Mein Kind im Sportverein

Hallo!

Ich weiß gar nicht , wo ich genau anfangen soll. Aber ich werde jetzt einfach los schreiben und hoffe, dass mir jemand hilft.

Also, seit September vorigen Jahres besucht meine kleine Tochter Sandra ( 6 Jahre ) eine Sportschule, wo Sie am Bodenturnen teilnimmt. Die erste Zeit bis Dezember war auch noch OK.

Aber danach wurde es für mich sehr stressig. Ich entschuldige mich dafür, dass ich schreibe, dass es für mich stressig wurde. Es sollte doch eigentlich Spaß machen, aber so ist es nicht. Sandra lernte dort Übungen und die konnte Sie auch gut, aber da Sie ständig neue Übungen lernte konnte Sie irgendwann die alten nicht mehr. Also beschloss ich zu Hause mit Ihr zu üben. Sie machte es auch gerne, also ich meine ich zwang Sie nicht dazu.

Irgendwann im März kam Sandra in eine bessere Gruppe. Das Problem war, dass alle die in dieser Gruppe mitmachen, schon viel besser und Älter waren wie Sandra. Ich sage mal so, meine Tochter konnte da nicht mithalten. Und ich muss wirklich sagen. Sie kann viele Sachen schon so super, wie Handstand, Rad, Kopfstand, Stangen klettern usw., aber die anderen waren immer 2 Schritte voraus.

Dazu muss ich auch noch sagen, dass Sandra noch in den Kindergarten geht und die anderen schon in die Schule. Sie waren einfach besser. Also mussten wir noch ein wenig mehr üben um da mitzuhalten, aber wir konnten Sie auf gar keinen Fall einholen. Jedenfalls freute ich mich so, dass Sandra in der besseren Gruppe war und hoffte, dass Sie mitziehen würde. Aber immer wieder konnte Sie Dinge die wir geübt hatten plötzlich wieder gar nicht. Ich saß dann da oben auf der Tribüne und war völlig deprimiert, manchmal habe ich sogar geweint.

Und dann kam die Zeit wo ich bevor ich zum Sport ging erst mal 5 Johanniskrautkapseln genommen habe, um schön ruhig zu bleiben. Aber das brachte auch nichts. Und nun bin ich völlig fertig, denn seit Montag ist Sandra wieder in der kleinen Gruppe ( Ich sage dazu Versagergruppe ), ich weiß nicht warum, wir haben uns solche Mühe gegeben und nun so was.

Am Montag bekamen wir alle einen Zettel mit wo drauf stand, dass am 01.06.2002 ein Wettkampf stattfindet. Heute haben Sie wieder trainiert und intern einen Wettkampf gestartet. Meine Sandra konnte keinen Strecksprung mehr. Bei dem Strecksprung wurden Punkte vergeben, meine Tochter die ich über alles Liebe hat die Punkte vergessen, ich war wieder völlig fertig. Beim Stangenklettern ging es darum als erste oben zu sein. Sandra hielt auf halbem Weg an und schaute sich erst mal um, da war ich dann so richtig deprimiert.

Ich graule mich so vor dem 1. Juni, zumal doch Kindertag ist und ich hatte mir den Tag schon so toll vorgestellt. Wir wollten mit Sandra ins FEZ und danach zum Konzert gehen. Es sollte ein supertoller Tag werden. Aber ich habe solche Angst, dass ich weine und danach total schlecht gelaunt bin und das wäre so schade. Ich habe mich so auf diesen Tag gefreut.

Am liebsten würde ich auch gar nicht mehr zum Sport gehen. Danach fühle ich mich selten gut, sondern echt total mies drauf. Ich kann es gar nicht beschreiben. Ich bedanke mich, dass Ihr mir zugehört habt und hoffe auf Hilfe, denn ansonsten habe ich spätestens in einem halben Jahr einen Herzinfarkt. Ich verstehe ja auch nicht warum ich so bin, aber es ist einfach so.

Vielen Dank, dass Ihr Euch Zeit genommen habt , Susi

Hallo,

wieso ist es schlimm, wenn Deine Tochter Übungen ganz oder teilweise vergisst? Ist sie deswegen dumm? Unfähig? Oder wie. Versetz Dich doch mal in die Lage Deiner Tochter … Dein Kind spürt es doch auch, dass Du enttäuscht bist. Und hat wiederum Angst, Dich erneut zu enttäuschen - keine guten Vorraussetzungen, um Neues zu lernen.

Ich finde das alles überzogen. Vor allem das Wort „Versagergruppe“. Auf Dauer wird Dein Kind keine große Freude am Sport haben. Versagergruppe - unglaublich. Und sowas schon im Vorschulalter.

Freu Dich doch, dass Du so eine quicklebendige Tochter hast. Manche Kids hocken ja nur vor dem Fernseher. Man kann ja auch ausserhalb von Sportvereinen Spaß am Sport haben, Ohne Leistungsdruck und Versagergruppe!

Euch beiden alles Gute
Anna

Huhu!

Jetzt ernsthaft???
Deine Tochter geht noch in den Kindergarten! Ich bin mittlerweile deutlich älter und habe NIE bei Wettkämpfen mitgemacht *binichdennbescheuert* *ggg*
Hauptsache ist doch, wenn es ihr Spaß macht! Macht es ihr denn Spaß? Wo mehr? In der 1. oder in der 2. Gruppe? In dieser Gruppe würde ich sie weiterturnen lassen. Was hat man von Pokalen, wenn das Kind und die Mutter völlig am Boden sind?

Bye, Vanessa

Hallo Susi,

Ich bin entsetzt! Entsetzt und von der Rolle!
Das was Du mit Deiner Tochter machst - unter dem Mantel „ich meine es ja nur gut“ - ist grausam!
Was Du hier schilderst, habe ich bei einer ehemaligen Freundin über einen längeren Zeitraum miterlebt! Das ständige Üben, die ständige Angst vor den Augen der Mutter wieder zu versagen und dann das tatsächliche Versagen, die Bühnenreifen Auftritte der Mutter, und, und, und.
Ja, vielleicht wirst Du einen Herzinfarkt bekommen, aber nicht, weil Deine Kleine in Deinen Augen versagt hat, sondern eher über die Erkenntnis, was Du Deiner Tochter mit Deinem Verhalten antust.
Himmel noch mal, die Kleine ist 6 Jahre alt. Wenn Du Erfolge sehen willst, dann treibe selber Leistungssport! Baldrian - nur weil die Kleine was nicht mehr kann oder es vergessen hat - ich fasse es nicht.
Hör auf, ehe es zu spät dafür ist. Lass der Kleinen ihre Freude und ihren Spass, aber trimme sie nicht und fordere nichts, auch nicht durch Dein übertriebenes Verhalten.
Denke immer daran: sie ist noch so jung und Du ahnst nicht, wie schnell Du sie kaputt machen kannst.

