kabbalah, dazu ein wenig buddha
    und eine prise sokrates. das war jetzt meine meinung.

Von Religion hab ich an dieser Stelle ja gar nicht gesprochen, sondern von Glaube.

Glaube und Esoterik ist dasselbe:
Beides sind nicht beweisbare Behauptungen, die als Wissen verkauft werden, im wahrsten Sinne des Wortes „verkaufen“.
Beide Märkte werden mit seltsamen Figürchen, dicken Büchern, allerlei bedeutungsschwangerem Schmuck und entsprechenden Propaganda-Veranstaltungen bedient.
Beide bieten desweiteren Dienstleistungen auf pekuniärer Basis an, deren Nutzen nicht nachvollziehbar ist.
Beiden Bewegungen laufen ihre Schäfchen mit Scheuklappen hinterher, die einen, weil’s hip ist, die anderen, weil’s mal hip war.
Beide beanspruchen Wahrheit und (zumindest in Grenzen) Ausschliesslichkeit für sich.
Beide liefern verwirrten Menschen vermeintliche Antworten auf unbeantwortete Fragen, machen damit unbequeme Geistesarbeit unnötig und ihre Jünger zu Zombies.
Beide sind erwähnte Krücken, die dem Menschen auf dem Weg zur Selbsterkenntnis helfen wollen, selbst wenn Mensch gesund und munter umherhüpfen könnte.
Beide befriedigen Bedürfnisse, die jeder auch aus sich selbst heraus ohne die Hilfsmittel befriedigen könnte, wenn er denn wollte.

Ich weiß, daß diese Sicht der Dinge angreifbar ist, man möge sie mit einem Spürchen Humor lesen. :smile: Passend dazu:

„Als Bodhidharma nach China kam, trug er den einen Schuh auf dem Kopf und den anderen an einem Fuß.
Der Kaiser fragte: ‚Was machst Du? Was soll der Unsinn?‘
Bodhidharma antwortete: ’ Ich mach’ Spaß.’
Der Kaiser sagte: ’ Aber wir haben keinen Spaßvogel erwartet, keinen lachenden sadhu.’
Bodhidharma sagte: ‚Wie kann sadhu ernst sein? Gott ist nicht ernst, er spielt unentwegt!‘“

In diesem Sinne,

Malte.

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Nur Fragen über die person
jesus Christus zu beantworten dürfte dir etwas schwerfallen
[das meinte ich eingangs].

Wieso sollte mir das schwerfallen? Über die Person Jesus ist sehr viel bekannt,
sowohl wissenschaftlich als auch theologisch.

Zum Tod Jesu hätte ich genatwortet, das es ohne Tod keine Auferstehen gegeben
hätte und dadurch nicht das Christentum in der Form wie wir sie kennen.
Den die Auferstehung ist das zetrale Geschehen im Christentum und ohne Tod eben
nicht jenige.
Ich könnte das jetzt noch länger ausführen, aber ich hoffe ich habe dir so
begreiflich machen können, das man sehr wohl qualifizierte Aussagen über Jesus
ectr. tätigen kann, ohne gläubiger Christ zu sein.
Warscheinlich sogar neutralere!

Julia

Glaube ist nicht Religion.

[…] Beiden Bewegungen laufen ihre Schäfchen mit Scheuklappen
hinterher, die einen, weil’s hip ist, die anderen, weil’s mal
hip war.
Beide beanspruchen Wahrheit und (zumindest in Grenzen)
Ausschliesslichkeit für sich.
Beide liefern verwirrten Menschen vermeintliche Antworten auf
unbeantwortete Fragen, machen damit unbequeme Geistesarbeit
unnötig und ihre Jünger zu Zombies.[…]

Du hast die äusserlichen Gemeinsamkeiten schön beschrieben, die inneren Werte unterscheiden Religion und Aberglaube/Esoterik jedoch erheblich voneinander.

