hallo,
mein verständnis hat du in sofern, daß ich auch tiere sehr mag (einige meiner besten freunde sind tiere) und jedem auch ein inniges verhältnis zu ihnen zubillige.
aber ich stelle immer öfter fest, daß die grenzen zwischen zwischen tier und kind verschwimmen - und das ist nicht ok, sorry.
es sind eigentlich eher die kinder, die mir dabei leid tun, denn ihnen geht ein ganzes stück kindsein, würde (oder nenne es, wie du willst) verloren, wenn die eltern von „mäusen“, „zwergen“ oder „kids“ reden, wenn sie kinder meinen. (warum können sie nicht mehr „kinder“ sagen? warum können die kinder nicht mehr das sein, was sie sind?)
ok, tiere hingegen profitieren vordergründig eher davon, wenn sie mit überbordender "eltern"liebe ihrer halter überschüttet werden. ob das aber wirklich gut ist für die tiere, sei mal dahingestellt. (und falls dann doch mal „zwerge“ kommen … aber das ist ein anders thema.)
ich habe nichts dagegen, dass du stolz hundefotos rumzeigst. aber bitte sag nicht „baby“ dazu außer im scherz.
vielleicht denkst du, dass ich mich an kleinigkeiten hochziehe. aber ich meine damit nicht (nur) dich, sondern die zu beobachtende entwicklung, wie ich oben schrieb.
als mensch der schreibenden zunft kann man mir auch nicht einreden, dass das alles nichts bedeuten habe - es seien ja nur worte. dafür kenne ich zu genau ihre macht.
schon thomas von aquin wußte: „die wörter sind zeichen des geistes.“
ein anderer meinte mal: „wenn die wörter ihre bedeutung verlieren, verlieren wir unsere freiheit.“ ich kann dir versichern, da ist sehr viel wahres dran. und nicht nur, dass wir dann nicht mehr die freiheit haben zu unterscheiden.
sorry, wenn du in deiner überschäumenden tierliebe das jetzt abgekriegt hast - aber mir ist es ernst. es stört mich sehr, wenn kinder, tiere, dinge und zustände nicht mehr als das benannt werden, was sie sind.
schöne grüße
ann