Gruß

Userine

P.S. Die Tochter meiner ehemaligen Freundin hat sich als 12-jährige das Leben genommen.

Hallo Schnatti,

ich möchte dir nur mal eine Begebenheit schildern, mach dir deine eigenen Gedanken darüber.

"Die Eltern unserer zukünftigen Schweigertochter wollten uns vor einigen Monten kennen lernen. Wir vereinbarten ein Abendessen in einem Restaurant.

Bei diesem Essen war auch ihre 8jährige Schwester dabei. Den ganzen Abend hörten wir nur Lobeshymnen auf dieses Kind. Eine außerordentliche Turnerin, Landesmeisterin, immer mit Freude und Enthusiasmus dabei. Trainiert täglich (!) seit 5 Jahren.

Das muss man sich mal vorstellen.

G e s e h e n allerdings haben wir kein enthusiastisches Kind. Gesehen haben wir ein völlig verstörtes kleines Wurm, das stundenlang ohne eine Regung und ohne ein Wort zu sprechen zwischen den Eltern am Tisch saß. Einfach versteinert.

Denk mal darüber nach.

Liebe liebe Grüße
Gisela

3 „Gefällt mir“

Hallo Suse,

ich hab den Eindruck, bei dir sind die Prioritäten verrutscht.

Ich kann ja gut verstehen, wenn eine Mutter mal ein paar Tränen rausdrückt, weil ihr Kind im Leben nicht so gut zurechtkommt.
Aber wenn Du einen Herzinfarkt kriegst, weil Deine Tochter nicht genausogut turnen kann, wie Kinder, die 1,2, oder 3 Jahre älter sind, dann solltest Du echt mal auf den Deich gehen und dich ordentlich durchpusten lassen.
Was ist denn WIRKLICH wichtig ? Daß sie heil und gesund ist. Daß es ihr gut geht. Daß es Euch allen gut geht. Daß Ihr Euch lieb habt.
Und erst dann kommen alle andern Dinge.

Du kannst Deiner Tochter doch nur beistehen, sie unterstützen. Du kannst nicht ihr Leben leben.
Konzentrier Dich lieber auf das, was DU kannst. Wenn Du am Seil hochklettern kannst, darfst Du stolz darauf sein.
Wenn Deine Tochter es schafft, kannst Du dich höchstens freuen. Ihre Leistungen sind ihre Leistungen und nicht Deine, egal wie sehr Du zitterst. Und ihr „Versagen“ ist auch ihres, nicht Deines. Du kannst nur trösten.
Was tust Du denn, wenn sie vor lauter Aufregung fällt, und sich verletzt. Legst Du Dich dann daneben und jammerst ?

Mensch, Suse, Du bist die Mutter, Du bist die Große.

Vielleicht solltet ihr beide diesen Sommer mal Schwimmen und nicht Radschlagen und Handstehen . Und laß sie viel mit ihren Freunden spielen : im Herbst fängt die Schule an. IHRE Schule, nicht DEINE.

Grüße

Heike

Falscher Titel?
Hallo!

Sollte es nicht Schnatti im Sportverein heißen?

Hat deine Tochter im Sportverein überhaupt Probleme, oder bist nur du das?

Dir kann ich eigentlich nur raten, einfach mal tief durchzuatmen und das Ganze nicht so eng zu sehen.
Und Bitte, nenne nie die Gruppe deiner Tochter, schon gar nicht in ihrer Anwesenheit, „Versagergruppe“.

Beim
Stangenklettern ging es darum als erste oben zu sein. Sandra
hielt auf halbem Weg an und schaute sich erst mal um, da war
ich dann so richtig deprimiert.

Kann es sein, daß deine Tochter das ganze nicht so ernst nimmt wie du?
Vielleicht macht ihr ja das Klettern mehr Spaß, als als Erste oben zu sein.

Aber immer wieder konnte Sie Dinge die wir geübt hatten
plötzlich wieder gar nicht.

Wenn es kurz vorher noch gegangen ist, vor versammelter Mannschaft und unter dem „gestrengen“ Blick des Trainers aber plötzlich nicht mehr, so höhrt sich das nach einem typischen Fall von Lampenfieber an. Das ist etwas ganz normales, auch wenn es sich nicht um eine besondere Vorführung mit extra Zuschauern handelt.

Ansonsten wäre es möglich, daß es deiner Tochter einfach mehr Spaß macht, sich zu bewegen als wirklich die Bewegungsabläufe auswendig zu lernen. (Davon gehe ich eigentlich sogar aus.) Welche Übung sie im Moment macht ist ihr dann nicht so wichtig, und was man als nicht wichtig einschätzt vergißt man eben leicht wieder.

Wie gesagt, ich habe in deinem Artikel keinen Hinweis darauf gefunden, daß deine Tochter Probleme im Verein hat.
Und dir kann ich immer noch nur raten (ja, ja, ich weiß, es ist leicht gesagt): tief durchatmen und das Ganze nicht so eng sehen.

Gruß,
Grushnak

Hallo,

ich glaube es einfach nicht, was ich hier gelesen habe!!
Zum größten Teil ist ja alles Wichtige bereits gesagt worden, dennoch muss ich an einigen Punkten nachhaken (und auch „sehr direkt“ werden):
!

Ich weiß gar nicht , wo ich genau anfangen soll. Aber ich
werde jetzt einfach los schreiben und hoffe, dass mir jemand
hilft.

Ich glaube, nachdem ich alles gelesen habe, dass du und nicht deine Tochter Hilfe brauchst. Erkundige dich bitte nach Therapeuten.

Also, seit September vorigen Jahres besucht meine kleine
Tochter Sandra ( 6 Jahre ) eine Sportschule, wo Sie am
Bodenturnen teilnimmt. Die erste Zeit bis Dezember war auch
noch OK.

