Material für Fäden

Guten Abend,
weiß jemand woraus das material der fäden besteht, die man in der medizin z.B.: zum annähen von diversen körperteilen o.ä. benutzt???
Vielen Dank im Vorraus

Hallo Marcello,

weiß jemand woraus das material der fäden besteht, die man in
der medizin z.B.: zum annähen von diversen körperteilen o.ä.
benutzt???

biddeschön

Aus
http://www.matthias-traub.de/nahtmaterial.html

Resorbierbarer Kunststoff: Polymere der Glykolsäure (Dexon® = PGS), Copolymere aus Glykolyd und Lactid (Polyglaktin = Vi­cryl® = PGS), Polymere aus Dioxanon (Polydioxanon = PDS). Monocryl® und Monosynth®. Nach den Herstellerangaben beträgt die verbleibende Reißkraft der PDS/Maxonfäden nach etwa 14 Tagen 75%, nach 28 Tagen ca. 50% und ist nach etwa 6 Monaten abgeschlossen.

Panacryl® ist ein neues Nahtmaterial, das eine geflochtene Grundstruktur (Copolymer aus 5% Glykolid und 95% Lactid) aufweist, die aber beschichtet ist (90% Caprolacton und 10% Glykolid). Dadurch verhält sich der Faden bei der Gewebspenetration wie ein monofiler Faden, beim Knüpfen jedoch wie ein Polyfiler. Außerdem ist die Resorptionszeit deutlich verlängert: nach 3 Monaten ist noch 80% der Ausgangsreiskraft vorhanden und nach 6 Monaten noch 60%. Die vollständige Resorption ist erst nach 1,5 bis 2,5 Jahren abgeschlossen.

Eigenschaften: Spaltung im Gewebe durch Hydrolyse in Glykol und Milchsäure, die im intermediären Stoffwechsel abgebaut wird. Resorption 42 Tage, PDS ca. doppelt so lange. Geringe Fremdkörperreaktion.

Gandalf

HAllo früher, also bis BSE (für meine Verhältnisse also noch einigermassen aktuell, und immerhin mindestens 100 Jahre lang wenn nicht sgar schon immer) wurde auch Catgut verwendet, ein Handelsname unter dem Fäden aus Tierdarm hergestellt wurden, der aber immerhin 1599 erstmals erwähnt wurde
http://de.wikipedia.org/wiki/Katzendarm
http://www.catgut.de/

Da Musik-Instrumentensaiten auch aus Tierdarm bestehen und vor der Einführung von Catgut verwendet wurden, kann man also sagen dass es überwiegend eben Tierdärme waren bis irgendwann die Kunststoffe einzug hielten, angefangen mit Guttapercha.

Eine nicht grad besonders historisch korrekte (bezieht sich darauf dass manche Nähte keine Nähte sind sondern Klammerungen oder Knochennähte/Cerclagen, die eher in den Bereich der Implantate gehören)
aber für hiesige Zwecke ausreichende Geschichte der NAhtmaterialien gibts hier http://www.sutures-bbraun.de/index.cfm?ACD2DF3A2A5AE…

Gruß Susanne