Medienpräsenz

Hallo

Die ungeheure Medienpräsenz der Juden stört mich langsam aber sicher. Geht man vom Bevölkerungsanteil aus, ist die Feststellung „überproportial“ immer noch eine krasse Untertreibung. Da gibt es Bevölkerungsgruppen, die ob des Lärms dieser Minderheit schlicht untergehen, bzw. nicht mehr gehört werden. Ich denke da z.B. an die Sinti und Roma, das Schicksal war dasselbe. Nur der Bildungsgrad und die wirtschaftliche Potenz sind anders und sie erheben keinen Anspruch auf „Denkmalschutz“…
Dass damit aus Indifferenz Antisemitismus erwächst, scheint gewissen Herrschaften noch nicht aufgegangen zu sein.

Gruss
Max

Hallo Max,

Die ungeheure Medienpräsenz der Juden stört mich langsam aber
sicher. Geht man vom Bevölkerungsanteil aus, ist die

aha, juden sollten mehr schweigen.
mich stoeren die gruende, warum das so ist.

ad 1
missverstaendnisse ueber juden und israel

ad 2
warum sind andere als juden nicht so, leider, in medien praesent?
waere naemlich wuenschenswert, unsere beider meinung nicht war?

Schicksal war dasselbe. Nur der Bildungsgrad und die
wirtschaftliche Potenz sind anders und sie erheben keinen

das kann man juden wohl kaum zum vorwurf machen.

Anspruch auf ?Denkmalschutz?..

juden wollen keinen denkmalschutz sondern leben.
uebrigens. wusstest du, dass genau hier viele juden sich gegen denkmaeler aussprechen? interessant nicht war!

Dass damit aus Indifferenz Antisemitismus erwächst, scheint
gewissen Herrschaften noch nicht aufgegangen zu sein.

genau, da war es wieder, juden sind, hier mit ihrer praesenz, am antisemitismus und deren bekannten folgen selber schuld. dieses argument ist klassisch. ueberlege dir einmal die folgen dessen, was du hier sagst. ich sage nicht, ausdruecklich nicht, du seist antisemitisch. ich sage dir aber, du benutzt hier antisemitische argumentationsworte.

beste gruesse, lego

o.T.

Hallo lego!

Ich glaube, die Juden sind gar nicht soooooooo medienpräsent, wenn man von der aktuellen FDP-Diskussion mal absieht. Israel-Palästina ist natürlich im Moment allgegenwärtig, aber da muss man ja zumindest ein klein wenig differenzieren.

Also was anderes:

AP meldet heute:

„Im Gazastreifen erschossen Soldaten am Samstag eine Palästinenserin und ihre 13-jährige Tochter, die nach Berichten palästinensischer Ärzte bei der Feldarbeit waren. Augenzeugen zufolge fielen die Schüsse ohne Vorwarnung. Nach israelischen Militärangaben befanden sich die beiden Personen in einem Sperrgebiet nahe der Grenze zu Israel. Allein im letzten Monat hätten Palästinenser von dort aus sieben Mal Angriffe auf Israel versucht.“

Ich denke, die Leute wundern sich einfach wie man sich über etwas Kritik aufregen kann (siehe Friedmann-Möllemann Diskussion) und gleichzeitig sowas machen kann. [Hier wäre dann wieder zwischen Juden und Israelis zu differenzieren, aber ich glaube Otto Normalbürger tut das eh auch nicht unbedingt]

Viele Grüße, und noch einen schönen Sonntag abend,

Dennis =o)

hallo guenther,

siehe frage oben.

beste gruesse lego

hallo,

Dein letzter Absatz könnte von Spiegel oder Friedmann sein. Das meinte ich mit der neuen Sprachregelung.

Grüsse aus der „Nation der Mörder“. Bin nach 1945 geboren.

Grüsse Günter

hallo guenther,

Dein letzter Absatz könnte von Spiegel oder Friedmann sein.
Das meinte ich mit der neuen Sprachregelung.

versteh ich nicht, bzw mehrdeutig, hilfst du mir?