Immerhin drei Monate.

Aber danach wurde es für mich sehr stressig. Ich entschuldige
mich dafür, dass ich schreibe, dass es für mich stressig
wurde.

Da fängt es an, für das Kind schlimm zu werden.
Warum wird für dich der Sport, den die Tochter betreibt, stressig??

Es sollte doch eigentlich Spaß machen, aber so ist es
nicht.

WEM sollte es Spaß machen und macht es nun nicht mehr??
Hat deine Tochter irgendetwas geäußert???

Sandra lernte dort Übungen und die konnte Sie auch gut,
aber da Sie ständig neue Übungen lernte konnte Sie irgendwann
die alten nicht mehr. Also beschloss ich zu Hause mit Ihr zu
üben.

Hast du eine Ausbildung fürs Turnen??
Lach bitte nicht, aber Übungsleiter habe im Allgemeinen eine Lizenz die nach 120 Std. Lehrgang und Prüfung erteilt wird und regelmäßig erneuert werden muss. Verantwortungsvolle ÜL machen regelmäßig weitere Fortbildungen.
Ist es evtl. sogar ein Sportlehrer bzw. -lehrerin? Die haben das dann studiert - du etwa auch???

Sie machte es auch gerne, also ich meine ich zwang Sie
nicht dazu.

Bis du sicher???

Irgendwann im März kam Sandra in eine bessere Gruppe. Das
Problem war, dass alle die in dieser Gruppe mitmachen, schon
viel besser und Älter waren wie Sandra.

Da ist vollkommen normal - die „bessere“ Gruppe kann mehr, auch weil die, die dort turnen, schon länger in dieser Gruppe sind-

Ich sage mal so, meine
Tochter konnte da nicht mithalten. Und ich muss wirklich
sagen. Sie kann viele Sachen schon so super, wie Handstand,
Rad, Kopfstand, Stangen klettern usw., aber die anderen waren
immer 2 Schritte voraus.

STOP!!! Wie alt ist deine Tochter???
Meine Älteste ist sieben - sie kann keinen Handstand, hat Schwierigkeiten beim Rad, Kopfstand versucht sie gar nicht erst.
Sie ist im Verein in der „größeren“ Gruppe.

Dazu muss ich auch noch sagen, dass Sandra noch in den
Kindergarten geht und die anderen schon in die Schule. Sie
waren einfach besser.

WAS ERWARTEST DU??? (sorry, da musste ich einfach laut werden)

Also mussten wir noch ein wenig mehr
üben um da mitzuhalten, aber wir konnten Sie auf gar keinen
Fall einholen.

WARUM?? Das ist Aufgabe der Übungsleiter/in.
Die haben ein (evtl. seit Jahren bewährtes) Konzept - und du funkst dazwischen.
Glaubst du im Ernst, die ÜL wüssten nicht, wen sie in welche Gruppe nehmen können??
Oder hast du, ich befürchte es fast, gedrängt?

Jedenfalls freute ich mich so, dass Sandra in
der besseren Gruppe war und hoffte, dass Sie mitziehen würde.
Aber immer wieder konnte Sie Dinge die wir geübt hatten
plötzlich wieder gar nicht. Ich saß dann da oben auf der
Tribüne und war völlig deprimiert, manchmal habe ich sogar
geweint.

Ja soll das heißen, du bist bei den Übungsstunden dabei??
Warum das denn? Damit du alles kontrollieren kannst?? Hast du in der Zeit nichts besseres zu tun?? Ich schlage dir vor, genau die Zeit entweder in Therapie zu verbringen oder ausgiebit spazieren zu gehen, damit du endlich mal zur Ruhe kommst.

Und dann kam die Zeit wo ich bevor ich

WER ging zum Sport - ich dachte es geht um deine Tochter??

zum Sport ging erst mal
5 Johanniskrautkapseln genommen habe, um schön ruhig zu
bleiben.

Aber das brachte auch nichts. Und nun bin ich völlig
fertig, denn seit Montag ist Sandra wieder in der kleinen
Gruppe ( Ich sage dazu Versagergruppe ),

DAS ist in meinen Augen eine UNVERSCHÄMTHEIT. Sowohl deiner Tochter, als auch den anderen Kindern gegenüber.
Weil mal etwas nicht klappt oder man einfach von der geistigen und körperlichen Entwicklung nicht so weit ist IST MAN NOCH KEIN VERSAGER!!!
(Ich habe mein Abi auch erst auf dem zweiten Bildungsweg gemacht)

ich weiß nicht warum,
wir haben uns solche Mühe gegeben und nun so was.

du meinst wohl, du hast versagt, weil dein Kind nicht die Leistung bringt, die du erwartest??

Am Montag bekamen wir alle einen Zettel mit wo drauf stand,
dass am 01.06.2002 ein Wettkampf stattfindet.

Im Vorschulalter???
LASS ES SEIN!

Heute haben Sie
wieder trainiert und intern einen Wettkampf gestartet. Meine
Sandra konnte keinen Strecksprung mehr. Bei dem Strecksprung
wurden Punkte vergeben, meine Tochter die ich über alles Liebe

nein nein, du liebst das Bild, das du dir von deiner Tochter machst, wie sie sein soll

hat die Punkte vergessen, ich war wieder völlig fertig. Beim
Stangenklettern ging es darum als erste oben zu sein. Sandra
hielt auf halbem Weg an und schaute sich erst mal um, da war
ich dann so richtig deprimiert.

Ich komme heute noch keine Stangen hoch!
Wie weit kommst du denn??

Ich graule mich so vor dem 1. Juni, zumal doch Kindertag ist
und ich hatte mir den Tag schon so toll vorgestellt.

Wie denn? Erst muss die Tochter auf das Treppchen, dann die Fotos für die Zeitung und die Verwandschaft, dannnnnn…

Wir
wollten mit Sandra ins FEZ und danach zum Konzert gehen. Es
sollte ein supertoller Tag werden.

Kann es noch werden - wenn ihr den Wettkampf sausen lasst und den ganzen Tag kein Wort darüber verliert.

Aber ich habe solche Angst,
dass ich weine und danach total schlecht gelaunt bin und das
wäre so schade. Ich habe mich so auf diesen Tag gefreut.

