bestimmungsgemäße Verwendung
Hallo,
Wann war es nun gleich? Jedenfalls gesten oder vorgestern
wurde im Fernsehen in einer Reportage darauf hingewiesen, dass
durch die Überlastung von Mehrfachsteckdosen sehr häufig
Brände ausgelöst werden können.
Brände durch Fehler in Elektroinstallationen sind natürlich
nicht zu verleugnen. Ob’s allerdings häufig ist …
naja , bei der Verbreitung elektrischer Geräte heutzutage?
Man hat berechnet, für wieviel
Ampere (??) eine Mehrf.-Steckdose zugelassen ist und hat mit
Amperemeter(??) gezeigt, wieviel ein einzelnes Gerät
„liefert“.
Da braucht man nicht viel rechnen.
Jede Steckdose ist irgendwo mit einer Sicherung
abgesichert. Der max. Nennstrom der Sicherung sollte also
nicht überschritten werden.
Jede Steckdose, jedes Kabel und jeder Verteiler ist nur
für einen Nennstrom und einen max. Strom ausgelegt.
16A entspricht einer Leistung von ca. 3700Watt, bei 10A
sind’s nur ca. 2300W.
In den gezeigten Beispielen wurden Kochplatten, Mikrowelle
und Kaffemaschinen zusammen an einem Verteiler vorgefunden
und es wurde gezeigt, daß der Strom beim gleichzeitgen
Einschalten aller Geräte deutlich über 16A geht.
Dementsprechend werden die verwendeten Kabel/Verteiler
nicht bestimmungsgemäß verwendet, wenn alle diese
Verbraucher gleichzeitig angeschaltet werden.
-> Konsequenz: Kabel werden heiß, Steckkontakte schmoren
und wenn man Glück hat, spricht die Sicherung an, bevor es
brennt.
Falls Experten das gesehen haben: Stimmt das so? Weil wenn ja,
dann kann ich mich schon gleich von meinem Eigentum
verabschieden: Wie verkable ich z.B. einen PC mit allem was
man so hat, wenn nicht mit einer Mehrfachsteckdose???
Im Gegensatz zu mancher hier vertretenen Meinung, sage ich,
daß man natürlich auch Verteiler verwenden kann und
wohl auch muß.
Keine Wohnung hat 20 Steckdosen pro Raum !!!
Soviel und mehr wird aber heutzutage locker benötigt.
Allein am PC-Arbeitsplatz sind oft schon mehr als 10 Dosen
nötig (PC,Monitor,Drucker,Scanner,Lautpsrecher,Modem,
Switch/Router,Printserver,USB-Hub,Tischlampe,Ladegeräte,
Telefon, usw.)
Wichtig ist nur, daß man beim Zusammenstecken die
Gesamtbilanz nicht aus den Augen verliert und die
verwendeten Teile bestimmungsgemäß verwendet.
Ein dünnes Kabel mit 0,75mm² ist nichts verwerfliches,
solange man beachtet, daß nur max. ca. 5…6A fließen.
Weiter: Auch Fernseher + Dig.-Satreceiver + CD-Player + dessen
Receiver, mit Radio und einem alten Casettendeck (schreibt man
Receiver so??? -komisch) hängen an einer 4-fach Steckdose.
Normalerweise kein Problem, solange Du nicht zusätzlich
einen 3000W-Heizlüfter oder Radiator mit dranhängst.
Fernseher, Receiver, Viedoerec., Kassettendeck, Radie usw.
haben alle zusammen weniger als 1000W Leistung (ca. 5A).
*Würg* -geht aber nicht anders, wie immer, wenn man man
Mehrfachsteckdosen benutzen muss.
Woher also weiß ich, wenn man kein Messgerät hat, ob
nicht ein Brand droht?
Folgende praktische Ratschläge von mir:
1. Leistung der Geräte zusammenrechnen (steht in Betriebs-
anleitung und auf Typschildern). Max. Strombelastung
steht auf Kabeln und Steckern meist drauf.
Im Zweifelsfall Fachmann fragen.
Kleinverbraucher (z.B. Steckernetzteile fallen nicht
ins Gewicht).
2. An keinem Stromkreis nicht mehr entnehmen, als nominal
abgesichert ist (bei modernen Installationen 16A
üblich, bei Altbauten auch 10A oder sogar nur 6A).
3. Nur Kabel und Verteiler benutzen, die ein VDE-Zeichen
haben und einen qualitativ ordentlichen Eindruck machen.
4. Keine Kabel/Verteiler benutzen, die in irgend einer
Weise beschädigt sind (durchgescheuert, gerausgerissene
zugentlastung, Schmorstellen, Druckstellen usw.
5. Kabel/Verteiler öfters überprüfen (vor allem die, welche
wechselnd an unterschiedlichen Orten verwendet werden).
6. Möglichst Kabel/Verteiler nicht dauerhaft mit max.
zulässigem Strom betreiben (besser 20-30% Reserve lassen).
Im Zweifelsfall Kabel/Verteiler für höhere Belastbarkeit
kaufen.
7. Verbraucher mit sehr hoher Leistung öfter überprüfen
(Anschlußkabel und Steckdosen). Solche Verbraucher
nicht zusammen mit anderen gleichzeitig an einem
Stromkreis einstecken/einschalten.
8. Kabel und Stecker nicht unötig kaskadieren. Also lieber
einen Verteiler mit 5m Leitung kaufen, als 3 Stück
mit je 1,5m Länge hintereinander stecken.
Auch besser einen 8-fach-Verteiler nehmen, als
4 dreifach-Verteiler zusammenstöpseln.
9. Zum Stromsparen lohnt es sich auch immer, einen
zentralen Ausschalter (an Verteiler oder in Zuleitung)
zu nutzen. Die vielen Standbygeräte gehen übers
Jahr richtig ins Geld (pro Gerät 5-20€ pro Jahr).
10.Bei längerer Abwesenheit (Urlaub) alle Stecker
herausziehen, die nicht zwingend gebraucht werden.
(das auch möglichst bei akutem Gewitter machen).
Alle meine Dinger haben ein GS-zeichen *hmmgrübel*
Zusätzlich: Auch meine Kabel sind der Orndnug halber - da zu
lang - sauber locker mit Kabelbindern zusammengehalten und
auch unter eben benütztem Schreibtisch verstaut… bis zur
nächsten 3-fach-Steckdose.
Also: Woher weiß ich ob ich brandgefährlich lebe? Wie berechne
ich meine Steckdosen und was steht auf den Dreifachsteckern,
mit dem ich rechnen kann.
Kann ich was gut machen wenn ich in „Serie gehe“? und
überhaupt:
Irgendwo treffen sich doch alle Stromkabel, vermutlich am
Zähler (rein spekulativ) - wieso brennts da nicht???
Weil die Zuleitungen alle so ausgelegt sind, daß sie die
Ströme entsprechend den Nennwerten auf den Sicherungen
allemal aushalten.
wenn man mir meine Feuerangst nehmen könnte, würde ich
besseren Gefühls das Haus verlassen. Also vielen Dank für
Das beste ist dabei auch: „Brain 1.0“ verwenden.
Mit gesundem Verstand und etwas Allgemeinwissen kann man
grobe Fahrlässigkeit allemal vermeiden.
Bei bestimmungsgemäßer Verwendung von Geräten und
Elktromat. ist die Gefahr gering, daß etwas passiert.
Gruß Uwi