Mein Sohn liebt eine Minderjährige

Hallo,

mein Sohn, 33 J, in einer anderen Stadt lebend, liebt eine 15 Jährige. sie kennen sich seit 3 Monaten. Ihre Eltern wissen angeblich von dieser Beziehung. Sie wohnen auch in weiterer Nachbarschaft. Meine Frau und ich haben diese Freundin jetzt anläßlich eines Familientreffen kennen gelernt und dabei ihr Alter erfahren. Das Mädchen besucht die Waldorfschule (ihre Eltern taten dies auch). Daraus schließe ich, dass sich ihre Eltern um das Wohl ihres Kindes kümmern. Gerade um dieses Wohl kreisen sich meine Gedanken. Ich finde es nicht gut, dass dieses, so junge Mädchen eine Beziehung mit einem so viel älteren Mann hat - unser Sohn wirkt wesentlich jünger als er ist.
Ich weiss jetzt nicht, ob ich mich in diese Beziehung einmischen soll. Wenn ja, wie? Da mein Sohn sich seit Jahren nach einer Partnerin sehnt und Schwierigkeiten hat, eine zu finden, möchte ich auch vermeiden, das nun gewonnene Glück zu zerstören. Was tun?

Gruß
Otto

Hallo Otto,
das Problem hat - wie alle - zwei Seiten:

  1. Das juristische Problem.
    Der Sohn kann bei ungünstiger Konstellation in Teufels Küche geraten.

  2. Das emotionale Problem.
    Wenn Dein Sohn wesentlich jünger wirkt als 33 und das Mädchen dafür wesentlich älter/reifer als 15, könnte u. U. später durchaus etwas daraus werden.
    Aber vielleicht spielen ihm hier auch nur seine Wünsche einen Streich: Er wünscht sich eine Partnerin, und das Mädchen kann derzeit genau die richtigen Saiten seiner Seele in Schwingung setzen. Das kann Liebe sein, muß aber nicht. Vielleicht ist es nur eine Verklärung von geheimen Wünschen.

Dass das Mädchen auf eine Waldorf-Schule geht, macht die Eltern in meinem Augen noch nicht zu besonders besorgten und um ihr Kind bemühten Elternteilen. Ohne den Eltern des Mädchen zu nahe zu treten, würden bei mir als Mutter bei einem derartigen Altersunterschied schon die Alarmglocken klingeln.

Als Mutter zweier erwachsener Töchter bin ich - so haben es mir zumindest meine beiden Lendensprosse bestätigt - weder allzu verklemmt noch spießig. Aber ich würde in so einem Falle auch mit dem jungen Mann sprechen, welche Art Beziehung er sich eigentlich derzeit vorstellt. Ab einem gewissen Alter kann man als Elternteil seine Kinder nicht mehr kontrollieren, das ist auch gar nicht Sinn der Sache. Aber hier kann es zu einer Eigendynamik kommen (Nachbarn, die Begegnungen/Handlungen falsch interpretieren/aufbauschen), die dann mit dem Vorwurf des Mißbrauchs von Minderjährigen und somit für den jungen Mann sehr böse ausgehen kann.

N. m. M. ist ein sachliches, offenes Gespräch erforderlich, um auch und gerade diese Seite anzusprechen. Und da Dein Sohn vernünftig ist, wird er sich Deine Hinweise anhören, ohne den Eindruck zu haben, dass Du ihm sein Glück nicht gönnst.

Viel Erfolg wünscht BM

Hallo Otto
Minderjährig hin, juristisch her - insegsamt betrachtet würde ich ihm nicht groß reinreden. Dein Sohn scheint ja ein introvertierter, eher schüchterner Mensch zu sein und endlich hat er vielleicht seine große Liebe gefunden - da sollte nix gefährdet werden. Denk an den alten Goethe, als er Fräulein von Stein kennen lernte oder wie sie hieß - der Altersunterschied war erheblich größer.
Gruß,
Branden

Ist ein Gespräch erforderlich?

N. m. M. ist ein sachliches, offenes Gespräch erforderlich,…

Warum eigentlich? Und für wen ist das erforderlich?
Wohl mehr für die Eltern als den Sohn.

Der Mann ist erwachsen. Wenn er noch keine Erfahrungen hat, wird’s doch Zeit dass er sie macht - und zwar selbst!! Auch was die juristischen Aspekte angeht, ist er mit 33 Jahren selbst verantwortlich.

Dass die Eltern sich bei diesem Altersunterschied Gedanken machen ist ja nachvollziehbar, und wenn es Ihnen wichtig ist oder hilft, dann sollen sie ruhig das Gespräch mit ihm suchen.