Na wenigstens einer
Ob sich deine tochter auch gefreut hat, wage ich zu bezweifeln.

Am liebsten würde ich auch gar nicht mehr zum Sport gehen.

Dann kann deine Tochter endlich mal alleine turnen - ohne sich anschließend von dir Vorwürfe machen zu lassen.

Sorry, aber du bist genau die Mutter, die in ihrem Kind das verwirklichen will, was sie selbst nicht konnte. Mit übertriebenem Ehrgeiz schadest du dem Kind mehr als alles andere.
Ich befürchte fast, dass Sandra später (wenn nicht schon jetzt) keine Lust zum Sport mehr hat. Lass sie einfach turnen um des Turnens willen, wenn sie wieder Spaß dran findet kommt die Lust auf Wettkämpfe von selbst (wenn es denn sein muss).

Ich habe zwei Töchter (5 und 7), die beide (in getrennten Gruppen) zum Turnen gehen und denen es Spaß macht. Es existiert auch eine Leistungsgruppe, zu der die größere gehen könnte. Aber die Trainerin hat abgeraten, da Hannah wegen einer längeren Krankheit Defizite in der Motorik hat.

Beide gehen auch zu einer Tanzgruppe (Gardetanz), obwohl die Gruppe eigentlich erst ab sieben Jahre ist. Als jetzt eine Gruppe für die jüngeren gegründet wurde, durfte die Jüngere trotzdem in der Gruppe ab sieben bleiben, da sie alles sehr gut und ehrgeizig mitmacht. Dennoch haben wir sie gefragt (sie bleibt bei den „Großen“) und ihr gesagt, dass sie gerne zu den kleinen kann, wenn sie will oder nicht mitkommt -sie will nicht.

Die Entscheidung überlasse ich dem Kind (und der Trainerin).
Ich würde sie auch nicht als Versagerin sehen, wenn sie in einem halben Jahr die Gruppe wechselt.
Hauptsache, es macht dem Kind Spaß
Das ist alles was zählt und sonst nichts.

Gruß
HaWeThie

Hallo!

Anteilnahme über Ergebnisse der Tochter sind ja gut und schön,
aber was Du hier schreibst, ist so typisch, daß ich fast voraus-
sehe, dass Dein Kind immer „versagen“ wird.
Leistung, Leistung, Leistung und dabei geht sie noch nicht mal
in die Schule. Und wenn die Kleine dann ihr bestes gibt und
Du enttäuscht blickst und miß drauf ist, solltest DU Dir mal
überlegen, was mit Dir nicht stimmt. Und sehr lange wird
es Deiner Tochter keinen Spass mehr machen, aber aus Angst,
Dich wieder zu enttäuschen, wird sie es Dir nicht vertrauens-
voll sagen.
Denk mal ganz ruhig drüber nach. Alle Mütter machen Fehler, solange sie noch auszugleichen sind, ist das i.O., aber auf
Dauer, richtest Du nur Schäden bei dem Mädel an.

Sorry, aber dies ist meine ehrliche Meinung darüber.

Mit herzl. Gruß
hd

Ich weiß gar nicht , wo ich genau anfangen soll. Aber ich
werde jetzt einfach los schreiben und hoffe, dass mir jemand
hilft.

Also, seit September vorigen Jahres besucht meine kleine
Tochter Sandra ( 6 Jahre ) eine Sportschule, wo Sie am
Bodenturnen teilnimmt. Die erste Zeit bis Dezember war auch
noch OK.

Aber danach wurde es für mich sehr stressig. Ich entschuldige
mich dafür, dass ich schreibe, dass es für mich stressig
wurde. Es sollte doch eigentlich Spaß machen, aber so ist es
nicht. Sandra lernte dort Übungen und die konnte Sie auch gut,
aber da Sie ständig neue Übungen lernte konnte Sie irgendwann
die alten nicht mehr. Also beschloss ich zu Hause mit Ihr zu
üben. Sie machte es auch gerne, also ich meine ich zwang Sie
nicht dazu.

Irgendwann im März kam Sandra in eine bessere Gruppe. Das
Problem war, dass alle die in dieser Gruppe mitmachen, schon
viel besser und Älter waren wie Sandra. Ich sage mal so, meine
Tochter konnte da nicht mithalten. Und ich muss wirklich
sagen. Sie kann viele Sachen schon so super, wie Handstand,
Rad, Kopfstand, Stangen klettern usw., aber die anderen waren
immer 2 Schritte voraus.

Dazu muss ich auch noch sagen, dass Sandra noch in den
Kindergarten geht und die anderen schon in die Schule. Sie
waren einfach besser. Also mussten wir noch ein wenig mehr
üben um da mitzuhalten, aber wir konnten Sie auf gar keinen
Fall einholen. Jedenfalls freute ich mich so, dass Sandra in
der besseren Gruppe war und hoffte, dass Sie mitziehen würde.
Aber immer wieder konnte Sie Dinge die wir geübt hatten
plötzlich wieder gar nicht. Ich saß dann da oben auf der
Tribüne und war völlig deprimiert, manchmal habe ich sogar
geweint.

Und dann kam die Zeit wo ich bevor ich zum Sport ging erst mal
5 Johanniskrautkapseln genommen habe, um schön ruhig zu
bleiben. Aber das brachte auch nichts. Und nun bin ich völlig
fertig, denn seit Montag ist Sandra wieder in der kleinen
Gruppe ( Ich sage dazu Versagergruppe ), ich weiß nicht warum,
wir haben uns solche Mühe gegeben und nun so was.

Am Montag bekamen wir alle einen Zettel mit wo drauf stand,
dass am 01.06.2002 ein Wettkampf stattfindet. Heute haben Sie
wieder trainiert und intern einen Wettkampf gestartet. Meine
Sandra konnte keinen Strecksprung mehr. Bei dem Strecksprung
wurden Punkte vergeben, meine Tochter die ich über alles Liebe
hat die Punkte vergessen, ich war wieder völlig fertig. Beim
Stangenklettern ging es darum als erste oben zu sein. Sandra
hielt auf halbem Weg an und schaute sich erst mal um, da war
ich dann so richtig deprimiert.