Im Gegensatz zur Esoterik, die ausschliesslich oberflächlich ist, ein Selbstbedienungsladen, in dem sich jeder zusammenstellen kann, was er will, hat Religion eine sehr starke ethische Komponente. Sei’s Christentum, Buddhismus…

Schriften wie die Bibel oder den Koran kannst du neben ihrer religiösen Funktion durchaus auch als allgemeine Handlungsanweisungen für das Verhalten des Einzelnen in der Gesellschaft bzw. der Gesellschaft ggüber dem Einzelnen lesen. Und du wirst im Durchschnitt nicht schlecht damit fahren (sicher, Hand ab beim Dieb; Auge um Auge, Zahn um Zahn - klingt barbarisch. Aber vergleich das mal mit dem Durchschnitt der menschlichen Geschichte - hier gibt es wenigstens klare, allgemeingültige Regeln, nach denen zu verfahren ist).

Religion legt dem Menschen immer auch soziale Verpflichtungen anderen gegenüber auf, Esoterik ist Heilslehre für Egoisten.

Dass Religion keine Voraussetzung für ein ethisches und verbindliches Handeln ist, hat sich seit Kant allgemein herumgesprochen. Dass Religiösität keine Garantie für ethisches Handeln ist, ist nicht erst seit Mohammed Atta bekannt.

Aber wenn du Religion und schamlosen Schamanismus in einen Topf schmeisst, tust du der Religion grosses Unrecht.

Gruss,
Schorsch

Eben drum.
Hi,

Du hast die äusserlichen Gemeinsamkeiten schön beschrieben,
die inneren Werte unterscheiden Religion und
Aberglaube/Esoterik jedoch erheblich voneinander.

Aber wenn du Religion und schamlosen Schamanismus in einen
Topf schmeisst, tust du der Religion grosses Unrecht.

Nochmal, ich hab von Esoterik und Glaube im selben Topf gesprochen, nicht von Esoterik und Religion, wenngleich auch das manchmal passen würde. Was Du alles schreibst, ist ja nicht verkehrt, nur bleiben da so schwierige Fragen offen wie:

Ab wann ist Esoterik Glaube?
Ab wann ist Esoterik Religion?
Was ist Esoterik?
ad infinitum…

Wenn Du dann noch die Anthroposophie mit einbeziehst, die sich ja selbst als Wissenschaft sieht, dann haben wir alles durcheinander. Worum es mir (und auch datafox) jedoch geht, ist konkret, den irrationalen, glaubenstechnischen Anteil der Religion von der Religionswissenschaft und der Ethik zu trennen, weil man ja auch hier wieder wunderschön sieht, zu welchen Problemen die - sicher niemals vollständig vermeidbare - Vermischung dieser beiden Aspekte führt.

Gruß,

Malte.

Glaube ist unverkäuflich
Hallo Malte,

Glaube und Esoterik ist dasselbe:

nicht ganz.
Ich würde sagen: Esoterik ist eine Art des Glaubens.

Beides sind nicht beweisbare Behauptungen, die als Wissen
verkauft werden, im wahrsten Sinne des Wortes „verkaufen“.

nein nein!
Mein Glaube ist unverkäuflich.

  1. gebe ich ihn nicht her :wink:
  2. bekommst Du Glauben ganz umsonst!

Wenn Dir jemand „Glauben“ verkaufen will, sei vorsichtig!

Gruss Harald

Stimmt.

Nochmal, ich hab von Esoterik und Glaube im selben Topf
gesprochen, nicht von Esoterik und Religion, wenngleich auch

Stimmt. Man sollte halt nicht nur das, was man schreibt, drei mal redigieren, sondern vorher beim Lesen schon die gleiche Sorgfalt walten lassen.

Mea culpa, mea culpa, mea maxima culpa,
Schorsch

Sei nicht vorschnell mit deinem Mund, und dein Herz eile
nicht, ein Wort vor Gott hervorzubringen! Denn Gott ist im
Himmel, und du bist auf der Erde; darum seien deine Worte
wenige. (Prediger 5:1)

Felix [keinemzunahetretenwollend]

Du vergißt, daß um hier zu schreiben, man kein Theologe zu sein braucht. Diese Fragen interessieren eine Menge Leute, sonst würden sie hier nicht posten.

