Meine Erfahrungen beim Autokauf + Frage

Hallo,
ich möchte mir ein neues Auto kaufen (Opel Astra, Neuwagen).
Nun bin ich also in ein Opel-Autohaus gegangen. Habe einem Verkäufer exakt beschrieben, was ich genau für ein Auto haben will, welche Extras etc. Dann habe ich gesagt, dass ich bar zahlen möchte und dass er mir für dieses Auto bitte ein schriftliches Kostenangebot machen soll.

Ok, dieses kam nun hier an, der Preis lag bei ca. 23.000 Euro.
Jetzt hab ich mal mein Wunschauto (also genau dieses) in den Opel-Konfigurator eingegeben, alle Extras dazugrechnet - und was soll ich euch sagen?
Es kam ein Preis raus, der sage und schreibe 400 Euro über dem Angebot des Verkäufers lag.

Meine 2 Fragen dazu:

  1. Ich komme mir ein bißchen vera… vor. Ist das üblich, so hoch ranzugehen und dann erst zu verhandeln? Oder ist das Angebot eine Frechheit und ich sollte mal schnell ein andres Autohaus aufsuchen?
  2. Wieviel Rabatt ist heutzutage in etwa üblich, also wenn der Konfigurationspreis 23.000 wäre und ich bar zahle, wieviel Rabatt wäre angemessen und wann würdet ihr sagen, es wäre ein guter Kaufpreis?

Danke euch!
Hebre

Hallo Hebre,

der Verkäufer hat sich wohl gedacht „ich versuch es mal ganz blöd“.
Ich würde den Verkäufer ansprechen und ihn fragen ob das sein Ernst ist. Da ist auf jeden Fall mehr drin. Ein Vergleich mit einem anderen Händler ist nie verkehrt.
Als Tipp: Einen Vorführwagen mit wenig KM.
Da spart man dann die richtige Kohle.
Aber auch bei einem Neuwagen sind ordentliche Rabatte drin.
Laut diesem Bericht http://www.abendblatt.de/daten/2007/02/12/687227.html bis zu 17%.
Gerade beim Astra sollte einiges drin sein.

Gruss Jakob

Hallo,

*schmunzel*…
Da ist noch viel „Mehr drin“…:smile:

1.der Hersteller gibt hier in D den „teuersten“ Preis vor…
2.jedes Autohaus bekommt von ihm schon mal „Provision“…
3.jeder Verkäufer des Autohauses bekommt „Provision“…

Das heißt nichts anderes,als das vom „Hersteller-Preis“ schon einmal
„locker“ 20 Prozent an die „Zwischenschiene“ bezahlt wird…
Das variert natürlich von Modell zu Modell…

Wenn du also wirklich das Geld in Bar übrig hast,schau lieber in die Tageszeitungen nach einem Jahreswagen von privat…
Da sparst du erheblich mehr an Geld als bei jedem „Händler-Rabatt“…

mfg

Hallo Hebre,

Meine 2 Fragen dazu:

  1. Ich komme mir ein bißchen vera… vor. Ist das üblich, so
    hoch ranzugehen und dann erst zu verhandeln? Oder ist das
    Angebot eine Frechheit und ich sollte mal schnell ein andres
    Autohaus aufsuchen?

Das Autohaus hat hier in Deutschland deutsche Löhne. Du wills ordenlich beraten werden und sicher auch ausführlich Probefahren. Das natürlich erst mal kostenlos. Du willst auch in ein ordentliches Autohaus reingehen, wo für Dich viele Dinge vorgehalten werden, Angestellte die Geld kosten, Kaffee, usw. Wenn Dein Auto geliefert wird, ist es eingewachst und muss erst verkaufsfertig gemacht werden.
Unter diesen Gesichtspunkten ist die Preisspanne, die das Autohaus hat keine Frechheit, sondern notwendig um den ganzen Service bezahlen zu können. Eine Frechheit finde ich die Preisunterschiede, die die Hersteller zwischen den Ländern machen.

  1. Wieviel Rabatt ist heutzutage in etwa üblich, also wenn der
    Konfigurationspreis 23.000 wäre und ich bar zahle, wieviel
    Rabatt wäre angemessen und wann würdet ihr sagen, es wäre ein
    guter Kaufpreis?

8-10% maximal, sonst könnte die Leute im Autohaus lieber die Beine hochlegen und Fernsehen, als sich mit Dir zu beschäftigen. Eines ist sicher, wer etwas mehr bezahlt wird später, falls Probleme auftreten kulanter behandelt.
Ohne Service beim Reimporteur sind auch über 20% drin.