Ich graule mich so vor dem 1. Juni, zumal doch Kindertag ist
und ich hatte mir den Tag schon so toll vorgestellt. Wir
wollten mit Sandra ins FEZ und danach zum Konzert gehen. Es
sollte ein supertoller Tag werden. Aber ich habe solche Angst,
dass ich weine und danach total schlecht gelaunt bin und das
wäre so schade. Ich habe mich so auf diesen Tag gefreut.

Am liebsten würde ich auch gar nicht mehr zum Sport gehen.
Danach fühle ich mich selten gut, sondern echt total mies
drauf. Ich kann es gar nicht beschreiben. Ich bedanke mich,
dass Ihr mir zugehört habt und hoffe auf Hilfe, denn ansonsten
habe ich spätestens in einem halben Jahr einen Herzinfarkt.
Ich verstehe ja auch nicht warum ich so bin, aber es ist
einfach so.

Vielen Dank, dass Ihr Euch Zeit genommen habt , Susi

Hallo Susi,

das ist jetzt vielleicht nicht sehr feinfühlig, aber bei all dem fällt mir ganz spontan ein: Was müssen all jene Kinder leiden, bei denen es nicht um sie, ihre Persönlichkeit, Liebenswürdigkeit, geht, sondern einzig und allein um die Profilierung der Eltern!?

Dein Verhalten erscheint mir überzogen mit Tendenz zum Krankhaften. Warum das so ist? Wahrscheinlich weißt Du es selbst am besten! Schau in Deine eigene Kindheit zurück…

Viele Grüße
Jana

Hallo Schnatti!

Es ist ja nun schon viel gesagt worden zu deinem Posting und du hast es ja auch so richtig massiv abgekriegt. Ich hoffe, du kannst mit der Menge der Kritik hier auch umgehen. Das war ja so zu erwarten.
Ich möchte mich als Mutter eines leistungssporttreibenden Sohnes auch nochmal dazu äußern. Von deiner Schilderung war ich mittelschwer entsetzt.
Mein Sohn hat mit 6 angefangen Judo zu machen. Mit großem Spaß und großem Engagement. Wir haben das insofern unterstützt, dass wir ihn zum Training gefahren haben. Es kamen auch erste Wettkämpfe ( nach etwa 2 Jahren ) und damit auch einige Erfolge bis hin zum Vizelandesmeister. Wir haben ihn nie! dazu getrieben, wir haben Misserfolge ausgebügelt und wir und vor allem auch er war nie über die Maßen enttäuscht, wenn er verloren hat. Judo ist ein Sport, in dem das eine große Rolle spielt. Ich habe oft Kinder bedauert, deren Familien oder Trainer am Mattenrand auf die Kinder eingeschrieen ( muss man so nennen!) haben, und deren Kinder hinterher heulend und völlig am Boden zerstört von der Matte gegangen sind. Das ist übersteigerter Ehrgeiz und wird der Sache überhaupt nicht gerecht. Unser Sohn macht noch heute mit 14 begeistert Judo, fährt zu großen Wettkämpfen. Wir fahren manchmal mit und freuen uns, wenn er gewinnt. Er hat gelernt, zu verlieren und kann damit prima umgehen.
Es ist nicht dein Sport, es ist der deiner Tochter. Lass deine Tochter allein turnen und zwar in der Gruppe, die ihrem Alter entspricht und ihren Leistungen. In der großen Gruppe hat sie doch nur Frust, wenn sie die Leistung der Älteren, die motorisch viel weiter sind, immer vor sich hat und sie nicht erreichen kann. Und sie kann sie nicht erreichen, weil die körperlichen Unerschiede in diesem Alter viel zu groß sind.
Und vor allem: Lass das Üben zu hause Was soll der Stress!
Wenn du das nicht kannst, dann brauchst du wirklich eine Therapie.
Ein Kind braucht seine Freiheit, die Schule fordert eigentlich schon genug und es muss spielen können in dem Alter und nicht irgendwelchen Leistungskriterien nacheifern, weil die Eltern das gut finden.
Geh in dich!
Liebe Grüße
Rabchen

Hallo Schnatti,

bei uns zuhause ging es ähnlich zu wie bei Euch. Nur, dass ich nicht in den Sportverein ging. Ich wurde von meiner Mama mit Matheaufgaben gequält - da ging es ähnlich zu wie bei Euch im Sportverein. Ich musste bei Mathe-Wettbewerben und Mathe-Olympiaden mitmachen. Jeden Tag Mathe üben. Als Pimpf Bruchrechnung pauken. Mich mit negativen Zahlen plagen. Na klar war ich von der ersten bis zur achten Klasse Klassenbeste. Das Gepauke habe ich ihr nie verziehen. Und mit 19 war ich sang und klanglos weg aus meinem tollen Elternhaus.

Du machst mit Deiner Tochter nix anderes - eines Tages wird sie dich fragen, warum Du so garstig mit ihr warst. Ich hoffe, Du hast dann eien Antwort.

Grüsse
Anna

Danke für die vielen Antworten!
Hallo, vielen Dank für Eure Beiträge!

Ich hätte zwar gerne jedem einzeln geantwortet, aber mit so vielen Antworten habe ich nicht gerechnet, dafür vielen Dank.

Für meinen ersten Beitrag habe ich voll ins Fettnäpfchen getreten. Nun denkt Ihr, dass ich eine absolute Rabenmutter bin. OK, wenn Ihr so denkt, ich kann es verstehen. Ich möchte auch so nicht sein, ich kann es selber nicht fassen. Aber das betrifft einzig und allein den Sportverein. Ich hätte nie gedacht, dass ich so sein könnte.

Sandra war damals in einem Tanzverein, da habe ich nie so reagiert wie jetzt beim turnen. Sie hat mir zu Hause gezeigt, was für Schritte Sie gelernt hat. Ich war begeistert. Und durch eine Kindergartenfreundin kam Sie dann zum Sport. Tanzen war Ihr zu langweilig (Sandra hat sehr viel Energie) und so gingen wir auf Sandra`s Wunsch zum Sport. Und ehrlich, ich wünschte mir ich wäre dort nie hingegangen. Ich kann mich selber nicht verstehen.

Da ist noch ein Problem, ich kann beim Sport zusehen und ich wünschte mir ich ginge raus, aber ich sitze dort wie gefesselt und will auch gar nichts verpassen. Wir fahren 2x die Woche dort hin und es ist noch alles in Ordnung, aber irgendeine Übung die Sie schon perfekt konnte klappt nicht und ich sitze da oben im innern gereizt, dann merke ich, dass ich nicht mehr ich selber bin.