Was man dabej beachten sollte, ist eben die Pietät. Aber daran fehlt es eigentlich allen, - auch den Theologen.

Außerdem darf man nicht vergesssen, daß hier die unterschiedlichsten Glaubens und Religions Auffassungen vertreten sind.

…und zuletzt ist Glauben auch eine Frage des Herzens, und das ist nun mal leicht verletzbar.

mfg
rolf

Hallo Malte,

Glaube und Esoterik ist dasselbe:

nicht ganz.
Ich würde sagen: Esoterik ist eine Art des Glaubens.

So würde ich das auch eher sehen.

Beides sind nicht beweisbare Behauptungen, die als Wissen
verkauft werden, im wahrsten Sinne des Wortes „verkaufen“.

nein nein!
Mein Glaube ist unverkäuflich.

  1. gebe ich ihn nicht her :wink:
  2. bekommst Du Glauben ganz umsonst!

Wenn Dir jemand „Glauben“ verkaufen will, sei vorsichtig!

Weiß ich doch :smile: Glaube hat auch eigentlich nichts mit Marienfiguren zu € 19,99 zu tun, genauso wenig, wie „wahre“ Esoterik was mit Ohrenkerzen zu tun hat. Entweder man packt beides in die Scharlatanerie-Geldverdiener-Ecke, oder keins von beidem, je nachdem, wie man definiert.

Gruß,

Malte.

Mit ‚bibelgläubig‘ meine ich einen Menschen der an Gott und
seinen sohn Jesus Christus glaubt, durch ein Sündenbekenntnis
mit Gott ins Reine gekommen ist und der Bibel glaubt.

Ehrlich gesagt sind mir ungläubige Wissende, wie Julia um einiges lieber, als möchtegern Wissende, weil ein wenig an Jesus Christus glaubende…

Du solltest deine Zunge hüten und vorher überlegen, was du in dieses Board schreibst, denn…

Sei nicht vorschnell mit deinem Mund, und dein Herz eile nicht, ein
Wort vor Gott hervorzubringen! Denn Gott ist im Himmel, und du bist
auf der Erde; darum seien deine Worte wenige. (Prediger 5:1)

??? erinnerst du dich ???

Schöne Grüße,
Kevin

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Fühle mich angesprochen
Tach Felix,
eigentlich wollte ich mich hier ja raushalten, gerade weil diese Diskussion schon so oft geführt wurde und noch unproduktiver und sinnleerer als die meisten anderen Diskussionen in diesem Brett ist.
Aber mit den folgenden Sätzen fühle ich mich doch angesprochen, daher werde ich auch antworten:

Bei aller Liebe und Toleranz kann ein Atheist oder auch nur
ein Nichtchrist biblische Fragen und insb. die Frage nach dem
Sinn des Todes Jesus nicht im Sinne der Bibel beantworten. Die
Bibel lässt sich nur mit der Bibel selbst und dem Heiligen
Geist erklären und nicht mit unserem Verstand.

Was willst du uns genau hiermit sagen? Man kann die bibel zwar interpretieren, erfährt dadurch aber keinerlei Erhellung, es sei denn der Heilige Geist fährt in dich? Überhaupt ist es paradox, irgendetwas ohne den verstand erklären zu wollen. Das ist nämlich - im Gegensatz vielleicht zu einer Erklärung mit formaler Logik - nicht möglich!

Jeder
bibelgläubige Christ besitzt [im Sinne von innewohnen] den
Heiligen Geist (eine Person der Gottheit) und eben mit Hilfe
dieses Geistes kann ich in die göttlichen Themen der Bibel
‚einsteigen‘.

Moment mal - der heilige Geist sitzt nur in bibelgläubigen Christen (wie diskreminierend) und die verstehen dann die Bibel. D.h. der Fairness halber muß der Heilige geist von Anfang an in jedem Christen sitzen, folglich jeder Christ die Bibel „verstehen“ [wie du] und dann natürlich an sie glauben. Oder kommt der Heilige Geist erst in die Leute, wenn sie schon bibelgläubig sind? Wenn ja, warum? Und vor allem - wie konnten diese Leute ohne den Heiligen Geist die Bibel überhaupt verstehen?