Ich habe mir damals das Auto für ein Wochenende bei einer Autovermietung gemietet und dann beim Reimporteur bestellt (23%!).

Gruß
Tilo

Hallo Hebre,
meine Erfahrung ist, dass die Autohäuser es lieber haben, wenn Du nicht bar bezahlst, sondern bei ihnen einen Kredit abschließt, daran verdienen sie nämlich auch.
Ansonsten: ich habe damals ein Fax erstellt, in dem genau mein Wunschwagen beschrieben war und dieses an mindestens ein Dutzend Händler im Umkreis geschickt. Der Unterschied war nicht groß, aber doch i.g. über tausend Euro bei einem Kaufpreis von 27tsd (A Klasse war angesagt).
Manche Händler waren so frech und wollten zusätzlich noch die Überführungskosten haben (ca. 800 Euro!), manche nicht.
UND: nie! einen Vorführwagen! Du weißt doch selbst, wie Du die Dinger probefährst. Außerdem sparen die meist an nützlichen Extras.
Ach ja, und so viele Extras wie möglich raushandeln (bei Winterreifen z.B. geben sie sie Dir wenigstens zu ihrem Einkaufspreis, Fußmatten und so weiter sollten auch drin sein).
MFG
Henning

Hallo,

Wenn Dein Auto geliefert wird, ist es eingewachst und
muss erst verkaufsfertig gemacht werden.

Das ist allerdings nichts, was ich als Kunde extra bezahlen möchte, genauso wie ich „Überführungskosten“ als Unverschämtheit empfinde. Bei Aldi kostet der Joghurt auch nicht 10 Cent mehr weil ein Verkäufer die Becher in die Kühlung gebracht und ein LKW die Ware in der Molkerei abgeholt hat…

Wenn ich ein Auto im Autohaus kaufe sollte es eigentlich nicht mein Problem sein wie es aus der Fabrik dorthin kommt…

Gruß,

MecFleih

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Danke
Danke schön an alle, das hat mir schon mal weitergeholfen bei den weiteren Verhandlungen!
Hebre

Hallo,

Das Autohaus hat hier in Deutschland deutsche Löhne. Du wills
ordenlich beraten werden und sicher auch ausführlich
Probefahren. Das natürlich erst mal kostenlos. Du willst auch
in ein ordentliches Autohaus reingehen, wo für Dich viele
Dinge vorgehalten werden, Angestellte die Geld kosten, Kaffee,
usw. Wenn Dein Auto geliefert wird, ist es eingewachst und
muss erst verkaufsfertig gemacht werden.

Ähm, Entschuldigung, deshalb zahle ich gern für ein deutsches Auto mehr als für einen Koreaner oder so. Übrigens finde ich die Argumentation grundsätzlich schräg - Service darf man also nur erwarten, wenn man ordentlich dafür löhnt? Miese Philosophie für ein Unternehmen! ICH bin doch nicht schuld, wenn der Verkäufer evt. schlecht bezahlt ist.

Hätte mir der Verkäufer 5 Prozent oder mehr Rabatt angeboten, dann wär ich nicht so angefressen gewesen. Aber 400 Euro, das sind bei 23.000 Preis grad mal 1,5 % - sorry, aber das empfinde ich als Frechheit.

Was die Überführung angeht, nee, wieso soll ich dafür zahlen, dass ich meine Ware krieg - die wollen mir doch was verkaufen, oder etwa nicht? fände ich auch sehr merkwürdig, wenn ich dafür auch noch Geld zahlen soll.
Hebre

Wenn ich ein Auto im Autohaus kaufe sollte es eigentlich nicht
mein Problem sein wie es aus der Fabrik dorthin kommt…

ist es auch nicht, nur Du mußt es bezahlen :smile:
Die Händler sagen z.T., sie können es finanziell nicht. Sie bieten Dir an, den Wagen kostenlos von einem Rentner abholen zu lassen.
Selbst, als ich deutlich machte, dass ich den Wagen dann nicht kaufen würde (bei 27tsd Euro ging es um ca. 700 Überführungskosten) ging es nicht. Peng und aus.

MFG
Henning

Hallo Henning,

klar, man hat letztlich keine Chance. Dass die Kosten - die ja auch wirklich entstehen, mag man sich über die Höhe auch streiten - am Ende vom Kunden bezahlt werden ist auch klar.