Grüsse aus der „Nation der Mörder“. Bin nach 1945 geboren.

natuerlich, ich bin auch nach 45 geboren und ich lebe gerne in D.
aber ich wuerde das land nicht land der moerder nennen, es gibt keine allgemeinschuld, ich verbitte mir solches genauso wie du.
aber selbst einen meiner grossvaeter, welcher in der deutschen armee diente und fiel, wuerde weder ich noch du mit meinem wissen, einen moerder nennen. jedenfalls hoffe ich, dass das, was ich ueber ihn weiss, stimmt bzgl meiner urteilsfindung. aber ich glaube wir beide schreiben jetzt brett und thread-offtopic.
daher bitte ich dich, themennah zu antworten.

beste gruesse, lego

Hallo Dennis,

Ich glaube, die Juden sind gar nicht soooooooo medienpräsent,
wenn man von der aktuellen FDP-Diskussion mal absieht.

Doch Dennis, wenn man sich anschaut, wie hoch der jüdische Bevölkerungsanteil ist, dann sind Meldungen wo Juden oder Jüdisches vorkommt überproportional vertreten.

Geh mal in www.paperball.de (Zeitungssuchmaschine). Du wirst keinen Tag finden, wo Du nicht mehrere Dutzend Zeitungsartikel zu diesen Bereich hast.

Gib „Muslime“ ein, und Du wirst merken, daß es meistens weniger als ein Dutzend Artikel sind, obwohl der muslimische Bevölkerungsanteil viel höher ist.

Allerdings ist es sehr interessant sich anzuschauen, wie Juden hier oft funktionalisiert werden als moralische Instanz, als Mahner etc.

Warum muß man immer Paul Spiegel ein Mikro unter den Mund halten, wenn wieder ein rassistischer Übergriff war?

Und warum interessiert es niemand, welche Positionen sich aus der jüdischen Tradition für aktuelle Fragen - sei es Gentechnik, Lebensmittelskandale, Zuwanderungsgesetz etc. ableiten ließen.

Boike Jacobs, eine niederländische Journalistin hat vor ein paar Jahren mal festgestellt, daß Juden in den deutschen Medien als die drei O 's vorkommen:

  • als Orthodoxe Juden mit den entsprechenden Exotenklischees,
  • als Offizielle (Spiegel, Friedman, Bubis etc.)
  • als Opfer (des Holocaust, von Sicherheitsmaßnahmen etc.)

In der letzten Zeit verschiebt sich das etwas in Hinblick auf die Israelberichterstattung - aber im Großen und Ganzen hat boike Jacobs nach wie vor recht.

Was Juden allerdings selber wichtig finden, findet in die deutschen Medien kaum Eingang, weil es meist Nichtjuden sind, die aus ihrer Perspektive über Jüdisches mehr oder weniger (meist weniger) kompetent schreiben.

Wenn Dich die andere Seite interessiert, empfehle ich Dir die größte deutschsprachige Internetseite zu jüdischen Themen - täglich aktualisiert

http://www.hagalil.com

und das europäisch jüdische Magazin GOLEM

http://www.hagalil.com/golem/

viele Grüße

Iris

hallo dennis,

Ich glaube, die Juden sind gar nicht soooooooo medienpräsent,

ich bin der selben meinung,

wenn man von der aktuellen FDP-Diskussion mal absieht.

genau, juden aeussern sich wie jeder andere verstaerkt zu den themen, die sie betreffen.

Israel-Palästina ist natürlich im Moment allgegenwärtig, aber
da muss man ja zumindest ein klein wenig differenzieren.

man siehe nur, dass 1500 auslandsjournalisten in IL sind, deren gesamtzahl in der welt aber schwindet, und nur wenige von ihnen in nepal oder aehnlich sitzen, am judentum scheiden sich beide anderen abrahamitischen religionen das christentum und der islam, letztere scheiden sich auch natuerlich aneinander jeweils, siehe zum beispiel die integrationsdebatte in europa.

Also was anderes:

AP meldet heute:

"Im Gazastreifen erschossen Soldaten am Samstag eine

das ist ein weiteres schreckliches unglueck. niemand soll sterben inklusive todesstrafe in laendern wie usa. ich verurteile das.

letzten Monat hätten Palästinenser von dort aus sieben Mal
Angriffe auf Israel versucht."

das ist eine andere wahrheit aus der sich evtl, ich kann es nicht sagen, der tod sich unschuldig fuer andere in verteidigung ergibt. nun werden sicher wieder von anderer seite andere worte fallen.