Die Bibel kann eben nicht interpretiert werden
wie der „Faust“!

Was bitte haben dann ungefähr sämtliche „Philosophen“, Scholastiker, Theologen, Religionswissenschaftler, Priester… in den letzten 2000 Jahren getrieben?

Bitte lasst mich leben, aber das ist die christliche Lehre.

EINE christliche Lehre.
Der Papst ist übrigens auch besonders gut im Bibelinterpretieren. Und katholische Lehre ist, daß seine Interpretation die rictige ist und wenn dir der inhärente Heilige Geist dreimal was anderes erzählt.

Verzeiht mir, wenn ich Bibelverse anführe:

Te absolvo.

Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, kommen wird, wird er
euch in alle [biblische] Wahrheit leiten Johannes 16:3

Das „biblische“ ist ja wohl von dir. Als „Johannes“ sein Zeug zusammengeschrieben hat, gab es doch die Bibel im heutigen Sinne noch gar nicht.

Und davon reden wir auch nicht mit Worten, wie sie menschliche
Weisheit lehren kann, sondern mit Worten, die der Geist lehrt,
und deuten geistliche Dinge für geistliche Menschen.

Demnach gehört das Buch der Weisheit (oder waren es mehrere) zumindest gestrichen (und die Sprüche Salomons erst).

Der
natürliche Mensch aber vernimmt nichts vom Geist Gottes; es
ist ihm eine Torheit, und er kann es nicht erkennen; denn es
muß geistlich beurteilt werden. 1Korinther 2:13.14

Unter der Annahme, daß der Brief tatsächlich von Paulus ist:

  • Jesus ist tot, Petrus irgendwo weit weg, folglich ist Paulus so etwas wie der Oberguru der noch kleinen Sekte. Und was machen Obergurus, um ihre Position zu festigen. Sie behaupten, daß sie - und nur sie - spirituelle Fähigkeiten vermitteln können (sei es durch Jesus oder Meditieren oder…), die allen anderen nicht offenstehen.
    Und diese geistigen Fähigkeiten müssen natürlich vom Guru und seinen Gehilfen langwierig vermittelt werden (selber oder nächster Absatz). Der heilige Geist kommt nämlich nur ungerne einfach so.

@ Atheisten: Glaubt Ihr nicht einmal an eine Schöpfergottheit?

Ich halte es für äußerst wahrscheinlich, daß das Universum in einem „Urknall“ entstanden ist. Dies wäre physikalisch eine Singularität, es ist also unmöglich (und somit müßig) zu sagen, was vorher gewesen ist (genaugenommen gibt es im üblichen Sinne ja wohl auch kein „Vorher“ zumindest bezüglich unserem Konstrukt von Zeit).
Wenn du das unbestimmte „davor“ Gott nennen willst, bereitet mir das keine Probleme, für die jetzige Welt hätte ein solcher Gott aber nicht die geringste Bedeutung. Wenn du aber einen Schöpfergott im biblischen Sinne (nicht unbedingt die Sieben-Tage-Geschichte, die ist sicherlich Unfug)meinst, der ohne Singularität auskommt, dann ist natürlich das Problem unausweichlich, daß Gott ja auch irgendwoher gekommen sein muß. Wenn du dafür dann doch eine Singularität bemühst, dann hast du das atheistische Weltbild mit einer seltsamen Zwischeninstanz angereichert und damit zum theistischen aber nicht vollständigeren, nur komplizierten Weltbild umgemünzt.

So, ich hoffe du siehst diese Posting als Diskussionsgrundlage an, da ich auch jeden Zynismus unterdrückt habe.

Gruß
L.

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Tach Felix,

Guten Morgen lohengrin,

danke für Deinen konstruktiven Beitrag. Kann leider, der zeit wegen, nicht auf alle parts eingehen.