Aber ich vermute dass, wenn man es wollte, es auch für die Hälfte ginge. Jetzt wird der Kaufpreis nämlich aus scheinbar unzusammenhängenden Beträgen schön aufsummiert, müßte man dem Kunden gegenüber einen hohen Gesamtpreis vertreten würden den Anbietern schon Wege einfallen möglichst preiswerte Beträge nennen zu können. Vermutlich verdient da nochmal ein ganzer Rattenschwanz an Beteiligten…

Man zahlt ja auch dann wenn man das Auto am Werk abholt - da gibt es nun wirklich gar keine Begründung mehr. Mancher will vielleicht keine Alibi-Veranstaltung wie Werkbesichtigung und Kantinenessen, sondern vielleicht nur ein Auto kaufen…

Gruß,

MecFleih

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meine freundin hat sich letztes jahr ein astra gekauft (barzahlung). 25500 euro listenpreis. beim günstigsten opelhändler hat sie dann ca.22000euro bezahlt incl. überführung+zulassung.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,

die Argumentation grundsätzlich schräg - Service darf man also
nur erwarten, wenn man ordentlich dafür löhnt? Miese

Selbstverständlich ist das so. Die Servicemitarbeiter kosten ordendlich Geld. Kein Unternehmer kann sein Unternehmen auf Verlust aufbauen, nur weil der Kunde den Service kostenlos erwartet. Der Service ist in der Händlerpreisspanne einkalkuliert. Aber wie gesagt, kaufe Dein Auto im Internet beim Reimporteur, da hast Du kaum Service aber dafür einen deutlichen Preisvorteil.

Hätte mir der Verkäufer 5 Prozent oder mehr Rabatt angeboten,
dann wär ich nicht so angefressen gewesen. Aber 400 Euro, das
sind bei 23.000 Preis grad mal 1,5 % - sorry, aber das
empfinde ich als Frechheit.

Du kannst woanders hingehen um Dein Auto zu kaufen.

Was die Überführung angeht, nee, wieso soll ich dafür zahlen,
dass ich meine Ware krieg - die wollen mir doch was verkaufen,
oder etwa nicht? fände ich auch sehr merkwürdig, wenn ich
dafür auch noch Geld zahlen soll.
Hebre

Die Überführung finde ich auch unverschämt teuer. Dafür kann aber der Händler nichts. Kaufe halt eine Automarke, die Du selbst im Werk abholen kannst.

Gruß
Tilo

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bei VW…
Hallo,

ich kann aus direkter Erfahrung sagen (hab mein neues Auto vor 4 Wochen bestellt), dass die Rabatte sehr stark Variieren.
Zwar habe ich mich nur mit VW auseinandergesetzt, allerdings werden die Unterschiede nicht allzu groß sein. Ich habe vor meinem Kauf verschiedene Händler in der Gegend abgeklappert und mir Angebote erstellen lassen. Hierbei habe ich jedesmal darauf hingewiesen, dass ich mich schon genau für ein Modell und eine Ausstattung entschieden habe und ich mein Auto dort kaufen möchte, wo ich am wenigsten bezahle. Der Barkauf-Rabatt schwankte so zwischen 4% und 13%. Bei einigen Händlern hatte ich das Gefühl, dass die keine Lust haben, mir ein Auto zu verkaufen, andere haben mir direkt gesagt, dass ich einfach mit einem Angebot, das ich von anderen bekommen habe, vorbeikommen soll und dann sagen sie mir, ob sie mitziehen oder nicht.

Also hieran siehst du, dass es sich definitiv lohnt, mehrere Angebote einzuholen. Die Rabatte schwanken übrigens auch regional. Hier im Rhein-Main-Gebiet sieht es i.d.R. eher schlechter aus, als z.B. im Ruhrgebiet.

Unterm Strich zu deinen Fragen:

  1. Ich habe solche Händler direkt wieder verlassen, aber du kannst ja nochmal nachfragen

  2. Bei Barkauf sollte ruhig ein zweistelliger Rabatt rauskommen.

Gruß
Steffen

Hi,

Du hast doch noch nicht einmal angefangen zu verhandeln. Erwartest Du, dass der Verkäufer gleich die Hosen runterläßt?

Du hast jetzt eine Hausnummer und kannst nun mit dem eigentlichen Geschäft beginnen. Mit dem Wissen kannst Du nun auch noch zu anderen Händlern gehen (aber nicht das Angebot der Konkurrenz auf den Tisch legen, das wäre schlechter Stil).

Ich denke, dass Opel derzeit ziemlich dringend seine Autos auf die Strasse bringen muss, also sollte deutlich mehr drin sein.

Viel Spaß, so eine Verhandlung kann sehr viel Spaß machen. Ich habe einmal bei einer Uhr in der Türkei 29% nach drei Tagen rausgeholt. Der Verkäufer/Inhaber und ich haben in dieser Zeit sehr viel Tee getrunken und spannende Rollenspiele gespielt. Ganz so wird es wohl in Deutschland nicht laufen …

Gruß
C.

