Moinmoin Stefan,
es gibt das sogenannte Struvelpeter Syndrom. Das trift zu,
wenn Leute, die eigentlich recht Fähig sind, plötzlich
anfangen Bücher zu lesen bzw. auf Professor zu hören, die
selbst diesem Syndrom unterliegen. Fazit ist, daß nicht aus
eigener Anschauung beichtet wird, sonder der Autor oder der
Professor vorgeschobe wird. Sage mir wie Du Handelst, und ich
sage Dir welches Buch Du gelesen hast.Na klar, und du hast dein gesamtes Wissen nur aus praktischer
Erfahrung. Wie der Volksmund so schön sagt „Lesen bildet“,
solltest du auch mal probieren.
Ich sprach vom Struvelpetersyndrom, ein Buch der Lügen- man brauch sie ja nur Aufdecken- die Lügen die durch den Strvelpeter verbreitet werden.
Na… daß ist aber sehr selte und trift alle 50 Jahre 1x auf.
Ich entsinne mich an das Jahr 1973. Da fiel in Norddeutschland
der Strom aus. Lübeck z.B. hatte kein Licht mehr und in den
Kaufhäsern ging die Notbeleuchtung an. Was war geschehen. Duch
Witterung waren die Überlandleitungen mit dem Salzgehalt der
Luft nicht zurechtgekommen und durch die dann eintretende
Luftionisation wurden die Leiter kurzgeschlossen. Das wie
gesagt das letztemal im Jahr der Energiekrise, also keineswegs
Standart sondern ein 2tes Medium „Salz“ schuf diese
Voraussetzung.Du redest von Ionisation der Luft über mehrere Meter, ich
redete von Ionisation um den Leiter.
Wie erklärst du das prasseln und knistern einer
Hochspannungsleitung bei Regen?
Ich sprach nicht von meterlangen Blitzen, sondern die
alltäglichen klitze kleinen Blitze an den
Hochspannungsleitungen.
Ich spreche übrigens aus Erfahrung, in der Freifeldanlage
unseres Kraftwerks kann man sehr gut bei Regen und Dämmerung
blaue Leuchterscheinungen an den Höchstspannungsleitern sehen.Schönen Feiertag noch
Stefan
Na… Steffan. So über 30 Jahre Kraftwerkserfahrung hab ich auch. Nun zum Korona -Skin Syndrom.
Noch einmal – es sind Koronaverluste die Du meinst.
Betrachte einmal den Leitwert (gB), so hast Du einerseits Koronaverluste und anderer seits einen vernachlässigbaren Anteil von Leckströmen der Isolatoren. Beide Verlustarten sind – wie Du es sagst sehr stark von der Witterung abhängig und sie sind sehr stark von der Spannung abhängig. Als weitere Einfußgröße, wie Verschmutzung der Oberfläche und Oberflächenbeschaffenheit der Leiter. Das bedeutet, daß der Leitwert (gb) einer Strecke jeweils nach Spannung und Witterungsverhältnisse Berücksichtigung finden muß. Die Verluste betragen im Jahresschnitt ca. 1,5kW/km bei einer 380kV +/- 10kV Strecke. Ich behaupte, das nicht der Regen alleine sondern noch eine drittes (verunreinigte Luft) Bestandteil des beschriebenen kinisterauslösers sein muß.
Bei Kabeln treten an der Stelle der Koronaverluste die Dielektrikumsverluste. Da ist der Leitwert (gB ) entsprechend dem Verlustwinkel der Isolation nur wenige Promille der zugehörigen Kapazitäten Leitwertes(ohmega cB) des Kabels.
Um nun die Koronaverluste gering zu halten , ist es erforderlich Leiterseile mit großem Durchmesser zu verwenden. Dieses führt zur Konstruktion von Hohlseilen und schließlich zur Verwendung von Bündelleitern. Es gibt 2er, 3er und Vierer- Bündel.
Vom Skineffekt oder auch Hauteffekt spricht man, wenn die Zunahme des Widerstandes bei hohen Frequenzen. Da wird dann der Strom im wesentlichen in einer Schicht an der Oberfläche des Leiters fließen. Mit der BESSELsche Funktion nimmt die Stromdichte mit wachsender Tiefe etwa nach einer e-Funktion ab. Das bedeutet, das die unmittelbare Stromdichte nur unmittelbar unter der Leiteroberfläche stark ist.
Das trifft aber bei der 50 Hz Energieversorgung nicht zu.
Soll ich den Leiter als solchen noch betrachten- wie man ihn berechnet (nicht die Leitungslänge sondern die Schlaglänge) Induktive Grundlagen der Bündelungen usw. so bitte ich um ein Mail.
Gruß
F.-M.