Ehrlich gesagt fange ich an den Sport immer mehr zu hassen. Ich möchte nicht so sein, aber es überkommt mich. Ich liebe Sandra über alles und ich gebe Ihr Liebe und Geborgenheit alles was ein Kind braucht und das könnt Ihr mir glauben. Ich stehe immer zu meinem Kind und möchte immer nur das beste für Sie.

Ich wusste damals nicht, dass dort schon so leistungsorientiert gekämpft wird und dass Sie innerhalb eines dreiviertel Jahres schon Ihren ersten Wettkampf hat. Außerdem habe nicht ich entschieden, dass Sandra in die bessere Gruppe kommt, es war die Sportlehrerin die Sie ausgewählt hat, weil Sie das Zeug dafür hat. Ich fand es total super. Aber dann fingen meine Probleme an. Es waren auch die Sportlehrer die mir empfohlen mit Sandra zu Hause zu üben und auch Sandra machte frisch fröhlich zu Hause Ihre Übungen und hat Spaß daran.

Ich glaube das beste ist ich suche mit Sandra eine andere Beschäftigung oder was meint Ihr? Was soll ich tun, wie soll es weiter gehen? Ich habe noch nicht den richtigen Weg gefunden.

Ich hatte damals eine Freundschaft mit einem gleichaltrigem Kind, dass vermisse ich sehr. Wir haben uns untereinander ausgetauscht. Ich habe Ihr meine Probleme geschildert und Sie mir Ihre. Aber eins habe ich nie vergessen. Sie hat mal zu mir gesagt: „Du hast gar keine Probleme, du machst Dir nur leider welche“. Du bist eine liebe Mama für Dein Kind, dass würden sich andere wünschen. Leider starb meine Freundin mit 30 Jahren. Sie fehlt mir sehr. Ich brauche jemand mit dem ich reden kann. Ich habe zwar noch meinen zuckersüßen Mann (13 Jahre glücklich zusammen), den ich sehr liebe, aber es gibt Fragen (z.B. in Beziehung Kind) wo ich mich gerne noch weiter austauschen würde.

Schade, dass Ihr mich nicht richtig kennt, wie ich wirklich bin. Aber eins weiß ich sicher, ich bin sehr ehrgeizig und habe Energie bis zum umfallen. Ich bin eine Powerfrau und habe immer ein Ziel vor Augen und das schaffe ich dann auch.

Ich kann gar nicht so viel schreiben wie ich gerne möchte. Aber wir müssen jetzt erst mal Abstand gewinnen und das ist die beste Gelegenheit, denn am Freitag fahren wir in den Urlaub und ich bin so froh, dass wir am Montag und Mittwoch nicht zum Sport müssen. Wir werden uns richtig schön erholen und eine Menge Spaß haben ohne Stress und Leistungsdruck, worauf ich mich schon sehr freue.

Viele Grüße, Susi

Hallo Susi,

bitte bedenke immer: Ein Kind kann sich seine Familie nicht aussuchen, hat KEINE Wahl und ist seinen Eltern total ausgesetzt. Kann nicht raus, kann nicht weg.

Dir tut es nicht gut, das alles, und deiner Tochter auch nicht. Glaub mir, eines Tages wird sie vor Dir stehen und fragen: „Wieso hast Du mich damals so gequält?“.

Dies nur als eindringliche Warnung. Wie gesagt, ich selber hatte diesen Typ „ehrgeizige Power-Mutter“. Die mich wahrscheinlich auch in die Versagergruppe gesteckt hätte, wenn ich mal keine 1 in Mathe heimgebracht hätte.

Grüsse
Anna

Huhu!

Jetzt ernsthaft???
Deine Tochter geht noch in den Kindergarten! Ich bin
mittlerweile deutlich älter und habe NIE bei Wettkämpfen
mitgemacht *binichdennbescheuert* *ggg*
Hauptsache ist doch, wenn es ihr Spaß macht! Macht es ihr denn
Spaß?

Sie hat Spaß daran, auf jeden Fall.

Wo mehr? In der 1. oder in der 2. Gruppe?

Ich glaube Sie hatte mehr Spaß in der ersten Gruppe, da war ja auch Ihre Kindergartenfreundin.

In dieser

Gruppe würde ich sie weiterturnen lassen. Was hat man von
Pokalen, wenn das Kind und die Mutter völlig am Boden sind?

Bye, Vanessa

Ich danke Dir für Deinen Beitrag.
Viele Grüße Susi

Hallo Suse,

ich hab den Eindruck, bei dir sind die Prioritäten verrutscht.

Ich kann ja gut verstehen, wenn eine Mutter mal ein paar
Tränen rausdrückt, weil ihr Kind im Leben nicht so gut
zurechtkommt.
Aber wenn Du einen Herzinfarkt kriegst, weil Deine Tochter
nicht genausogut turnen kann, wie Kinder, die 1,2, oder 3
Jahre älter sind, dann solltest Du echt mal auf den Deich
gehen und dich ordentlich durchpusten lassen.
Was ist denn WIRKLICH wichtig ? Daß sie heil und gesund ist.
Daß es ihr gut geht. Daß es Euch allen gut geht. Daß Ihr Euch
lieb habt.
Und erst dann kommen alle andern Dinge.

Du kannst Deiner Tochter doch nur beistehen, sie unterstützen.
Du kannst nicht ihr Leben leben.
Konzentrier Dich lieber auf das, was DU kannst. Wenn Du am
Seil hochklettern kannst, darfst Du stolz darauf sein.
Wenn Deine Tochter es schafft, kannst Du dich höchstens
freuen. Ihre Leistungen sind ihre Leistungen und nicht Deine,
egal wie sehr Du zitterst. Und ihr „Versagen“ ist auch ihres,
nicht Deines. Du kannst nur trösten.
Was tust Du denn, wenn sie vor lauter Aufregung fällt, und
sich verletzt.

Legst Du Dich dann daneben und jammerst ?

Ich glaube, Ja.

Mensch, Suse, Du bist die Mutter, Du bist die Große.

Vielleicht solltet ihr beide diesen Sommer mal Schwimmen und
nicht Radschlagen und Handstehen . Und laß sie viel mit ihren
Freunden spielen : im Herbst fängt die Schule an. IHRE Schule,
nicht DEINE.