Ich denke, die Leute wundern sich einfach wie man sich über
etwas Kritik aufregen kann (siehe Friedmann-Möllemann
Diskussion) und gleichzeitig sowas machen kann. [Hier
wäre dann wieder zwischen Juden und Israelis zu
differenzieren, aber ich glaube Otto Normalbürger tut das eh
auch nicht unbedingt]

richtig, leider regen sich die seiten zuweilen etwas zuviel auf, leicht formuliert

Viele Grüße, und noch einen schönen Sonntag abend,

Dennis =o)

danke, dir auch,
beste gruesse, leg

das Problem mit den Zitaten ist, …
daß man sie nicht aus dem Zusammenhang reißen und außerdem ihren Hintergrund kennen sollte.

Mir fällt nur ein Spruch dabei ein: Denk ich
an Deutschland in der Nacht, bin ich um den Schlaf gebracht!

Daß Du diese Zeilen aus den Nachtgedanken von Heine erwähnst, paßt derartig gut, daß es mich fast vor Lachen zerrissen hat. In diesem Gedicht bedauert Heine nach gängiger Meinung die Starrheit der Gesellschaft, ihre Unbeweglichkeit. Er sieht Deutschland als aristokratisch-rückständiges Land. Verstehst Du, warum das Zitat hier so gut paßte? Leider nur als „Gegenargument“ zu Deinem Text.

Da fällt mir grad noch ein schönes Wort ein, mit dem man die Bewegung des Vormärz (zu der man ja Heine zählt) mal bezeichnet hat: Ahistorisch.

Aber ehrlich. Vergeßt die Geschichte nicht, aber laßt sie da, wo sie ist: In der Vergangenheit.

Es muß doch möglich sein, sachliche Kritik zu üben, ohne gleich die Vergangenheit auszugraben. Soll das denn ewig so weitergehen? Der eine traut sich nicht, etwas zu sagen und der andere wartet nur darauf, daß ersterer etwas saget, um dann laut aufzuschreien, und es Dritten zu überlesen, ersteren zu Boden zu treten.

Gruß
Christian

Moin Iris,

Allerdings ist es sehr interessant sich anzuschauen, wie Juden
hier oft funktionalisiert werden als moralische Instanz, als
Mahner etc.

ähm…*hüstel*, ich glaube, so würden sich manche Juden eher selbst gerne sehen…

Warum muß man immer Paul Spiegel ein Mikro unter den Mund
halten, wenn wieder ein rassistischer Übergriff war?

Weil der der Vorsitzende des Zentralrats der Juden ist und man sicher sein kann, von ihm immer was druckreifes zu erhalten.

Und warum interessiert es niemand, welche Positionen sich aus
der jüdischen Tradition für aktuelle Fragen - sei es
Gentechnik, Lebensmittelskandale, Zuwanderungsgesetz etc.
ableiten ließen.

Mich würd das schon interessieren. Jedenfalls tausendmal mehr als dieser politische Rababer der Herren Friedman und Spiegel. Wenn diese Herren Politk machen wollen, dann sollen sie Mitglied einer politischen Partei werden und sich zur Wahl stellen. Hat der Vorgänger Herr Bubis ja auch gemacht und keinen hat es gross gestört.

Boike Jacobs, eine niederländische Journalistin hat vor ein
paar Jahren mal festgestellt, daß Juden in den deutschen
Medien als die drei O 's vorkommen:

  • als Orthodoxe Juden mit den entsprechenden Exotenklischees,
  • als Offizielle (Spiegel, Friedman, Bubis etc.)
  • als Opfer (des Holocaust, von Sicherheitsmaßnahmen etc.)

eine Gruppe hast du vergessen, die Israelis mit ihrer Palästinenserpolitik. Die dürften in den Medien sogar den größen Raum einnehmen und in Deutschland das Bild von Juden prägen.

In der letzten Zeit verschiebt sich das etwas in Hinblick auf
die Israelberichterstattung - aber im Großen und Ganzen hat
boike Jacobs nach wie vor recht.

Wenn mit „in der letzten Zeit“ die letzten 40 Jahre gemeint sind, dann hat sie sicher recht.

Was Juden allerdings selber wichtig finden, findet in die
deutschen Medien kaum Eingang, weil es meist Nichtjuden sind,
die aus ihrer Perspektive über Jüdisches mehr oder weniger
(meist weniger) kompetent schreiben.

Wenn Dich die andere Seite interessiert, empfehle ich Dir die
größte deutschsprachige Internetseite zu jüdischen Themen -
täglich aktualisiert

http://www.hagalil.com

und das europäisch jüdische Magazin GOLEM

http://www.hagalil.com/golem/

Tja, und da hast du das Problem wohl selbst verdeutlicht. Anscheinend machen Medien-interessierte Juden in Deutschland lieber ihre eigenen Zeitungen/Webseiten etc. statt sich mit „ihren“ Themen in die „normalen“ Medien einzubringen.

