warum wird bei freistoessen aus grosser entfernung eigentlich eine mauer gestellt?
gestern beim spiel bayern-lyon: der franzose zieht das ding aus 29m rein. das war zwar ein geschoss, aber bei der langen strecke sollte jeder torwart genuegend zeit finden, bei freier sicht in die richtige ecke zu gehen.
welche taktischen gruende gibt es also fuer die mauer?
gruss
khs
warum wird bei freistoessen aus grosser entfernung eigentlich
eine mauer gestellt?
gestern beim spiel bayern-lyon: der franzose zieht das ding
aus 29m rein. das war zwar ein geschoss, aber bei der langen
strecke sollte jeder torwart genuegend zeit finden, bei freier
sicht in die richtige ecke zu gehen.
welche taktischen gruende gibt es also fuer die mauer?
gruss
khs
Die Notwendigkeit der „Mauer“ selbst ist relativ schnell erklärt!
„Einschränkung der Auswahl des Freistossschützen“
-> WENN die Mauer korrekt steht, kann der schütze nicht mehr in die „unteren“ von der „Mauer“ abgedeckten Bereiche kommen!
Bei großer Entfernung hängt es eher vom Torhüter ab!
Ein Torhüter a la Oliver Kahn oder Rüstü Recber sollte eher solche Mauern nicht stellen lassen!
Bei einigen Kunst-Schützen ist es trotzdem noch Sinnvoll (z.B. Beckham, Hojdonk, Rivaldo)…
Doch Vorsicht! Von Pierre van Hojdonk ist es so, daß wenn der Torhüter keine „Abwehr“-Mauer aufstellt, daß er ein „Sturmmauer“ aufstellt! um selbst die Sicht des Torhüters zu behindern!
Gruß
Ali
schonmal im Tor gestanden ?
Ich kann da aus eigener Erfahrung sagen, dass es auch aus solchen Entfernungen sauschwer sein kann, einen scharf geschossenen Ball zu halten.
Und gerade bei solchen Kunstschützen wie Juninho kommt der Ball mit einer solchen Geschwindigkeit an, dass Du als Torwart keine Chance hättest, wenn Du das gesamte Tor selbst abdecken müsstest. Z.B. Roberto Carlos schiesst mit bis zu 150 km/h aufs Tor, da ist es schon besser, wenn man ein paar „Opfer“ in die Mauer stellt )
Gruß Jörg
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Doch Vorsicht! Von Pierre van Hojdonk ist es so, daß wenn der
Torhüter keine „Abwehr“-Mauer aufstellt, daß er ein
„Sturmmauer“ aufstellt! um selbst die Sicht des Torhüters zu
behindern!
moin,
genau das meine ich… ich sehe also eher die sichtbehinderung, als die abdeckung von bereichen…
gruss
kuddel
schonmal im Tor gestanden ?
Ich kann da aus eigener Erfahrung sagen, dass es auch aus
solchen Entfernungen sauschwer sein kann, einen scharf
geschossenen Ball zu halten.
Und gerade bei solchen Kunstschützen wie Juninho kommt der
Ball mit einer solchen Geschwindigkeit an, dass Du als Torwart
keine Chance hättest, wenn Du das gesamte Tor selbst abdecken
müsstest. Z.B. Roberto Carlos schiesst mit bis zu 150 km/h
aufs Tor, da ist es schon besser, wenn man ein paar „Opfer“ in
die Mauer stellt )
Gruß Jörg
moin,
ja, habe ich… beim fussball und beim hallenhandball.
ich sage mal anmassend: obwohl ich nunmehr voellig untrainiert bin - aus 30 metern haut mir keiner einen rein!
oder nimm die situation andersrum: wir haben elferschiessen trainiert… aus 20m, aus 18m… usw, bis die 11m eine echte gnade waren und man mal oefter was versenkt hat… aber 30 meter… den faengt man doch mit der muetze…
die 150kmh halte ich uebrigens fuer einen fiktiven messwert irgendwo in der spitze.