Grüße

Heike

Hallo Heike! Dein Artikel hat mich sehr bewegt, deshalb gehe ich auch nochmal kurz darauf ein.
Du hast so Recht und genau so soll es eigentlich sein. So will ich es auch und ich hoffe das ich es schaffe. Ich will doch immer die perfekte Mutter sein. Du bist wirklich in Ordnung, ich danke Dir für Deinen Beitrag und immer wenn ich ein Problem mit mir habe werde ich diesen Text lesen.

Viele Grüße, Susi

Hallo Susi,

Da ist noch ein Problem, ich kann beim Sport zusehen und ich
wünschte mir ich ginge raus,

Ich glaube das beste ist ich suche mit Sandra eine andere
Beschäftigung oder was meint Ihr? Was soll ich tun, wie soll
es weiter gehen? Ich habe noch nicht den richtigen Weg
gefunden.

Ich habe alle Beiträge gelesen.

Vermutlich wird sich Deine Tochter nicht trauen, Dir eine ehrliche Antwort zu geben auf die Fragen:

  • hast Du Spass am Turnen?
  • Möchtest Du an dem Wettkampf teilnehmen? (Von wem kam die Idee der Teilnahme? War es der Wunsch der Trainerin, oder der Deiner Tochter (kann auch sein, dass sie hin"möchte", weil sie weiss, dass Du es erwartest, siehe unten; oder möchtest Du die Teilnahme?)

Eher nehme ich an, dass sie versuchen wird, so zu antworten, wie Du es Dir wünschst - das können Kinder sehr gut, entspricht aber nicht der Wahrheit. Ich nehme auch an, dass Du (durch Deine Erwartungshaltung) momentan kein aureichendes Einfühlungsvermögen (in diesem Punkt) für Deine Tochter hast und nicht fühlst, was sie gerne möchte.

Daher würde ich vorschlagen: sprich mit Deiner Tochter führe in etwa folgendes Gespräch, in entspannter Atmosphäre; setz Dich zu ihr, wenn sie spielt, schau ihr zu und sag dann nachdenklich (klingt jetzt blöd, aber Du solltest sie nicht damit angehen nach dem Motto: ich muss mal mit Dir reden):
ich glaube, ich habe was falsch gemacht. ich habe Dich vielleicht zu sehr unter Druck gesetzt, mit meinem Zugucken beim Training, mit dem Üben zuhause.

(Reaktion abwarten?)

Du kannst zum Turnen gehen, ich werde Dich hinbringen und dann wieder gehen (einkaufen gehen/nach hause fahren), und ich hole Dich dann wieder ab nach dem Training.

(Reaktion?)

Wenn Du möchtest, brauchen wir auch zuhause nicht mehr zu üben.

(Reaktion?)

Ich würde mich freuen, wenn Du Spass hast am Turnen. Wenn Du (irgendwann mal) keine Lust mehr dazu hast, dann ist das auch in Ordnung.

(Raktion?)

(Ende der Gesprächsidee)
Ich würde auf keinen fall etwas anderes anfangen bzw. mit dem Turnen aufhören, weil Du ein Problem damit hast; Du würdest vor dem Problem weglaufen und es kann sein, dass es sich dann in eine andere Sportart verlagert!
Ausserdem nimmst Du ihr dann vielleicht das weg, was ihr Spass macht und für sie sehr wichtig ist (hoffentlich ist es dann noch für sie!) und bestrafst sie für ein Problem, das hauptsächlich Du hast (was ist eigentlich daran so schlimm, eine schon gekonnte Übung nicht mehr zu können? wenn sie dann Deine Enttäuschung bemerkt, dann verkrampft sie immer mehr und immer weniger klappt. Sie merkt, welche Erwartungshaltung Du hast,… aber das wurde ja alles schon gesagt.)

Alles Gute,
Deborah

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Wiederholung
Hallo nochmal,
anscheinend hst du die anderen Postings nicht richtig gelesen oder nicht so verstanden, wie sie sein sollten.

Für meinen ersten Beitrag habe ich voll ins Fettnäpfchen
getreten.

Das kommt vor, nimmt dir aber keiner übel.

Nun denkt Ihr, dass ich eine absolute Rabenmutter
bin. OK, wenn Ihr so denkt, ich kann es verstehen. Ich möchte
auch so nicht sein, ich kann es selber nicht fassen. Aber das
betrifft einzig und allein den Sportverein. Ich hätte nie
gedacht, dass ich so sein könnte.

Du hast es fast verstanden: DU bist so, DU brauchst Hilfe, DU musst dich ändern - nicht Sandra.

Und
durch eine Kindergartenfreundin kam Sie dann zum Sport. Tanzen
war Ihr zu langweilig (Sandra hat sehr viel Energie) und so
gingen wir auf Sandra`s Wunsch zum Sport.

Wieso geht IHR zum Sport - DU machst doch nichts, außer zusehen und heulen. :wink:

Da ist noch ein Problem, ich kann beim Sport zusehen und ich
wünschte mir ich ginge raus, aber ich sitze dort wie gefesselt
und will auch gar nichts verpassen.

Du musst dich zwingen, wenn was wichtiges passiert, sagt man dir das schon.

Wir fahren 2x die Woche

mit nem 6-jährigen Kind?
Ist das wirklich ein Verein oder eine dieser kommerziellen Sportschulen, wo der Trainer von den Schülern lebt?

Ehrlich gesagt fange ich an den Sport immer mehr zu hassen.

Tröste dich: wenn du so weitermachst, wird deine Tochter das auch bald tun.

Ich möchte nicht so sein, aber es überkommt mich. Ich liebe
Sandra über alles und ich gebe Ihr Liebe und Geborgenheit
alles was ein Kind braucht und das könnt Ihr mir glauben. Ich
stehe immer zu meinem Kind und möchte immer nur das beste für
Sie.

NEIEN, du willst das, was du für das Beste hältst.

Ich wusste damals nicht, dass dort schon so
leistungsorientiert gekämpft wird und dass Sie innerhalb eines
dreiviertel Jahres schon Ihren ersten Wettkampf hat.

Hast du dich vorher nicht erkundigt?
Hinzu kommt: Wenn ich nicht will, geht keines meiner Kinder zu einem Wettkampf.