Warum das so ist kannst du mir vielleicht verraten ?

Gruss
M.

Hallo Iris,

auf eurer Webseite bei hagalil befindet sich eine geschichtliche Lücke. Ist es ein Fehler oder Absicht, dass zwischen 1945 und 1948 nur die Entscheidung der UNO 1947 für Israel aufgeführt ist, alle anderen Umstände z.B. der Kampf gegen die Engländer nicht aufgeführt wurde ?

Gruss Günter

Hallo Max

Es ist weniger die Präsenz als die Wertgkeit. Es gibt weiss Gott grössere Probleme als herbeigeredeter Antisemitismus. Den gewöhnlichen Bürger, seien wir doch ehrlich, scherts doch einen Teufel, den Politikern nehme ich ihre „Entrüstung“ nicht ab. Manchmal kann sogar der leise Verdacht hochkommen, dass hier mit Absicht ein Süppchen am Kochen gehalten wird, aus welchen Gründen auch immer - Israel braucht u.a. auch Waffen…

Gruss

hallo Iris,
es ist schade, dass die wenigen extremen Juden hier in D. mehr zu sagen haben, als die, die nur eines wollen: in Ruhe leben.
Und es ist schade, dass zwei Volksgruppen, die sich im Laufe der Jahrhunderte so gegenseitig kulturell, geistig, wissenschaftlich befruchtet haben wie Deutsche und Juden, nicht verstehen. Leider auch teilweise nicht wollen (auch von beiden Seiten ausgehend).
Warum ist keine Normalität möglich?!
Wir hatten beste Startmöglichkeiten nach dem Krieg.
Meiner Frau ihr Chef ist Jude (Mutter Jüdin). Wir kommen bestens mit ihm aus. Das Thema Juden kommt gar nicht zur Sprache. Es ist einfach uninteressant.
Grüße
Raimund

Wir hatten beste Startmöglichkeiten nach dem Krieg

yup nur mehr ein zehntel übrig. aber die stören ja immer noch in den medien.

tut mir leid aber mehr als zynismus fällt mir zu diesen postings nicht mehr ein.

L.

Unabhängig von euren Beiträgen schäme ich mich als
Exildeutscher, dass in Deutschland so eine auf
anitsemitisch-begründete Argumentations-Schlammschlacht in
aller Öffentlichkeit ausgetragen wird…

warum erwähnst du, daß du exildeutscher bist???
darf der sich mehr, oder eher schämen, oder was???
gruß
ad

hallo lehitraot,
Antworten wie diese sind so richtig gut geeignet, um die Situation zu entschärfen.
Was ist mit Dir in letzter Zeit los?
Agressiv und zu 100 % auf der Seite der Talmutpartei.
Grüße
Raimund

Agressiv und zu 100 % auf der Seite der Talmutpartei.

willst auch du mir psychische labilität unterjubeln, weil dir die argeumente ausgehen… hihi.

ps es heißt talmud, lieber experte. und eine talmudpartei exisiert imho gar nicht.

l.

Ich habe mir kurz mein Posting durchgelesen, aber stand nichts
von einer Wertung wie „mehr“ oder „weniger“ geschweige denn
von einer Priorität wie „eher“ oder „eher nicht“… mich
erstaunt dieses w-w-w immer mehr bzw. einige Leute, die
„zwischen den Zeilen“ so viel herauslesen wollen…

zitat: …schäme ich mich als Exildeutscher…

das ist mehr als eindeutig herausgestellt, da kannst
du mir erzählen was du willst, das hat eine bedeutung
mir ist zwar schleierhaft welche, deshalb hab ich dich
ja auch gefragt…
gruß
ad
(ps: hab mich nicht die bohne aufgeregt)

Die „Bedeutung“ ist, dass ich hier (in CH) als Lehrer arbeite,
mehr nicht… alles andere ist lächerliche Spekulation ohne
Fundament und somit hinfällig…

…im falle, daß du wirklich ein lehrer bist, glaube ich
dann doch selbst auch nicht, daß du dir bei dem was
du geschrieben hast etwas gedacht hast - dann sollte
man eher in deinem unterbewußtsein forschen, aber das
will dann auch niemand, glaube ich…
gruß
ad