Wenn du das unbestimmte „davor“ Gott nennen willst, bereitet
mir das keine Probleme, für die jetzige Welt hätte ein solcher
Gott aber nicht die geringste Bedeutung. Wenn du aber einen
Schöpfergott im biblischen Sinne (nicht unbedingt die
Sieben-Tage-Geschichte, die ist sicherlich Unfug)meinst, der
ohne Singularität auskommt, dann ist natürlich das Problem
unausweichlich, daß Gott ja auch irgendwoher gekommen sein
muß.

Bin ab jetzt mit meinen ‚ultimativen Wertungen‘ vorsichtiger und sage, dass ich für mich das „davor“ sehr wohl Gott nenne und ferner glaube das Gott nicht entstanden ist sondern immer … ist. Gott existiert einfach und ist nicht an Vergangenheit und/oder Zukunft gebunden. Ferner muss es einen intelligenten Schöpfer geben, denn woher kommt sonst die intelligente Information (in Dir und mir)? Ein eiserner Grundsatz ist, das Urknall und Evolution keine intelligenz und Information hervorbringen kann. Nichts wird intelligent durch Eingriff einer höheren Intelligenz (Affe - Mensch). Dein Denken das Du hier präsentierst entspringt einem ‚höheren Denken‘ (für mich: GOTT). Wir Menschen können aber über uns wohl keine Existenz akzeptieren, gell!?

Gruß
felix

Moin Felix,

Bin ab jetzt mit meinen ‚ultimativen Wertungen‘ vorsichtiger
und sage, dass ich für mich das „davor“ sehr wohl Gott nenne
und ferner glaube das Gott nicht entstanden ist sondern immer
… ist. Gott existiert einfach und ist nicht an Vergangenheit
und/oder Zukunft gebunden.

Naja, wenn das für Gott gilt, wieso sollte das nicht auch für die „Schöpfung“ als solches gelten dürfen?

Ferner muss es einen intelligenten
Schöpfer geben, denn woher kommt sonst die intelligente
Information (in Dir und mir)?

Evolution? Intelligenz widerspricht durchaus nicht der physikalischen Theorie, denn gerade hochkomplexe intelligente Wesen wandeln bei ordnenden Handlungen Energie in Wärme, so daß die Entropie steigt und der zweite Hauptsatz der Thermodynamik seine Gültigkeit behält (auch wenn ich eine Biologin kenne, die steif und fest behauptet, die Biologie trotze dem Entropiesatz - alles Murks).

Ein eiserner Grundsatz ist, das
Urknall und Evolution keine intelligenz und Information
hervorbringen kann.

Es gibt keine „intelligent Information“, nur intelligente Verarbeitung von Information. Und wessen eiserner Grundsatz ist das? Deiner vielleicht, aber nicht der der aktuellen Naturwissenschaft.

Nichts wird intelligent durch Eingriff
einer höheren Intelligenz (Affe - Mensch).

Och, da ließe sich gentechnisch sicherlich was machen…

Dein Denken das Du
hier präsentierst entspringt einem ‚höheren Denken‘ (für mich:
GOTT).

Das Denken entspricht doch eher dem des „irdenen“ oder „psyschichen Menschen“ aus dem von dir zitierten Korinther-Brief, oder? Von Heiligem Geist keine Spur.

*(Wenn mein Denken göttlich ist, dann muß ich wohl Gott sein. In diesem Falle kann ich zumindest bestätigen, daß Gott nicht allmächtig ist.)*nichternstnehmen*

Wir Menschen können aber über uns wohl keine Existenz
akzeptieren, gell!?

Doch, aber ich sehe keinen Grund, eine „höhere Existenz“ ohne starken Grund zu postulieren. Im übrigen ist „Gott“ doch mehr ein Konstrukt der Menschen, dem zwar höhere Eigenschaften zugeschrieben werden, der aber nur durch die Menschen überhaupt „existiert“. Ohne Menschen kein Gott!

Gruß
L.

Salute lohengrin,

pardon, hatte mich falsch ausgedrückt [zu dumm, dass ich neben dieser Schreiberei noch meiner tägl Arbeit nachgehen muss:wink:]

Nichts wird intelligent durch Eingriff
einer höheren Intelligenz (Affe - Mensch).