Außerdem
habe nicht ich entschieden, dass Sandra in die bessere Gruppe
kommt, es war die Sportlehrerin die Sie ausgewählt hat, weil
Sie das Zeug dafür hat.

Sei doch froh darüber - Potential ist also da.

Ich fand es total super. Aber dann
fingen meine Probleme an. Es waren auch die Sportlehrer die
mir empfohlen mit Sandra zu Hause zu üben und auch Sandra
machte frisch fröhlich zu Hause Ihre Übungen und hat Spaß
daran.

Was sind denn das für Sportlehrer???
Abschluss in Pädagogik: 5- ?

Ich glaube das beste ist ich suche mit Sandra eine andere
Beschäftigung oder was meint Ihr? Was soll ich tun, wie soll
es weiter gehen? Ich habe noch nicht den richtigen Weg
gefunden.

Nein, lass sie weiterturnen, wenn sie möchte.
Wenn du Pech hast ist sowieso in einem halben Jahr die Luft raus und es kommt was anderes (Fußball, Flöte, Gardetanz, Aerobic…).

Aber eins habe ich nie vergessen. Sie hat mal zu mir
gesagt: „Du hast gar keine Probleme, du machst Dir nur leider
welche“. Du bist eine liebe Mama für Dein Kind, dass würden
sich andere wünschen.

Das Problem scheint also schön länger zu existieren.

Ich habe zwar noch meinen zuckersüßen Mann (13
Jahre glücklich zusammen), den ich sehr liebe, aber es gibt
Fragen (z.B. in Beziehung Kind) wo ich mich gerne noch weiter
austauschen würde.

Wenn meine Frau so handeln würde, wäre ich so was von stinksauer.
Das wäre ein Grund, das ich mich von Ihr trennen würde, wenn meine Frau mit anderen und nicht mit mir über die Kindererziehung spricht.

Schade, dass Ihr mich nicht richtig kennt, wie ich wirklich
bin. Aber eins weiß ich sicher, ich bin sehr ehrgeizig und
habe Energie bis zum umfallen. Ich bin eine Powerfrau und habe
immer ein Ziel vor Augen und das schaffe ich dann auch.

Das muss dein Kind dann auch - Sandra tut mir leid, dass sie eine (anscheinend uneinsichtige) Powermutter hat.

Schönen Urlaub

HaWeThie

Ehrgeiz
Hallo Susi,

Aber eins weiß ich sicher, ich bin sehr ehrgeizig und habe Energie bis zum umfallen. Ich bin eine Powerfrau und habe immer ein Ziel vor Augen und das schaffe ich dann auch.

lassen wir Deine Tochter mal ganz beiseite.

Was sind DEINE Ziele? Worauf richtet sich DEIN Ehrgeiz? Außerhalb der Erziehung Deines Kindes?

Grüße
Diana

Ja, aber das Gespräch
nicht so kompliziert machen.

Hallo Deborah,

Vermutlich wird sich Deine Tochter nicht trauen, Dir eine
ehrliche Antwort zu geben auf die Fragen:

  • hast Du Spass am Turnen?
  • Möchtest Du an dem Wettkampf teilnehmen? (Von wem kam die
    Idee der Teilnahme? War es der Wunsch der Trainerin, oder der
    Deiner Tochter (kann auch sein, dass sie hin"möchte", weil sie
    weiss, dass Du es erwartest, siehe unten; oder möchtest Du die
    Teilnahme?)

jo

Eher nehme ich an, dass sie versuchen wird, so zu antworten,
wie Du es Dir wünschst - das können Kinder sehr gut,
entspricht aber nicht der Wahrheit. Ich nehme auch an, dass Du
(durch Deine Erwartungshaltung) momentan kein aureichendes
Einfühlungsvermögen (in diesem Punkt) für Deine Tochter hast
und nicht fühlst, was sie gerne möchte.

jo

jetzt nicht so dramatisch bitte:

Daher würde ich vorschlagen: sprich mit Deiner Tochter führe
in etwa folgendes Gespräch, in entspannter Atmosphäre; setz
Dich zu ihr, wenn sie spielt, schau ihr zu und sag dann
nachdenklich (klingt jetzt blöd, aber Du solltest sie nicht
damit angehen nach dem Motto: ich muss mal mit Dir reden):
ich glaube, ich habe was falsch gemacht. ich habe Dich
vielleicht zu sehr unter Druck gesetzt, mit meinem Zugucken
beim Training, mit dem Üben zuhause.

(Reaktion abwarten?)

meiner Meinung nach nur das erzählen:

Du kannst zum Turnen gehen, ich werde Dich hinbringen und dann
wieder gehen (einkaufen gehen/nach hause fahren), und ich hole
Dich dann wieder ab nach dem Training.

(Reaktion?)

Begründung Zeit/Termin, Veränderung nach dem Urlaub

Wenn Du möchtest, brauchen wir auch zuhause nicht mehr zu
üben.

einfasch im Urlaub nicht weitermachen, wenn sie sich meldet
ev. mit reduzierten Umfang

Ich würde mich freuen, wenn Du Spass hast am Turnen. Wenn Du
(irgendwann mal) keine Lust mehr dazu hast, dann ist das auch
in Ordnung.

Das eher beim Abholen aus der Turnstunde oder bei der abendl. Tagesrevue zum Ausdruck bringen, v.a. durch Fragen, die nicht unter Druck setzen (also keine Vergleiche mit anderen Mitturnerinnen)

Ich würde auf keinen fall etwas anderes anfangen bzw. mit dem
Turnen aufhören, weil Du ein Problem damit hast; Du würdest
vor dem Problem weglaufen und es kann sein, dass es sich dann
in eine andere Sportart verlagert!

richtig !

Ausserdem nimmst Du ihr dann vielleicht das weg, was ihr Spass
macht und für sie sehr wichtig ist (hoffentlich ist es dann
noch für sie!) und bestrafst sie für ein Problem, das
hauptsächlich Du hast (was ist eigentlich daran so schlimm,
eine schon gekonnte Übung nicht mehr zu können? wenn sie dann
Deine Enttäuschung bemerkt, dann verkrampft sie immer mehr und
immer weniger klappt. Sie merkt, welche Erwartungshaltung Du
hast,… aber das wurde ja alles schon gesagt.)

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