Mein Senf dazu
Hallo!
Er wird bald 5 und sagt meist nein zu allem, daß stört mich
nicht unbedingt.
Mein Sohn macht das phasenweise. Mich nervt das enorm, ich muss aber ja hier auch den Alltag mit ihm zusammen meistern. Das scheint ja bei Dir nicht unbedingt der Fall zu sein.
Ein Teil des Nein-Sagens ist bei uns einfach eine Art „Gegenwehr gegen dauernde Fremdbestimmung“. Er möchte einfach Einfluß nehmen auf die Dinge, die passieren (oder eben dann nicht).
Ein bißchen Rebellion gegen mich als Person ist sicher auch dabei.
Ein wenig Ausprobieren, wie er mich auf die Palme bringt (klappt ganz gut).
Es kann sich schon lohnen, die Gründe für ein „Dauernein“ zu durchleuchten. Man reagiert dann gelassener und das Miteinander wird entspannter.
Aber er grüsst und verabschiedet mit Vorliebe
ungern Menschen die zu uns kommen oder wenn ich mal für ein
paar Tage weg muss. Ich fragte Ihn nach dem Grund und er
antwortete: „Nein, ich will nicht“.
Ich mag Ihn natürlich
nicht zu etwas zwingen, was er nicht will, aber was könnte der
Grund für solch ein Verhalten sein?
Auf der einen Seite freut es mich, weil er dadurch sein
Selbsbewusstsein zeigt, aber manchmal macht mich das auch
nachdenklich. Wie könnte das zum Beispiel später aussehen,
wenn er Hausaufgaben machen soll?
Der erste Satz macht mich ein wenig nachdenklich. Was machst Du denn mit Dingen, die unumgänglich sind? Anschnallen im Auto oder Zähneputzen? Oder die von Dir angefragten Hausaufgaben?
Einem 5-jährigen kann man sicher klarmachen, dass es nicht immer nach seiner Nase geht. Dass Menschen traurig oder wütend werden, wenn man sie nicht begrüßt und verabschiedet. Wenn es dann mal spontan klappt, Loben nicht vergessen!
Bei den meisten Dingen setze ich auf das Ausbadenlassen von logischen Konsequenzen. Sind die Hausaufgaben nicht erledigt, bekommt er Ärger (Nachsitzen bei 3mal)in der Schule (das sollte dann natürlich mit der Lehrkraft abgesprochen sein). Das ist beim Grüßen natürlich nicht so einfach, da kann aber ein Lob schon Wunder wirken. Oder das Aussetzen einer Belohnung über eine Punktekarte, die man dann ausschleicht.
Mit 5 ein wenig schwierig zu begreifen, aber ich mache meinem Sohn (8)inzwischen klar, dass „Danke, bitte, hallo, tschüss“ immer Pluspunkte im Miteinander bringen und nichts kosten. (Außer ein wenig Überwindung).
Grüße
kernig