Och, da ließe sich gentechnisch sicherlich was machen…

Nichts wird intelligent OHNE eingriff einer höheren Intelligenz. Die Evolution hat de factum ‚unsere‘ Intelligenz nicht hervorgebracht.

wenn ich meinen Rechner einschalte und warte 15 Milliarden jahre passiert rein gar nichts! Erst wenn ich ein programm schreibe oder einlege „baut sich ‚intelligenz‘ auf“…

Felix [auszeitgründenmitdertürinshausfallend]

Wer nicht an Gott und Jesus Christus glaubt, hat ergo keine
Ahnung vom christlichen Glauben und lässt tunlichst seine
Finger von solchen Fragen. Es ist schließlich ein
„Experten-Forum“!

Wozu soll denn das Board dasein? Rudelabnicken für Insider? Wenn mir sich etwas am christlichen Glauben nicht erschließt freg ich nach. Dabei benutze ich meine (manchmal drastische) Sprache und meine (oft enttäuschenden) Erfahrungen und lasse diese auch in die Fragen einfließen? Was passiert meistens? Mir werden Bibelstellen um die Ohren gehauen oder ich bekomme keine Erklärung. Wenn es nur um den Austausch von Dogmen gehen soll und man schön brav nicht weiter bohren soll, weil ja jemand verletzt werden könnte, fände ich das mehr als armseelig…

Ich erzähl den Leuten im Mathe und Physik Board auch nicht was
ich von Carl Friedrich Gauß halte und das er meiner Meinung
nach ein schlechter Fliesenleger war. Wenn ich keine Ahnung
von Gauß und seiner Lehre habe kann ich die Fragen nicht
beantworten. Warum ist das hier nicht so?

Weil das überall so ist. Meinst du nicht das du dir dann die Mühe machen solltest es richtig zu stellen?

Sei nicht vorschnell mit deinem Mund, und dein Herz eile
nicht, ein Wort vor Gott hervorzubringen! Denn Gott ist im
Himmel, und du bist auf der Erde; darum seien deine Worte
wenige. (Prediger 5:1)

Klar Nachdenken schadet nix, nur warum soll man nicht episch sein? Aus ehrfurcht den Mund halten? Was ist das für ein Gottesbild? Schonmal daran gedacht das Gott evtl. gar nicht daran interessiert ist das man ihn ehrfürchtig behandelt? Vielleicht mag er ja die Tänze des menschlichen Geistes, vielleicht erfreut er sich ja sogar an den Fehlern und ihrer Überwindung. Vielleicht ist es genau das was dass Leben ausmacht welches Gott ermöglicht hat.

[keinemzunahetretenwollend]
Warum nicht? Falsche Animositäten bestehen lassen? Angst vor den Folgen? Angst davor nicht mehr Argumentieren zu können? Jetzt mal ehrlich, was soll das?
T.

Als ursprünglicher Fragesteller nach dem Sinn von
Als ursprünglicher Fragesteller nach dem Sinn von Jesus` Tod, war ich schon überrascht über das schnelle Ausarten der Diskussion. Einer versucht den anderen durch kleine Witzelein und Beleidigungen, Wortspielerein, Zurechtweisungen, intellektuelle Sprüche, kluge Zitate und ähnlichem den „Gegner“ auszuspielen. Für mich irritierend, wie mit Worten schon teilweise Kleinkrieg geführt wird, die ursprüngliche Frage ist oft nebensächlich – nun ja, besser als ein richtiger Krieg um Glaubensfragen.
Es ist sicher müßig über Detailfragen zu streiten, wenn an das Ganze nicht geglaubt wird.
Für mich als „Ungläubigen“ (ich kann an keinen Gott glauben und schon gar nicht an einen „lieben“ Gott, obwohl ich die Schöpfung des Lebens schon als ein Wunder- weil irgendwie unbegreiflich und erstaunlich - ansehe) war es aber trotzdem von Interesse, ob nicht auch gläubige Menschen scheinbare Widersprüche innerhalb IHRES Systems verspüren.
In diesem Sinne habe ich auch gleich noch eine Frage – siehe oben.
Klaus

Ave Glücklicher,

pardon, hatte mich falsch ausgedrückt [zu dumm, dass ich neben
dieser Schreiberei noch meiner tägl Arbeit nachgehen muss:wink:]

Ob du`s glaubst oder nicht, das kann ich sogar als Student nachvollziehn, auch wenn ich gerade tatsächlich ein paar Tage frei habe :smile:

Nichts wird intelligent OHNE eingriff einer höheren
Intelligenz. Die Evolution hat de factum ‚unsere‘ Intelligenz
nicht hervorgebracht.