der gestrige freistoss hatte eine v von 99kmh - das entspricht rechnerisch ca 27m/sekunde, aber erstens hat er die v nicht von anfang an + durchgehend und zweitens ist eine sekunde fuer einen normal reagierenden ne lange zeit… ein guter sprinter laeuft da rechnerisch also auch 10meter, und das tor ist gerade mal 7,paar meter breit und man steht in der mitte…
gruss
kuddel
ich denke, es ist auch ein wenig so etwas wie „die Macht der Gewohnheit“. Ich gebe Dir Recht, dass aus 30 m Entfernung der Ball m.E. haltbarer ist, als mit Mauer. Die Mauer soll ja in einer Entfernung von 9,15m positioniert werden und somit dem Schützen einen Großteil des Tores verbauen. Dies funktioniert ja auch, wenn die Mauer nicht löchrig ist und der Schütze den Ball nicht schlenzt. In letzterem Fall ist die Mauer sogar sehr hinderlich, da der Torwart den Ball erst viel später sieht und er ja auch in der „Torwartecke“ steht, also einen viel weiteren Weg zurücklegen muss.
Diese Theorie kann etwas entkräftet werden, indem der Ball beim Schlenzen ja deutlich langsamer fliegt, als bei einem geraden Schuss -es bleibt also wieder etwas mehr Zeit.
Im Falle des Tores gegen Kahn muß man aber neidlos anerkennen, dass der Ball (wenn auch mit Glück) genial getroffen/platziert wurde - eben unhaltbar.
Gruß, Jürgen
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sicher kann ein guter Torwart einen 30 meter Schuss auch ohne Mauer abwehren.
Er muss sich dann aber voll auf einen scharf geschossenen Schuss konzentrieren. Der Schütze hat aber die freie Wahl ob er scharf schießt oder irgendeinen Trick versucht.
Die Mauer schränkt also vor allem die Anzahl der Freistoßvariationenen ein. Insbesondere auf die, bei denne der TOrwar mehr Zeit hat als bei einem scharfen Schuss.Der Torwart kann sich sobesser auf die dem Schützen verbleibenden Optionen konzentrieren kann.
da faellt mir ein…: auf kleinen tuerkischen jahrmaerkten gab es frueher eine „attraktion“, wo man ganz einfach drei elfer gegen einen guten torwart versenken musste - dann gab es ein kuscheltierchen etc…
mann, das war ganz schoen schwer…
lies mal pere handtke: die angst des …
gruss
kuddel
die 150kmh halte ich uebrigens fuer einen fiktiven messwert
irgendwo in der spitze.
also in der letzten CL-runde gabs einige Freistösse im >120km/h-Bereich …
der gestrige freistoss hatte eine v von 99kmh - das entspricht
rechnerisch ca 27m/sekunde, aber erstens hat er die v nicht
von anfang an
wann denn sonst? wenn die turbotriebwerke in den schwarzen feldern gezündet werden?
ausserdem kannst du den ball, wenn er einen ordentlichen effet hat („a fettn“, wie das richtig heisst) erst lesen, wenn er bereits die halbe strecke zurückgelegt hat … und dann wirds eng …
der grund ist ja wohl sehr einfach. die mauer verkleinert das sichtbare bzw. direkt treffbare ziel für den schützen. der torwart kann sich also auf die anderen bereiche seines kastens konzentrieren. sicherlich gilt es abzuwägen ab wann man eine mauer braucht oder nicht. teilweise ist es die mauer auch eher störend, da die sicht für den torwart doch erheblich eingeschränkt ist.
für alle die glauben bei 30 meter entfernung bräuchte man keine mauer, empfehle ich sich mal hinter das tor zu stellen wenn so ein ding ankommt. das problem ist auch nicht unbedingt die geschwindigkeit sondern auch das flattern des balls, was viele torhüter alt aussehen läßt.
Ich denke, dass sich ab einer zentarlen Entfernung von ca. 30 Metern im allgemeinen keine Mauer lohnt, da jeder TW genügend Zeit hat auf den Ball zu reagieren. Es ist vielmehr ein psycholigischer Faktor für den TW und gegen den Schützen. Ein weitere Vorteil ist auch, dass durch ein planloses Herumstehen von Spielern im Starfraum die vielbeinige Abwehr leichter Bälle abfälschen können und zudem zusätzlich dem TW die Sicht versperren.