Einspruch
Hallo Henning,

UND: nie! einen Vorführwagen! Du weißt doch selbst, wie Du die
Dinger probefährst. Außerdem sparen die meist an nützlichen
Extras.

Das ist nun mein vierter Vorführwagen.
Zwei Zafira, ein Touran und jetzt der Astra.
Das einzige was beim Astra fehlt ist das Xenon-Kurvenlicht und der Parksensor. Ansonsten grosses Navi, Tempomat, Licht- und Regensensor, Leder, Klimaautomatik, BC, abnehmbare AHK, Follow me home Licht und, und, und… ein paar Tausender gespart.
Mit keinem dieser Vorführwagen hatte ich Probleme. Die Probleme beim Touran hatten nichts damit zu tun dass es ein Vorführwagen war, das lag eher daran das es ein VW war :wink:

Gruss Jakob

Vorführauto
Hallo,
man hat mir jetzt in einem Autohaus einen Jahreswagen mit 0 km angeboten. also der wird als Gebrauchtwagen verkauft, ist aber nur zugelassen und nicht gefahren worden und fast 1 Jahr alt.
Welche Bachteile hat sowas?
Hebre

Hi,
Du hast doch noch nicht einmal angefangen zu verhandeln.
Erwartest Du, dass der Verkäufer gleich die Hosen runterläßt?

Hallo,
nein, das nicht, ich hatte nur keine Ahnung, ob es üblich ist, zuerst so ein wirklich tiefes Angebot zu machen oder ob der dachte, die Dame ist bestimmt dumm genug um drauf einzugehen
Hebre

Hallo,
Die Servicemitarbeiter kosten

ordendlich Geld. Kein Unternehmer kann sein Unternehmen auf
Verlust aufbauen, nur weil der Kunde den Service kostenlos
erwartet.

Also ich erwarte keinen kostenlosen Service - aber ich erwarte schon mehr Service bei Opel als bei einem no-name Auto aus Fernost (ebenso wie es zB Service-Unterschiede zwischen Kaisers und Lidl gibt). Dafür zahle ich auch gern etwas mehr.

Insbesondere erwarte ich, dass ich nicht für so dämlich gehalten werde, dass man mir erst mal ohne mit der Wimper zu zucken ein wirklich schlechtes Angebot macht und dabei auch noch so tut, als sei es ein guter Preis. Wollen die keine Auts verkaufen oder merken die nicht, dass sie sich die Kunden verärgern??? Man muss ja irgendwie mit der Realität in D umgehen, wenn man in so einem Autohaus arbeitet - und wenn üblicherweise 10% und mehr Rabatt gegeben werden, dann kann der doch nicht daherkommen und sagen „he kauf mal hier bei mir zum Listenpreis“! Da denk ich schon, der will gar nichts verkaufen!

Hebre

Hallo Steffen,

Hierbei habe ich jedesmal
darauf hingewiesen, dass ich mich schon genau für ein Modell
und eine Ausstattung entschieden habe und ich mein Auto dort
kaufen möchte, wo ich am wenigsten bezahle. Der Barkauf-Rabatt
schwankte so zwischen 4% und 13%.

Danke sehr, so werde ich es auch machen, habe schon angefangen, andere Angebote einzuholen! Mal sehen …
Hebre

Hallo,

umgehen, wenn man in so einem Autohaus arbeitet - und wenn
üblicherweise 10% und mehr Rabatt gegeben werden, dann kann

Wenn er nur 100 Autos mit 1,5% Rabatt verkauft, anstelle 200 mit 10%, dann hat er:

  1. nur halb so viel Arbeit
  2. an den 100 Autos mehr verdient, als an den 200
  3. weniger Personalkosten
  4. braucht weniger Platz, evtl ein kleineres Autohaus
  5. hat weniger gebundenes Kapital
  6. pünktlich Feierabend
  7. weniger Streß
  8. es fallen positiverweise genau die Kunden weg, die später bei Reparaturen auch um jeden Euro feilschen.

Warum also sollte er Dir 10% Rabatt geben. Das ist betriebswirtschaftlich gesehen Unsinn. Er hat mehr davon, für etwas höheres Gehalt einen absolut professionellen Verkäufer einzustellen, der es versteht zum Listenpreis oder nur knapp darunter zu verkaufen.

Geiz ist nicht geil, sondern macht unsere Wirtschaft kaputt. Na und wer sich keinen Opel leisten kann, der kann sich ja einen Kia kaufen.

Gruß
Tilo