DE FACTUM ist eine ziemlich absolute Aussage, die du gewiß nicht beweisen kannst. Daß du etwas für unwahrscheinlich oder gar nicht möglich hältst, heißt doch nicht, daß es auch tatsächlich nicht möglich ist!
Was genau ist eigentlich Intelligenz für dich? Für mich ist es die Fähigkeit, sich seiner selbst bewußt zu sein, logische Schlüsse zu ziehen und nach diesen handeln zu können. Das alles ist mehr oder weniger stark schon bei vielen Tieren ausgeprägt, nicht aber beispielsweise bei Bakterien. Dennoch sind Bakterien grundsätzlich nach den selben Grundprinzipien aufgbaut wie wir Menschen, was die Vermutung eines gleichen Ursprungs mit unterschiedlicher Entwicklung (die geschlechtliche Vermehrung mag ihren Teil dazu beigetragen haben, daß es bei uns schneller ging) nahelegt.

wenn ich meinen Rechner einschalte und warte 15 Milliarden
jahre passiert rein gar nichts!

Vermutlich wird dir vorher der Strom abgedreht.

Erst wenn ich ein programm
schreibe oder einlege „baut sich ‚intelligenz‘ auf“…

Damit kann ja Windows nicht gemeint sein. :wink:

Nein, mal im Ernst: Ein PC ist von seinem Aufbau her nicht dazu geeignet, als selbstorganisierendes System zu wirken. Auch kann die bloße Hardware eines Computers sich natürlich nicht vervielfältigen oder autogen weiterentwickeln. Nur hinkt dieser Vergleich natürlich ganz gewaltig, weil es in der Natur eben keine Trennung von Hardware und Software gibt. Zugegebenermaßen könnte man die Software eines Computers sobald sie aufgespielt ist auch als Teil der Hardware betrachten, da die Festplatte (oder irgend ein anderes Speichermedium) ja physikalisch verändet worden ist und in dieser Veränderung die neue Information trägt.
Trotzdem hat die Natur (wie ist noch unklar, d.h. aber nicht, daß man es nie mit Gewißheit wird klären können) das erfolgreiche RNA/DNA-System entwickelt, daß erstaunlich einfach und anpassungsfähig aus ganz wenigen, häufig vorkommenden Elementen (H, C, O, P, N) besteht.
Aber auch aus anderen Bereichen gibt es Beispiele, Forschung und Theorien zu selbstorganisierenden zunehmend komplexen Systemen (Biologie, Astronomie…). Aber insbesondere für die dahinterstehende Mathematik bin ich leider kein Experte, so daß ich das hier nicht weiter vertiefen möchte.

Gruß
L.

hoi,

jetzt bist du leider selber in die pseudokreationistische falle geraten:

Trotzdem hat die Natur … das
erfolgreiche RNA/DNA-System entwickelt

„die natur“ kann nichts „entwickeln“, nur personen mit intelligenz können etwas entwickeln! an dieser ausdrucksweise, die inflationär in populärwissenschaftlichen dokus à la planetopia et.al. vorkommt, erkennt man wie stark der topos vom schöpfergott in uns verankert ist. mehrere tausende jahre religiöse erziehung haben spuren hinterlassen. als moderner mensch darf man von gott besser nicht reden, also entwickelt, erschafft und kreiert „die natur“ oder noch besser animistisch „mutter natur“.

verzeihung für diesen ausflug. und nein, ich bin kein antiwissenschaftlicher „bibelforscher“.

ps. es hätte heißen müssen „… ist das RNA/DNA-system von selbst entstanden…“

:smile:

gruß
datafox