Verpflichtet ist er imho dazu nicht! Es ist sein Leben! Er ist erwachsen - und wenn er’s noch nicht ist, kann er’s nur allein werden!

[Wenn man Kinder immer nur wie Kinder behandelt können sie nicht erwachsen werden.]

LiebeGrüßeChrisTine

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Hi,

Der Mann ist erwachsen. Wenn er noch keine Erfahrungen hat,
wird’s doch Zeit dass er sie macht - und zwar
selbst!! Auch was die juristischen Aspekte
angeht, ist er mit 33 Jahren selbst verantwortlich.

du meinst, man sollte nicht eingreifen, auch wenn man weiß, dass er sich strafbar macht? Sozusagen soll er seine Erfahrungen auf Kosten der Minderjährigen machen? Tolle Einstellung …

Gruß
Cess

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Der jetzige tuerkische Praesident Abdullah hat eine 14/15 jahrige geheiratet und war selber uber 30. Also (anscheinend) nichts weltbewegendes.
Ich gehe davon aus, dass eine Waldorfschuelerin geistig ein bissle reifer und selbstaendiger ist um einigermassen abzuschaetzen was denn da los ist.

Hallo Otto,

nun ja, der Altersunterschied ist ziemlich heftig.
Du schriebst, daß Dein Sohn jünger wirkt; vom Aussehen und/oder vom Verhalten?
Eine junge Frau von 15 Jahren kann wesentlich reifer sein, als es sich vom (formalen) Alter her vermuten ließe, ich habe mal eine Frau kennen gelernt, die ich für 18 - 20 hielt und die war gerade mal 14.

Wenn die Eltern des Mädchens keine Probleme sehen, solltet ihr euch keine übermäßigen Sorgen machen, auch wenn ein formaljuristischer Unsicherheitsfaktor bleibt.

Gandalf

Hi,

Ich gehe davon aus, dass eine Waldorfschuelerin geistig ein
bissle reifer und selbstaendiger ist um einigermassen
abzuschaetzen was denn da los ist.

Großes Naja…
So weit ich weiß gab(gibt?) es da nicht mal Sexualaufklärung. Also von Reife würde ich in Bezug auf W-Schule nicht grade sprechen.

J~

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Hi,
Sozusagen soll er seine
Erfahrungen auf Kosten der Minderjährigen machen?

wieso auf kosten der minderjährigen? wo steht das?

Tolle
Einstellung …

das finde ich ehrlich auch und habe deshalb ein sternchen gegeben.

hu.

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Hallo,

Dein Sohn scheint ja ein
introvertierter, eher schüchterner Mensch zu sein

stimmt! Nicht nur das. Er war als Kind schon in Psychotherapie, weil er mit 8 sich noch den Hintern putzen ließ und bei uns Eltern schlafen wollte. Dann mit ca. 19 nochmals aus eigenem Antrieb. Seine Berufswahlentscheidung hat bis ca. 24 gedauert. Mit der ist er heute nicht mehr zufrieden.

Otto

Hallo,

Du schriebst, daß Dein Sohn jünger wirkt; vom Aussehen
und/oder vom Verhalten?

vom Aussehen

Eine junge Frau von 15 Jahren kann wesentlich reifer sein,

Das kann ich hier mangels einschlägigen Erfahrungen nicht beurteilen. Es ergab sich kein Gespräch - nur Fragen meinerseits und kurze Antworten von ihr zu Themen wie Schule, Familie, Zahnspange.

Otto

Rückfragen …
Hi Otto,

[…] Psychotherapie, weil er mit 8 sich noch den Hintern putzen ließ

Wurde geklärt, wieso ihm dieser Service mit 8 Jahren noch gewährt wurde?

und bei uns Eltern schlafen wollte.

Und? Durfte er?

Seine Berufswahlentscheidung hat bis ca. 24 gedauert.

Und bis dahin hat ihn wer ernährt?

Nur so ein paar Rückfragen. Sicherlich völlig offtopic?
Nur weil du fragst:

ich weiss jetzt nicht, ob ich mich in diese Beziehung einmischen soll.

Gruß
Metapher

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yepp (offtopic)

Denk an den alten Goethe

*17 49

als er Fräulein von Stein

*17 42

kennen lernte oder wie sie hieß - der
Altersunterschied war erheblich größer

und „Fräulein“ von Stein war zu der Zeit seit 11 Jahren verheiratet und hatte 7 Kinder :smile:

Gruß
Metapher

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Denk an den alten Goethe

*17 49

als er Fräulein von Stein

*17 42

kennen lernte oder wie sie hieß - der
Altersunterschied war erheblich größer

und „Fräulein“ von Stein war zu der Zeit seit 11 Jahren
verheiratet und hatte 7 Kinder :smile:

Hallo,

vielleicht meint er Ulrike von Lewetzow? Die war 17 und Goethe über 70, glaube ich. Aber die Familie ist dann mit ihr auch geflüchtet. Er ist dann hinterhergefahren und hat die Marienbader Elegien gedichtet.

Grüße
Sonja

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Sexualaufklärung
Tach J~,

So weit ich weiß gab(gibt?) es da nicht mal Sexualaufklärung.

nun da erinnere ich mich (Regelschule) an unsere Sexualaufklärung in den 70ern.
Der arme Biolehrer, dem man das aufgehalst hatte, brachte da eine Lachnummer, weil er zwar nicht mit Bienchen und Blüte kam, aber wir extern weit besser informiert waren.

Also von Reife würde ich in Bezug auf W-Schule nicht grade
sprechen.

Bei Regelschulen?
Mal im Ernst, so was pauschal zu behaupten, spricht nicht gerade von Reife.

Gandalf

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vielleicht meint er Ulrike von Levetzow? Die war 17 und Goethe über 70, glaube ich.

Ja - und die ihn dann sogar posthum noch so arg verleugnete. Aber alle seine Affären (mit Ausnahme der Frau von Stein) hatten einen ungewöhnlich großen Altersunterschied. Bei Minna Herzlieb waren es auch 40 Jahre.

Allerdings ist der Altersunterschied ja auch gar nicht der kritische Punkt im UP.

Gruß
Metapher

Hi!

Da ist anscheinend sehr sehr viel falsch gelaufen.

Was mich nur sehr verwundert: Weshalb machst Du Dir „jetzt“ Gedanken weil er eine Minderjährige liebt?

Ich hätte mir aller aller spätestens ab seinem 3 ten Lebensjahr Gedanken gemacht weshalb er sich nicht den Hintern selbst abputzt…

Weshalb hast Du das denn mitgemacht? (ohne professionelle Hilfe).

Was hast Du denn erwartet?

Gruß

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Hallo,
auch wenn ich mich hier im Forum unbeliebt mache, ich mache es gerne.
Vielleicht sind einige der hier Schreibenden etwas DSDS-, Kunstturnen- oder sonstwie beeinflusst. Ein 15-jähriges Kind hat nicht die Erfahrung oder die Reife eines 33-jähriger Erwachsenen. Es ist ein Kind. Alle anderen Aussagen halte ich für überzogene Erwartungshaltung, falsch verstandene „Toleranz“ oder Kindesmißhandlung. Sexuelle Reife ist nicht entscheidend.

Das Mädchen besucht die Waldorfschule (ihre
Eltern taten dies auch). Daraus schließe ich, dass sich ihre
Eltern um das Wohl ihres Kindes kümmern.

Mmmhhh, machen das andere Eltern nicht?

Ich finde es nicht gut, dass
dieses so junge Mädchen eine Beziehung mit einem so viel
älteren Mann hat

Ich ehrlich gesagt auch nicht. Oder auch: Daß die Eltern des Mädchens gar soviel Verständnis haben, verstehe ich nicht.

Ich weiss jetzt nicht, ob ich mich in diese Beziehung
einmischen soll. Wenn ja, wie?

Mit deinem Sohn reden, ihm abraten, evtl. für ihn Unterstützung bei entsprechenden Ärzten und Stellen einholen.

Da mein Sohn sich seit Jahren
nach einer Partnerin sehnt und Schwierigkeiten hat, eine zu
finden, möchte ich auch vermeiden, das nun gewonnene Glück zu
zerstören. Was tun?

Darüber nachdenken und eine Entscheidung treffen. Hinnehmen würde ich dies nicht. Du meinst es gut, aber du solltest dich beraten lassen.

Gruß
Der Franke

also …

auch wenn ich mich hier im Forum unbeliebt mache

… „unbeliebt“ würde ich das nicht nennen, was du dich mit diesen Äußerungen hier im Brett machst.

Gruß
Metapher

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Hi Otto,

ist doch schön, wenn dein Sohn glücklich ist. Aber du selbst bist mit diesem Glück nicht so ganz zu frieden.
Was ist an diesem Buben was du nicht so magst? Warum musst du ihn diffamieren?

Paula